Schreck - negative gesundheitliche Auswirkungen geschlossen 

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mrJonnyJonnie

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456
mfg
mrJonnyJonnie

Danke für die sinnvollen Beiträge!

Ihr kennt sicherlich die Sprichwörter "mir ist das Herz in die Hose gerutscht", "mir ist fast das Herz stehen geblieben", "vor Schreck starr sein" und so weiter.
Klar ist, was Wikipedia zu dem Thema "Schreck" liefert. Jedoch aber nicht ob es sich nachweislich negativ auf den Körper auswirkt, wie es die Redensart behauptet, dass das Herz stehen bleiben würde.

Bisher konnte ich mit Google nur einen Zeitungsartikel ausfindig machen, indem gesagt wird, dass die alte Frau aus Schreck gestorben sei. Meiner Meinung nach, ohne eine große medizinische Grundbildung, ist diese durch einen konstant schnellen Herzschlag oder Blutdruck mit folgendem Herzflimmern und Herzstillastand.
Im Szenario durch einen Brand, aber nicht jedoch durch ein impulsartigen und plötzlich einfallenden Schreck, wie üblich.

Zusammenfassend also die Frage, kann einem wirklich das Herz durch einen Schreck, wie bspw. einen kurzen lauten Schrei, stehenbleiben, bis sogar der Notarzt gerufen werden muss?
Sind alte Leute besonders gefährdet?

Hallo liebe Community,
 
normalerweise stirbt man nicht ... würde ich mal behaupten.

Wenn jedoch andere Grunderkrankungen bestehen könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man daran ableben kann. Allein durch das Adrenalin kommt es zu einem raschen Blutdruck und herzfrequenz anstieg. Ich vermute Rechtsherzinssufizienz, Herzinfarkt sowie Rhythmusstörungen bis hin zu Kammerflimmern könnten als Todesursachen in Betracht kommen.

...eben die Nebenwirkung einer überdosierten Adrenalingabe
 
Uhh,

Adrenalin kommt jetzt ins Spiel. Damit habe ich noch nicht gerechnet!
Das ist ein auch ein gutes Argument.

mfg mrjonnyjonnie
 
Also wer schon mal ordentlich erschrocken ist der weiss auch wie sich das anfühlt.
Entweder ein derber Blödsinn, man erschrickt nichtsahnend, je nach gedanklicher Abwesenheit (Dunkelheit) umsomehr. Ich halte es durchaus für möglich spontan
durch einen Schreck zu sterben. Denn Schreck dürfte dann sowas sein wie ein Schockzustand. Alarmsignal ans Hirn, Herzschlag setzt aus........aus!
Wenn jemand anders zugegen ist, kann man den "Schock" sicher auch beeinflussen indem man den anderen aus dieser Situation rausholt, ggf. rütteln, schütteln, watschen.
Aber garantieren würd ich dafür nicht, es gibt auch Aussagen wo schon Leute
alle Haare verloren je nach Schock.
 
Hallo,
ich glaube schon,dass man sich so erschrecken kann,dass dies zum Herzstillstand führen könnte.Vielleicht nicht in unserem Alter,aber irgendwann,wenn die Pumpe etwas schwächer wird...
Im englischem Stafford wollten Arbeitskollegen ihrem Kumpel zum 50. Geburtstag etwas ganz besonderes bieten,also schmissen sie für ihn eine Party und engagierten sogar eine Nackttänzerin,die aus einer Torte herausspringen sollte.
Der Mann bekam den Schock seines Lebens,als er in der nackten Tänzerin aus der Torte seine Tochter erkannte.Das war zuviel für das Geburtstagskind,der Mann erlitt einen Herzanfall und viel tot um.
Quelle:Bob Fenster-Die Katze in der Mikrowelle

Soviel also dazu.:D

Gruß,jarvis.
 
Hallo zusammen,
ich würde es nicht speziell an alten Leuten festmachen, denn unter bestimmten Umständen kann jeder davon betroffen sein kann.
Und man kann daran ebenso sterben wie am Broken Heart Syndrom. Verantwortlich ist bei entsprechender Prädisposition bzw. in Abhängigkeit von den Umständen ein Überfluten des Metabolismus mit Adrenalin (auch Epinephrin genannt), das im Zusammenhang mit dem Fight-or-flight-Mechanismus (Kampf oder Flucht) ausgeschüttet wird und in entsprechend großen Mengen tödlich wirken kann, da es zu spontanem Herzversagen führt.

Quellen:
· Can a person be scared to death?: Scientific American
· Can you really be scared to death? - The Body Odd - msnbc.com
· Fight-or-flight ? Wikipedia
· Angststarre ? Wikipedia

· Broken-heart-Syndrom
· Thread zum BHS im FS-B


Liebe Grüße,
—CentCom
 
Zuerstmal Dank für die guten Links von CentCom.
Diese waren schon sehr lehrreich. U.a. deswegen, weil sie es verständlich medizinisch-biologisch erklären können.

Trotzdem bleibt es etwas ungeklärt in meinen Augen. Villeicht habe ich es auch falsch verstanden. Oder möchte es einfach nicht verstehen, weil ich eure Zeit rauben will:
Beim Fight-or-Flight Prinzip wird in einer Stresssituation viel Adrenalin ausgeschüttet wird. Da Hormone aber eine gewisse Zeit brauchen, um über die Blutbahn in die Organe gelangen, muss auch die Stresssituation eine gewisse Zeit andauern. Beispielweise eine Stresssituation, wie einem Angriff von einem schlecht gelaunten Raubkatze.

Meine Frage bleibt aber weiterhin offen, ob man durch ein einzige kurze überraschende Stresssituation, die im nächsten Augenblick sich wieder auflöst, sterben kann?
Ich beschreibe es sogar weniger Abstrakt für euch: Ich verstecke mich hinter der Tür; scheie laut auf wenn die zu erschreckende und unvorbereitete Person erscheint; just im nächsten Augenblick erkennt sie mich; ich lache

mfg mrjonnyjonnie
 
Nein Adrenalin und die ganzen anderen Hormone töten dich nicht auch kein "plötzliches" Herzversagen, das ist totaler unfug.

Du kannst theoretisch an einer überdosis adrenalin draufgehen, das liegt dann aber eher an der überanstrengung des herzens und das schaffst du nur mit medizinischer hilfe, also Epinephrin in Reinform, direkt i.V. .

Der "Fight or Flight" Reflex führt zu etwas ganz anderem ....

Beim schreck, wird Adrenalin ausgeschüttet, richtig.
Adrenalin erhöht den Herzschlag richtig.
aber das wichtige ist was ganz anderes,
durch das Adrenalin weiten sich die venösen Kapazitätsgefässe in den Gliedmaßen, fals man Blut zum rennen/kämpfen braucht.
Wenn nun dieses Blut nicht "verbraucht" und durch die Kontraktion der umgebenen Muskulatur wieder sofort richtugn Herzen katapultiert wird, sinkt das Herz-Zeit-Volumen unter eine kritische Grenze, das Herz Rythmus ist gestört und KANN EVTL. zu kurzzeitigem "Herzstillstand" führen. DAbei kann man durch den dadurchzusätzlich verstärkten Blutdruckabfall kollabieren und ohnmächtig werden.

Der Aufschlag auf den Boden oder evtl. auf eine Kante etc.ist dabei noch das gefährlichste.

Das Herz kann lediglich bei Herz schwachen Patienten (vornehmen Alte/Kranke) nur wesentlich schneller an seine Belastungsgrenze durch Adrenalin kommen und dadurch Schaden erleiden.

Ein Schlaganfall oder Herzanfall kann dadurch daraus resultieren das durch eine "extra" starke Pulsdruckwelle kleine Partikel von der Wand abgerissen werden und dann Gefäße verstopen, entweder im Hirn (Schlaganfall) oder in den Koronaren Herz Gefäßen (Herzanfall).


Edith wollte noch sagen:

Schonmal erschreckt?
Adrenalin flasht deinen Körper schneller als du "Ups" sagen kannst.
Einfacher test, nehme dir einen Schneeball, visiere einen Freund, der gerade nicht in dine Richtung schaut, an und rufe seinen Namen, in dem Moment wo er sich umdreht, wrfst du den Ball, selbst wenn er ihn nicht fängt wird sein Herz schon längst eine erhöhte Schlagfrequenz besitzen.
Und das liegt nicht daran weilsein Kopf dachte das sein Herz schneller schlagen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also, mein (Fach-)Wissen zu diesem Thema ist mit Sicherheit nicht elaboriert genug, um der Gefahr zu entgehen, mich jetzt auf argumentatives Glatteis zu begeben. Dennoch habe ich den von mir verlinkten Artikel des Interviews mit Martin Allen Samuels (MD), Prof. der Harvard Medical School und Chairman des Dept. of Neurology am Brigham and Women's Hospital in Boston, USA, folgendermaßen verstanden [Anm.: meine Übersetzung des entsprechenden Auszugs]:

Wie kann eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion zum Tod führen?

Das autonome (oder auch vegetative) Nervensystem nutzt das Hormon Adrenalin, einen Neurotransmitter oder chemischen Botenstoff, dazu, Signale in verschiedene Bereiche des Körpers zu senden um die Fight-or-flight-Reaktion auszulösen. Dieser Stoff ist in großen Mengen toxisch; er schädigt viscerale (innere) Organe wie zum Beispiel Herz, Lunge, Leber und Nieren. Es wird angenommen, dass fast alle plötzlichen Todesfälle (Sudden Deaths) auf Schädigungen des Herzens zurückzuführen sind. Es gibt fast kein anderes Organ, das so schnell versagen und zum plötzlichen Tod führen kann. Nierenversagen, Leberversagen – diese Dinge töten nicht plötzlich.


Was genau passiert im Herz, wenn es mit zu viel Adrenalin überschwemmt wird?

Adrenalin aus dem nervösen System dockt an Rezeptoren der kardialen Myozyten (Herzmuskelzellen) an. Dies führt zu einem Öffnen der Calzium-Kanäle in den Membranen dieser Zellen. Calcium-Ionen strömen in diese Herzzellen, was zur Kontraktion des Herzmuskels führt. Handelt es sich um einen massiven, überwältigenden Ansturm von Adrenalin, wird fortgesetzt Calcium in die Zellen ausgeschüttet und der Muskel kann sich einfach nicht (mehr) entspannen.

Es gibt dieses speziell angepasste System von Muskeln und Nervengewebe im Herz: den sinoatrialen Knoten (auch Sinusknoten oder SA-Knoten), den atrioventrikulären Knoten (Atrioventrikularknoten oder AV-Knoten) und die Purkinje-Fasern – sie steuern den Rhythmus des Herzens. Wird dieses System mit Adrenalin überfordert, kann das Herz in abnorme Rhythmen übergehen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind. Wird einer davon ausgelöst, fällt man tot um.
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@Mehlsack:
Wenn du sagst, dass man nicht am Adrenalin bzw. einer Überdosis dessen stirbt, dann hast du meiner Meinung nach Recht … und auch wieder nicht.
Es ist eine Frage des Standpunktes.

Genau genommen stirbt niemand am HI-Virus bzw. am daraus resultierenden Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS), da es sich hierbei – wie der Name schon sagt – um ein erworbenes Immunschwäche-Syndrom handelt; man stirbt z. B. infolge einer Lungenentzündung, der das geschwächte Immunsystem nichts mehr entgegenzusetzen hat. Gemäß deiner Aussage stürbe man auch nicht an einem Blitzschlag, sondern nur durch die physiologischen Auswirkungen von Hitzestrahlung und Elektrizität auf Gefäße und Organe bzw. das Nervensystem. Ebenso wäre dann auch ein Schlagenbiss nicht tödlich, oder das in den Körper injizierte Venom, sondern die z. B. daraus resultierende Muskel- bzw. Atemlähmung oder das Multi-Organversagen.

Es geht wohl landläufig eher darum, was (ursächlich) bzw. hierarchisch eher zum Tode geführt bzw. ihn ausgelöst hat. Und die Ausschüttung von Adrenalin ist IMHO dabei nicht zu vernachlässigen, führt sie doch als eine der ersten körperlichen Reaktionen dazu, dass andere Prozesse ausgelöst werden, an deren Ende der Exitus stehen kann.
Das ist so ähnlich wie mit der Frage, ob die von einem Menschen abgefeuerte Waffe tötet oder aber der Mensch, der eine Waffe abfeuert. Wodurch stirbt man? Durch den Menschen, der den Finger am Abzug gekrümmt hat? Durch die Umstände, die ihn dazu veranlasst haben zu schießen? Durch die Kugel, die, durch chemische Prozesse und physikalische Effekte bedingt, die Waffe verlässt und einer präzisen Flugbahn folgend in den Körper eindringt? Durch verletzte Organe oder die durchtrennte Arterie, die auf der Flugbahn der Kugel lagen? Durch das Herz-Kreislauf-System, das weiterhin Blut durch die verletzten Organe und Gefäße pumpt? Oder durch die Neurotransmitter und Botenstoffe, die auf diese Situation bzw. das Trauma so reagieren wie sie eben reagieren und Reize bzw. Reaktionen triggern oder inhibieren? … Man kann immer vom Allgemeinen weiter auf das Spezielle herunterbrechen. Dennoch würde es in so einem Fall wohl meist heißen: Tod infolge Schussverletzung. Ergo sehe ich derzeit, nach dem Ursprungsereignis (Freude, Angst, Schreck, ect.), Adrenalin bzw. dessen übermäßige Ausschüttung als todesursächlich an.

Aber wie gesagt, ich bin kein Experte, lasse mich also auch gern vom Gegenteil überzeugen.


Liebe Grüße,
—CentCom
 
Möchte dazu nur noch einen kleinen Gedanken sagen...Jeder, der sich schon mal so richtig erschrocken hat (im Volksmund sagt man auch "Ich bin zu Tode erschrocken")
erinnert sich an den Muskelschmerz im Körper/in der Brustgegend, d.h. die plötzliche und extreme Muskelkontraktion aller Muskeln im Körper kann auch das Herz (auch ein Muskel) aus dem Rhytmus/Frequenz bringen und auch dies kann im ungünstigen Fall oder wenn die Anlage dazu besteht, zum Tode führen.
LG Anch
 
Ich heuchle mal Interesse an dem Thread vor und melde mich mal zurück. Das nur damit ihr nicht denkt dass ich schon Tod bin.


Es hat mir was gefallen, was fast schon philosophisch ist. Ich versuche es mal mit keinem Komplettzitat um unsere geliebten Mods zu schonen.
Das ist so ähnlich wie mit der Frage, ob die von einem Menschen abgefeuerte Waffe tötet oder aber der Mensch, der eine Waffe abfeuert. Wodurch stirbt man? Durch den Menschen, der den Finger am Abzug gekrümmt hat? Durch die Umstände, die ihn dazu veranlasst haben zu schießen? Durch die Kugel, die, durch chemische Prozesse und physikalische Effekte bedingt, die Waffe verlässt und einer präzisen Flugbahn folgend in den Körper eindringt? Durch verletzte Organe oder die durchtrennte Arterie, die auf der Flugbahn der Kugel lagen? Durch das Herz-Kreislauf-System, das weiterhin Blut durch die verletzten Organe und Gefäße pumpt? Oder durch die Neurotransmitter und Botenstoffe, die auf diese Situation bzw. das Trauma so reagieren wie sie eben reagieren und Reize bzw. Reaktionen triggern oder inhibieren? … Man kann immer vom Allgemeinen weiter auf das Spezielle herunterbrechen. Dennoch würde es in so einem Fall wohl meist heißen: Tod infolge Schussverletzung. Ergo sehe ich derzeit, nach dem Ursprungsereignis (Freude, Angst, Schreck, ect.), Adrenalin bzw. dessen übermäßige Ausschüttung als todesursächlich an.


Sehr süß. Ich habs gleichmal in mein Tagebuch niedergeschrieben.

Ums Abzuschließen, handelt es sich wohl bei einem solchen "Sudden Death" um einen Adrenalinschock, der sehr überstürzt Auftritt und vom Körper nicht verarbeitet werden kann. Es resultiert ein veränderter Herzrythmus, durch eine Blutwelle in das Herz, und sogar Verkrampfungen der Muskeln, wenn ich das richtig herauslese.

Meiner Meinung nach ist das Thema durchbehandelt, sofern kein Wissenschaftler und Medizinmänner mehr etwas zu sagen hat.

mfg mrjonnyjonnie
 
Das Präfix umzustellen hätte Dich auch nicht so erschrocken das Du tot umgefallen wärst ;)

~~und zu~~

MfG
ToKu
 
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