Weia,
hier fällt es wirklich schwer, das Starterthema im Auge zu behalten
Für mich finden sich die wiederholenden Positiionen und Meinungen,
aber auch

, die "Grabenkämpfe" der hisiegen Diskussionsteilnehmer
im wesentlichen in folgendne Beiträgen wieder:
Einfach nur krank (oder konditioniert)?
[B schrieb:
joungster[/B] #1]Wenn man sich die immer wieder auftauchenden Aufnahmen – und Gesprächsprotokolle – aus heutiger Zeit ansieht bzw. anhört, kommt man zu dem Schluss, irgendetwas muss mit irgendwelchen Menschen (nennen wir sie Soldaten, Mörder, Gewaltverbrecher) gewaltig schief gelaufen sein, damit sie solche Taten nicht nur begehen, sondern auch genießen können.
(so wie manche Diskutanten hier anscheinend wohl auch
)
Peter Wallace #79 schrieb:
Akzeptiert, dass es A.löcher gibt.
Akzeptiert, dass man Menschen zu extremen A.löchern machen kann und es immer tun wird.
Versteht, dass so etwas immer passieren KANN und WIRD.
Gesteht Euch ein, dass es auf Grund der "modernen" Kriegsführung immer einfacher wird,
da einem die echte blutige Realität abhanden kommt
und bitte nochmal geht nicht von Euch aus,
die Ihr ja eine kleine Elite an Unberührbaren seid.
Geht von einem Durchschnitt aus, der beeinflussbar und lenkbar ist.
Geht von einem Durchschnitt aus, der plötzlich ansehen und achtung
unter seinen Kameraden genießt weil er ja eine so harte Sau ist.
Geht von einem kranken Geist aus, der es schafft eine ganze Meute zu begeistern.
@ Peter Wallace 
Du magst ja in Teilen sehr realistisch so manchen Status Quo der Gegnwart oder auch Vergangenheit damit beschreiben.
Allerdings ist derartiges Verhalten weder gesellschaftlicher Konsens
- insofern also vllt. nachvollziehbar, nichts desto trotz aber völlig
inakzeptabel.
Denn sowohl in gesellschaftlicher Hinsicht,
wie aber auch aus Sicht militärischer Effizienz ist beides nicht nur höchst kontraproduktiv, sondern eben auch unterminierend für die gesamte "Moral" (einer Truppe).
Zu
joungster's Frage
Niemand, der konditioniert, manipuliert bzw. wissentlich (teil)unwissend gehalten wird, kann letztlich als "gesund" eingeschätzt werden.
Die Aufgabe der eigenen Entscheidung verlangt letztlich immer nach Kompensation.
In welchen Exzessen (Alkohol, Sex, Gewalt etc.pp.) auch immer sich dies "später" ausdrückt.
Inwiefern derartiges zudem mit (demokratischen Grundrechten und z.B. dem Fahneneid, wie z.B. in der BW),
aber z.B. auch mit dem Effizienzgedanken (eines Militärs) in Einklang zu bringen ist,
sollen mir mal alle der hiesigen Protagonisten näher erläutern.
Am effektivsten (und erfolgreichsten) sind doch diejenigen wohl,
die im Einklang mit ihrer eigenen Überzeugung, ihrer Ethik, ihrem "Glauben", ihrer Überzeugung UND ihrem gesellschaftlichen Rückhalt, wie z.B. ihrer Familie,
auch mit Waffengewalt für etwas einstehen.
Kompensation im Sinne des TS ist dann auch dazu (auch kaum bzw.) nicht mehr notwendig.
Man "verteidigt" sein Leben bzw. seinen "Lebensinhalt".
Ohne Wut, Entsetzen oder Hass tw. dabei auszublenden.
Siehe dazu auch: Guerilla, Partisanen usw.
Ein fremdbestimmter Mensch besitzt dieses "Fundament" eben nicht,
sofern eben nicht ein pervertierter "Korpsgeist" oder aber teils im Gegesatz dazu, das Credo einer Eliteeinheit, genau dieses eben ersetzt.
Z.B. in solchen Kampfeinheiten ((Elitetruppen) besser: Gruppen) herrschen aber normalerweise schon sehr klare Regeln, Absprachen sowie auch pseudo-demokratische Strukturen, die lediglich gegenüber (entfernten) "Vorgesetzten" in einer verantwortlichen Position des Leaders münden.
Ganz ähnlich übrigens, wie es auch in Partisanenbewegungen zu finden ist.
Hier geschilderte Exzesse finden also auch in solchen "Gruppierungen" eher selten statt, da die Gruppen-interne Kontrolle quasi gesellschaftliche Kontrolle sowie ethische Vorgaben ersetzt.
Von daher:
Worüber reden wir hier eigentlich genau.
Über pervertierte, "unkontrollierte" (schein"militärische") Zivilisten oder militärische Zombies
oder gesellschaftlich wie auch immer eingebundene Kämpfer für ihre "Sache"?
muesli