Religion? Religion! Diskussion 

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StaryWojownik

Religion: Diese Krankheit scheint nicht therapierbar zu sein:

„Mehrere Gläubige wollen am Stamm eines Ginkgos das Abbild der Jungfrau Maria erkannt haben. Die Madonna soll sogar zu ihnen gesprochen haben. […]Die Menschen knien nieder, bekreuzigen sich und berühren den Stamm des Ginkgos. Ein Baum in der US-Stadt West New York hat sich in den vergangenen Tagen zu einer beliebten Pilgerstätte entwickelt. Der Grund: ein Loch in der Rinde, das nach Meinung vieler Gläubiger der Mutter Gottes ähnelt.“

Angebliche Marien-Erscheinungen in West New York - SPIEGEL ONLINE

Verrückt? Verrückt!
 
Das war bestimmt nicht die Mutter Gottes, welche dort erschienen ist, es waren Ausserirdische.

Ich habe sichere Anzeichen dafür, daß früher schon in gewissen schweizerischen Hotellierskreisen sowohl Pflanzen als auch geometrische Grundstrukturen eine tragende Rolle spielten. Warum diesmal nicht Nord- statt Südamerika und Baumlöcher statt Kornkreise? Es können ja nicht immer A*löcher sein.

Ausserdem, rein statistisch gesehen gibt es sicherlich mehr UFOS (und auch mehr Ausserirdische) als Mütter Gottes. Dies sollte man nie vergessen.

Nein, hier ist niemand verrückt. ;)
 
Was ist daran jetzt so schlimm, sollen sie halt niederknien und beten, stört doch keinem. Andere nehmen Drogen, bekiffen sich, pushen sich damit auf usw..

Und was ist nun schlimmer? ;)
 
Gegenfrage, ATi_, was ist grundsätzlich schlimm daran, verrückt zu sein?

Schlimm ist vielleicht, verrückt zu sein, obwohl man anders sein könnte.

Aber verrückt ist ja nicht immer gleich verrückt.
 
Andere nehmen Drogen, bekiffen sich, pushen sich damit auf

Religion ist das Opium des Volkes, hat das nicht schon Marx erkannt?

Ich denke, in solchen Phänomenen manifestiert sich die Sehnsucht von gläubigen Menschen, Bestätigung für ihren Glauben zu finden, reale Abbilder oder Beweise, die sie bestärken.

Mir läge sowas eher fern, aber wayne ...
wird doch kein Schaden durch angerichtet, schon gar nicht in einer Stadt, die ansonsten eher für ihre hohe Kriminalitätsrate bekannt ist.
 
Nun ja: An eine bestimmte Körperpartie der „Jungfrau“ mag dieses Loch in der Baumrinde schon hinweisen (ich kann mich erinnern, ähnliches schon gesehen zu haben).

Religion ist das Opium des Volkes, hat das nicht schon Marx erkannt?[…]
Ja, die Sache mit dem Opium ...

Allerdings:

China musste z.B. in einem Krieg (-> Erster Opiumkrieg 1839 – 1842) von westlichen Staaten - hier vor allem durch Grossbritannien - zum „Verbrauch“ von Opium gezwungen werden. Was treibt den Rest der Welt in die Arme der Rauschgifthändler (Himmelskomiker)?

[…]wird doch kein Schaden durch angerichtet, schon gar nicht in einer Stadt, die ansonsten eher für ihre hohe Kriminalitätsrate bekannt ist.
Was die Korrelation zwischen Religion und Kriminalität betrifft:
Religion, Atheism and Crime
 
Glaube, gleichwelcher Art, besonders wenn er religiös angereichert ist, gilt (id freundlichen Fachklinik vor Ort) als untherapierbar :D. Ist doch auch nicht schlimm, solange es nicht dazu führt, das sich ein fanatischer Kern bildet, der meint für andere entscheiden zu müssen, was geglaubt, gedacht, gesagt, .. werden darf.

Gruß
AnakinSky
 
Was die Korrelation zwischen Religion und Kriminalität betrifft

Nach meinem spontanen Eindruck vergleicht der von dir angegebene Link Äpfel und Birnen, also z.B. die Anzahl der Gläubigen mit der Kriminalitätsrate.

Es gibt sicher auch Zusammenhänge zwischen Religiosität und Verbrechen - man denke nur an die Kreuzzüge zurück oder den Dschihad;
es gibt auch Aussagen wie
der Vatikan sei der Staat mit der höchsten Kriminalitätsrate weltweit
oder
die meisten Verbrecher in religiösen Staaten säßen in der Regierung ;)

Ich glaube, die Einflussfaktoren auf die Kriminalitätsrate sind Vielfältig, wobei die christlichen Religionen m.E. den geringsten Einfluss darauf haben.
 
Wenn ich durch Wald und Flur geh, sehe ich solche Dinge oft. Also da ist noch Platz für Leute die Stellen zum Beten suchen..... Ein großer Deutscher sagte mal: Ein jeder nach seinem Pläsier.... Die da beten und bitten, werfen keine Bomben.

red-rabbit
 
[…]Ein großer Deutscher sagte mal: Ein jeder nach seinem Pläsier....[…]
Kann wirklich nur „ein großer Deutscher“ sein, wer Kriege anzettelt (und führt)?
Tja, dieser Spruch stammt (ausgerechnet) vom ‚Soldatenkönig‘. Genauer allerdings: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“.

[…] Die da beten und bitten, werfen keine Bomben. […]
Dies ist wohl der Grund dafür, warum Soldaten – unmittelbar bevor sie auf Menschen losgelassen werden – so innig zu ihrem (jeweiligen) Gott beten.

Nebenbei ist dieser Satz genau so wahr, wie jener:
„Bellende Hunde beißen nicht“ (einige meiner nicht ganz wenigen Narben stammen von Hunden).
 
meine Schwiegermutter ist auch eine sehr gläubige Frau, die würde auch hinpilgern wenn so etwas in unserer Nähe wäre. Für sie könnte ich die Hand ins Feuer legen, denn die kann nicht einmal einer Fliege den Flügel verbiegen und wenn ich mir die Bilder bei dem Beitrag betrachte, sehe ich keine angsteinflößenden Geschehnisse. Man sollte als nicht gläubiger Mensch, schmunzelnd über so etwas hinwegsehen.
 
Es waren oftmals die Menschen, die "keiner Fliege was zu Leide tun können", die in in der Vergangenheit Andersgläubige oder Nichtgläubige verfolgt oder ermordet haben. Zumindest waren sie die breite Masse, die solche Leute brauchten, um Andersgläubige zu verfolgen.

Wer einen solchen Unsinn glaubt und in solchen Dingen Zeichen sieht, dier ist meistens auch bereit, wegen dieser Zeichen Dinge zu tun, die ein normaler Mensch nicht tun sollte. Es muss dann nur noch einer da sein, der sie davon überzeugt, was zu tun ist.
 
McKilroy schrieb:
Wer einen solchen Unsinn glaubt und in solchen Dingen Zeichen sieht, dier ist meistens auch bereit, wegen dieser Zeichen Dinge zu tun, die ein normaler Mensch nicht tun sollte. Es muss dann nur noch einer da sein, der sie davon überzeugt, was zu tun ist.
Volle Zustimmung.

Leider ist die gesellschaftliche Entwicklung nicht gerade rosig und je schlechter es den Menschen ihrer Meinung nach geht, desto anfälliger werden sie gegenüber irgendwelchen 'Heilsbringern', die sie tatsächlich immer näher an den Rand des Abgrundes heranbringen.

Bleibt nur zu hoffen, daß genug Zeitgenossen aus der Geschichte gelernt haben, um diesen Volksverführern rechtzeitig das Handwerk zu legen. Denn sonst sehe ich für uns schwarz.
 
...nicht nur, dass es den Menschen schlechter geht (ob nun "gefühlt" oder echt), und dass sich einfach viele Dinge verändern, ich denke, das Bedürfnis, glauben zu können, ist ein elementares.
An was auch immer. An ein spirituelles System, irgendeine Kirche, Struktur, eine Idee, die Naturwissenschaften, Fakten (*räusper*), Teeblätter, die universelle Wahrheit in Beatles-Texten. was auch immer.

Manche Bereitschaft (an etwas zu glauben, in etswas einen Sinn zu sehen, und sei es in einem Loch) erscheint uns ein wenig "löchrig" und wenig nachvollziehbar, je fremder bzw weiter weg von unserem eigenen System desto "hirnrissiger". Desto mehr reisst es an unserem Hirn, sozusagen.

Wenn immer mehr der althergebrachten "Sinngeber" an Autorität verlieren, begeben Menschen sich eben auf die Suche.

Solange das Loch denen nicht erzählt, sie sollen ihre Nachbarn abstechen, gehts ja noch.

;)
 
Das Problem ist ja nicht das Loch, sorei (grüss dich übrigens), sondern die gemeinsame Fixierung darauf von Menschen, die dies erfahrungsgemäss meist völlig übersteigert mit ihren Hoffnungen und Erwartungen verknüpfen. Es fehlt nur der 'richtige' Leithammel und schon wird aus einem an sich harmlosen Loch eine Zeitbombe.

Wallfahrtsorte sind (von denen, die davon leben einmal abgesehen) grundsätzlich ein Sammelpunkt von Menschen, die ihre individuellen Hoffnungen weniger an ihre eigenen Perspektiven knüpfen als an Heilsbotschaften von aussen und der Schritt vom (Streng-)Gläubigen zum gefährlichen Mitläufer oder gar zum Fanatiker ist nicht all zu weit.
 
Das Problem ist ja nicht das Loch, sorei (grüss dich übrigens), sondern die gemeinsame Fixierung darauf von Menschen, die dies erfahrungsgemäss meist völlig übersteigert mit ihren Hoffnungen und Erwartungen verknüpfen. Es fehlt nur der 'richtige' Leithammel und schon wird aus einem an sich harmlosen Loch eine Zeitbombe.

ich stimme dir absolut zu. Wobei ich DIESE Gefahr fast in allen Bereichen des Glaubens sehe.

Und wir sind alle sehr gern gern bereit dem naechsten Leithammel zu folgen.
Gerade die, die sich sicher sind, es nicht zu tun, sind idR die, die besonders gefährdet sind.

Diese Hysterie soll vermutlich das innere "Loch" füllen, den Mangel an ausreichenden Identifikationsorten/strukturen oder Führungs-Strukturen.
 
Ach, ihr Ungläubigen :D

Bin gleich mal in den Garten
und habe neben zwei Madonnen in Baumlöchern
auch gleich noch 'nen verirrten Yeti und nen E.T. Klon gefunden...

Zwecks intensiverer Erscheinungen
hat mir allerdings das dope gefehlt...
Wer da aushelfen könnte, kann gerne mit....

Verratet's aber bitte bloß nicht weiter,
sonst ist bei uns die Gartenruhe völlig dahin ;)

PS.
Gestern ist mir John Lennon in Form einer Wolke erschienen...
Ich bin mir nur noch nicht ganz klar,
was er mir damit sagen wollte ;)
Peace...eventuell?

By the way
Grüß dich, Mc Kilroy :)
 
Zuletzt bearbeitet:
ich glaube, dass hier gerade etwas überreagiert wird. Nur weil ein Paar Hansele (schaut die Bilder an, es sind echt nicht viele)um einen Baum herumstehen ist doch der Weltfrieden nicht gefärdet. littleprof hat schon Angst dass es erneute Kreuzzüge geben könnte. Also wirklich, so schlimm ist das doch wirklich nicht.
 
littleprof hat schon Angst dass es erneute Kreuzzüge geben könnte. Also wirklich, so schlimm ist das doch wirklich nicht.

stimmt. Es ist eher schlimmer.
:tata:

weil so gut verpackt, dass es nicht mehr auffällt.

...unabhängig davon, darf man heute den heiligen John Lennon sehen, ohne gleich eine weisse Jacke anziehen zu müssen. Im Vergleich zu früher sind wir heute toleranter und nicht so schnell dabei mit den weißen Jacken. (gell, muesli :weg:)

Die Irrungen schienen früher einfacher zu erkennen als heute.
Dumm gelaufen.
(Irgendwann können wir es dann selbst nicht mehr auseinander halten... oder auch jetzt schon nicht mehr)
 
ich glaube, dass hier gerade etwas überreagiert wird. Nur weil ein Paar Hansele (schaut die Bilder an, es sind echt nicht viele)um einen Baum herumstehen ist doch der Weltfrieden nicht gefärdet.

Tja, vielleicht nicht der Weltfrieden.

Aber gib doch einfach mal:

Albino und Afrika

oder

Hexenverfolgung und Afrika

oder

Christenverfolgung

oder ....

bei google ein.


Die Betroffenen werden es nicht so locker sehen, wie du.

Falls sie dazu überhaupt noch in der Lage sind.


Die Summe der Getöteten, der Verstümmelten, der Gequälten, weil irgendwelche ihrem religiösen Wahn verfallen sind, ist erschreckend hoch.
 
Wer mit offenen Augen durch diese unsere Welt geht,
der kann die Heiligen überall entdecken,
auch am Hund des Nachbarn,
auf dem ich Jesus in aller Klarheit gesehen hab:



Konradin - hast du bei Ludo schon nachgeschaut?
 
Ich auch, ich auch, rofl :weg:
Jesus on unexpected places *bg*

Wie geil ist das pic denn, littleprof :D

You made my night :)
 
Ich auch, ich auch, ich kann ihn auch sehen .......... das heißt jetzt aber nicht das Jesus ein Ar....... ..., nein ich spreche es nicht aus, Schande über mich wegen solch ketzerischer Gedanken.
Au weia, jetzt muss ich bestimmt in den Hades. :hot: Obwohl, ich könnte dann ja mal einen Blick auf den Hintern vom Zerberus werfen ........ vielleicht sind ja alle Hundehintern göttlich anzusehen.
 
Naja, wenn du davon ausgehst, dass Gott auch die Hunde geschaffen hat, dann hat auch ein Hundehinterteil eine göttliche Note. ;) Auch wenn ich nichts von Religion im Sinne von menschliche geschaffenen Institutionen und toten Ritualen halte, so halte ich doch sehr viel von einem lebendigen (Herzens-) Glauben und würde mich hüten, diesen anderen Leuten abzusprechen oder mich darüber lustig zu machen, wie das in diesem Thread leider (wieder einmal mehr) geschieht - schade. Ich finde das Bild von lp auch lustig, aber irgendwo kommt dann für mich die Grenze, wo es nicht mehr witzig ist, sondern nur noch kindisch. Möglicherweise fehlt mir hier der Humor.

Ich glaube ganz klar an Gott, respektiere aber auch Animisten und Atheisten (die ja zumindest an das "Nichts" glauben). Wieso können solche Diskussionen nicht mit mehr Respekt und Achtung geführt werden? Sich darüber lustig zu machen empfinde ich als überheblich. Mehr habe ich zu diesem Thema nicht (mehr) zu sagen.

Gruss freefloating
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
...ich hab es spontan nicht so verstanden, dass dieses Bild etwas mit Glauben an sich zu tun hat, eher mit den Hysterikern die in jedem und allem etwas Sinnvolles bis hin zu Heiligem sehen wollen können....

Es ging also - für mein Verständnis - mehr um den Umgang mit Glauben als um das ernstzunehmende Thema an sich.

Und egal um was es geht, es gibt - finde ich - kein Thema, das über jedem Humor stehen darf.
Das fände ich im Gegenteil eher ein problematisches Zeichen.

Egal bei welchem Thema. ob Naturwissenschaften, Glaube oder etwas anderes, die Themen an sich sind immer wieder ernstzunehmen und zu respektieren, das heisst für mich aber nicht, dass ich jeden der damit zu tun hat, auch gleichermassen "respektiere" (über das Mass hinaus, in dem jeder "Ar***" Respekt verdient hat)

...mal sehen ob ich das nach nur einer Tasse Kaffee am Morgen irgendwie sinnvoll hingekriegt hab, als Antwort...
 

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