Praxistauglichkeit von Linux (Server/Desktop) geschlossen 

ist Linux praxistauglich für Server- / Clienteinsatz?

  • server uneingeschränkt praxistauglich

    Stimmen: 0 0,0%
  • server eingeschränkt praxistauglich (zu wartungsintensiv/hoher administrativer Personalbedarf)

    Stimmen: 0 0,0%
  • server eingeschränkt praxistauglich (zu umständliche Supportmöglichkeiten)

    Stimmen: 0 0,0%
  • server eingeschränkt praxistauglich (zu hohe Komplexität)

    Stimmen: 0 0,0%
  • server eingeschränkt praxistauglich (fehlende Funktionalität)

    Stimmen: 0 0,0%
  • server eingeschränkt praxistauglich (eingeschränkte Kompatibilität zu M$/Apple)

    Stimmen: 0 0,0%
  • server eingeschränkt praxistauglich (andere Gründe)

    Stimmen: 0 0,0%
  • server nicht nutzbar

    Stimmen: 0 0,0%
  • client uneingeschränkt praxistauglich

    Stimmen: 0 0,0%
  • client eingeschränkt praxistauglich (zu kompliziert)

    Stimmen: 0 0,0%
  • client eingeschränkt praxistauglich (zu umständliche Supportmöglichkeiten)

    Stimmen: 0 0,0%
  • client eingeschränkt praxistauglich (fehlende Funktionalität)

    Stimmen: 0 0,0%
  • client eingeschränkt praxistauglich (eingeschränkte Kompatibilität zu M$/Apple)

    Stimmen: 0 0,0%
  • client eingeschränkt praxistauglich (andere Gründe)

    Stimmen: 0 0,0%
  • client nicht nutzbar

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    0
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Bogomir

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Feb. 2012
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460
Hallo liebe Tuxinen und Tuxe :)

um einen Pegelstand der Akzeptanz von Linux offenzulegen würde mich eure Einschätzung zur aktuellen Praxistauglichkeit von Linuxsystemen interessieren.
Meine eigene Einschätzung dazu ist sicherlich ein wenig eingefärbt, da ich als Linuxer der 2. Stunde bereits seit Kernel 0.96 dabei bin und somit das Ganze vermutlich nicht mehr ganz objektiv sehen kann ... aber ihr wollt euch ja keine Geschichten vom Krieg anhören, sondern die aktuelle Situation erleben ;)

Motiviert worden bin ich dazu u.A. durch die Threads von freefloating:
http://www.freesoft-board.to/f9/info-linux-fuer-muenchen-526117.html
http://www.freesoft-board.to/f9/info-linux-contra-windows-517198.html
http://www.freesoft-board.to/f9/info-linux-desktop-umgebungen-im-vergleich-525131.html
die ihr neben eurer eigenen Erfahrung ruhig auch zur Entscheidungsfindung studieren könnt ;)

Ihr habt die Möglichkeit mehrere Antworten auszuwählen und somit eine persönliche Gesamteinschätzung sowohl für den Clienteinsatz, wie auch für den Servereinsatz zu erstellen.
Mir ist bewusst, dass es sich hierbei natürlich wieder nur um eine Momentaufnahme handeln kann (die erste Umfrage dazu gab's von mir im kleinen Kreis im Jahr 1995 :) Vergleichsergebnisse werde ich bei Interesse im Nachgang veröffentlichen)
Neben der Abstimmung würde mich - wenn ihr mögt - auch eine sachliche Stellungnahme hier im Thread interessieren

(ach ja, ... M$ bedeutet bei mir Microsoft Windows ;) )

cheers, Bog

------- Auswertungsvergleich ---------

Vielen Dank für die Teilnahme am aktuellen Stimmungsbild

1995 hatte ich 18 Personen eines Linuxstammtisches dazu um ihre Einschätzung gebeten. Wie versprochen folgt jetzt die damalige Auswertung:

17/18 sahen damals schon den Servereinsatz für problemlos an
1/18 fehlten die Kompatibilität zu anderen Systemen

12/18 schätzten das Desktopsystem praxistauglich ein
4/18 fehlten am Desktopsystem Kompatibilität zu M$ Produkten (insb. Multimedia/Spiele)
2/18 fanden die Hardwareunterstützung mangelhaft, bzw. die Einrichtung zu kompliziert
​
Mangels Masse können weder für die damalige Erhebung, noch die Aktuelle statistisch untermauerte Trends ausgelesen werden, aber zumindestens ein Stimmungsbild der aktiven Teilnehmer dieses Threads.

Danke nochmals!
 
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Bogomir, zuerst einmal möchte ich dir für deinen Beitrag danken, der neues Leben in die Linux-Ecke bringt. :)

Wie du bin ich natürlich alles andere als neutral, aber trotzdem versuche einen möglichst differenzierten Kommentar zu meinem Abstimmungsergebnis abzugeben. Auf der Serverebene haben wir bereits vor etwa 8 Jahren im Geschäft ausgezeichnete Erfahrungen mit Linux-Servern gemacht. Dabei muss ich noch erwähnen, dass der Server mit MS-Betriebssystemen zusammenarbeiten musste, was bis auf ein paar wenige kleine Macken bei den Fonts ohne Probleme lief. Tatsache ist, dass wir in dieser Zeit keine Virenprobleme hatten und die Server (ich glaube es waren Debian-Server) liefen wie am Schnürchen. Leider wechselten wir dann die Supportfirma, welche bei Linux schwach auf der Brust war und sogleich zu MS-Servern wechselte. Ehrlich gesagt vermisse ich die Linux-Server heute noch. Kein MS-Server kann aus meiner Erfahrung diese Stabilität aufweisen. Das ist natürlich eine sehr subjektive Einschätzung, die einer Verifizierung womöglich nicht stand hält. Meine aktuelle Erfahrung: Mindestens dreimal im Jahr stürzt das Teil ab.

Nicht ganz so gute Erfahrungen haben wir mit den Linux-Clients gemacht, die wir in einem Bereich versuchsweise installierten. Womöglich hatte es aber damit zu tun, dass damals die Benutzerfreundlichkeit einerseits und die Kompatibilität zu MS andererseits noch nicht optimal war. Zudem waren die User-Möglichkeiten bei den Clients stark eingeschränkt. Das hatte zur Folge, dass die Akzeptanz unter den Mitarbeitern mässig war. Ich bin überzeugt, dass dies heute mit einem OS wie zum Beispiel "Ubuntu" ganz anders aussehen würde. Ich wünschte, wir könnten heute als ganzes Werk zu Ubuntu oder Suse wechseln, doch leider sind wir zu tief mit MS verbandelt. Insbesondere mit dem ganzen QM-System. Wir würden höchstwahrscheinlich viel Geld bei den Support- und Lizenzkosten einsparen.

Gruss freefloating
 
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Vielen Dank für die bisherigen Beiträge!

... mein Herz schlug ja von Anfang an für dieses Betriebssystem (da ich auf Solaris meine ersten Gehversuche gemacht hatte, fiel mir das nicht schwer)

Als Serversystem hat sich Linux sehr schnell einen Namen gemacht (Danke an nile für die Marktanteile). Heutzutage treffe ich im kommerziellen Kundenfeld fast ausschließlich RedHat und SuSE Systeme an. Der Grund hierfür liegt in der Stabilität der Systeme und der Qualität des kommerziellen Supports.
(der anfänglich fehlende kommerzielle Support war ein wesentlicher Grund Linux nicht gleich zu Beginn auf Serverfarmen einzusetzen)

Als Clientsystem wurde es häufig als "nerd-system" verhöhnt, was heutzutage durch das bessere Handling und die verbesserte Konfiguration glücklicherweise hinfällig ist.

Trotzdem fehlt Linux nach meiner Erfahrung das letzte Quentchen Kompatibilität für Entwicklung, Standardsoftware und Spiele

Da helfen auch Wine o.ä. Programme nicht viel, da sie der Entwicklung von Standards (M$) notgedrungen hinterherkrabbeln ;)

Für Internetcafes oder Onlinebanking ... Die Idealsoftware (Live CD)

Aber jeder hat so seine eigenen Vorlieben :) (zum Glück, sonst müsste ich meine Frau immer bewaffnet begleiten ;) )
 
Als Clientsystem wurde es häufig als "nerd-system" verhöhnt, was heutzutage durch das bessere Handling und die verbesserte Konfiguration glücklicherweise hinfällig ist.

Trotzdem fehlt Linux nach meiner Erfahrung das letzte Quentchen Kompatibilität für Entwicklung, Standardsoftware und Spiele
Leider ist die Linux Gemeinde viel zu aufgespalten. Als ich das letzte mal nach geschaut habe gab es 430 Distris. In jeder dieser Distries gibt es noch zig verschiedene Variationen. Damit ist klar, das bei einer so hohen Vielfalt es keine bzw. nur wenige gebündelte Anstrengungen gibt und der Support auf der Strecke bleibt.

Ich habe schon viele Distributionen getestet, aber 100% sauber läuft keine - schon gar nicht out of the box. Die Probleme fangen bei Treiberproblemen für die GraKa an und hören bei den FN-Tasten des Notebooks noch lange nicht auf. Energie Verwaltung und Lüftersteuerung ist ein weiteres Problem.
Ohne Zweifel hat Linux enorme Vorteile, aber jedes mal, wenn ich an der Linuxkiste bastle, Frage ich mich, wie macht Windows das, das alles relativ problemlos läuft.
Verrückte Welt. Je mehr ich an Linux rumdokter, desto mehr ist mein Respekt für MS bzw. Windows gestiegen...
 
@rost: Es stimmt zwar, dass Linux eine enorme Vielfalt an Distris aufweist, aber wenn wir uns mal auf die grossen Distris konzentrieren, dann bleibt noch eine handvoll Betriebssysteme mit einem sehr guten Support und grossen Communities. Deine Einschätzung zur Treiberproblematik kann ich nicht ganz teilen. Oder sagen wir mal ich muss es relativieren. Bei mir (Ubuntu) laufen nach der Installation 99 % (oft sogar 100 %) aller Treiber out of the Box. Den Rest bekomme ich via proprietären Treibern, Kernel-Udate oder ich hole mir den Treiber direkt im Internet. Bei MS musst du ja mühsam alles nachinstallieren...ohne Treiber-CD eine zeiaufwendige Geschichte. Da hält sich also mein Respekt für Windows in Grenzen. ;)
 
... aber jedes mal, wenn ich an der Linuxkiste bastle, Frage ich mich, wie macht Windows das, das alles relativ problemlos läuft...
Genau das ist die Schlüsselfrage :) Die Antwort hierauf ist einfach, fast jeder Hersteller achtet darauf, dass er Treiber für seine Hardware für die geplanten Zielplattformen bereitstellt. Linux beißt hier in den sauren Apfel und entwickelt selbst Schnittstellenmodule für Hardware, bei denen die Hersteller nicht genügend Marktinteresse im Linuxumfeld sehen. Dabei handelt es sich zwangsläufig um ein Stochern im Nebel

Leider handelt es sich hierbei um einen Teufelskreis: umständliche Hardwareunterstützung -> geringe Anwenderakzeptanz -> geringer Marktanteil -> geringes Interesse der Hersteller Treiber oder Schnittstellen zu entwickeln

Die Linuxentwicklergemeinde springt schon seit Anfang an über diesen großen Schatten (durch unglaublich hohen Enthusiasmus und einem unerschütterlichen Frustrationswiderstand) Die Gründe hierfür gehören in einen eigenen Thread ;)

Ziel dieser Umfrage soll auch ein Stimmungsbild sein, wie groß/klein dieser Schatten immer noch ist

In diesem Sinne: sagt mir eure Meinung und stimmt bitte mit ab

Danke!
Bog
 
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Die Frage nach der Praxistauglichkeit lässt sich nicht ohne weiteres beantworten. Der wichtigste Faktor ist: welche Software wird benötigt? Kannst du beispielsweise keinesfalls auf einen Microsoft Exchange Server und MSSQL verzichten, so wird Linux wohl nie Praxistauglichkeit erlangen. Genauso wie ein ambitionierter Gamer mit Linux als Desktopsystem nicht wirklich glücklich werden wird, einfach weil die meisten Spiele nur für Windows verfügbar sind.

Meiner Einschätzung nach ist Linux sowohl im Servereinsatz als auch als Desktopsystem definitiv praxistauglich, sofern keine Software benötigt wird die für diese Platform nicht verfügbar ist. Benötigt jemand seinen PC lediglich zum surfen, mailen, chatten, Musik hören, Filme gucken, scannen, Fotos der Digicam verwalten und ähnlichen alltäglichen Aufgaben, so empfehle ich durchweg Linux. Durch die zentralisierte Softwareverwaltung ist jegliche Software immer auch dem aktuellen Stand, die Bedienung ist kinderleicht und auch Probleme treten nicht häufiger auf als man das bei einem Windowssystem gewohnt ist. Probleme gibt es aber schon, wenn man ein ausgereiftes Officepaket braucht, sofern man mit Libreoffice nicht zurecht kommt. Etwas das vom Umfang und der Benutzerfreundlichkeit mit MS Office vergleichbar ist gibt es einfach nicht. Gleiches gilt auch in einigen anderen Bereichen. (zb Adobe Photoshop vs GIMP). Alternativen gibt es für viele Programme, ob man mit denen zurecht kommt ist jedoch die offene Frage.

Gerade beim Servereinsatz kann ich mir nichts leichteres als Linux vorstellen. Mithilfe der ausführlichen Manpages hat man sich schnell in jedes benötigte Programm eingearbeitet, im Internet haufenweise verstreute Anleitungen tun ihr Übriges. Die Konsolenbedienung mag einige Leute abschrecken und erfordert natürlich initial ein wenig mehr Einarbeitungszeit als die klickibunti Microsoft Remotedesktopverbindung. Wer dieses Wissen jedoch erst einmal erworben hat wird mir zustimmen müssen wie grausam es ist sich per Maus durch dutzende Menüs zu hangeln um irgendwo mal schnell ein Häkchen zu setzen, während man immer sicherstellen muss auch genug Bandbreite und einen großen Bildschirm bei der Hand zu haben. Einen Linuxserver könnte man bequem mit einem Smartphone im 2G-Netz administrieren - wäre da nicht die Sache mit der Tastatur.

Ist jedoch sämtiche benötigte Software für einen Linuxserver vorhanden, so ist Windows nicht einmal entfernt eine Alternative. Ich kenne genügend Leute die ohre WIndowsserver täglich Neustarten lassen um die typischen Windowskrankheiten zu umgehen und Updates zu installieren. Meine Linuxserver werden durchschnittlich etwa zwei mal im Jahr neu gestartet, nämlich wenn mal wieder ausreichend viele Verbesserungen in den Kernel eingeflossen sind, oder eine für meine Konfiguration relevante Sicherheitslücke geschlossen wurde. Auch die Performanz ist unter Linux wesentlich höher als unter Windows. Da liegt daran, dass in den Linuxkernel regelmäßig Änderungen einfließen, welche die Leistung erhöhen. Bei Windows hingegen fließen in den Kernel nur neue Funktionen ein, alter Code wird nur verändert, wenn dieser Sicherheitslücken oder Fehler enthält. Optimierungen sind nicht erwünscht. (Dazu gabs mal einen Artikel in der c't, fragt mich nicht in welcher Ausgabe). Wer die überlegene Performanz von Linux anzweifelt, dem sei angeraten mal Truecrypt zu installieren und einen Benchmark unter Windows sowie unter Linux (eine LiveCD ist ausreichend) zu machen. Meiner Erfahrung nach liegt Windows auf jeder geläufigen Hardware über 20% hinter Linux. Und das beim gleichen Code, nur für ein anderes Betriebssystem übersetzt!
 
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habs selbst mehrere linux server mit debian am laufen.

die teile laufen echt stabil.

dekstop würd ich nie im leben mit linux ausstatten
 
dekstop würd ich nie im leben mit linux ausstatten

Warum denn nicht, superbad? Heutzutage bietet Linux absolut desktop-, respektive benutzerfreundliche Umgebungen hat. Gerade das Arbeiten mit GNOME, KDE und Unity ist einfach, zeitgemäss und macht viel Spass. Zudem bieten die Desktop-Oberflächen alles, was für den modernen PC-Betrieb nötig ist..wenn du nicht gerade der Hardcore-Gamer bist. Clients würde ich jetzt auch nicht unbedingt einsetzen. Aber ein gutes Desktop-Linux (Ubuntu, Suse, Debian, fedora) für den Privatgebrauch, gerade auch für den Laptop oder das Netbook (unterwegs) ist für mich unverzichtbar. ;)
 
undeath schrieb:
Probleme gibt es aber schon, wenn man ein ausgereiftes Officepaket braucht, sofern man mit Libreoffice nicht zurecht kommt. Etwas das vom Umfang und der Benutzerfreundlichkeit mit MS Office vergleichbar ist gibt es einfach nicht. Gleiches gilt auch in einigen anderen Bereichen. (zb Adobe Photoshop vs GIMP). Alternativen gibt es für viele Programme, ob man mit denen zurecht kommt ist jedoch die offene Frage.

Ich habe seit Jahren debian am rennen und muß leider sagen das sie sich täuschen. Mal abgesehen von den WinGames laufen auch (oder gerade) solche sachen wie WinOffice auf Linux. Dafür gibts genug Software (zb. VMWare oder CrossOver) um das zum laufen zu bekommen. Gerade in den letzten Monaten hat sich da vieles getan und es wird immer besser, Auf Win kann ich fast ganz verzichten außer eben bei den Games. Aber da iss ein GamerRechner schnell installiert, ansonsten nur Linux!
 
haben mehrere gnome desktops im geschäft und es kotzt mich einfach nur an ^^

ich sag mal wenn man ahnung hat schön und gut aber windows is is sachen desktop betrieb viel schöner.

is denk ich aber auch mal ne geschmackssache.
 
Ich habe seit Gutsy Gibbon Ubuntu auf meinem PC. Anfangs noch als Dualboot mit WinXP. Aber seit
über drei Jahren läuft auf dem Laptop (Lenovo) und dem PC nur noch Ubuntu. Auf dem PC 12.04 und 13.10 auf dem Laptop. Im Frühjahr ist die einzige Zeit, das ich Wine installiere wegen der Sch...Steuererklärung. Sonst finde ich für jede Aufgabe im Softwarecenter die richtige Lösung.
 
vielen Dank für die bisherige Teilnahme an der Diskussion.
Auch wenn die Anzahl der Antworten statistisch gesehen keine allgemeingültige Trendaussage erlaubt, ist doch ein interessantes Meinungsbild der bisher teilgenommenen Voter zu erkennen ( Interessanterweise weicht sie nicht wesentlich von meiner damaligen Erhebung ab ;) )

Da zur Verdeutlichung der eigenen Einschätzung die eigene Konfiguration anscheinend auch interessant ist, will ich kurz meine Situation beschreiben:

beruflich:
Windows7/64 Laptop, der bei Bedarf per USB-Stick unter einem Debian Derivat gestartet wird, wenn z.B. bei einem sensiblen Kunden Probleme im Netzwerk gelöst werden müssen. Auf Windows kann ich aufgrund der von mir supporteten Software nicht verzichten. Ein Booten über VMs ist dabei zu langsam um dauerhaft produktiv eingesetzt zu werden.
Serverseitig arbeite ich seit einem Jahrzehnt ausschließlich auf einem Debian stable Server.

privat:
Mein Client nutzt seit etwa 5 Jahren Debian stable - vorher (Hardwareseitig bedingt Debian bleeding edge)
Aktuell nutze ich privat zu 99% ausschließlich iOS Systeme, die über entsprechende Hardware sinnvoll erweitert wurden. Sobald ein iOS 7 Jailbreak verfügbar ist, werde ich die Tabletts wieder befreien und endlich wieder absichern.

Ich habe zu Beginn meiner Linux Laufbahn erfolgreich sehr viel mit DosEMU und Wine experimentiert, um für mich notwendige Programme auch ohne Umbooten nutzen zu können.

Ich teile Eure Meinung, dass gerade die ungesteuerete Vielfalt an unterschiedlichen Linux (Client) Distributionen die Entscheidung für eine solche Distribution als eigenes System wesentlich hemmt. Zumal, wenn es Distributionen gibt, die im Wesentlichen Nutznießer von großen Distributionen sind, aber nur wenig für die generelle Weiterentwicklung von Linux auf dem Desktop bieten. Der Ur-Gedanke des gemeinschaftlichen "Ziehen an einem Strang" hat sich ein wenig in Richtung "Vorteilsdenken" gewandelt. So stellte es sich mir zumindestens noch vor 3 Jahren dar.

Ehrlich gesagt, hat mein Linux Desktop seit dem Schwenk auf die Tabletts zumindestens für mich seine Bedeutung verloren.

Im beruflichen Umfeld treffe ich Linux-Clients ausschließlich aufgrund von politisch motivierten Gründen an.
Davon ab - entscheidet die Anwendungsanforderung in der Regel das dahinterliegende Clientsystem.

Sehr interessant finde ich, dass doch Einige unter uns Linux als Hauptclientsystem einsetzen.
Das, was auf der einen Seite einen "Teufelskreis" in Bezug auf die Hardwareunterstützung bildet, ist auf der anderen Seite auch die Chance für ein Schneeballsystem ... je mehr Linux auf dem Client einsetzen, umso größer ist das Interesse, diese Systeme auch herstellerseitig zu unterstützen (daran hat sich seit Anbeginn von Linux nichts verändert)

Es freut mich sehr, dass dieser Enthusiasmus, den ich damals selbst in den Anfangszeiten von Linux in den Adern spürte auch heute noch die Anwender durchflutet.
Heute sind wir allerdings eher fachlich überzeugt, als nur die Rebellen des "kleinen Dorfes" zu sein, die sich gegen das "große Imperium" aus Überzeugung wehren ;)

/Bog
 
Ich denke die letzten Sätze von Bogomir bringen noch einen wichtigen Aspekt ans Licht. Bevor ich mich für ein System entscheide, ist es wichtig, mich selbst, meine eigenen User-Gewohnheiten und die damit verbundenen Bedürfnisse zu kennen. Wenn ich mich für Linux entscheide, dann muss ich bereit sein, meine MS- oder Apple-Brille abzulegen. Wer das nicht kann... und das ist so manch einer, wird schnell wieder zu Windows / Apple zurückkehren, oder aber er nutzt Linux als Zweitsystem für bestimmte Anwendungsbereiche, wenn da eine gewisse Offenheit im Denken vorhanden ist. Dabei ist es natürlich auch entscheidend, die Vor- und Nachteile möglichst objektiv gegeneinander abzuwägen und nicht gegeneinander auszuspielen. Das perfekte System existiert nicht.

Im Wissen darum, dass mir Linux (Ubuntu) nicht sämtliche Bedürfnisse vollständig abdecken kann, sind für mich die Vorteile (Sicherheit, Stabilität, Geschwindigkeit, Struktur) dennoch so überzeugend, dass ich Ubuntu privat zu 95 % nutze und Windows nur noch für ein paar ganz spezifische Kopier- und Brennfunktionen nutze. Viele Linux-Distributionen haben sich in den letzten 10 Jahren zu sehr stabilen, benutzerfreundlichen und alltagstauglichen Betriebssystemen gemausert. Leider hat sich das einfach noch zu wenig herumgesprochen. Die grosse Angst vor der Konsole geistert immer noch herum. Nur Android, mit seinem Linux-Kernel, hat den Durchbruch im Mobilbereich geschafft.

Ich hoffe sehr, dass es in Zukunft auch der Linux-Gemeinde gelingt, näher zusammen zu rücken und die eigenen Produkte noch konsequenter am Bedürfnis der Alltagsuser zu orientieren, anstatt alten Dogmen anzuhängen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich ein paar wenige, jetzt schon starke, Anbieter wie Ubuntu, Red Hat oder OpenSuse durchsetzen und zusätzliche Marktanteile gewinnen werden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Vielen Dank für die bisherigen Teilnahmen

Nachdem die Meinungen über die Client-Tauglichkeit doch sehr stark auseinandergeht würde mich auch interessieren, ob ihr Autodidakten seid, oder an professionellen Schulungen dazu teilgenommen habt.

Ich selbst habe meine ersten Kenntnisse auf SUN Solaris und DEC Alpha gesammelt. Später dann durch einen Nachweis als Unix Systembetreuer zertifiziert und halte seit ca. 20 Jahren nebenberuflich sporadisch Schulungen und Workshops dazu ab.

Denkt bitte daran, dass die Abstimmung am 31.12.2013 geschlossen wird
 
Im PC-Bereich war und bin ich Autodidakt. Das war schon bei Windows so und erst recht bei Linux. Natürlich gibt es im Internet viele "Foren-Lehrer", aber das Wissen musste ich mir in unzähligen Stunden selber holen. Für mich ist Linux (besonders Ubuntu) ein mehr oder weniger leidenschaftliches Hobby geworden. Privat mache ich kostenlosen PC-Support für Windows und Linux (Neuinstallationen / Programme / Einstellungen, z.T. auch Hardware) bei meinen Freunden... natürlich immer im Rahmen meiner Kenntnisse. Mein Geld verdiene ich anders. ;)
 
... ich werde den Thread noch bis zum Wochenende für Kommentare zu den Ergebnissen geöffnet lassen und dann den Snapshot des Meinungsbildes schließen. Meine erste Erhebung habe ich an den Startpost angehängt.

Keep on tuxing
Bog
 
Ich bin zwar nur User, weiß jedoch, dass bei uns in der Firma (nicht IT) mit ca. 1800 Mitarbeitern seit langem serverseitig Linux läuft. Auf den Clients läuft das jeweils älteste noch supportete Windows.

Privat hatte ich eine ganze Zeit lang diverse Linuxe vewendet, wobei ich immer wieder mit fehlender Hardwareunterstützung zu kämpfen hatte, Schwierigkeiten nach Updates oder ähnlichem. Spaß hat es trotzdem gemacht, schließlich war ich unabhängig von Äpfeln und Dosen, hatte mein System selbst in der Hand und war in der Lage hinter die Kulissen eines GUI zu schauen. Trotzdem hatte ich immer Dual Boot Systeme, weil es für manche Software damals unter Linux keinen adäquaten Ersatz gab. Irgendwann -vermutlich im Sommer- war mir der administrative Aufwand zu hoch. Jetzt hab ich zwar wieder ein dual Boot System auf meinem großen Rechner, aber mit beiden kommerziellen OS (davon ja eins bekanntlich aus der BSD ecke).

Mein Fazit ist daher, dass für den nicht im EDV Bereich bereits beruflich tätigen Privatanwender Linux keine wirklich sinnvolle Alternative ist.

Mein Hauptsystem ist allerdings mein iOS Tablet, außerdem ein gerooteter Androide.

Mein Wunsch an die Tuxe: Have a lot of fun.
 
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