Führen wir mal eine ausführlichere Diskussion zum Thema Rechts- und Linksextremismus.
Zuerst gehe ich auf ein paar markante Stellen dieses Threads ein:
Ich habe nichts von Komunismus geschrieben!
Trotzdem stellst du dich erstens eine linksradikalen Gruppierung nahe und forderst zweitens die "Abschaffung des Kapitalismus", was weitgehend eindeutig eine dem Kommunismus positiv gegenübergestellte Meinung ist.
@KobeShow:
Du scheinst da etwas gründlich mißverstanden zu haben. Keineswegs geht es darum, Menschen oder auch Bevölkerungsteile 'von der Straße zu fegen'.
Entschuldige bitte, aber das stand wortwörtlich so im Anfangspost.
Es geht schlicht und einfach darum, der braunen Ideologie nicht den Weg zu einem vierten, fünften oder sechsten Reich zu ebnen. Deshalb: Wehret den Anfängen!
Rechtsradikalismus heutzutage sollte nicht dem Nationalsozialismus von 1933-1945 gleichgesetzt werden. Eine Rolle spielt v.a. der zunehmend hohe Ausländeranteil in Deutschland und soziale Probleme, die dazu führen, dass sozial schlechtergestellte sich radikalisieren, sowohl links als auch rechts. Hier muss man verstehen, dass radikale Rechte sich deshalb dem dritten Reich nahestellen, weil es eine einfach zu befolgende Ideologie ist:
"Links ist schlecht, Juden sind schlecht, alles nicht Deutsche ist schlecht". Gepaart mit einem überproportioniertem Nationalstolz führt dies in die Anbetung der damaligen Situation. Es wird in Deutschland, und da lege ich mich fest, keine Vorkommnisse wie zur Zeit des Dritten Reichs geben, egal wie viel Deutsche sich zu diesem Gedankengut bekennnen. Was ich sehr wohl für möglich halte ist, dass es Probleme mit Einwanderern geben wird, das ist aber strikt von nationalsozialistischen Ideen zu trennen. Es ist ebenso falsch, linksradikale Gruppen dem Kommunismus in Russland, China oder der ehemaligen DDR gleichzustellen, auch wenn sich diese Gruppen dafür aussprechen.
Du redest von Hass. Ist es Hass, wenn man kein 'Viertes Reich' zulassen will, wenn man sich dagegen wehrt, eines Tages wieder einmal abgeholt zu werden und Zeiten zu erleben, an denen erst Bücher und danach Menschen verbrannt werden?
1. Das halte ich für maßlos übertrieben
2. Es ist Hass ein Benutzerbild zu haben in dem eindeutig zu Gewalt gegen Bevölkerungsteile aufgefordert wird bzw. selbiges verherrlicht wird, genau wie es für mich Hass ist dazu aufzurufen bestimmte Bevölkerungsgruppen "von der Straße zu fegen".
Seit wann gilt man als Extremist, wenn man etwas gegen Faschisten (besser: den Faschismus) hat? Oder ist es hier so weit schon gekommen?
Seit wann gilt man als Extremist wenn mas was gegen den Kommunismus hat? Das eine rechtfertigt nicht das andere!
Extremismus vom lateinischen extremus, das ist der Superlativ zu exterus (=außen), bezeichnet eine Einstellung, die sich, worauf auch der Name bereits hindeutet, auf den extremen Außen des politischen Spektrums befindet. Ruft man zu Gewalt gegen Andersdenkende auf, fordert man die "Abschaffung des Kapitalismus" und stellt man sich linksradikalen Organisationen nahe, so fällt man meiner Meinung nach relativ deutlich in ein politisches Extrem, ist somit "extremistisch".
Ich kann den Schwachsinn der Pseudo-Gleichung Rechts = Links nicht mehr hören.
Versuchst du damit Gewalt gegen politisch Rechte rechtzufertigen? Willst du damit ausdrücken, es ist akzeptabel eine linksextremistische Einstellung zu haben, nicht jedoch eine rechtsextremistische?
Beides ist vollkommener Schwachsinn.
Ich habe nicht vor näher darauf einzugehen, weil ich aufgrund einer solchen Aussage keine Diskussionsgrundlage sehe.
Aber ich sehe, wie du die Parolen der Rechten als 'politische Propaganda' verharmlost. Das tun sonst eigentlich nur Sympathisanten. Ich hoffe, ich habe dir damit nicht zu sehr auf deinen braunen Schlips getreten
Ich distanziere mich nochmals in aller Deutlichkeit von jeglichem extremistischem Gedankengut und hoffe, dass auch
du das nun verstehst.
Es gibt linke, Linksradikale, Atonome und andere Gruppen die sich der Antifa zuordnen! Die Antifa ist keinesfalls Total Radikal!
Die NPD auch nicht. Oder etwa doch?
Keine Gruppe, Partei oder Organisation gibt sich selbst das Label "radikal" oder "extremistisch", die Realität sieht aber anders aus.
P.S. Wieviel Millionen Leben hat der Faschismus gekostet und wieviele Menschen hat 'der Kommunismus' vergast?
Gut, dass es einige vernünftige Poster hier gibt, die darauf bereits eingegangen sind. Leider kann ich keine neutralen Zahlen dazu finden, doch jeder der sich etwas genauer mit dem Begriff "Gulag" auseinandersetzt wird feststellen, das dort, genau wie in den KZs der Nationalsozialisten, Millionen von Menschen starben,
Gunnar Heinsohn und
Rudolph Joseph Rummel beziffern die Zahl zwischen 1918 und 1991 auf bis zu 39 Millionen Tote. Selbstverständlich sind diese Zahlen mit Vorsicht zu betrachten, doch sie liefern einen groben Größenvergleich. Im Übrigen wurden die Leute, eine weitere Parallele, ohne Gerichtsurteile in Gulags gebracht.
Wo ist die Meinungsfreiheit, das Verbot der Zensur? Wenigstens hier, wenn schon nicht in den Medien, könnte sie ja bitte noch bestehen. Somit biete ich auch hier rechten Gruppen eine Plattform, solange sie nicht hetzen. Also kann auch KobeShow sich hier äussern
Nochmal zum Mitschreiben: Nein, Kobeshow ist
nicht rechts. Ja, ich sehe grundsätzliche Probleme wegen der großen Anzahl an Einwanderern auf Deutschland zu kommen, aber ich bin gegen jegliche Form von Gewalt, Diktatur und Ideologie. Im Übrigen habe ich Meinungsfreiheit im FSB schon lange aufgegeben, das das nicht der Fall ist habe ich selbst miterlebt.
(BTW, was war eigentlich mit der Aktion "Spammen wie die Weltmeister" letztens?)
Falls du mich meinst: Ich halte mich aus politischen Diskussionen seit Neustem eher raus, hauptsächlich weil ich es Leid bin, linke bzw. linksradikale Einstellungen als das einzig Wahre aufgetischt zu bekommen, auch aber, weil ich keinen Ban riskieren will, weil bestimmte Zeilen meiner Posts anders interpretiert werden als sie gemeint sind.
Weiterhin befürworte ich in Grundzügen den Kommunismus
Der Kommunismus ist und bleibt eine nicht praktizierbare Theorie.
Die Frage die sich mir aber nun aufdrängt ist folgende, lieber Konradin : Worin unterscheidet sich Deine Argumentation gegenüber der der Rechtsextremisten ?
Es wird versucht linksradikale Einstellungen dadurch rechtzufertigen, dass vermeintlich "rechte" Ideologien in der Vergangenheit zu viel Unheil geführt haben. Dass Nationalsozialismus nicht mit der heutigen rechten Einstellung verwechselt werden darf, habe ich versucht am Anfang meines Posts deutlich zu machen.
Merke: Die Nazis waren sich nie zu schade, immer das zu schreien, was die Massen angeblich wollten.
Was sich
Propaganda nennt, wobei du mir vorher vorgeworfen hast, das ganze als
Propaganda zu verharmlosen, woraus du gefolgert hast, ich sei ja selbst "ein Rechter".
Abschließend meine Meinung:
Jegliche Form von Extremismus oder Radikalismus, hier unterscheiden sich die Begriffe kaum, ist zu verurteilen und nicht zu unterstützen. Das gilt sowohl für rechtsradikale Gruppen aber in
gleichem Maße für linksradikale. Es muss damit aufgehört werden, Linksradikalismus als Maßnahme gegen Rechtsradikalismus rechtzufertigen! In Deutschland wird die Meinungsfreiheit der höchste aller Werte angesehen, doch darf im Zuge der Meinungsfreiheit, nicht zu Gewalt aufgerufen werden, noch gegen Bevölkerungsteile aufgestachelt werden, so steht es im Grundgesetz.
Niemand darf in Deutschland dazu auffordern, Ausländer von der Straße zu fegen und
niemand, darf dazu auffordern "Nazis" von der Straße zu fegen. Meinungsverschiedenheiten wird es immer geben und das ist gut so, aber es muss versucht werden, sachlich, fair und tolerant miteinander umzugehen, damit eine sinnvolle Diskussion geführt werden kann. Dazu gehört es vor allem, keine politischen Meinungen zu verurteilen, sondern sie zu akzeptieren um dann darüber zu sprechen, weshalb man selbst gegen sie ist oder sie unterstützt.
Einen schönen Tag noch,
KobeShow