jensfrobisch schrieb:
Ihr gehört wohl alle der Generation um die 60 an, die sich in ein paar Jahren mit 2000 Euro zur Ruhe setzen... und wenn dann noch ein Häuschen dazu kommt, ist ja auch nicht schlecht. Wer selber gut versorgt ist hat auch leicht reden.
selbst in der durchaus, hm, sagen wir mal, selbst-sicheren Art und Weise hab ich manchmal fast den Eindruck es wirkt ein wenig verzweifelt, was Du schreibst.
Wobei ich fast sicher bin, dass Du selbst diesen Eindruck kaum bestätigen wirst.
Siehst Du hier also jetzt alle Leute online sein, die wie deine Eltern sind und denen Du mithin grollst?
Es wirkt immer wieder, als stecke wirklich großer emotionaler Druck hinter dem, was Du sagst. Leider färbt der Druck auch deine Ein-drücke, deine Wahrnehmung. Ich bezweifle nicht, dass es Leute gibt, die Deine meinung teilen.
Das macht sie nicht zwangsläufig richtig. (Stimmt, auch nicht "falsch")
Ich bin aber sicher, dass es zu dieser Meinung gekommen ist, hat eine Geschichte, und um diese beneide ich Dich nicht.
Es gibt nichtmal eine moralische Verpflichtung, seine Nachkommenschaft zu lieben, geschweige, ihr etwas zu vererben.
Unabhängig davon kann man sich von Eltern oder Vorfahren - bildlich - in verschiedenster Hinsicht im Regen stehengelassen fühlen.
Ich finde es bemerkenswert, dass es dann von Eltern-Kind Beziehung auf Solidargemeinschaft kommt, es interessiert mich dabei jetzt mal nicht, ob und inwiefern der Vergleich sachlich oder wie auch immer angemessen ist oder auch nicht.
Es gibt kaum eine engere Bindung als die Eltern-Kind-Bindung, im guten wie im schlechten.
Die Inhalte, die Bindung, die in beiden Bildern impliziert sind, und eben deren Unterschiedlichkeit erinnern mich -auch das hinkt - an frühere Ehen, die eben nicht aus Liebe geschlossen wurden, sondern als Versorgungsgemeinschaft, und die Frau konnte froh sein, wenn sie wenigstens nicht mißhandelt oder sonstwie mißachtet wurde.
Und wenn dann im erwachsenen Kind nicht die Fähigkeit vorhanden ist, für sich selbst zu sorgen, oder eine große Angst, das nicht zu können, bzw nicht die Fähigkeit zu haben damit umzugehen, sich anzupassen, nicht genug Rückhalt da ist, dann, denke ich, sind da schon einige Dinge sub-optimal gelaufen.
Auch von Eltern-Seite her.
Wenn ich den Austausch so lese, geht es nicth so um die Frage, sondern mehr um eine Aussage, die du dir offenbar erhofft hast als Unterstützung zu bekommen, als bestätigung deiner Meinung.
Weder sind hier alle um die 60 noch geht es hier allen auch nur entfernt gut.
Auch haben hier im Forum nicht "die meisten" ("Ihr gehört ja wohl alle...") eine Immobilie - oder etwas vergleichbares - zu erwarten.
Aber das sollte eigenntlich klar sein....
edit/
@Pueblo, ich habe meine letzten Sätze noch ein wenig angepaßt.