Kurswechsel wegen P4

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alexanderk.

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Hallo,

ich muss den Kurs in Geschichte wechseln, weil ich Geschichte als 4. Prüfungsfach im Abitur gewählt habe und nun die Kurse in einen mit P3 und anderen Schülern und einen mit P4 und anderen Schülern verteilt werden.
Leider bekommt meine jetzige Lehrerin den P3 Kurs.
Dass es zu einem potentiellen Kurswechsel kommen könne, war vorher bekannt.

Nun aber zu dem Problem:
Wir sind im jetzigen Kurs in 13.1 noch nicht mal mit den Themen von 12.1 fertig geworden, sodass wir sie in 13.1 noch fortführen.
Wir haben gerade die Anfänge des Ersten Weltkrieges, sodass noch mindestens die Weimarer Republik und der 2.WK/Nationalsozialismus kommen müsste.
Die beiden anderen Kurse haben den Lehrplan erfüllt und starten nun inhaltlich nach dem 2.WK.

Unverzichtbar für den Geschichtsunterricht der Oberstufe sind die Themen "Weimarer Republik - die erste Demokratie auf deutschem Boden" und
"Nationalsozialismus". Sie sind Anlass zu verantwortungsbewusstem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte und Felder kollektiven Erinnerns.
(Lehrplan)

Meine jetzige Lehrerin möchte nicht noch zusätzlich P4 machen, weil es angeblich einen halben Monat Mehrarbeit bedeute. Sie bietet mir an, das Material zu kopieren. Im Abitur sei es ohnehin egal, weil man ja ein anderes Themengebiet wählen könne.

Was haltet ihr davon und was würdet ihr an meiner Stelle nun machen?

Irgendwie sind Kopien doch kein Ersatz für Unterricht.

Vielen Dank für evtl. Antworten!!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
also dass kommt darauf an, ob du "nur" dein Abitur schaffen willst oder dich für Geschichte bzw. das 19./20. Jahrhunder interessierst. Falls der erste Fall zutrifft, sei doch froh, musste weniger lernen als die anderen, die im vorraus keine themen ausschließen können. Falls der 2. fall zutrifft, denke ich dass du nochmal zur Schulleitung gehen solltest um das zu besprechen.

MfG Schlaechter
 
er kann ja keine themen ausschließen, da er schriftlich dran ist. Er hat bloß im begrenzten Rahmen eine Wahl.

Das ist eigentlich ziemlich mies. Der Lehrer ist schließlich dafür verantwortlich das du allen Stoff schaffst. Ich würde dem schon nochmal auf die Füße treten.
 
... Der Lehrer ist schließlich dafür verantwortlich das du allen Stoff schaffst. ...

Die neue Lehrerin ist dafür nicht verantwortlich und die bisherige? Was soll die denn jetzt noch machen? Das Problem zog sich doch ein ganzes Schuljahr hin, da hätten die Schüler intervenieren müssen! Jetzt bleibt wirklich nur noch das Selbststudium.
 
Na ja als P4 Schüler würde ich da auch nicht intervenieren... Da würde es mir nur Recht sein, wie Schlaechter schon angemerkt hat. Aber genau das Problem in Geschichte gibt es in fast allen Bundesländer immer wieder. Vllt sollte man allgemein mal überlegen, etwas von dem Stoff rauszustreichen. In 2 Jahren ist das alles meistens einfach nicht schaffbar...
 
Danke für eure Antworten!
Wie Schlaechter gesagt hat, kann ich mich entweder damit abfinden oder mich an die Schulleitung wenden, wobei ich stark zum Zweiten tendiere, weil die Ereignisse jener Zeit die essentiellen Ereignisse zusammen mit dem Mauerfall der deutschen Geschichte sind.
Zum anderen finde ich es echt abscheulich,
dass immer mehr Lehrer den Lehrplan absichtlich vernachlässigen und behaupten, dass es gar nicht so schlimm sei. Es gehört zur Pflicht eines Lehrers, mir "Bildung" zu geben.

In meinem Zeugnis von 12.2 steht als Thema "Demokratie und ihr Scheitern", obwohl wir das niemals durchgenommen haben.

Und das mit den Kopien oder Büchern nachzuholen ist natürlich nicht gleichwertig in einer Gesellschaftswissenschaft. Eine These zu diskutieren und sich mit den Meinungen anderer auseinanderzusetzen gehört auch zum Unterricht.

Die Lehrerin findet die derzeitige Situation auch nicht gut, aber man müsse sich damit abfinden; ändern könne man nichts mehr daran.
Doch man kann, indem man einsieht, dass man einen Fehler begangen hat und eben dann den Mehraufwand inkauf nimmt.
Meine/unsere Argumente sind gut, aber sie lassen sich einfach nicht vom "Richtigen" überzeugen.
 
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