Also beim Analysieren von Gedichten musst du hauptsächlich auf die Stilmittel eingehen (hier ein nützlicher Link zu einer Übersicht
Rhetorische Stilmittel). Auch wichtig ist, zu sagen, welche Reimform(en), Strophenlänge

& Metrik(en) verwendet wurden. Und dann auch IMMER begründen, welchen Zweck es an der jeweiligen Stelle hat bzw. welche Wirkung.
Sind die zuletzt genannten unterschiedlich innerhalb eines Gedichts, ist das bewusst vom Verfasser gewählt worden; es erzeugt Unruhe & das hat dann was mit dem Inhalt zutun...
Ein Beispiel für die Stilmittel wäre: Ich kreuzte Wälder, Wiesen, Weiher...
Hier stecken dann gleich zwei drin: ein Asyndeton (unverbundene Aufzählung) & eine Alliteration.
Wirkung Asyndeton - Gedicht/Text wird schneller --> könnte Geschwindigkeit des Laufenden wiederspiegeln o.ä.
Wirkung Alliteration - Verstärkung, Zusammengehörigkeit --> lyrisches Ich ist ein Naturliebhaber o.ä., Natur ist ja ein bestimmendes Bild im Sturm & Drang (siehe z.Bsp. Werther)
Im Grunde genommen ist sowas total schematisch; eigentlich kannst du so Dinge interpretieren, ohne sie zu verstehen, was bei Gedichten ja durchaus vorkommen kann. Da Textanalyse & -interpretation meiner Meinung nach aber eine Gewohnheitssache ist, solltest du das vlt. mit nem Kumpel ausm Deutsch-LK oder so ein-, zweimal üben, ausm EffEff ist sowas tendenziell eher schwierig... In anderen Sprachen ist Textanalyse ja ebenfalls Gang & Gebe, vlt. hast du aus Englisch, Latei o.ä. schon ein wenig Erfahrungen damit!?!
Das ist alles, was mir spontan, ohne Blick in meinen Deutschhefter einfällt, hoffe, es ist halbwegs hilfreich