Tja da muß ich wohl oder übel für ein bißchen Aufklärung sorgen.
Fernseher (die guten alten Röhren) arbeiten mit 50 Hertz (PAL)
bzw. 60 Hertz (NTSC)
Wie von locutus in diesem Fall richtig bemerkt wurde aus historischen Gründen.
Allerdings werden, um bei PAL zu bleiben, 50 HALBbilder pro Sekunde übertragen.
Es kommt das sogenannte Zeilensprungverfahren zum Einsatz :
Es werden abwechselnd nur die geraden (2,4,6...) und im Anschluß nur die
ungeraden Zeilen übertragen (echtes Interlacing)
Im englischen Sprachraum heißen diese Halbbilder "fields"
Auch das hat historische Ursachen : die Übertragungstechnik erlaubte früher
keine größeren Datenmengen.
Alle Fernsehgesellschaften arbeiten mit dieser Technik (von HD mal abgesehen)
Die professionellen Fernsehkameras nehmen 50 unterschiedliche Halbbilder in der
Sekunde auf im Gegensatz zu den FILMkameras die mit 24 Vollbildern pro Sekunde
arbeiten.
Auch das hat historische aber auch psycho-visuelle Gründe :
Bei 24 Bildern pro Sekunde nimmt das menschliche Auge kein "Ruckeln" mehr wahr.
Die Bewegungen wirken flüssig.
Das heißt allerdings nicht, daß in den Kinos 24 Vollbilder pro Sekunde gezeigt werden,
das Bild würde unerträglich flackern !
Die Kinoprojektoren zeigen jedes Vollbild doppelt oder dreifach, arbeiten also mit
einer größeren Frequenz (allein dafür ist die Maßeinheit Hertz korrekt)
Filme sind nur aneiandergereihte Bilder (frames)
Man spricht von "Frames per second" abgekürzt "fps"
Übertragungstechnik - Hertz
Inhalt - fps
So gesehen erscheint die Frage : PAL versus NTSC unerheblich,
beide Formate transportieren in etwa die selbe Datenmenge zeitlich gesehen.
Was das eine Format an größerer Auflösung bietet , macht das andere
Format mit mehr Frames per second wett (Hertz ist der falsche Ausdruck)