Herrje zum Zweiten
@ Stary & all
Es ist mehr als bezeichnend für ein sogenanntes demokratisches Land wie die BRD bzw. ein Bundesland wie Bayern, dass grundgesetzliche Forderungen nach Meinungs-, Rede-, Gedanken- wie Publikations-Freiheit immer noch relativ willkürlichen Restriktionen unterworfen werden. Bücherverbote, Verbrennen tut man ja vorgeblich nicht mehr, inklusive.
Insofern.
Selbstverständlich sollte Hitlers Pamphlet als Buch frei zugänglich zu erwerben sein. Ja, 1:1, allerdings auch mit Kommentaren versehen, die es dem "eventuell unbedarften" Leser erleichtern helfen, Zusammenhänge im Kontext zu überblicken.
(ich habe dazu vor Jahren schon im Pol-Forum mehr dazu geschrieben)
Problematisch in dieser Form der kommentierten Publikation, ich weiß;
m.E.n. aber nötig.
Denn:
All zu viele Deutsche wie auch Deutschsprachige (anderer "Nachbarnationen*bg*) sind zwar des Lesens, nicht immer aber (in aller Komplexität *bg*) des (Nach-)Denkens fähig

, geschweige denn, dass sie auch noch Koryphäen in deutscher oder europäischer Geschichte wären oder gar noch Zusammenhänge selsbtständig herstellen, die zum weitergehenden Verständnis dieses Machwerks nötig sind.
Für sich genommen (1:1) setzt die "verstehende" Lektüre nämlich einiges (sprich: viel an Wissen/Bildung) voraus; ansonsten wird dieses "Werk" viel zu schnell als "langweilig" oder gar als wenig bemerkenswert in die berühmte Ecke gelegt, ohne die beinhalteten, perfiden Konsequenzen zu erkennen.
Und zur Aktualität dieses bayrischen "Verbots" der Wiederauflage des "Krampfes".
Nicht erst seit 1914/18ff wurde "Politik gemacht" mit dem Verschweigen von Informationen, der Verhinderung der Erkenntnis von Zusammenhängen,
kurzum durch die Kontrolle von Bildung, Wissen und deren teils sehr verklausulierten Inhalten.
Und dDies findet ja auch heute noch sehr aktuell, inhaltlich breit gefächert und teils genau so perfide wie anno dunnemal statt.
Und genau so viele Menschen wie "damals" schert dies auch heutzutage kaum ein Deut!
I.P. eigentlich genauso erschreckend, wenn nicht gar erschreckender wie die damaligen Vorzeichen und deren katastrophalen Folgen.
Denn:
Wir hätten es wissen und erkennen können,
was allerdings genauso auch schon für damals galt ...
Auch in der letzten Vergangenheit bis zum heutigen Tag werden Menschen sehenden Auges - teils sogar Medien präsent - in den Tod getrieben, werden gefoltert, enteignet und in der Folge in Armut, Krankheit, Tod oder zumindest in Perspektivlosigkeit getrieben.
Auschwitz, Buchenwald etc.pp. haben heutzutage nur international klingende Namen, was allerdings die (Mit-)Verantwortung auch von Deutschen und Deutschstämmigen keineswegs mindert

.
Nein, und wenn wir dabei eher gerne mit dem Finger auf Andere zeigen
- auch dass sollte sich doch inzwischen herumgesprochen haben -
zeigen wir mit der Mehrheit der Finger immer auch auf uns selbst.
Wahrhaben wollen dies aber bis heute immer noch die Allerwenigsten.
Wer sich als Deutscher (oder Europäer) heutzutage diesbezüglich angegriffen fühlt,
hat leider wenig begriffen.
Das schließt ja nicht zwangsläufig direktes persönliches Verschulden mit ein

,
Indirektes wie aber vor allem Mitverantwortung aber allemal.
Mir kommt es heutzutage immer mehr so vor,
als ob faschistoide wie "bewährte" faschistische Inhalte lediglich "raffinierter", kunstvoller und vor allem globalisierter "verpackt" und "verkauft" werden.
Und ja, auch da versagt - gewollt oder ungewollt? - der Verbraucher(eigen)schutz einer (europäisch-kultivierten Konsumgesellschaft, die immer noch nicht wahr haben will, dass Verantwortung alles beinhaltet:
Von scheinbar "harmlosen" Anfängen an bis hin zum bitteren Ende.
(Beispiele dazu erspar ich mir hier, lest, tv't etc.pp.; wer sehen will, der sieht auch)
Und das Ergebnis, das wird die spätere Geschichte vermutlich dann genau so zeigen,
wird von den Opferzahlen der 20iger, 30iger und 40iger Jahre vermutlich kaum weit entfernt sein, wenn es sie nicht sogar übersteigt.
Auch von daher
Allen eine frohe, vor allem aber eine
besinnliche Weihnachtszeit
lg
muesli