philister Frage 

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Yuri

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Jan. 2008
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hallo leute,

wir lesen in deutsch grade "aus dem leben eines taugenichts" von joseph v. eichendorff und haben eine hausaufgabe, in der wir unterschiede zwischen romantikern und philistern herausarbeiten sollen.

dass schlafrock, pfeife und pantoffeln merkmale eines philisters sind, ist mir klar. nur warum das so ist verstehe ich nicht. kann mir das wer verraten?

danke,

yuri
 
Hallo Yuri,

da kann ich dir vielleicht helfen.

Phi|lis|ter, der; -s, - [griech. Philistieím < hebr. pelistîm = Name eines nicht semitischen Volkes an der Küste Palästinas; in der Studentenspr. des 17. Jh.s übertr. von den im A. T. als schlimmsten Feinden des auserwählten Volkes Israel geschilderten Philistern auf die Stadtsoldaten u. Polizisten als den geschworenen Feinden der Studenten als den »(geistig) Auserwählten«]:

1. (bildungsspr. abwertend) kleinbürgerlich-engstirniger Mensch; Spießbürger.
2. (Verbindungsw.) im Berufsleben stehender Alter Herr.
3. (Verbindungsw.) Nichtakademiker.

© Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6. Aufl. Mannheim 2006 [CD-ROM].
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Auch Wikipedia kennt mehrere Bedeutungen:

Der Begriff Philister (von hebräisch: פְּלִשְׁתִּי‎ pelischtim) bezeichnet:

  • ein Volk, das um 1175 v. Chr. in der palästinischen Küstenlandschaft ansässig wurde und der Region Palästina den Namen gab, siehe Philister
  • eine Person, die Kunst und Literatur gegenüber nicht aufgeschlossen ist, siehe Philister (Ästhetik)
  • einen kleinbürgerlichen Menschen, siehe Spießbürger
  • die im Berufsleben stehenden „Alten Herren“ einer Verbindung, siehe Philister (Studentenverbindung)

Auszug aus Philister (Studentenverbindung):
Der Begriff Philister lässt sich aus den Hebräischen pelischtim herleiten und zwar von dem Streit zwischen den Philistern und Hebräern, der im Alten Testament der Bibel oft thematisiert wird. In der Studentensprache wurden zuerst die Stadtwachen oder die Polizei, mit denen sich die Studenten häufig stritten, im 18. Jahrhundert in den Universitätsstädten beispielsweise in Leipzig oder Halle (Saale) mit dem Namen belegt, dann schließlich alle kleinbürgerlichen engstirnigen Einwohner der Universitätsstädte, also alle Spießbürger.​

»Philister« steht also einerseits für Spießbürger, wie sie auch die Figur des »Lehrer Lämpel« in Wilhelm Buschs Max und Moritz verkörpert. Andererseits aber ebenso für die »Alten Herren« in einer Studentenverbindung, also oftmals Ehemalige, die bereits ihr Studium abgeschlossen haben. Bezieht man dies darüber hinaus explizit auf die wirklich alten »Alten Herren«, die der Verbindung noch über Jahrzehnte hinweg die Treue halten, so stellen diese aus Sicht der jungen Studenten vielfach auch nur noch alte Spießer dar, die in Erinnerungen an die Vergangenheit schwelgen und mit der heutigen Jugend jenseits des Verbindungslebens eigentlich nicht viel anfangen können. Somit schließt sich auch hier der Kreis zum Spießbürger und dem Bild, dass man von ihnen hat.

Liebe Grüße,
—CentCom
 
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