Katja Gloger Autor 

henrystorm

LifeTime Premium
Registriert
Feb. 2021
Beiträge
10.974
Katja Gloger

KGloger.webp

Katja Gloger, geboren 1960 in Koblenz, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Russland. Sie studierte Russische Geschichte, Politik und Slawistik in Hamburg und Moskau und ging Anfang der neunziger Jahre als Korrespondentin für den „Stern“ nach Moskau. Dort erlebte sie den Zusammenbruch der Sowjetunion. Sie interviewte Michail Gorbatschow ebenso wie Boris Jelzin und Wladimir Putin. Sie war „Stern“-Korrespondentin in den USA und arbeitete als Autorin des Nachrichtenmagazins mit den Schwerpunkten Russland, Internationale Politik und Sicherheitspolitik. 2010 erhielt sie den Henri-Nannen-Preis, 2014 wurde sie als politische „Journalistin des Jahres“ ausgezeichnet. Katja Gloger lebt in Hamburg.

--> Weiterführende Informationen und Bezugsquellen per Konversation <--​
  • Rules:
  • Nette Konversation mit Titel: Katja Gloger
  • Link vom Thema mit in die Konversation
  • Keine Anfrage für User unter 6 gezählten Beiträgen (Neuling)
  • Alle Ausgaben dieses Autors in DE
 
Titel: (alle von diesem(r) Autor(in) hier angeführten Titel in DE)

Katja Gloger - Das Versagen - Eine investigative Geschichte der deutschen Russlandpolitik
Katja Gloger - Putins Welt - Das neue Russland, die Ukraine und der Westen
Katja Gloger - Fremde Freunde - Deutsche und Russen - Die Geschichte einer schicksalhaften Beziehung

Das Versagen:
Mit Putins allumfassendem Angriffskrieg gegen die Ukraine stehen drei Jahrzehnte deutscher Außenpolitik auf dem Prüfstand. Wie konnte es so weit kommen? In einer akribischen Recherche haben Katja Gloger und Georg Mascolo eine Fülle vertraulicher wie brisanter Regierungsdokumente eingesehen und mit zahlreichen Zeitzeugen gesprochen. Eine besondere Rolle spielten die Dossiers deutscher Geheimdienste, die früh vor Putins imperialen Gelüsten warnten. Spannend wie in einem Thriller rekonstruieren Gloger und Mascolo die Bruchpunkte einer Epoche: den NATO-Gipfel von Bukarest, die Abkommen von Minsk, den Fall Nawalny, den frühen hybriden Krieg Putins gegen Deutschland und den Bau von Nord Stream 2. Nicht einmal die alarmierendsten Erkenntnisse änderten den sehr pragmatischen Umgang der deutschen Politik mit Putin. Und zu oft versteckten sich hinter den propagierten politischen Zielen harte ökonomische Interessen. Das Buch trägt zu jener unverzichtbaren Aufklärung bei, die bis heute verweigert wird.

Putins Welt:
Russland – ein Rätsel, ein Geheimnis, ein Mysterium? Im Jahr 2015 jedenfalls scheint Russland ein Land, vereinsamt in der Welt, weder Ost noch West, einmal wieder außerhalb der Zeit stehend. Nach der Landnahme der Krim und der Anzettelung eines unerklärt-erklärten Krieges im Südosten der Ukraine ist die europäische Friedensordnung erschüttert. Europa, selbst zunehmend geschwächt und verunsichert, muss sich einer gefährlichen Herausforderung stellen: Denn dieses neue Russland – es ist Putins Russland – versteht sich als revisionistische Ordnungsmacht auf einem eigenen, eurasischen Kontinent, als moralischer und politischer Gegenpol mit eigener, zivilisatorischer Mission in Abkehr vom Westen. Unter russischer Revision die Charta von Paris, jene gemeinsame Verpflichtung, 1990 von Michail Gorbatschow unterzeichnet, mit der eine Ära des Friedens beginnen sollte: »Nun ist die Zeit gekommen, in der sich die jahrzehntelang gehegten Hoffnungen und Erwartungen unserer Völker erfüllen: unerschütterliches Bekenntnis zu einer auf Menschenrechten und Grundfreiheiten beruhenden Demokratie, Wohlstand durch wirtschaftliche Freiheit und soziale Gerechtigkeit und gleiche Sicherheit für alle unsere Länder.«
Jetzt ist nichts mehr, wie es war.

Fremde Freunde:
Eine junge Deutsche namens Sophie, die, als 17-Jährige nach Moskau geschickt, zur Zaren- und Gattenmörderin wird und als Katharina II. Weltgeschichte schreibt; ein Koffer voller Bilder, die gestohlen werden, was sich als ihre Rettung erweist; eine mondäne Schauspielerin, von den Boulevardblättern gefeiert, die aus Liebe nach Russland emigriert, um dort dem grausamen Lagersystem zum Opfer zu fallen; ein Berufsrevolutionär, der aus einer Moabiter Gefängniszelle heraus Kontakte in höchste Kreise pflegt; eine belagerte, verhungernde Stadt, in der bei eisiger Kälte ein Orchester Beethovens Neunte spielt und damit Hitler widersteht – Katja Gloger erzählt von der eng verwobenen Geschichte der Deutschen und der Russen, die tragisch ist und auch schön. Beide Länder waren einander Verheißung – und zu oft führten solche Utopien ins Verderben. Die Autorin wirbt für einen vorurteilslosen Blick auf Russland und erinnert an die besondere Verantwortung, die die Deutschen Russland gegenüber tragen. In jedem Kapitel wird deutlich, wie die deutsch-russische Geschichte die Gegenwart prägt. Darüber hinaus hat Katja Gloger persönliche Gespräche mit Staatsmännern, Historikern und mit Menschen geführt, die Krieg und Verfolgung erlebten – und heute für Versöhnung kämpfen.
 
Zurück
Oben Unten