Kugelschreiber schrieb:
Einfach Vergraben bringt rein gar nichts. Was ist, wenn es in dem Gebiet in welchem AKW Abfälle gelagert werde zu einer Naturkatastrophe kommt?
Sagen wir mal ein Erdbeben. Die Schächte stürzen ein und man kann den Müll nicht mehr "beaufsichtigen". Die Fässer rosten durch und die ganze ******* tritt aus. Na dann mal gute Nacht.
Die Kernenergie ist nicht die Energiequelle der Zukunft. Allein schon aus dem Grund, dass es Uran auch nicht ewig auf diesem Planeten geben wird.
Die strahlenden Endprodukte eines AKW werden in Salzstollen gelagert. D.h. da kommt kein Wasser hin. Und Wasser wäre das einzige Medium, dass die Radioaktivität aus diesem Stollen an die Oberfläche schaffen könnte. Also lassen wir diesen Punkt gleich fallen, ohne noch auf die Unwahrscheinlichkeit eines Erdbebens in den (dafür ausgesuchten!) Endlagerungsstätten hinzuweisen.
Uran für eine deckende Energieversorgung gibt es, genau wie verschiedene Kohlesorten, noch für mehrere Jahrhunderte. Öl (in Reinform) dahingegen gibts nur noch einige Jahrzehnte. Es werden allerdings Verfahren entwickelt, mit denen man die Kohle irgendwie verdampft und Öl daraus gewinnt.
Im übrigen das, was ich schon mal geschrieben habe:
Also ich muss gestehen, dass ich zur Zeit für die Kernkraft bin. Es ist eine vergleichsweise saubere und billige Energiequelle, und die Rohstoffe dafür reichen noch Jahrhunderte. Teuer wird das Ganze nur wegen so einem Hickhack, den die ganzen Gruppierungen verursachen, sodass ein AKW zugemacht werden soll, dann doch wieder nicht, dann doch wieder, dann wieder nicht...
Jetzt wird man natürlich mit den ach so tödlichen Konsequenzen der Kernkraft konfrontiert: GAU und schwupps Radioaktivität überall...
Dieser Reaktor in Tschernobyl ist nicht wegen der Gefährlichkeit von Kernkraft an sich explodiert, sondern aufgrund steinzeitlicher Sicherheitsvorkehrungen, zu denen noch unvorschriftsmässige Experimente(!) am Reaktorkern hinzukommen. Eine Explosion hätte es ohne diese schlichtweg wahnsinnige Anordnung von Graphit und Wasserstoff auch nicht gegeben, und der Reaktor wäre dicht geblieben.
Die Sache ist die: So etwas wird in KEINEM Land mit Sicherheitsstandarts JEMALS passieren. Wohingegen Öltanker im Wochentakt irgendwo auffahren und prompt auslaufen.
Und, um ehrlich zu sein: Irgendwelche Behälter, die in irgendeinem Salzbergwerk irgendwo tief unter der Erde Jahrhunderte vor sich hinstrahlen, sind mir wesentlich lieber als dieser unglaubliche Dreck in der Luft, den die ganzen Kohle- und Ölkraftwerke verursachen und die mein Leben vom erstem Atemzug an schädigten.
Der Tagebau, Ölförderfarmen, Ölplattformen und die ganzen Raffinerien, die zur Verarbeitung nötig sind, verwüsten und vergiften ganze Landstriche! Nur bekommen wir diese Zerstörung, da es in Deutschland kein Öl gibt, nicht zu Gesicht. Anders z.B. Riesige Gebiete am Kaspischem Meer!