Falls Du nicht bereits ein Opfer des "Pixelwahns" geworden bist (die Anbieter versuchen nach wie vor den Kunden einzureden, dass mehr Pixel automatisch bessere Bilder ergeben), dann reichen 6 - 7 MP locker aus. Mehr braucht man nicht, um sehr gute Ausdrucke oder Ausbelichtungen bis zum Formt A4 zu erhalten. Solltest Du nicht bereits auf ein bestimmtes Modell fixiert sein, dann würde ich einige Modelle einmal testen und die Auslöseverzögerung beachten. All die sog "Features" nützen Dir wenig, wenn Du Dein Motiv nicht auf den Chip bekommst, weil dieses schon wieder aus dem Sucher oder Display verschwunden ist, während Du ausgelöst. Beim Zoom würde ich mich nicht mit einem dreifachen begnügen, auch das kann ich aus der Praxis bestätigen. Ein Sucher wird zwar immer seltener, doch schaden kann er nie. Mit einer Kamera, welche sich am Auge befindet, verwackelt man seltener, auch wenn es mittlerweile viele Modelle mit Stabilisatoren gibt. Bei grellem Sonnenlicht merkt man erst die Vorteile eines Suchers.
Hinsichtlich der Stromversorgung würde ich auch darauf achten, dass Akkus bzw Batterien (Typ AA) verwendet werden können. Batterien kann ich immer mitnehmen, doch einen eingebauten oder auf das Gerät zugeschnittenen Akku kann ich nicht immer aufladen (ich denke hier an exotisch gelegene Orte).
Wenn die Bildqualität ausschlaggebend ist, dann würde ich auf qualitative Optiken (Carl Zeiss) achten, doch dann wird man mit 230 Euro nicht gerade weit kommen.
Sollten Deine Ansprüche jedoch über jene eines "Ansichtskartenfotografen" hinausgehen, dann würde ich gleich etwas tiefer in die Tasche greifen und mit einer Spiegelreflexkamera liebäugeln. Hier wird der Unterschied der Sensorgrößen deutlich: Eine SLR mit 6 MP liefert wesentlich bessere Bilder als jede Kompaktkamera mit 10 MP. Außerdem ist das Rauschverhalten ungleich besser.
Grüße
Muvimaker