Mc Kilroy #10 schrieb:
Wenn eine Firma immerhin von sich aus einen Mindestlohn von 7,01 Euro zahlt, dann sind die die Ausbeuter schlechthin.
Aber es wird halt gerne über ein paar erfolgreiche Firmen hergezogen.
Einfach mal googlen, wie die Verdienste im Einzelhandel, bei FrisörInnen usw. oder auch in anderen Bereichen aussieht.
Ad 1
Nix da, "von sich aus" ....
Bundesregierung | Ab Januar 2012 Mindestlohn in der Zeitarbeit
Das ist der gesetzliche vorgeschriebene Mindestlohn für diese Branche im Osten...
Von wegen "freiwillig"
Wobei dieser Lohn für Vorarbeiter ebenso gilt wie für Anzulernende...
Und aus "Zeitarbeitsverträgen" besteht, welche eben auch "Garantien" zur späteren Altersarmut beinhalten...
Menno
Ad 2
Hm,
mit Mindestlöhnen und indirekten Subventionen aus "fremd finanzierten Töpfen" ist es vermutlich leichter, "erfolgreich" zu sein.
Nebenbei

Das Verhältnis Werbeetat zu Arbeitskosten/Stückkosten lässt tiefer blicken, als manche es hier wahr haben wollen.
Aber auch das steht auf einem anderen Blatt.
Ich z.B. kaufe fast nichts, was intensiv beworben wird

Bin ich doch nicht bereit, über den Kaufpreis nicht noch exorbitante, unverhältnismäßige Werbekosten solch einer Firma mit zu bezahlen...
Ad 3
Hm,
den Mindestlohn in der Zeitarbeit mit Löhnen in anderen Branchen zu vergleichen,
heißt doch wohl Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Über eine gerechte, adäquate Entlohnung in diesen tariflich anderen Bereichen kann man sich aber gerne auch unterhalten...
Bestenfalls in einem anderen thread.
Wobei der Rückschluss, dass woanders - selbst in Ausbildungsberufen -
noch weniger verdient wird, wohl kaum ein nachvollziehbarer Grund sein kann, in anderen Bereichen nur minimalisierte Löhne zu zahlen.
Wenn es wenigstens um sozial besser abgesicherte Angestelltenverträge ginge...
Aber die wären ja teurer
Mc Kilroy #12 schrieb:
Der Arbeiter bei Zalando verdient bei einer normalen Arbeitszeit immerhin so viel, dass er davon leben kann und kein Hartz 4 in Anspruch nehmen muss.
Hm,
mit diesem Credo neo-liberaler "Wirtschaftsprüche", ähm "Wirtschaftsweisheiten" reihst du dich ja nahtlos in die "Stammtischparolen" der rechts-konservativen CDU/CSU/FDP bzw. der Sarrazin Claqueure ein.
Wie man bei einer 40 Std. Woche, Akkordvorgaben, unbezahlter Fahrtkostenpauschale und - zeit selbst als Alleinstehender davon "leben" kann,
ist bestimmt nicht unstrittig. (sieh AgbII-Vorgaben und warum diese so haargenau passen

)
Wenn man allerdings Sarrazin & Co hinzuzieht,
mögen solche Milchmädchenrechnungen allerdings vllt. ja sogar aufgehen.
Mc Kilroy #12 schrieb:
Das es schön wäre, wenn jeder, der arbeitet, mehr als 7,01 Euro bekommen würde, braucht nicht diskutiert zu werden.
Nur einen Mindestlohn von 7,01 Euro so bei einer Firma anzuprangern, während in vielen Bereichen deutlich weniger gezahlt wird, ist einfach kontraproduktiv.
Schön,
dann könnten wir ja hier aufhören, darüber zu diskutieren
und ganz nebenbei demnächst auch Gewerkschaften auflösen bzw. die Christliche Gewerkschaft CDU/CSU naher Kreise zur Pflichtgewerkschaft (im Osten und auch anderswo) machen.
Halbherziges Bedauern darüber, dass höhere Löhne zwar wünschenswert, aber einfach nicht machbar (bzw. alternativlos) sind,
haben sich auch schon Andere "Selbstständige" anhören müssen...
Wenn das dann allerdings z.B. Ärzte mit einem Durchschnittseinkommen von jährlich 180.000€ bedauern, dass ihr "Lohn"-Zuwachs lediglich 1% beträgt, kann ich das ja eventuell aus deren Sicht auch noch nachvollziehen, ohne mir allerdings Sorgen darüber machen zu müssen, dass diese Leute damit heute, aber auch im Alter nicht "richtig" leben können.
Man könnte allerdings im Vergleich auch die "selbstständigen Subunternehmer" von Paketdiensten als Vergleich hinzuziehen,
die mit einem durchschnittliche Stundenlohn von teils weniger als 1,50€ "leben" sollen...
Auch, weil diese Löhne in direkten Bezug zum Threadthema stehen.
Allerdings darauf sollte man vllt. auch später noch einmal zurückkommen.
Denn ...Jep,
alles ist eben relativ, wie Einstein schon bemerkte...
Andere Zitate dieses Exil-Schweizers verkneife ich mir hier lieber
so far
PS.
Die "Vergleiche", bzw. konstruierten Rückschlüsse,
sowohl mit unbelegten Behauptungen bzw. Mutmaßungen nur Scheinbar zu "belegen",
halte ich im übrigen, bezogen auf den vorherigen Beitrag, schlicht für unseriös...
Man könnte es aber auch mit anderen Adjektiven belegen...