Sind Rootkits und Trojaner eine reale Bedrohung? Frage 

Surfy

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... oder nur die mediengerechte Panik der unverbesserlichen Voll*******, die die Grundlagen einfach nicht begreifen wollen.

Ich möchte die Spezis von euch mal kurz zum Brainstorming bitten :eek:

Wie kann man sich konkret ein Rootkit oder Trojaner einfangen? Als eingeschränkter Benutzer unter XP ist das Installieren von Treibern & Software normalerweise nicht möglich (wenn man die normalen Richtlinien beibelassen hat). Das Einfallstor, das nicht von einer Firewall gecheckt wird, ist Port 80-83. Damit kämen höchstens noch exploits von Browser und dessen Plugins in Frage, wie z.B. beim drive by download. Was meint ihr dazu? Kann sich eine Malware gleichzeitig die Rechte zum Ausführen und Installieren aneignen?

Bevor ihr loslegt, bitte keine noob Tipps wie regelmäßige Updates von AV, Win oder andere Schutzmöglichkeiten :gelb:
 
Hallo :)

Bitte entschuldige tausendmal, dass ich mich als Neuling hier zu Wort melde. Ich weiß nicht, ob ich deinen Vorstellungen von einem "Spezi" gerecht werde. Obwohl ich nicht die Absicht habe, einen "noob Tipp wie regelmäßige Updates" usw. zu geben, kann ich nicht ganz ausschließen, dass du trotzdem einen "noob" in mir siehst.

Mir ist vor ein paar Monaten das System zusammengebrochen. Vermutlich ein Virus, Trojaner oder sonst etwas. Konnte es nicht überprüfen, denn nichts ging mehr. Mit Knoppix habe ich meine Daten gerettet und dann System neu aufgesetzt. Damit habe ich, ohne die ganzen Updates zu installieren, mal schnell meine Mails gecheckt und zwei Dateien runtergeladen. Ich wollte bei der Gelegenheit auf Win7 umstellen und habe mir deshalb all das gespart.

Nach wenigen Stunden hatte ich sie im System, die Viren und Trojaner. Dabei bin ich nicht gesurft, außer auf rapidshare und zu meinem Maildienstanbieter. Ansonsten war ich einfach nur online.

Die Dinger sind so rafiniert und offensichtlich überall zugegen, dass ich der Meinung bin: Ja, sie sind eine reale Bedrohung!

Gruß
Obel
 
Es bleibt immer die Frage zu klären: lohnt der Aufwand? Also sicher ist auf jeden Fall das Firmen oder andere interessante Großnetzwerke mit statischen IP Adressen, eher Ziel werden, als der "kleine Internetuser" mit seiner ständig wechselnden IP. Diese wäre aber kein Problem, denn die Trojaner schicken direkt ne Mail weg sobald du eine neue kriegst ;) Wie gesagt alles eine Frage des Aufwandes...

Und glaub mir wenn es jemand wirklich auf dich abgesehen hat, dann bist du auch fällig. Aber die Mühe macht sich einfach keiner mehr, solang es keine wirklich relevanten Daten auf dem PC gibt, oder dir persönlich jemand schaden will. In diesen Fällen bekommste ganz spezielle Dinger die von keiner Software erkannt werden. Diese "Allerweltstrojaner", die hier und da mal auf ner billigen Crack Seite zu finden sind, werden ja heutzutage direkt gefunden, oder scheitern schon an der Routerfirewall.

Also klar eine Bedrohung kann man nie vollständig ausschließen (deswegen Vorsorgen;)), aber die Wahrscheinlichkeit ist verschwindend gering das gerade du ein Opfer sein wirst. Mit nem guten Virenscanner und gesundem Menschenverstand, kann man sich schon so einiges erleichtern ;)

lg Atomius
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Möglichkeit ist spätestens dann gegeben, wenn du irgendein Programm installierst, dazu brauchst du dann nämlich die Adminrechte. Ansonsten ist es schon hilfreich, auf diese Rechte zu verzichten, genauso wie auf Standard-Software.

Im Übrigen gabs ja mal diesen Test, ich weiß nur nicht mehr wer den durchgeführt hat: Ein Standardmäßig installiertes frisches XP ohne Servicepacks auf den Rechner und ihn dann ans Netz gehängt. Weiter nix. Der erste Virus war nach knapp 10 Minuten drauf. Möglicherweise dauert das bei einer IP für private Normalo-User etwas länger, aber sicher auch nicht ewig.
 
Im Übrigen gabs ja mal diesen Test, ich weiß nur nicht mehr wer den durchgeführt hat: Ein Standardmäßig installiertes frisches XP ohne Servicepacks auf den Rechner und ihn dann ans Netz gehängt. Weiter nix. Der erste Virus war nach knapp 10 Minuten drauf.

Jo, ich beziehe mich quasi auf diesen Test, sowie auf ähnlich lautende Aussagen, von denen man immer wieder hört und liest. Ich habe jedoch bislang nicht in Erfahrung bringen können, ob diese Tests mit Adminrechten oder als User durchgeführt wurden. Kennt jemand vielleicht einen Artikel, der darüber Aufschluss gibt?

Ansonsten müsste ich einfach mal meinen Zweitrechner so präparieren, dass er sich was einfangen kann :cool:

Ich möchte noch kurz den Grund nachschieben, warum ich so blöd frage. Ich habe vor kurzem einen Artikel (com! 01-10) gelesen, wonach das Onlinebanking immer mehr aufs Korn genommen wird und lediglich HBCI und chipTAN sichere Verfahren sind; die Banken unterstützen diese zwar Verfahren nicht (bis auf die Spaßkasse) aber weisen im Zweifel jede Schuld von sich.
 
Da Windows bei der Standardinstallation ja normalerweise nur einen Benutzer einrichtet, sowie diesen mit Admin-Rechten ausstattet, gehe ich mal davon aus dass es sich um dieses Konto handelte. Die meisten Viren können ja doch nicht viel anfangen mit Benutzerrechten.
Dass Onlinebanking ein Ziel ist, ist ja logisch. Immerhin gehts da ziemlich direkt ums Geld.
 
Surfy schrieb:
Wie kann man sich konkret ein Rootkit oder Trojaner einfangen?
Meistens ist ein Rootkit ein Anhängsel einer Schadsoftware, ebenso ein Trojaner. Beide haben zum Ziel, Dateien zu verstecken bzw. für den Benutzer unentdeckt zu agieren.
Als eingeschränkter Benutzer unter XP ist das Installieren von Treibern & Software normalerweise nicht möglich (wenn man die normalen Richtlinien beibelassen hat).
Ja, und somit sind auch 99.9& aller Malware machtlos gegen ein eingeschränktes Benutzerprofil. Eine andere Sache ist es, wenn eine Sicherheitslücke genutzt wird, dann hilft auch ein eingeschränktes Konto nichts. Sicherheitslücken können sowohl in Programmen als auch im OS auftreten. Eine Malware kann so auch im eingeschränktem Konto volle Rechte erlangen.
Das Einfallstor, das nicht von einer Firewall gecheckt wird, ist Port 80-83. Damit kämen höchstens noch exploits von Browser und dessen Plugins in Frage, wie z.B. beim drive by download. Was meint ihr dazu?
Wenn der Browser aktuell ist und auch kein Plugin eine offene Sicherheitslücke aufweist, ist es unter einem eingeschränkten Konto auch realtiv schwer für Malware, zur unbeschränkten Ausführung zu kommen. Des Weiteren haben viele AVs heute speziell auf den Browser und somit Port 80 ausgerichtete Schutzmechanismen.
Kann sich eine Malware gleichzeitig die Rechte zum Ausführen und Installieren aneignen?
Ja, wenn wie oben erwähnt eine aktive Sicherheitslücke ausgenutzt wird (auch im eingeschränkten Konto!).
Im Admin-Konto hat sie diese sowieso.

Mfg
 
Ineedhelp!2nd, du siehst es also auch so, wie ich es schon vermutet habe - jetzt fehlt mir noch das Verständnis, wie die exploits das anstellen, dass sie aus einem Prozess mit eingeschränkten Rechten ausbrechen und auf Win's HAL oder Kernelebene zugreifen. Wahrscheinlich mit einem mehrstufigen Angriff, der das Loch, das das exploit geboten hat noch weiter öffnet. Aber das geht zu tief...

Ich danke euch jedenfalls für eure Unterstützung :bing:
 
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