Meines Erachtens ist es aber ein deutlicher Unterschied, ob drastische Szenen ausgestrahlt werden, um auf Gefahren hinzuweisen und als Beitrag zur Verkehrssicherheit dienen sollen (denn nur mit Emotionalisierung erreicht man einen Großteil der Leute, die es angeht) oder ob ein Konzern sich dadurch lediglich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen will.
Grundsätzlich stimme ich mit deinem statement überein,
konradin.
In diesem konkreten Fall sehe ich aber weder den Konzern, der sich über einen geschmacklosen Spot Wettbewerbsvorteile verschaffen will (obwohl das natürlich immer wieder passiert - vielleicht auch bei Mercedes) und ich sehe auch nicht die "DrastiK" in dem angesprochenen Spot.
Wenn ich das richtig verstanden habe hat Mercedes einen Filmwettbewerb ausgeschrieben unter dem Thema: "Gefahren erkennen, bevor sie entstehen" um für das Mercedes-Sicherheitssystem zu werben.
Was da an Beiträgen zusammen kommt, ist vom Initiator nicht zu überblicken - der Umgang damit ist entscheidend. Mercedes hat das Ding ja nicht ausgewählt, sondern sich deutlich davon distanziert.
Ok - wer auch immer das Ding lanciert hat rührt die Werbetrommel mächtig!
Drastisch sind für mich bei nem Unfall, Blut, Schreie, zersplitterte Scheiben usw., halt vordergründige Effekte.
In dem Spot wird die message zwar deutlich, sie ist aber sehr sparsam umgesetzt und leitet geschickt die Fantasie des Betrachters in die intendierten Bahnen.
Ich finde den Spot sehr gelungen!