thomasx schrieb:
1-Eurojobs müssen wieder abgeschafft werden, da sie Arbeitsplätze vernichten
Das tun sie absolut nicht. Sie treiben nur in extremster Weise das Lohndumping voran. Von den 160.000 Neuen Arbeitnehmern diesen oder letzten Monat sind 40.000 in 1-Euro Jobs, d.h. sie leisten praktisch Sklavenarbeit
Mindestlöhne (! wohlgemerkt, nichts bezuschusstes/subventioniertes) hält natürlich vorerst das Lohndumping auf. Aber(!) die betroffenen Firmen werden durch Auslagerung ins günstige Ausland diesen Umstand ganz einfach umgehen. In England mag das Ganze funktionieren, aber nur, weil deren Arbeitsplätze (vorerst) von den Verlagerungen nach Osten und deren Arbeitsmarkt von Billiglöhner-Wellen verschont blieben.
Meine Lösung wäre eine Neuartige:
Ich würde ein Gesetz verabschieden, dass eine Firma, die soundsoviel Wert in Form von Waren auf dem deutschen Markt verkaufen will, soundsoviele Mitarbeiter in Deutschland beschäftigen muss, ansonsten werden die Waren a) mit drakonischen Strafzöllen belegt oder b) einfach nicht ins Land gelassen.
Da würde die deutsche Bürokratie endlich mal was zu kontrollieren bekommen
Ich meine, Firmen halten sich doch für unantastbar. Der freie Markt, den die EU darstellt, macht es ihnen nur noch leichter, zwecks Profitsteigerung alles so billig wie möglich zu produzieren und so teuer wie möglich zu verkaufen. Wenn man ihnen aber einfach den Geldhahn (in Form eines so lukrativem Marktes wie Deutschland) zudreht, werden sie einsehen müssen, dass die Einwohner eines Landes durchaus noch ein Wörtchen mitzureden haben in der freien Marktwirtschaft.
Es müsste ja noch nicht mal ein derart harsches Gesetz sein, schon ein Gesetz zur eindeutigen Herkunftsbeschriftung eines Produktes wäre nützlich: Eine große Fahne auf jeder Verpackung, die den Käufer darüber informiert, in welchem Land und von welchen Arbeitnehmern das produziert wurde. Damit könnten die Konsumenten viel einfacher Druck durch Boykott auf die Firmen machen, die sich mit der Produktion in Billiglohnländer davonstehlen wollen.