Können Top-Sportler Vorbilder sein? Diskussion 

littleprof

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Kids und Jugendliche brauchen Vorbilder. Gerne wählen sie sich Menschen, die in Öffentlichkeit und Medien stark repräsentiert werden: Popstars, Spitzensportler, Filmschauspieler.

Besonders Sportler eignen sich grundsätzlich gut als Vorbilder. Sie vermitteln häufig Werte wie Fairness, Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen, Anstrengungsbereitschaft, Eigenschaften, die man jedem Heranwachsenden gerne angedeihen lässt.

Wie sieht das denn nun aus mit der Vorbildfunktion unserer Sportstars?
Letztes unrühmliches Beispiel ist sicher das Verhalten des britischen Boxers Dereck Chisora vor und nach dem Klitschko-Fight. Die Message ist klar: Mir kann keiner was! Frechheit siegt.

Hauptvorbilder sind für viele Jungen sicherlich die Bundesliga-Kicker. Ist deren Verhalten auf dem Sportplatz nachahmenswert? Ich denke da zum Beispiel an den legendären Kopfstoß von Zidane, an die vielen Ausraster von Olli Kahn oder an die Busfahrt von Franck Ribery.

Wiegen Engagement, Trainingsfleiß und Teamgeist (so denn vorhanden :D ) die negativen Facetten des Spitzensports auf?
Oder sehen die Kids eh nur die viele Kohle, die Popularität und den Erfolg?
 
Können sie Vorbilder sein?
Ja.
Für was?

Am besten für den sportlichen (fairen) Gedanken.

Dabei sein ist alles, heißt es manchmal.
Warum?
Weil es in der Natur der Sache liegt besiegt sein zu können.

Da trennt sich die Spreu vom Weizen.

FC Bayern lebt nicht das "dabei sein ist alles", sie erheben den Anspruch der Überlegenheit. Gott sei Dank gibt es die Gegenbeweise.
Auf manche kann man verzichten.
Beispielsweise bei Messi (Barcelona). Der spielt einem Knoten in die Beine, weswegen zugeschlagen wird und das ist unsportlich und erfolgversprechend .... internationale Härte nennt man dann so etwas... dabei kann das jeder...

Der Boxskandal sollte nur ein Signal hervorbringen:

Lebenslange Sperre wegen charakterlich ungeeigneter Person und Unsportlichkeit.

Weder das asoziale Verhalten vor dem Kampf noch das asoziale Verhalten danach darf hingenommen werden.

Wer Schwergewichtsboxer ist und dafür ausgebildet wurde, muss wissen das im Ring und außerhalb des Ringes Regeln gelten.

Das was in der Pressekonferenz geschehen ist, ist unzivilisiert und hart zu bestrafen.

Die Kleinkinder könnten sonst meinen das man das darf und das es verdammt cool ist.
Auch Schwergewichtsboxer können sich nicht mit ihrem Faustrecht über das Gewaltmonopol des Staates setzen.

Null Toleranz! Am besten Gefängnis...
 
Was sehen Kinder und Jugendliche im Top-Sportler?
Jemanden, der viel Geld verdient und vom jeweils anderen Geschlecht angehimmelt wird.

Als Vorbild für das ehrgeizige Streben nach Gewinn wohl geeignet, wenn auch illusionär: Von Millionen von Sportlern schaffen es nur ganz wenige – auch hier nur in ganz wenigen Sportarten, ins Rampenlicht. Teamgeist nur, wenn unbedingt zum – temporären Erfolg – erforderlich, ansonsten fieseste Konkurrenz (auch in der Funktionärsriege).

Wenn Mitmenschlichkeit ein wertvoller Bestandteil unseres Gesellschaftssystems sein soll(te), sehe ich im Top-Sportler keine Vorbildfunktion.

Als Vorbilder dienen m. E. vielmehr die tausenden – zum überwiegenden Teil ehrenamtlichen – Trainer in den Sportvereinen. Dies allerdings auch nur, wenn sie das, was sie von ihren Schülern verlangen, auch in der Lage sind vorzuleben (Alkohol, Rauchen, Umgang miteinander, Toleranz).
 
Da wo die Eltern versagt haben, wird es auch keinen wundern,
wenn die Kinder fremd Personen als ihre Vorbilder sehen ;)

Pueblo
 
Das hat nur bedingt was mit den Eltern zu tun. Wenn jemand im Sport große Leistung bringt, das Kind den Sport ebenfalls betreibt und die Eltern nichts damit am Hut haben, dann ist doch klar, dass sie sich nen Helden suchen.

Wobei ich den Begriff Vorbild nicht mag, denn jeder Mensch hat seine Makel und Fehler und wenn dann jemand mal Scheiße baut, heißt es immer, was für ein schlechtes Vorbild er doch sei.

MfG Scarecrow @ HTC
 
Vorbilder sucht man sich doch in den Bereichen, die einem selbst wichtig sind und in denen andere schon dort angekommen zu sein scheinen, wo man selbst hin möchte. Eigentlich müsste die Frage damit ergänzt werden, ob die zugrundeliegenden Werte überhaupt noch stimmen.

joungster mag Recht haben, dass Sportler nicht nur für sportliche Leistungen stehen, aber darauf kommt es doch garnicht an. Eigentlich geht es doch eher um das kopieren von vermeintlichen Erfolgsrezepten. Das Phänomen, dass Teenies irgendwelchen Boygroups hinterherrennen, möchte ich bewusst ausklammen. Dabei geht es nämlich nicht um Vorbilder.
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Was sehen Kinder und Jugendliche im Top-Sportler?
Jemanden, der viel Geld verdient und vom jeweils anderen Geschlecht angehimmelt wird.

VETO:
Das kann ich pauschal so nicht nachvollziehen.

Für mich als Kind und Jugendlicher war der Erfolg der Top-Sportler das aufregende. Wieso sollte das jetzt anders sein ?

Wenn es dir nur um Geld geht ist das ok, aber bitte pauschalisiere das nicht für alle.

Wie Sabine_M schon sagt sind die meisten Idole ja den eigenen Interessen (sportlich) sehr nahe. Da ist z.B. im Wintersport schon das beste Beispiel. Da können die Spitzensportler meist ordentlich leben, aber VIEL Geld macht man da nicht. Zumindest habe ich noch nichts davon mitbekommen, dass Magdalena Neuner sich schon 3 Villen gekauft hat und 5 Autos gleichzeitig fährt. Auch von den vergangenen Wintersport-Stars ist dergleichen nicht zu vernehmen.

In Summe gibt es bei den hunderten Sportarten vielleicht rund 10 Sportarten, bei denen man viel Geld machen kann, wenn man es an die Spitze schafft.
 
..idealerweise können auch Eltern in manchen Bereichen Vorbilder sein, klar.
Wenn sie es für die Kinder nicht sind, kann es da aber auch vielfältige und zT ganz normale (Pubertät zB) Gründe für geben.

Jedes Vorbild-haben kann auch Schattenseiten haben, youngster, so wie jede Tablette, die eine Wirkung haben soll, auch Nebenwirkungen hat.

Übrigens finde ich auch als Erwachsene zuweilen ein Vorbild motivierend für mich selbst.

Dabei spielt es nichtmal automatisch eine Rolle, ob dies reale Personen sind, oder erfundene (Film/Buch).

Sportler können auch immer wieder als Beispiel dafür stehen, dass es wichtig ist, sich etwas zu erarbeiten un durchzuhalten. Natürlich gilt das nicht nur für Sportler.

Ich finde Vorbilder können für alle Altergruppen hilfreich sein :)

Solange wir über diese Vorbilder an eben die besonders bewunderten Anteile in uns selbst besser herankommen können, ist doch viel gewonnen.

Klar, bei dem einen ist dies vielleicht Disziplin, bei dem anderen viel Geld verdienen.
WAS dann je die Inhalte dieser Vorbilder sein können, darum kann man sicher trefflich streiten ;)

(Wobei, wenn ich dann beim viel Geld verdienen auch viel Disziplin an den Tag lege und Durchhaltevermögen zeige, und damit Erfolg habe, ohne dass im Gegenzug allzuviel menschliches/emotionales/soziales dabei in den Hintergrund tritt, ist diese Bilanz auch nicht verkehrt. Also auch das Ziel: viel Geld verdienen wollen MUß nicht "schlecht" sein)
 
VETO: Das kann ich pauschal so nicht nachvollziehen. […]
Du hast Recht: Bestimmt gibt es Ausnahmen.

[…]Für mich als Kind und Jugendlicher war der Erfolg der Top-Sportler das aufregende. Wieso sollte das jetzt anders sein ? […]
Kann es sein, dass sich die Zeiten geändert haben, und damit auch Ansichten und Ziele?

[…]Wenn es dir nur um Geld geht ist das ok, aber bitte pauschalisiere das nicht für alle. […]
Wäre es mir um Geld gegangen, hätte ich eine andere Sportart gewählt (im von mir betriebenen Sport war ich sehr erfolgreich, finde auch in der deutschen und internationalen Literatur Erwähnung).

Mein Urteil basiert auf meiner Erfahrung : Ich unterrichte seit etwa 35 Jahren; Altersgruppen 4 bis über 60 Jahre. In diesen vergangenen Jahren fand eine – m.E. – gewaltige Verschiebung der Erwartungshaltung wie auch der Ziele vn Kinder/Jugendlichen statt.
 
In diesen vergangenen Jahren fand eine – m.E. – gewaltige Verschiebung der Erwartungshaltung wie auch der Ziele von Kinder/Jugendlichen statt.

...ja, den Eindruck teile ich.

Immer wenn sich in solchen Bereichen etwas verändert, etwas gravierendes, dann ist die Frage ob "Ältere" (mich eingeschlossen) oder anders erzogene dies so nachvollziehen können. Wen etwas zu sehr von unserer eigenen Erfahrungswelt abweicht, neigen wir idR dazu, em sehr skeptisch ggü zu stehen - zuweilen zurecht, keine Frage.

Diese Verschiebung ist eine Reaktion auf die Veränderung um die Knder herum.
Eine interessante Frage für mich ist, ob "wir" es überhaupt schaffen, eine attrakitve Alternative anzubieten.
Wie "wettbewerbsfähig" sind manche der Werte, die "wir" wichtig finden, und inwiefern werden sie gelebt? Vorbildhaft?
 
Zitat youngster
Was sehen Kinder und Jugendliche im Top-Sportler?
Jemanden, der viel Geld verdient und vom jeweils anderen Geschlecht angehimmelt wird.

Das ist sicher eine Frage des Alters.
Ich habe viel mit Kindern bis zum 10. Lebensjahr zu tun.
Da spielt Geld keine besondere Rolle, das Anhimmeln durch dasa andere Geschlecht schon mal gar nicht. :o

Wenn Anhimmeln und Geldverdienen die entscheidenden Variablen wären, dann wären die Vorbilder ja auch beliebig austauschbar. Es hängt also schon von den eigenen Interessen ab, vor allem im Sport.

Der Großteil der Jungen, die ich kenne, sind fußballbegeistert. Sie kennen ihre Idole und bewundern sie für das, was sie am Platz machen.
Ein Vorteil des Nacheifern ist dann schonmal damit gegeben, dass sie in einen Verein eintreten und regelmäßig trainieren. Dadurch sind schon mal ne ganze Reihe positiver Impulse (die auch mittelfristig wirken) gesetzt.
Ein ganz offensichtlicher (wenn auch kleiner) Nebeneffekt ist, dass fast alle Jungen beim Fußball auch rumspucken, wie die Großen.
Da gibt's sicherlich ne Reihe weiterer Nebeneffekte, aber die Frage ist, ob nicht die positive Wirkung überwiegt?
Dabei muss man natürlich den völlig indiskutablen Chisora aus dem Eingangspost vergessen :löl:
 
Ich denke auch, dass sich die Erwartungshaltung der heutigen Generation geändert hat. Auch ich kann dies in meinem Beruf beobachten: Das Motto nach dem bekannten Lied "I want it all and I want it now!" begegnet mir omnipräsent. Alles muss sofort verfügbar sein, möglichst schmerzfrei, ohne eine Leistung dafür erbringen zu müssen. Es fällt vielen schwer, für eine Sache Geduld aufzubringen.

Aber zurück zur Frage von littleprof - es wurden ja bereits gute, differenzierte Statements abgegeben: Nun, aus meiner Sicht sind Spitzensportler in jedem Fall Vorbilder - nicht mehr und nicht weniger als wir alle. Es stellt sich einfach die Frage was für Vorbilder sie sind. Die Leistung eines Sportler sagt ja noch nichts über seinen Charakter aus. Der grosse Unterschied besteht aber darin, dass diese Leute im Rampenlicht stehen und deswegen einen breiteren Wirkungskreis haben.

Gruss freefloating
 
ganz so schwarz wie du, ff, sehe ich es nicht.
Der erste positive Effekt ist: Der ist gut. So möchte ich auch spielen können.

Den dazu notwendigen Trainingsfleiß sehe ich in meinem Einflussbereich bei Turnern, Tischtennisspielern, Fußballern (und hier auch seit der Weltmeisterschaft verstärkt Fußballerinnen).
Das ist allemal besser als vor der xbox oder dem TV zu hocken.

Möglicherweise nimmt das mit steigendem Alter mehr und mehr ab, weil die Motivation nur anhält, wenn die Entwicklungskurve auch stetig nach oben geht, was natürlich nicht funktionieren kann.
 
@littleprof: Ich sehe es eigentlich nicht schwarz, zumindest wollte ich nicht, dass es so rüber kommt. Ich glaube einfach, dass ein Top-Sportler nicht nur eine sportliche Message sendet, sondern auch eine persönliche. Es geht in eine ähnliche Richtung wie joungsters Statement bezüglich Vorbildfunktion der Trainer in den Vereinen.

Gruss freefloating
 
Die Nazis, DDR, China, Russland versuchten über den Sport eine besondere Leistungsfähigkeit ihres Landes darzustellen.
Dazu wurde mit Methodik und mit Substanzen gearbeitet, die manchmal Geschöpfe kreierten die nicht als Vorbild dienen konnten.
Oft wurde schon Kleinkindern regelmäßig etwas verabreicht das man nicht als gesund bezeichnen durfte. Die Trainingsmethoden verursachten Schäden am Körper.
In den USA ist der Sport ebenfalls sehr bedeutend und bewirkt sogar eine "Notenbeschleunigung" in Schulen....

Ich denke das die Instrumentalisierung durch Staaten schon zu "vorbildlichem Heldentum" führen sollte. In Wahrheit ist es immer verabscheuungswürdig gewesen.
Die Nazis die die "Herrenmenschentheorie" schürten verloren tausende "kleine Führer" an die DDR.
Dort konnte man sehen das der Sport weitergeführt wurde wie es die "Sozialisten" Deutschlands begonnen hatten.... der SED - Staat führte es mit "erfahrenen Kämpfern für die Sache" weiter.

Ich meine, das der Sozialismus sehr empfänglich für "das Bauen von sportlichen Helden" ist.

Auch das waren und sind falsche Vorbilder.
 
Carmen schrieb:
Die Nazis, DDR, China, Russland versuchten über den Sport eine besondere Leistungsfähigkeit ihres Landes darzustellen.
Dies taten schon die Stadtstaaten im antiken Griechenland, also die Urväter der Demokratie. Weder hatten diese etwas mit den Nazis am Hut, noch waren sie Sozialisten. Was soll also deine einseitige Betrachtungsweise?

Ich stehe dem Massensport (und damit meine ich nicht die Turnerbewegung) eher skeptisch gegenüber, lenkt er doch so schön von den Problemen des Alltags ab (Brot und Spiele). Mannschaftssport wird oft für den 'kleinen Nationalismus' missbraucht (die eigene Manschaft wird vergöttert, die Konkurrenz wird gehasst). Genau das Umfeld, in dem Hooligans entstehen.

Einzelsportler hingegen werden gern sozialisiert ('Einer von uns') und selbst vor dem heimischen Fernseher spielt sich eine Masse von Versagern zu Mit-Leistungsträgern auf. Auch nicht viel besser.

Je schlechter es uns geht, desto wichtiger wird der Leistungssport. Für das Selbstbewusstsein der Deutschen war nach dem verlorenen Krieg 'das Wunder von Bern' ausgesprochen wichtig.

Sicher können Sportler auch Vorbilder sein. Jedenfalls haben sie zwei Vorteile. Erstens stehen sie im Fokus des Geschehens, das heisst, man beachtet sie. Und zweitens haben sie bereits mindestens eine Leistung erbracht (von den Mühen des täglichen Trainings einmal ganz abgesehen), was sie glaubwürdiger macht. Die Gefahr ist natürlich groß, daß ihnen der Ruhm (und die damit verbundenen Privilegien) zu Kopfe steigt.

Ob ein Sportler als Vorbild taugt, das liegt an ihm selbst. Aber es ist in den Zeiten der Medien schwieriger geworden, denn diese polarisieren noch zusätzlich. Entweder wird ein Spitzensportler vergöttert oder man lässt ihn fallen wie eine heisse Kartoffel. Es sei denn, er gibt als Skandalnudel noch etwas her...
 
Vorbilder, egal in welchem Bereich geben dem Menschen Orientierung, setzen Maßstäbe an denen man sich messen kann bzw. deren Erreichung man selbst anstreben kann.
Insofern sind Top-Sportler natürlich Vorbilder. Ihre Leistungen werden in der Regel groß herausgestellt, sind allseits bekannt.
Problematisch wird es dann wenn die Person auf Grund großer Leistungen auf ihrem Gebiet insgesamt unkritisch betrachtet wird. Gerade junge Menschen, die in ihrer Meinung noch nicht gefestigt sind, können dann natürlich falsche Verhaltensweisen annehmen, die sie als "cool" betrachten.
Meiner Meinung nach ist es ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass ehemals grundsätzliche Werte an Bedeutung verloren haben. Der Einzelne sieht sich im Mittelpunkt und als wichtigstes an. Es zieht sich eigentlich durch alle Gesellschaftsschichten durch, dass der eigene Vorteil gesucht wird, auch wenn andere dabei auf der Strecke bleiben. Das kommt vermutlich daher, dass die ersten Vorbilder, nämlich die Eltern, den Kindern solch ein Verhalten vorleben. Auch in den Medien ist dieses Weltbild weit verbreitet.
Es ist die originäre Aufgabe der Eltern, Kindern entsprechende Werte zu vermitteln. Wenn dies frühzeitig geschieht, sind die Kinder in der Pubertät oder später vermutlich so gefestigt, dass Vorbilder auch kritisch betrachtet werden.
 
Können Top-Sportler Vorbilder sein?


Als Sportler ja, als Mensch nicht immer.

Beispiel Henry Maske. Mag er sportlich boxtechnisch was auf der Kirsche zu haben, rein privat ist er mehr als arrogant. Auf Einladung vom Bürgermeister hält er es nicht mal für nötig seine alte Heimatstadt bei der 800 Jahrfeier sowie seine Trainingsstätten wo seine eigentliche Karriere begann zu besuchen.
 
Das soll uns sagen, dass es beim Sport und der Politik mit den Vorbildern ähnlich aussieht.
Manche sind Vorbilder, andere wiederum nicht.
 
ok, wir sind ja hier in der Plauderecke - da sind die Grenzen zum Spam fließend :D

Also können wir auch noch die Fragen anschließen:

Sind Priester Vorbilder????
Sind Polizisten Vorbilder????
Sind Eltern Vorbilder????
Sind Lehrer Vorbilder????
usw.

Bringt uns aber in der Ausgangsfrage nicht sonderlich weiter, weil jede potentielle Vorbildgruppe ihre besonderen Eigenarten und Einflussmechanismen hat.
Sport beinhaltet per se eine Menge positiver Assoziationen => Kampfgeist (im positiven Sinne), Fairness, Ausdauer, Gesundheit, Teamgeist, etc.
Von daher ist in diesem Bereich die Suche nach Vorbildern naheliegender als in allen anderen genannten Gruppen.
 
Ist oft problematisch (Armstrong). Nur weil jemand gut ist, heißt das leider nicht, dass er sein Leben meistert. Beneide den einen oder anderen, aber will ich wirklich wissen, was er denkt oder zu manchen Dingen steht. Eigentlich nicht.
 
Klar, können Sie das. Was ist ein Vorbild? Eigentlich das was wir in Anderen sehen und selbst gerne darstellen würden. Also kann personenbezogen alles für uns ein Vorbild sein, wenn es uns entspricht.

Auch ein Serienkiller eignet sich als Vorbild, für den geistig entsprechend gestrickten Nachwuchs (Serienkiller-Nachwuchs-ist gemeint):D
 
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