Mainstream ... und jetzt? geschlossen 

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voodoo44

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Hallo Leute,

ich habe mal eine Diskussion auszutragen, bzw. mich interessiert eure Meinung!
Gerade eben habe ich in einem Kommentar auf einer Webseite mal wieder etwas gelesen, was mich zum nachdenken brachte:
Es ging um eine Fernsehserie, die "leider" vor einiger Zeit vom "Mainstream" entdeckt wurde - und das gefällt nun den Fans und wohl angeblich auch dem Macher nicht.

Jetzt stellt sich mir hier folgende Diskussionsgrundlage/Frage:
Wen interessiert das? Was ist daran schlimm? Wieso interessiert es sowohl den Macher als auch die Fans, ob nun etwas Mainstream ist oder nicht? Ist man jetzt "zu wenig Nerd"? Was hindert nun den Macher daran, die Sendung weiter SO zu produzieren, wie er es will? Was hindert die "echten Fans" daran, die Sendung weiter zu schauen?

Ich verstehe es irgendwie nicht, was dieses ganze "Mainstream"-gebrülle heutzutage überhaupt immer und immer wieder soll. Egal wohin ich komme, niemand will "Mainstream" sein oder auch nur irgendwas damit zu tun haben. Schlussendlich ist doch aber eh jeder wieder "Mainstream", weil er sich dabei doch schlussendlich auch nur der Meinung von zig anderen Menschen anschließt.

Was hat es mit diesem ganzen "Mainstream"-Quatsch auf sich?
 
Wenn du statt "Mainstream", "durchschnittlich" einsetzt wird's etwas klarer.
Wer will schon gerne durchschnittlich sein !
 
Naja, Mainstream beeinflusst früher oder später.
Wenn etwas eher unbekannt ist, können die Macher locker an die Sache rangehen ohne Druck etc.
Sobald etwas Mainstream wird, herrscht nunmal der Druck immer besser zu werden oder gar etwas zu verändern und sobald das nicht mehr hinhaut geht alles zugrunde.
So würde ich das mal meinen ;)
Es gibt genügen Musiker, Serien, Filme, Spiele etc. deren Qualität sich verschlechtert hat, seitdem man versucht es allen recht zu machen.
Mir fällt bloß kein Beispiel ein xD

Und wie stoppel schon sagte, wer will schon gewöhnlich sein.
 
Und wie stoppel schon sagte, wer will schon gewöhnlich sein.
Aus welchem Grund sollte man nicht "gewöhnlich" sein wollen? Welchen Grund gibt es, dass man nicht so sein sollte, wie man eigentlich ist?
Genau darum geht es mir ja bei dieser Diskussion. Was ist daran jetzt so schlimm, dass es andere Menschen gibt, die die gleiche Sendung gern schauen?

Haben solche Menschen keine anderen Hobbies, durch die sie sich wieder voneinander abgrenzen?
 
Aus welchem Grund sollte man nicht "gewöhnlich" sein wollen? Welchen Grund gibt es, dass man nicht so sein sollte, wie man eigentlich ist?

Geht es dir jetzt immer noch um eine Serie oder schon um das Individuum, welches nicht "mainstream" sein möchte?

In ersterem Fall ist die Sache relativ einfach - ändert sich die Zielgruppe, ändert sich die Sendung. Schließlich geht es den Machern nicht darum eine möglichst "gute" Sendung für wenige Leute zu machen sondern so viele Menschen anzusprechen wie es eben geht.

Das sich die "Fans der ersten Stunde" dann auf den Schlips getreten fühlen mögen ist logisch, wenn die Macher nicht den schmalen Grad treffen und beide Zielgruppen weiterhin gleichermaßen ansprechen.

Gibt natürlich auch immer einige Querköpfe denen allein schon die Tatsache reicht, dass eine Serie oder was auch immer kommerziell "zu" erfolgreich geworden ist, um diese dann zu verdammen ;)
 
Es geht grundlegend um "Mainstream" - egal ob Individuum oder Serie, das ist doch schlussendlich genau das gleiche.

"ändert sich die Zielgruppe, ändert sich die Sendung" - die Zielgruppe ändert sich doch aber eigentlich garnicht. Es kommen lediglich neue Fans hinzu - und die sind nur Fans geworden, weil die Sendung so ist wie sie ist (oder "war").
Was gibt es dagegen einzuwenden? Wenn der Macher die Sendung nun verändert, dann liegt das nicht an den neuen Fans - sondern am Macher.
 
Also ich kann das sehr gut nachvollziehen. Das beste Beispiel dafür ist Twilight. Die (richtigen Englischen) Bücher waren damals ein Geheimtipp, richtig schön geschrieben, wunderbar, man fühlte sich halt in einem kleinen "Elitären Kreis" wo man es halt kannte und an gute Freunde weiterempfehlen konnte, die dann gesagt haben: "Was, kenn ich ja gar nich, gib ma her". Somit waren sie etwas besonderes.

Als dann die deutschen rauskamen, gewonn das ganze schon an Popularität, aber es war noch nicht ganz so schlimm. Schlimm wurde es mit den Verfilmungen.. Jedes beschissene Kleinkind rennt jetzt mit den Büchern rum, und brüllt Edward ohh, kauft die Bettwäsche, hat die Rucksäcke, alles mögliche. Die ganze Story wird total verissen, und wie ich finde total lächerlich gemacht. Das ganze gipfelt ja dann noch in "Beilight", welcher jetzt sogar wirkllich ins Kino kommt. Ohne den ganzen Hype wär man nie auf die Idee gekommen das ganze zu verarschen. Ich werds mir angucken, weil ich die Filme und die Bücher eh strikt trenne, aber das ist das beste Beispiel dafür, was passiert, wenn etwas Mainstream wird.

Somit kann ich den Produzenten dieser Serie schon verstehen. Es hat halt was vom besonderen, vom Seltenheitswert ;)
 
die Zielgruppe ändert sich doch aber eigentlich garnicht. Es kommen lediglich neue Fans hinzu - und die sind nur Fans geworden, weil die Sendung so ist wie sie ist (oder "war").

Das sehe ich nicht so. Wenn ein Sender eine neue Serie ansetzt dann tut er das mit der Erwartung eine gewisse Zielgruppe zu erreichen. Wenn diese Serie aber nun unerwartet viele Fans aus anderen (größeren) Zielgruppen anspricht, dann wird der Verantwortliche logischerweise versuchen die Elemente, die den größeren Teil der Zuschauer ansprechen mehr in den Vordergrund zu rücken, auch wenn das vielleicht gegen die Interessen der eigentlichen Zielgruppe ist.

Wenn der Macher die Sendung nun verändert, dann liegt das nicht an den neuen Fans - sondern am Macher.

Das mag bei einer Band noch so sein, bei einer derart teuren Sache wie der Produktion einer Fernsehserie wird sich der Macher auf die vermutlich größte und ertragreichste Zielgruppe konzentrieren, also letztendlich das was die Sender und Werbepartner vorgeben.
 
Jedes beschissene Kleinkind rennt jetzt mit den Büchern rum, und brüllt Edward ohh, kauft die Bettwäsche, hat die Rucksäcke, alles mögliche.
Das persönlich finde ich ehrlich gesagt weniger schlimm ... was interessiert dich, was andere machen? Zumindest wäre (und ist) es mir ziemlich egal.

Die ganze Story wird total verissen, und wie ich finde total lächerlich gemacht. Das ganze gipfelt ja dann noch in "Beilight", welcher jetzt sogar wirkllich ins Kino kommt.
Zu der "verrissenen" Story:
Wenn ich Fans habe, die diese Serie gern schauen - und mit der Serie auch noch weitere Fans dazu bekommen, warum sollte ich dann was an der Serie an sich ändern? Das ergibt in meinen Augen kaum Sinn, schauen die Fans doch (wie schon beschrieben) die Serie, weil sie sie toll finden.

@nile
"Wenn ein Sender eine neue Serie ansetzt dann tut er das mit der Erwartung eine gewisse Zielgruppe zu erreichen. Wenn diese Serie aber nun unerwartet viele Fans aus anderen (größeren) Zielgruppen anspricht, dann wird der Verantwortliche logischerweise versuchen die Elemente, die den größeren Teil der Zuschauer ansprechen mehr in den Vordergrund zu rücken, auch wenn das vielleicht gegen die Interessen der eigentlichen Zielgruppe ist."
Das mag ja schön und gut sein - aber dann hat man gegebenenfalls auch den faden Beigeschmack und birgt das Risiko, sämtliche Fans zu verlieren. Das muss man dann im Grunde abwägen. Und wenn einem die Serie nicht mehr gefällt, schaut man eben etwas anderes. Sich aber jetzt nur darüber aufzuregen, weil es "Mainstream" wird (und nicht, weil sich die ganze Machart, der Inhalt, Humor, was auch immer; sozusagen die Qualität sinkt) finde ich ein wenig Fadenscheinig. Und genau das ist mein eigentlicher Kritikpunkt.

Man sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass ALLES was im Fernsehen kommt nicht gemacht wird, weil man die Welt verbessern will. Logischerweise wollen die Menschen, die Geld investieren eben auch einfach Geld verdienen. Macht ihr ja auch ;)
 
Das mag ja schön und gut sein - aber dann hat man gegebenenfalls auch den faden Beigeschmack und birgt das Risiko, sämtliche Fans zu verlieren.

Klar, aber auf diese Entscheidungen der Macher hat man als Konsument ja ohnehin keinen Einfluss.

Man sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass ALLES was im Fernsehen kommt nicht gemacht wird, weil man die Welt verbessern will. Logischerweise wollen die Menschen, die Geld investieren eben auch einfach Geld verdienen. Macht ihr ja auch

Das zweifelt ja auch niemand an. Trotzdem ärgern sich Fans nunmal, wenn ihre liebgewonnene Serie in eine Richtung geht, die ihnen nicht mehr gefällt, da ist der Grund dann auch egal ;)

Sich aber jetzt nur darüber aufzuregen, weil es "Mainstream" wird (und nicht, weil sich die ganze Machart, der Inhalt, Humor, was auch immer; sozusagen die Qualität sinkt) finde ich ein wenig Fadenscheinig.

Naja, ob man sich jetzt über Ursache oder Wirkung aufregt...

Das persönlich finde ich ehrlich gesagt weniger schlimm ... was interessiert dich, was andere machen? Zumindest wäre (und ist) es mir ziemlich egal.

Was Twilight angeht ist mir das auch egal ;P Grundsätzlich kann ich das aber schon nachvollziehen, ein die-hard Fan, der sich intensiv mit "seiner" Serie/Band/Filmreihe/whatever beschäftigt investiert nun mal auch viel Zeit und Energie in sein "Fan-sein" und wenn etwas derart ausgeschlachtet wird, wie z.B. die Twilight Saga und auf einmal jeder Hinz-und-Kunz sich als "Fan" bezeichnet, auch wenn sie wesentlich weniger Zeit und Energie in dieses Hobby gesteckt haben, dann wertet das die die-hards in gewisser Weise ab.
 
Also den Mainstream Begriff bring ich eigentlich immer nur mit Musik (Metal) in Verbindung.
Mit der Musik grenzt man sich ja schon ein wenig von der breiten Masse ab, da Metal halt nicht so populär ist, wie manch andere Genres aus den Charts.
Wenn dann plötzlich eine Band, sagen wir mal Metallica, plötzlich von irgendwelchen Leuten gehört wird, dann grenzt man sich nicht mehr von der Menge ab und man ist einfach nur noch Einer von Vielen. Verstehen kann ich es in gewisser Weise schon, wie Nile es schon beschrieben hat.

Geht es bei dir zufällig um IT-Crowd?^^

MfG Scarecrow
 
Ich glaube das hängt auch viel mit dem Bedürfniss nach "Einzigartigkeit" zusammen.
Die Leute, welchen die Sendung schon lang gefällt hatten etwas, was sonst nur sehr wenige hatten.
Wenn jetzt mehr Leute die Serie mögen, geht diese Einzigartigkeit verloren.

Ein weiterer Grund ist sicher auch, dass sich vor allem viele Jugendliche von allem anderen abgrenzen wollen.

Warum den Machern das allerdings nicht gefällt verstehe ich nicht. Immerhin ist es eine Anerkennung für ihre Arbeit wenn es immer mehr Leuten gefällt.
 
Den Begriff Mainstream kenn ich wie Scarecrow eigentlich nur aus der Musikbranche.
Da ich Zeitgenössische Elektronische Musik höre fällt mir da auch gleich ein Künstler ein.

Viele von euch werden noch die alten und guten Tracks von "Tiesto" kennen. Mit seinem neuen Album schlug er allerdings einen komplett anderen weg ein.

Schlechte Samples, schlechte Ideen und überhaupt nur noch sehr wenig, was mit dem eigentlichen Stil Tiestos zu tun hat.

Der neue Stil entspricht ganz und klar dem heutigen House-Standart. Nix mehr mit Trance.

Das Resultat folgte sofort. Er war wieder im TV und hat bei vielen Showas mitgewirkt. Jedoch scheint er sich nicht bewusst zu sein, das viele seiner alten Fans (siehe Amazon Kritiken) in seither meiden.

Kurz gesagt, will sich keiner mit Mainstream anfreunden, da jeder ein eigenes Individuum sein will und unsere heutige Gesellschaft nunmal von äußerlichkeiten lebt. Das bedeutet, wenn du jemanden sagst du hörst gern David Guetta, dann wirst du sofort in eine Schublade gesteckt und damit ist deine ganze Persönlichkeit für deinen Gegenüber klar ohne, dass er dich wirklich kennt.

Dazu kommt, das nur sehr wenige Mainstreamkünstler sich lange halten. Es kommt der große Sprung....und kurz darauf folgt der tiefe Fall.


Ich hoffe ihr könnt mir bei dem was ich jetzt hier gelassen habe folgen.


Ich persönlich höre sehr gern ATB, Paul Van Dyk, Armin Van Buuren, etc. Im Bereich der Elektronischen Musik sind diese Leute absoluter Mainstream (siehe 100 poll vom DJ MAG), allerdings finde ich nicht, dass ich dadurch Mainstream bin weil eben genau diese Musik zu mir passt und wenn das bei vielen anderen genauso ist, dann beglückwünsche ich den Künstler, denn er hat den Nerv vieler erreicht.


Den Begriff Mainstream bei TV Sendungen zu benutzen finde ich irgendwie unpassend.
 
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