So ist das wirklich mit dem Wetter

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

clown80

Registered +
Registriert
Nov. 2008
Beiträge
178
Hallo,

die Wetterlügen:

• Lüge 1: Wir können jetzt schon sagen, wie der Sommer wird!

WAHRHEIT: Viele lustige Langzeit-Vorhersagen aus der Scharlatanerie-Abteilung der Meteorologie erfreuen uns mit Nachrichten, wie der Sommer werden soll. Schade: Die Langzeitprognose gibt’s noch nicht. Sinnvoll und seriös ist eine Vorhersage bis zwei Wochen, als Trend bis zu einem Monat. Dann ist Feierabend.

Hier wird viel geforscht, aber es wird noch lange dauern, bis wir – schon im Mai – sagen können, ob in diesem Jahr der Urlaub besser in den Juli oder August gelegt oder eher im Norden oder Süden am besten gesonnt wird.

• Lüge 2: Bauernregeln sagen sicher das Wetter voraus.

WAHRHEIT: Die gregorianische Kalenderreform im Jahr 1582 hat zwar die Zeit um 10 Tage verschoben, nicht aber manche Bauernregel. So finden Eisheilige und Siebenschläfer eigentlich später statt als gedacht.

Kein Wunder, dass Muttis Geranien noch nicht sicher sind, wenn sie am 16. Mai vom Balkon hängen: Die Kalte Sophie kommt erst um den 25. Mai herum!


• Lüge 3: Morgen, am Siebenschläfer-Tag, entscheidet sich, wie der Sommer wird!

WAHRHEIT: Das Wetter von morgen, dem Siebenschläfer-Tag (Aberglaube: So wie das Wetter am 27. Juni ist, bleibt es 7 Wochen), ist egal. Das entscheidet gar nichts. Schuld ist auch hier die Kalenderreform von 1582.

Die richtige Regel lautet: Wenn in der ersten Juliwoche die Mutter aller Sommerhochs kommt, dann bleibt es mit 60 bis 70 Prozent Sicherheit auch den ganzen Juli über – wie im WM-Sommer 2006. Und wenn das Sommerhoch nicht kommt, dann eben eher so, là, là. Wie 2008 – und wahrscheinlich auch 2009.

Die kommenden Tage sehen auf dem Satellitenbild aus wie Streuselkuchen: täglich quellende Popcorn-Gewitter. Es erwischt nie alle, aber wo es zuschlägt, dort mit dem für Ostgewitter typischen Schmackes: örtlich Hagel, Sturmböen, volle Keller – nicht ideal für die Siebenschläfer-Regel …

• Lüge 4: Der 100-jährige Kalender ist immer noch zuverlässig.

WAHRHEIT: Der Zisterzienser-Abt Mauritius Knauer hat im Mittelalter in einem fränkischen Kloster sieben Jahre lang das Wetter beobachtet. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Ein Geschäftemacher behauptet seither, dass sich das Wetter alle sieben Jahre wiederholt – das wird bis heute als „100-jähriger Kalender“ verkauft, gültig für ganz Mitteleuropa.

• Lüge 5: Der Mond beeinflusst unser Wetter.

WAHRHEIT: Der Mond macht zwar Ebbe und Flut, aber auf das Wetter hat er keinen Einfluss. Der Mond sieht auf der ganzen Welt am selben Tag gleich aus. Wenn bei Vollmond angeblich Wetterwechsel sein soll, bin ich schon sehr gespannt, wie das dann auf der ganzen Welt gleichzeitig funktioniert.

• Lüge 6: Die Bio-Wetter-Vorhersage hilft wetterfühligen Menschen.

WAHRHEIT: Es gibt natürlich Menschen, die auf Wetter empfindlich reagieren. Das ist für den Föhnwind wissenschaftlich belegt. Alles andere nicht.

Nur wenige Menschen sind in Wahrheit wetterempfindlich und leider kommt bei dem einen das Kopfweh mit der Kaltfront und bei anderen mit der Warmfront. Jeder reagiert anders. Da muss noch viel geforscht werden!

Übrigens: An Biowetter glaubt außer uns Deutschen niemand auf der Welt und es ist gefährlich: Wer liest, dass er wegen des Wetters Rheuma kriegen sollte, spürt es auch.

• Lüge 7: Bäche und Flüsse sind Wetterscheiden.

WAHRHEIT: Dem Wetter sind die Elbe, der Rhein, Weser und Werra ganz egal. Der Zug der Wolken wird in gut drei Kilometern Höhe entschieden, durch Mittelgebirge und Alpen beeinflusst.

Das Wetter hat kein Auge, das sich um Wasserläufe kümmern kann.

Quelle: bild.de

JETZT WISSEN WIR BESCHEID, wie danken Jörg Kachelmann.
 
Toller Thread - einfach mal aus bild.de ne Komplettkopie und dann schnell mal einen Satz ohne Sinn darunter gerotzt! :(


Was soll daran neu sein? Ist alles längst bekannt und ein erfahrener Landwirt kann dir das Wetter mindestens genau so gut vorhersagen, wie solche Bauernregeln.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben Unten