Hallo zusammen,
dann will ich euch auch mal berichten was bei mir abgegangen ist.
Auslöser war ein Schnupfen, der nicht enden wollte - auch nicht nach gabe von Antibiotikum.
Also zum HNO-Doc. Der machte ein Ultraschall meiner Nebenhöhlen und sagte mir gleich, das es nach OP riecht. Aber er wollte vorher noch ein CT machen. Verdacht bestätigte sich, beide Nebenhölen waren total zu und mit Polypen bewachsen. Also klare Sache: OP. Neben dem Ausräumen der Nebenhöhlen, wurde auch noch die Scheidewand etwas korrigiert und die Muscheln etwas verkürzt.
Als ich nach der OP wach wurde, konnte ich mein rechtes Auge nicht mehr öffen und hatte dazu noch nen Coolpack/Kühlbrille drauf. Was war geschehen? Während der OP hat man eine Aterie verletzt. Das Blut lief dann schön in die Augenhöhle. Da man mir aber mein rechtes Auge lassen wollte (wie nett) hat man einen ca. 3cm langen Schnitt am Ende des Auges an der Nasenseite gemacht, damit das Blut ablaufen konnte und es zu einer Druckentlastung kam. Erstmal geblieben ist nen kapitales Veilchen - für so ca ne Woche.
Das Entfernen der Tamponande fand ich nicht schlimm - allerdings ist schön auch was anderes...aber man kann es überleben

Das Absaugen und die Nasenspülungen waren ebenfalls ok.
Nachdem ich dann wieder zu Hause war, ist mir die Narbe an der Nasenseite "abgefallen". Sprich es hatte nur ne oberflächliche Heilung stattgefunden. In der Tiefe der Wunde war nix passiert...Also musst diese nochmals genäht werden-ambulant-und danach hatte ich wieder nen blaues Auge da der Doc schön seine Hand auf meinem Augen abgelegt hatte während des nähens.
Die aufgegangen Naht - das habe ich dann später von meinem HA erfahren- ist wohl auf zu frühes Duschen nach der OP zurück zuführen. MIr hatte man gesagt ich darf duschen, hatte bei der AUssage aber wohl meine Naht am Auge aus dem Auge verloren - macht ja nix....
Nach ca. einer weiteren Woche zu Hause habe ich unstillbares Nasenbluten bekommen. Hey ist ne lustige Sache, wenn das Nachts passiert und dein ganzes Bett ausschaut wie in einem schelchten (blutigen) Splatterfilm.
Also wieder KKH und OP um die Blutung zu stillen. Und natürlich wieder Tamponade. Zum Glück hat die sich aber am 2. Tag nach der OP in meinen Rachen verabschiedet...schönes Gefühl... Aber dann war ich sie los. Und das KKH mich auch.
Fazit:
Ich habe seit der OP keinen richtig fiesen gemeinen Schnupfen oder Erkältung mehr gehabt. Auch mein Heuschnupfen ist deutlich besser geworden.
Wenn ich dies aber in Relation zu dem setze, was mir alles während und nach der "kleinen OP" so alles geschehen ist, würde ich mir lieber wieder regelmäßig die Nase schnäuzen bzw. mit meinem Doc alle nichtoperativen Behandlungsmöglichkeiten durchsprechen und ausprobieren. Aber das ist meine persönliche Meinung.
Und jede ärztliche Einschätzung ist wertvoller, da individuell erstellt, als mein ganzes Geschreibsel hier.
Und ich wünsche jedem/jeder die diese OP vor sich haben alles Gute! Die meisten laufen ja auch wirklich ohne Komplikationen ab.
Nur ist es schon geil ratlose Ärzte zu erleben. Ist ein tolles Gefühl als Patient. Insbesondere AIPler und Assistenzärzte... ab Stationsarzt wird es dann schon besser lol
Gruß
Luemmel33:read: