Hallo,
japp, genau - ich würde mich liebend gern an Holland orientieren. Man hört so schöne Sachen von "Teilzeit bei ähnlichem Nettolohn wie Dt." usw. Für mich der einzige Ausweg aus unserer Misere:
1) Vernünftiges Arbeitsgesetz (vor allem: eine brauchbare Kontrollinstitution), ähnlicher Inhalt vielleicht die die Aubrey-Gesetze in Frankreich (maximale Stundenzahl der Arbeitnehmer festsetzen - bei Einhaltung-> Steuervergünstigung für Arbeitgeber).
2) Nach erfolgter Arbeitszeitverringerung (und deren Kontrolle) sicherstellen, daß die Leute nicht in weniger Zeit mehr Arbeit leisten müssen (sowas könnte in Tarifverträgen festgehalten werden).
3) Wenn jeder einzelne weniger arbeiten muß, braucht Deutschland neue Arbeitskräfte. Da bei Steuervergünstigungen die Arbeitnehmer nicht mehr so viel kosten wie heutzutage, sieht sich der eine oder andere Unternehmer (ich hoffe, es werden viele sein

) in der Lage, Leute einzustellen - auch in Deutschland.
4) Wenn mehr Leute in einem Arbeitsverhältnis stehen, kann der Staat auf lange Sicht seine Ausgaben senken (die Einführung eines solchen Programmes kostet schließlich auch Geld - aber sicher nicht so viel wie die finanzielle Staatsbelastung durch 1€-Jobs).
Nur ein Problem gibt es an der Sache: Die Resultate einer solchen Herangehensweise werden wir sicher erst in 5-10Jahren erkennen. Ersten kann man dann nicht mehr eindeutig feststellen, ob auch tatsächlich diese Regelung dafür verantwortlich ist (ähnliches Dilemma wie bei den Audrey-Gesetzen) und zweitens gibt es dann sicher eine neue Regierung. Also warum sollte sich jetzt diese Regierung die Finger wund arbeiten... Es ist doch viel leichter, eine MWST-Erhöhung durchzudrücken - und vielleicht kurzfristig Geld in die Kassen zu spülen (was ich aber als halsbrecherisch ansehe).
Und aus diesen Gründen werden wir weiterhin mehr arbeiten und immer weniger Geld dafür bekommen. Und wenn wir mal ins REntenalter kommen, hat sich die ganze staatliche Rente eh in Wohlgefallen aufgelöst. HURRA:flag:
Gruß D-Lux