Marlen Haushofer Autor 

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Marlen Haushofer

Über die Autorin

Marlen Haushofer wurde als Tochter eines Revierförsters und einer Kammerzofe in Frauenstein, einem Ortsteil der oberösterreichischen Gemeinde Molln, geboren. Ab 1930 besuchte Haushofer das Internat der Ursulinen in Linz. Im Schuljahr 1938/39 wechselte sie in das Gymnasium der Kreuzschwestern Linz. Da auch dieses konfessionell geführt wurde, fiel es unter den Schließungserlass, und die NS-Schulbehörden richteten dort eine öffentliche Schule ein. Das Lehrpersonal der Kreuzschwestern unterrichtete allerdings weiter. Haushofer legte am 18. März 1939 an dieser 2. Oberschule für Mädchen in Linz ihre Matura ab. Nach einer kurzen Phase des Arbeitsdienstes studierte sie ab 1940 Germanistik in Wien und später (ab 1943) in Graz, schloss ihr Studium jedoch nicht ab. Sie heiratete im Jahr 1941 den Zahnarzt Manfred Haushofer, mit dem sie später nach Steyr zog. Der Ehe, die 1950 geschieden und 1958 erneuert wurde, entstammt ein Sohn, einen zweiten, älteren unehelichen Sohn brachte sie in die Ehe mit.

Ab 1946 publizierte Haushofer kleinere Erzählungen in Zeitungen und Zeitschriften wie Lynkeus oder Neue Wege. Ein erster Erfolg gelang ihr jedoch erst 1952 mit der Novelle Das fünfte Jahr, das dem Titel entsprechend ein Jahr im Heranwachsen eines Kindes namens Marili in nüchterner Nähe beschreibt. Gefördert wurde Haushofers literarische Tätigkeit vor allem von Hans Weigel und Hermann Hakel. Der Roman Die Wand, der 1963 veröffentlicht und 2012 verfilmt wurde, ist wahrscheinlich Haushofers wichtigstes Werk. Die hierin beschriebene Welt eines isolierten Lebens im Wald, einer in der Katastrophe entstandenen Idylle, wurde aber trotz der früh gelobten Qualitäten ebenso wie alle anderen Werke der Autorin vergessen. Lediglich die Kinderbücher bildeten hiervon eine für die Rezeption jedoch unbedeutende Ausnahme. Erst Frauenbewegung und Frauenliteraturforschung erkannten dann allmählich die Bedeutung des sich immer wieder mit der Rolle der Frau in der Männergesellschaft auseinandersetzenden Werkes und erlaubten so eine erneute Rezeption. Die Neuauflage ihrer Romane ab 1984 spielte dabei eine wichtige Rolle.

Am 21. März 1970 verstarb die an Knochenkrebs erkrankte Dichterin nach einer Operation in Wien im Alter von 49 Jahren. Nach der Einäscherung am 26. März in der Feuerhalle Wien-Simmering wurde die Urne am Steyrer Taborfriedhof beigesetzt.

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Haushofer, Marlen - Bartls Abenteuer - Roman
Haushofer, Marlen - Die Mansarde - Roman
Haushofer, Marlen - Die Tapetentür - Roman
Haushofer, Marlen - Die Wand - Roman
Haushofer, Marlen - Himmel, der nirgendwo endet - Roman
Haushofer, Marlen - Wir töten Stella & Das fünfte Jahr - Novellen

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Buchbeschreibung: Die Wand
Eine Frau will mit ihrer Kusine und deren Mann ein paar Tage in einem Jagdhaus in den Bergen verbringen. Nach der Ankunft unternimmt das Paar noch einen Gang ins nächste Dorf – und kehrt nicht mehr zurück. Am nächsten Morgen stößt die Frau auf eine unüberwindbare Wand, hinter der Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, richtet sie sich inmitten ihres engumgrenzten Stücks Natur und umgeben von einigen zugelaufenen Tieren aufs Überleben ein ...
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Buchbeschreibung: Die Tapetentür
»Man ist nicht blind, wenn man liebt. Man sieht die Fehler des geliebten Menschen deutlich und fängt damit an, Liebe auf die räudigen Stellen zu häufen. Aber immer wieder scheint das Übel durch. So geht es nicht. Man muß anfangen, die Räude selbst zu lieben.« Annette, eine junge Wiener Bibliothekarin, lebt allein. Sie hat einige Aff ären, deren immer gleicher Ablauf sie langweilt. Gleichzeitig wächst in ihr das Gefühl der Leere und Entfremdung. Es scheint überwunden, als sie den vitalen Anwalt Gregor kennenlernt, in den sie sich sofort verliebt. Als Annette schwanger wird, heiraten die beiden, aber in Wirklichkeit wissen sie nichts voneinander. Annette, die es genossen hat, »mutterseelenallein« zu sein, ein Wort, das ihr wie »Zucker im Mund« zerging, wird immer mehr abhängig von der Geborgenheit und Sicherheit, die Gregor ihr vermittelt. »Ein unheil-volles – wenn auch unbewußtes – Wissen klingt in jeder Zeile von Marlen Haushofers faszinierender Schicksalsanalyse mit …
 
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