Soll man bei einem Gewitter alles ausstecken geschlossen 

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krümel

oder genügt es nur die Sicherung herauszudrehen und die Geräte aber in der Steckdose lassen?

Ich bin mir da ziemlich unsicher und es ist bei dem derzeitigen Wetter ziemlich nervig.

Wer kennt sich da aus?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Krümel!
Am Sichersten ist es bestimmt alles auszustecken. :D
Ich hab aber für meinen PC eine Steckerleiste wo ich garantiert bekomme daß bei einem Blitzschlag alles ersetzt wird falls was draufgeht. Das Teil hat mich aber auch 79 Euronen gekostet. Gott sei Dank mußte ich die Garantie noch nicht in Anspruch nehmen.
Gekauft habe ich sie mir deshalb,weil 1990 in mein Elternhaus der Blitz reinfuhr und vom Zählerkasten bis zu den elektrischen Geräten alles zerstört hat. :mad:
Ich denke daß bei einem direkten Blitzschlag das herausdrehen der Sicherung zu wenig sein wird.
Aber wozu hab ich eine Haushaltsversicherung auf Neuwertbasis? :D

LG
knitspacer
 
Kleiner Tipp am Rand ....
nicht nur an die 230V Stromleitung denken, und diese Quelle absichern.
Die meisten Ü-Schäden, die ich in der Vergangenheit gesehen habe kamen über:

- Telefonleitung -

weiterhin noch zu beachten sind:
  • DSL
  • Kabel-TV
  • SAT / Schüssel
hier muss auch ein geeigneter Schutz vorgeschaltet werden!
oder
es kommt :ätsch: und :eek: und dann :dreck:
mfg
Dr.Tod
 
Den billigen Überstannungsschutzdosen würde ich nicht über den Weg trauen, man sollte besser gleich zu einer von Belkin greifen, da weiß man, was man hat.

Gruß Konradin
 
Fernseher:

Stecker ziehen und Antenne raus!
Sicherungsautomaten abschalten reicht nicht aus, da gerade der Neutralleiter (blau) als auch der PE-Leiter (grün-gelb) weiterhin über den Blitzableiter direkten Kontakt zum Fernseher haben.

Vom Abschalten per Steckerleiste rate ich ab, da hier oft nur die Phase, also die Stromführende Leitung abgeschalten wird und Nullleiter als auch PE weiterhin direkten Kontakt zum Blitzableiter hätten. Selbst, wenn mittels Schalt-Steckerleiste der Neutralleiter und die Phase getrennt würden, so besteht immer noch garantiert über den PE-Leiter ein Potentialausgleich, und somit eine direkte Verbindung zum Blitzableiter. Nun heißt dass ding zwar Blitzableiter, nur sind viele Blitzableiter nicht korrekt installiert, sprich nicht vorschriftsmäßig tief genug nach DIN 57 185 Teil 1 in der Erde drin.

Somit gilt prinzipiell, wer auf Nummer sicher gehen will, Stecker raus und möglichst weit von der Steckdose weglegen.
 
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hilde555 schrieb:
Das kann man dann ja fast schon täglich machen. :D

Lach! Ja sollte man!

Aber ehrlich gesagt ist die Wahrscheinlichkeit so gering, dass ich selbst es nicht einmal mache und diese Überspannungsschutz-Steckdosen sind bei einem Blitz im KV Bereich eh nur sinnloses Kinderspielzeug. Sorry, dass ich das so sagen muss, wo einige doch soviel Kohle dafür ausgeben haben! Aber dafür zahlt dann wenigstens die Versicherung im Schadensfall bzw. kann keinen Grund finden, die Zahlung wegen diesem fehlendem Spielzeug zu verweigern.
 
Ich denke mal, mit guten Sicherungen und einem guten FI kann man selbst bei einem direkten EInschlag noch viel retten ;)
 
Imho helfen bei einem direkten Einschlag und der daraus resultierenden Überspannung im Stromnetz auch keine Sicherungen mehr, da diese nicht schnell genug reagieren können und so mit kaum Chancen haben die Überspannung rechtzeitig abzufangen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es gibt keinen 100% Schutzvorrichtung bei eingesteckten el. Geräten.
Sei es Blitzschutzvorrichtung in der Haupt-/Unterverteilung oder Überspannungsschutz-Steckdosen.
Wenn der Blitz will, springt der locker mal 20cm Abstand, deswegen wie oben schon gesagt.

- Antenne raus
- Telefon raus
- Strom raus

Ja, eine gescheit abgesicherte Hausrat wird es wohl bezahlen.
 
:löl: Elektrizität, das unbekannte Wesen :löl:

Nach diesem Streifzug durch diese Legenden und Mythen traut man sich ja kaum mehr was einzuschalten. :weg:

Krümel, natürlich ist alles austecken der sicherste Schutz, keine Frage. Ist nur etwas schwierig, wenn man gerade bei der Arbeit ist und den Chef jedesmal um Verständnis bitten muss.

Unterscheiden muss man Blitzeinschlag und Überspannung. Beim ersteren ist es ohnehin Jacke wie Hose, ob irgendwas eingesteckt ist oder nicht - hinüber ist es sowiso. Der Blitz selbst muss dabei auch nicht direkt von oben nach unten gehen, die Mistdinger springen auch, wie sie wollen - mal in eine Leitung rein und nach ein paar Metern wieder raus, durch ein Gerät durch usw. Aber das kommt zum Glück äußerst selten vor.

Die Überspannung ist das eigentliche Problem. Überspannungsfilter für 3 Mark 50 sind Müll. Diese haben bestenfalls eine Ansprechzeit im Milli- bis Mikrosekundenbereich. Die Spannungsspitze rauscht da durch, bevor es das Teil überhaupt bemerkt hat. Die teureren Filter ca. 70-100 € haben Reaktionzeiten im Nanosekundenbereich - Teile von APC und Belkin sind hier eine gute Wahl.

Für Sat, Antennen- und Telefonleitungen ist das alles weniger tragisch. Gerade Antennen und Sat-Schüsseln sind geerdet und dadurch auch die Leitungen und der Receiver; durch die Leitung besteht keine Gefahr.Es reicht auch völlig aus, die Geräte auszuschalten (Hauptschalter) - man muss nicht gleich alle Leitungen kappen.

Sollte einmal der worst case da sein, und ein Gerät ist hinüber, könnt ihr etwas aufatmen wenn zu der Hausratversicherung zusätzlich Überspannungsschäden mitversichert sind - Blitzschlag ist Standard. Allerdings bekommt man da nur den Zeitwert eines Gerätes ersetzt. Also mit einer toten alten Krücke ein ultramodernes Teil für umsonst abstauben is nich. Das gibts nur bei Blitzschlag aber wie gesagt, das ist was anderes.

Du kannst jetzt also bei jedem Gewitter entweder in Panik verfallen, oder dir angewöhnen, unbenutzte Geräte am Hauptschalter auszuschalten, das spart auch Stromkosten. Achtung, PCs & Co sind weiterhin am Netz, auch wenn sie nicht laufen - Hier ist so eine abschaltbare Steckerleiste unabdingbar.

@mele1
FIs sind eine ganz andere Baustelle ;)
 
Surfy schrieb:
:löl: Die teureren Filter ca. 70-100 € haben Reaktionzeiten im Nanosekundenbereich - Teile von APC und Belkin sind hier eine gute Wahl.

Ein Blitz hat einen Spannungsstoß von mehreren 10 Millionen Volt! Selbst wenn die Überspannungsschutzsteckdose 5 Minuten vor Blitzschlag abschalten würde, würde die Spannung da quasi ungehindert durchrauschen. Bedenke bitte mal, wie lang der Weg von der Wolke, in welcher der Blitz entsteht, bis zur Erde ist? Da sich der Blitz zum entladen immer den kürzesten Weg zur Erde sucht, hilft, wenn überhaupt nur ein guter Potentialausgleich mit hervorragender Erdung. Am Hauptpotential im Keller, sollte daher beachtet werden, dass der Querschnitt der am Potential angeschlossenen Leitungen so stark, wie nur irgend möglich ist. Auch sollte der Blitzableiter an dieser Hauptpotentialschiene einen möglichst geringen Abstand haben. Da Leitungen mit hohem Querschnitt teuer sind, wird oft nur ein vermeintlich notwendiger Leitungsquerschnitt zum Verbinden der Wasserleitungen, Blitzableiter und sonstige metallischen Leitungen (Rohre) installiert. Allerdings wird all zu oft nicht der Leitungswiderstand (R = L / ( kappa * A ) ) berücksichtigt. Dies bedeutet, dass mit Längenzunahme einer Leitung dann auch wiederum der Querschnitt der Verbindungsleitungen hin zum Hauptpotential proportional erhöht werden müsste. Einen total schlechten Potential ausgleich kann man auch selbst schnell mal feststellen. Haltet einfach mal einen einfachen Spannungsprüfer (so ein Billigding mit Schraubendreher / zieher Funktion) an den Schutzkontakt eurer Steckdose oder an das blanke Wasserrohr. Wenn dann die Lampe nur minimal aufleuchtet, ist ein Potentialausgleich quasi nicht gegeben. Das hätte nicht nur bei Blitzeinschlag katastrophale Folgen, sondern vielmehr besteht dann auch, falls vorhanden, ein Problem mit dem Fehlerstromschutzschalter (FI-Schutzschalter) Dieser hat die Aufgabe, den zufließenden Strom (Phase - schwarze oder braune Ader) bei Anschluss eines Verbrauchers mit dem abfließenden Strom (Neutralleiter - blaue Ader) zu überwachen. Da der abfließende den zufließendem Strom immer gleich sein muss, schaltet der FI-Schlater somit auch bei einwandfreier Funktion den Stromfluss ab, wenn in etwa der Fön in die Badewanne mit Wasser fällt. Genau in diesem Moment fließt Strom über die Badewanne ab und wird mittels einem Potential unten an der Wanne durch den FI festgestellt.


Surfy schrieb:
Hier ist so eine abschaltbare Steckerleiste unabdingbar.

Wie schon mitgeteilt nützt ein Abschalten per Steckerleiste nichts, da über den Schutzkontakt trotzdem immer noch eine elektrische Verbindung zur Verteilung bestehen bleibt!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
meinem nachbar ist etwas ganz blödes passiert:

auf ihrem grundstück sind 2 häuser gebaut die familie und die großeltern

bei den großeltern hat der blitz eingeschlagen...durch die telefonleitung ist der blitz zum neuem haus gekommen und hat 2 pc's beschädigt und den internetkasten^^ auch sehr stark...

aber im haus war alles ausgesteckt

mfg cheesa
 
Die Überspannungs-Schutzeinrichtungen für die Steckdose sind nur ein Überspannungs-Schutz, KEIN Blitzschutz.
Vor mehr als 1000V schützen die nicht mehr, und nen Blitz hat mehrere Millionen-Volt...

Wer auf Wert auf Sicherheit legt:
1. Alle E-Geräte ausstecken
2. Antenne und Telefon austecken

Dazu die RICHTIGEN Schutzeinrichtung von einer Elektrofachkraft installieren lassen:

Überspannungs-Grobschutz (Blitzschutz) im Zählerschrank
Überspannungs-Schutz im Verteilerschrank
Überspannungs-Feinschutz an die Steckdosen

Der Spaß wird aber nicht billig werden...
 
@Thanks

Hast vollkommen Recht, aber das gängige Problem sind die Überspannungsschäden, nicht der Blitzeinschlag selber (entspr. post von Trekki76). Wie ich schon meinte, wenn der Blitz mal reingehauen hat, ist eh alles für die Katz.
 
Moin!
Wenn der Blitz mal richtig eingeschlagen hat,wie bei mir 1990 :D dann hast Du am Ende des Blitzableiters ein riesen Loch in der Erde :eek:
Bei mir hat es damals gereicht um eine 20 jährige Fichte zu entwurzeln,die versehentlich da gepflanzt wurde. ;)

LG
knitspacer
 
knitspacer schrieb:
Moin!
Wenn der Blitz mal richtig eingeschlagen hat,wie bei mir 1990 :D dann hast Du am Ende des Blitzableiters ein riesen Loch in der Erde :eek:
Bei mir hat es damals gereicht um eine 20 jährige Fichte zu entwurzeln,die versehentlich da gepflanzt wurde. ;)

LG
knitspacer

Da ein Blitz immer von der Wolke in welcher er entsteht, den nächst bestmöglichen Leiter zur Erde zum Entladen sucht, macht in der Regel der Blitzableiter leider dann nicht mehr viel Sinn, wenn dem gegenüber ein viel höherer Baum steht. Nun ist ein Baum natürlich im Normalzustand nicht gerade dass, was man einen guten Leiter nennt aber da der Baum in der Regel bei Gewitter nass wird, ändert dieser natürlich auch seine sonst schlechten Leitfähigkeiten, wodurch der Blitz dann den höherem Baum den Blitzableiter vorzieht.

Und natürlich schützen Überspannungsschutzsteckerleisten nicht vor den gewaltigen Spannungen eines Blitzes. Ich persönlich würde auch überhaupt kein Geld für so etwas ausgeben, da die Wahrscheinlichkeit doch eher sehr gering ist, als dass von Seiten des Stromversorgers mehr als die 230 Volt aus der Steckdose kommen. Immerhin ist es ja so, dass die im Kraftwerk erzeugte Drehstromspannung erst einmal hoch transformiert wird, damit man die Drehstromspannung möglichst preiswert mittels dünner Oberleitungen transportieren kann. Ist dieser dann im Empfängerort angekommen, wird er wieder mittels Transformatoren herunter transformiert und in der Regel per Erdleitung zu den Bewohnern transportiert. Der dann im Haus ankommende Dreiphasenwechselstromspannung (L1, L2 und L3) wird dann möglichst gleich belastend auf die Steckdosen als auch die Beleuchtung verteilt. Will damit sagen, dass aufgrund der physikalischen Trennung durch den Transformator als auch der Phasenaufteilung in der Verteilung mir persönlich unerklärlich ist, wo eine Überspannung her kommen sollte außer durch einen Blitz, wofür die Überspannungssteckdosenleiste aber eh nichts taugen kann. Für mich taugt sowas höchstens um Geschäfte mit der Angst der Leute zu machen.
 
ich lass alles stecken, paar meter weiter von unserem haus ist ein mobilfunkmast.. und wenn schon der blitz irgendwo einschlägt dann sicher dort ;D
 
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