Syrien sich selbst zu überlassen ist? geschlossen 

  • Ersteller Ersteller Carmen
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Carmen

Ich kann mich erinnern das die Einmischung in Konflikte anderer Länder durch Militärs "kontrovers" diskutiert wurde.

Leider haben wir ein Anschauungsbeispiel zur Alternative....

Ist das besser?

Ich denke das das Verhalten der "alten Kommunisten, Sozialisten" China und Russland eine besondere Wertschätzung für Menschenleben, Menschenrechte und Werte widerspiegelt.

Eigentlich sollten die Werte doch das Gegenteil erfüllen....

China und Russland verhindern ein Schrecken mit Ende weil die Belange Assad's über dem Menschenleben 10 000 er stehen.... es ist alles nur eine Frage der Wertigkeit.

Der Syrien-Sonderbeauftragte Kofi Annan wirft hin...

Folgen?:
...Mehr als zwei Millionen Menschen sind nach UN-Angaben von der humanitären Krise in ganzen Land betroffen. Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen wollen an diesem Freitag in der Vollversammlung über einen Text abstimmen, der Assads Blutbad am eigenen Volk scharf verurteilt. Die Resolution zieht allerdings keine Strafmaßnahmen gegen das Regime von Machthaber Assad nach sich...
Syrien-Krieg: UN suchen nach Annan-Rückzug neuen Syrien-Vermittler - Nach Annan-Rückzug - FOCUS Online - Nachrichten

Ist es dennoch richtig den Syrischen Bürgern Hilfe (die nachgefragt, gefordert wurde) zu verweigern?

Nachtrag:
Ich erwarte hier keine hochpolitische Argumentation, die aber auch willkommen ist, sondern möchte eher das Bauchgefühl ansprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Carmen
Schön, dass du wieder zurück bist! :) Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich zu diesem Thema einen Thread eröffnen soll, denn es beschäftigt mich auch. Super, dass du damit gleich deinen Wiedereinstieg machst.

Die Parallellen zu Libyen sind ähnlich... auch hier ein despotischer Diktator, der das eigene Volk massakriert, ja sogar Kinder als lebendige Schutzschilde auf Panzern postiert. Die Tatsache, dass gerade Russland und China ein Un-Mandat mit aller Macht verhindern, wundert mich gar nicht. Schliesslich sind das Brüder im Geiste. Auch Putin geht, wenn auch etwas diskreter, über Leichen und sein Kollege in China hat das Studenten-Massaker am Platz des Himmlischen Friedens auf dem Gewissen. Diese Typen erlassen gegen das eigene Volk Schiessbefehle ohne mit der Wimper zu zucken!

Was allerdings der richtige Weg ist, um das Morden von al Assad zu stoppen, weiss ich auch nicht. Wie wir in Libyen gesehen haben, ist der Blutzoll bei einem ausländischen Eingreifen schon extrem hoch. In Libyen hatten, übrigens mit grosser Freude, die ersten freien Wahlen stattgefunden und interessanterweise wurden gemässigte Muslime gewählt. Die radikalen Muslimbrüder hatten keine Chance. Offenbar wollen die Libyer nicht von einer Diktatur in die nächste. Sicher muss noch abgewartet werden, aber vielleicht haben wir ihnen zu wenig zugetraut.

Gruss freefloating
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Oh, Danke!

ich fühle mich ja fast schon resozialisiert.... :D :panik:

Genau Dein Einwand mit dem Blutzoll treibt mich auch um.

Ich frage mich ob die Botschaft richtiger ist die jetzt an alle verkündet wird...

Man kommt als Diktator, skrupelloser Führer durch, selbst wenn man 10 000 abknallen lässt man muss nur die richtigen "Freunde" haben und schon kann man das...

Mir wäre es lieber wenn es klar wäre, dass man so nicht kann ...ohne selbst den Kopf zu riskieren...
Es wäre sehr gut solche Schlächter vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen...

liebe Grüße
Carmen
 
Zitat Carmen: "Es wäre sehr gut solche Schlächter vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen..."

Ganz genau, das wäre, nein, das ist der richtige Weg. Leider dauert dieser Weg oft sehr lange wie wir am Beispiel Ex-Jugoslawien sehen können.
 
Wie schön das man die Welt so einfach in Gerechte und Ungerechte einteilen kann. Die Bösen in dem Spiel stehen fest, Syriens "Diktator" und die bösen Kommunisten aus Russland und China.
Komisch nur das vor Monaten nicht massenhaft Menschen aus Syrien geflohen sind. Das tun sie erst seit dem diese "Rebellen" mordend durchs Land ziehen.

Ach ja wieviele UN Menschenrechtsresolutionen sind eigentlich schon am Veto der USA, Israels und West-Deutschlands (jetzt gesamt Deutschland) gescheitert?

Da fällt mir noch was ein. Kinder als Schutzschilde auf Panzern ...... die Links sind zwar schon etwas älter, aber auch in Syrien aktuell.
Die meisten Bilder sind gestellt!
Und hier könnt ihr euch ansehen wie die Bilder entstehen die uns in den Nachrichten gezeigt werden.

Und wenn man uns mit den Bildern von "vor Ort" schon so übers Ohr haut, wie mag es dann erst mit den Berichten aussehen, die in den Nachrichtenagenturen zusammen geschrieben werden?
 
Wie schön das man die Welt so einfach in Gerechte und Ungerechte einteilen kann. Die Bösen in dem Spiel stehen fest, Syriens "Diktator" und die bösen Kommunisten aus Russland und China.

Mir ist nicht ganz klar, was du damit sagen willst, Henry277.
Sicher wäre es verwegen, die USA als ausschließlich gut und gerecht darzustellen;
Ich gebe dir auch recht, wenn du die Probleme beim Einholen von objektiven und realistischen Informationen aus Krisengebieten aufzeigst.

Aber dass Assad der Böse ist, dass sich in Syrien eine humanitäre Katastrophe abspielt und dass die Russen und Chinesen stärkeren politischen Druck auf Syrien verhindern kann wohl kaum geleugnet werden.

Wie Annan leider schon feststellen musste scheint eine friedliche Lösung zur Zeit unerreichbar; militärisches Eingreifen scheidet aus, tatenlos zusehen ebenfalls.
Also kann die Lösung nur darin bestehen, alle Möglichkeiten zur Destabilisierung des Assad-Regimes zu nutzen und gleichzeitig die FSA logistisch und materiell zu unterstützen (was ja auch zur Zeit schon passiert).
 
@Henry277: Die Guten und die Bösen? Nein Henry, ich glaube auch nicht, dass diese Einteilung so einfach ist. Die Tatsache, dass al Assad ein skrupelloser Mörder ist, erteilt ja den USA nicht automatisch die Absolution. Mir ist schon klar, dass die USA, ganz besonders der CIA, genug Dreck am Stecken haben. Aber diese sogenannten "Rebellen" haben zuerst (wie auch in Libyen) friedlich demonstriert. Leider kennen diese Länder kein Recht auf freie Demonstrationen.

Gruss freefloating
 
Die globalisierte Medienwelt ermöglicht Einblicke ins Weltgeschehen wie nie zuvor.
Assad ist sehr bemüht sein Treiben unter Ausschluss der Welt durch zu ziehen.

Aber, ist es nicht Voyeurismus, ist es nicht wie Gaffer an der Autobahn? Nur schauen, nicht helfen...

Wir wissen das Menschen sterben.

Jetzt

In der Tat neigt man doch eher einzugreifen um Einhalt zu gebieten.

Die Regierungen Suhlen sich in der selbst auferlegten Impotenz.

Wir Bürger können nichts unternehmen?

Es ist moralisch nicht hinnehmbar.
Freiheit musste schon so oft erkämpft werden. Das Faustrecht ist für die Betroffenen das einzige das sie wählen können oder sie müssen sich unterwerfen.

Die Bürger Syriens üben Notwehr aus und wir hocken vorm TV und unterhalten uns...

Wer stoppt Assad?
 
Carmen bevor du hier wieder unsinniges Zeug von dir gibst, solltest du erst einmal versuchen zu verstehen was ein "Bürgerkrieg" ist. Genau um solche, handelt es sich nämlich in der arabischen Welt.
Bürgerkriege sind innere Angelegenheiten und die Einmischung von außen, ein Verstoß gegen die UN-Charta.
Die militärische Intervention zugunsten der Aufständischen verletzt das Gewaltverbot der UN-Charta und ist deshalb immer völkerrechtswidrig.

In all diese Konflikte mischen sich aber grade westliche Regierungen, allen voran die Amerikaner, massiv ein. Und nun schauen wir uns mal die Lage der Länder an, die angeblich vom arabischen Frühling berührt wurden. Mittendrin sitzt Israel, das kleine friedliebende Land der Juden, das fleißig an seiner Atomrüstung bastelt (und dafür sogar neue moderne U-Boote aus Deutschland geschenkt bekommt), die es anderen Ländern aber nicht zugesteht.
Und an dieser Stelle müssen wir uns wieder Fragen, wem nutzen die Konflikte, wer profitiert davon wenn starke Machthaber im Nahen Osten gestürzt werden?
 
Hach,
so manche machen es sich ein klein wenig einfach...

Weshalb ich mich zu diesem Thema seit den Irak-Tagen auch zurückhalte.

Zuallererst sollte man sich die Geschichte Syrien als klassisches Durchgangsland vergegenwärtigen.
Und dies nicht erst seit den Tagen der Kreuzzüge ;)
Denn schon als die ersten Menschen Ostafrika verließen, war diese Gegend eins der Haupttore auf andere Kontinente.

Von daher sollte man auch die Rolle (des Vaters) Assads sowie auch jetzt die Rolle des Sohnemanns zuallererst als die eines Stellvertreters
eines immer noch nach glühenden "kalten Krieges" zwischen den USA (Westmächten) und Russlands sehen.
China hält sich da schon seit Jahrzehnten Optionen offen und agiert in solchen Fällen allerdings eher und öfter auf Seiten des "sogenannten Klassenfeindes" der Westmächte, sofern es mal gerade nicht um direkte nachbarschaftliche Belange in Nordostasien geht.

Von daher scheint die Situation - wie hier einige meinen - klar ;)

Mitnichten ;)
Zum Einen ist zu beachten, dass Syrien kein homogener Staatsbund ist,
und dies schon gar nicht, bezogen auf religiöse Animositäten.

Die Assad-Clique ist den Nusairier /Alawiten zuzuordnen,
also einer eher sehr speziellen schiitischen Gemeinschaft, die allerdings nicht mit den iranischen Schiiten in einen Topf zu werfen wäre.
Daneben haben wir die auch in Westeuropa immer mehr ins Gerede Kommende Salafisten, die der Sunna zu zuordnen sind, allerdings gegenüber den großenteils eher gemäßigten Muslimen eine sehr extreme Haltung, auch bzgl. des Einsatzes von Gewalt zur Durchsetzung ihrer Ziele immer befürwortet.
Um das Ganze in Syrien noch zu komplizieren, gibt es dort auch eine größere christliche Glaubensgemeinde, die zudem auch bewaffnet agiert.
Und um das Chaos noch zu komplettieren,
strömen islamische Dschihadisten, die Teils sogar der Al Qaida zu zurechnen sind,
aus den (militärisch arbeitslosen) Nachbarländern nach Syrien.

Ein in friedlichem Sinne ja eigentlich buntes Völker- und Glaubensgemisch,
- wie es teils Jahrhunderte auch mal funktionierte -
jetzt aber, unter zunehmend gewalttätigen Aspekten, macht dies Allen,
und vor allem aber der "westlichen Diplomatie" es schwer,
Zuordnungen bzw. Unterstützungen zu realisieren,
die die Situation nicht noch mehr eskalieren lassen.

Die Chancen, Assad dabei als "Verbrecher" rechtzeitig "abzulösen,
waren allerdings noch nie wirklich realistisch gegeben.

Davor hätte man Bush, Putin und noch ein gutes Dutzend westlicher, südlicher und (fern-)östlicher Politiker bzw. Potentaten zur Rechenschaft ziehen müssen...
Immerhin ist und war Syrien einer der größten Mittelmeerstützpunkte der roten Flotte ...

So what ;)

I-wer hat hier schon recht damit, diesen thread hier in der Plauderecke zu belassen.
Denn so hat er im Polbereich auch rein gar nicht zu suchen.

Und meine Prognose zum heutigen Syrien:
Der Verlierer dieser (und auch anderer) Auseinandersetzungen
stand und steht schon lange fest. genauso wie im Irak (und anderswo)
Der kleine Mann (heute auch mal Zivilist genannt),
der nicht in Frieden leben kann,
so lange Mächtige im eigenen Land (oder auch von auswärts)
ihn nicht in Ruhe lassen,
hatte nie eine reale Chance.
Denn die Verhältnisse, sie sind nicht so... :(

so far
mit den gröbsten historischen Zusammenhängen....
 
Zuletzt bearbeitet:
---Und meine Prognose zum heutigen Syrien:
Der Verlierer dieser (und auch anderer) Auseinandersetzungen
stand und steht schon lange fest. genauso wie im Irak (und anderswo)
Der kleine Mann (heute auch mal Zivilist genannt),
der nicht in Frieden leben kann,
so lange Mächtige im eigenen Land (oder auch von auswärts)
ihn nicht in Ruhe lassen,
hatte nie eine reale Chance.
---

Sag mal, geht's noch mit Dir?

Wer beschießt das eigene Volk mir seiner Luftwaffe?

Wer schaut nur zu und tut so wie wenn es unbedeutend wäre, dass Menschenleben außerhalb seiner Landesgrenze vogelfrei gestellt sind?

Die "Verlierer" werden gejagt und geschlachtet.
Andere die sich raus halten warten doch nur das sich eine Seite als Sieger erweist und überlegen dann wie sie aktiv werden...

Wenn Menschenleben überall auf der Welt gleich viel Wert ist dann kann man nicht mit komischen, nichts sagenden Sprüchen entgegenstehen...

Wenn Menschenrechte nicht nur Lippenbekenntnisse sein sollen sondern ernst gemeint sind, dann muss man dafür einstehen.

Die von Dir als "Verlierer" bezeichneten Bürger Syriens sind über das Lippenbekenntnis - Ding hinweg gezogen und bezahlen mit ihrem Leben für ihren Einsatz.
Einen Einsatz für einen Bruchteil der Werte die Du als Selbstverständlichkeit erlebst!

Aber auch für Deine Freiheit starben Menschen und Du schwingst "pseudoschlaue" Reden darüber...

Hier ist es nicht getan damit politische Strategien und Google- oder Lehrbuch- Weisheiten über die Tatsache zu stellen das Menschen grauenhaft abgeschlachtet werden!
Nicht das Ausland feuert auf die eigenen Bürger sondern der Herr über Land und Leute in Syrien...

Die Regierungen der Welt müssen, meiner Meinung nach, einschreiten!

So oder so ... hier gibt es nichts mehr, dass einen Schaden verhindern kann!

Das Schlimmste passiert schon!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie naiv und ideologisch verbohrt muss man sein,
anderen Menschen, die schlicht auf Fakten und auf die Entwicklung bis hin zur jetzigen Status Quo einer schrecklichen Realität hingewiesen haben, derart den moralischen Zeigefinger hin zuhalten ;)

Nebenbei würde mich in dem Zusammenhang interessieren,
wo oder wie du persönlich - hier oder anderswo - dich engagiert hast,
um z.B. solche Bürgerkriegszustände zu verhindern ;)

Auch hier eher hohles Gewäsch, eher gefühlt geheuchelte Empörung,
um genau da, wo es z.B. wirklich darauf ankommt,
eher dem ideologisch verbohrten Kleinbürgertum zu huldigen, anstatt fundiert zu kritisieren oder sogar konkret zu protestieren.

Die Situation in Syrien ist maßgeblich - und nicht erst seit diesem Jahr! -
von der staatlichen, wie vor allem aber der militärischen Unterstützung Russlands
und z.B. und u.a. auf Seiten z.B. der christlichen Milizen von Seiten der "Westmächte" (auch Deutschlands) verursacht.
Das dabei auch bundesdeutsche Waffen(lieferungen + Schulungen) eine nicht unerhebliche Rolle spielen (Thyssen/Rheinmetall und auch so einiges an baden-würtembergischem Mittelstand aus der Nachbarschaft einer gewissen Posterin), scheint manche(r) hier komplett auszublenden.

Wie wäre es denn mal, wenn derart moralisch Entrüstete mal ihren Arsch in die nähere Umgebung bewegen,
um deutschen Industriellen, Landespolitikern etc.pp. mal ein paar unbequeme Fragen zu stellen,
anstatt hier den moralin-sauren Heilsapostel zu spielen. :rolleyes:
Man könnte dabei aber sogar auch mal in der eigenen Familie und deren Umfeld anfangen nachzufragen, ob z.B. der zweite Waffenschrank nötig ist um glech dutzende von (mittel-)schweren Waffen vor zuhalten ;)

Um mein Engagement, u.a auch hier onboard ;),
z.B. gegen Waffenexporte, aber auch bzgl. Aufklärung (sozial)politischer oder ökonomischer Verdunkelung so mancher verdeckter deutscher und internationaler Kriegstreiber weiß ich ja...
Danke, aber dafür brauche ich deine Nachhilfe bestimmt nicht :)

Bei manchen Postern hier beschleichen mich aber, ob so mancher von Ihnen geäußerten, zudem oft widersprüchlicher, hohler Phrasen doch deutliche Bedenken, ob ihren Lippenbekenntnissen so "im Allgemeinen" wirklich zu trauen ist.

Denn wer hier in der Vergangenheit mit diversen "Thesen" mal für, mal gegen (sogenannte "linke") kritische Inhalte wettert, mal das Argument "Arbeitsplätze" negiert und dann wieder als Totschlagargument missbraucht,
und andernorts onboard auch seine Unkenntnis in ökonomischen, politischen wie sozialen Bereichen nur zu deutlich immer wieder zur Schau stellt,
sollte sich über ein gewisses Misstrauen anderer User auch nicht wundern,
wenn derartige Diskussionsclownerei hier nicht als Wandel zur Pauline (Wortspiel Saulus zum Paulus zu verstehen) ernst genommen wird.

Wie wäre es denn diesbzgl. mal mit ein bisschen Mäßigung :D

so far
 
Zuletzt bearbeitet:
Die von Dir als "Verlierer" bezeichneten Bürger Syriens sind über das Lippenbekenntnis - Ding hinweg gezogen und bezahlen mit ihrem Leben für ihren Einsatz.
Einen Einsatz für einen Bruchteil der Werte die Du als Selbstverständlichkeit erlebst!

Carmen, auch hier muss ich dir Recht geben.

Du bist scheinbar eine der wenigen hier, die die Dinge nicht durch ihre politische Brille sondern realistisch sehen.

Die Menschen dort unten kämpfen für Rechte und Freiheiten, die für uns seit mehreren Generationen selbstverständlich sind. Und dieser Kampf ist bewunderswert, auch wenn er nicht immer sofort komplett zum erstrebten Ziel führt. Die westliche Welt hat dazu ja auch teilweise Jahrhunderte gebraucht.

Und es ist auch nicht richtig, so zu tun, als ob die Interventionen im Iran und in Afghanistan überhaupt nichts gebracht haben. Das wird ein Großteil der vorher unterdrückten Bevölkerung dort anders sehen.

Viele Menschen erwarten in diesen Dingen zu schnell eindeutige Ergebnisse. Das hat nur einmal geklappt - und zwar in Deutschland, nachdem wir völlig am Boden lagen und des Land zerstört war.

In der Regel dauern diese Änderungsvorgänge längere Zeit. Eine ganze Bevölkerung muss diese Dinge erst lernen und das dauert.

Carmen schrieb:
So oder so ... hier gibt es nichts mehr, dass einen Schaden verhindern kann!

Das Schlimmste passiert schon!

Das sehe ich auch so. Der Bürgerkrieg ist in vollem Gange und ein Diktator lässt seine eigene Bevölkerung vom Militär beschießen.
 
@ Carmen
Und meine Prognose zum heutigen Syrien:
Der Verlierer dieser (und auch anderer) Auseinandersetzungen
stand und steht schon lange fest. genauso wie im Irak (und anderswo)
Der kleine Mann (heute auch mal Zivilist genannt),
der nicht in Frieden leben kann,
so lange Mächtige im eigenen Land (oder auch von auswärts)
ihn nicht in Ruhe lassen,
hatte nie eine reale Chance.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum dich mueslis statement so aufbringt :confused:
M.E. stellt er damit nur realistisch fest,
dass der kleine Mann in Syrien als Spielball der Mächtigen der Verlierer ist,
unabhängig davon, ob ein militärisch Eingriff erfolgt oder ob Sanktionen verschärft werden.
Das ist traurig, aber nicht zu leugnen.

Immerhin kann die Flucht Hidschabs trotz aller Einigkeitsbezeugungen des Assad-Regimes Hoffnungen auf einen weiter fortschreitenden Erosionsprozess hoffen lassen.
 
Eigentlich ist es müßig, wir wissen ja wie Carmen tickt ....

Carmen schrieb:
Wer beschießt das eigene Volk mir seiner Luftwaffe?
Derjenige der eine Luftwaffe bzw. Flugzeuge hat. Glaubst du ernsthaft die "Rebellen" würden keine einsetzen, wenn sie welche hätten?
Man könnte auch fragen, wer setzt in Deutschland Wasserwerfer und bewaffnete Polizisten gegen das eigene Volk ein? Die Antwort wäre die selbe, derjenige der die Mittel dazu hat ....

Carmen schrieb:
Die "Verlierer" werden gejagt und geschlachtet.
Hier nehmen sich beide Seiten nichts, ist in Bürgerkriegen aber "normal". Auch die Waffen der "Rebellen" schießen nicht um Zivilisten drum herum. Von wessen Kugeln die Kinder und Frauen, die man uns so schön im Fernsehen präsentiert, wirklich getroffen wurden, kann kein Mensch genau sagen.

Carmen schrieb:
Wenn Menschenleben überall auf der Welt gleich viel Wert ist dann kann man nicht mit komischen, nichts sagenden Sprüchen entgegenstehen...
Warum machst du es dann? Was ist das Leben der Menschen wert, die zu Assad und seiner Politik stehen? Sind die jetzt verpflichtet sich freiwillig an die Straßen zu knien damit ihnen die "Rebellen" ohne Gegenwehr die Kehlen durchschneiden können?

Carmen schrieb:
Nicht das Ausland feuert auf die eigenen Bürger sondern der Herr über Land und Leute in Syrien...
Bis vor ein paar Monaten hatte das Assad auch nicht nötig. Erst seit dem ein paar "Rebellen" der Meinung sind, ihre Forderungen mit Waffengewalt durchsetzen zu müssen ..... wie würden wohl unsere demokratisch gewählten Politiker reagieren, wenn wir hier das selbe machen würden?

Carmen schrieb:
Die Regierungen der Welt müssen, meiner Meinung nach, einschreiten!
Und gegen ihre eigenen UN Beschlüsse verstoßen? Ja ok, Carmen denkt sich bestimmt, damit haben die Demokraten der freien westlichen Länder doch bisher auch keine Probleme gehabt, warum jetzt.

McKilroy schrieb:
Du bist scheinbar eine der wenigen hier, die die Dinge nicht durch ihre politische Brille sondern realistisch sehen.
Sorry, aber wen Carmen auch nur irgendwas in ihrem Leben realistisch sehen würde, dann wäre uns hier schon viel unnützes Gesülze erspart geblieben.

McKilroy schrieb:
Der Bürgerkrieg ist in vollem Gange und ein Diktator lässt seine eigene Bevölkerung vom Militär beschießen.
Reden wir doch mal offen und ehrlich. Wie hat der Großteil das syrischen Volkes bisher gelebt? Wisst ihr das? Wieviele Gräuelmeldungen gab es denn in den letzten Jahren so aus Syrien? Haben wir denn bisher viel davon gehört das Assad die Bevölkerung abschlachten ließ oder diese unter unmenschlichen Bedingungen lebte? Haben wir? Nun greifen ein paar Unzufriedene zu Waffen (woher und von wem sie die bekommen, lassen wir mal ganz außer acht) und schießen auf Polizisten, Soldaten, Beamte und Staatsdiener. Erobern weitere Waffen und ziehen (und das nicht friedlich) von Stadt zu Stadt mit der Absicht die Macht zu ergreifen. Nun kommt der "böse" Diktator und schickt eigene bewaffnete Kräfte los, die sich nun mit diesen Kräften (bei uns jetzt "Rebellen" genannt) Kämpfe liefern. Wer bitte ist jetzt der Böse, wer ist das Volk und wer legt das fest? Wir hier, oder gar Carmen?
 
Hallo littleprof

ER stellt fest?
ER behauptet.
Aber das ist Nebensache und nur so gut möglich wie es ein Zufall ermöglicht oder die umfassende Kenntnis aller dazu notwendigen Fakten

Man kann kritisieren aber man kann nicht den Täter zum Opfer machen! Das empfinde ich menschenverachtend...

Die Schuldfrage ist eindeutig.
Der Schütze ist verantwortlich für die Wirkung die er verursacht.

Der Waffenhersteller ist verantwortlich für eine Fehlfunktion...

Es ist weltfremd was er von sich gibt, weil wir nicht im Schlaraffenland leben.

Auf der einen Seite argumentieren, so gestrickte, Leute das man in der jüngsten Vergangenheit Diktatoren ihr Schlachtwerk unbehelligt hätte verrichten lassen müssen... weil "wir" ( also alle die ein Problem damit haben) Schuld daran haben und beim eingreifen nur alte Waffen loswerden wollen und sich daran bereichern wollen.... das es Hilfe zur Notwehr ist... das ist völlig unmöglich.... woher weißt Du das so genau? Hast Du nicht so gesagt, gell.... aber darauf "läufelt" es doch hinaus, nich?

Jetzt wo man sich nicht einmischt... ist wer Schuld? Assad? :löl: I wo ...:tata:

Wir sind's wieder ... und warum?

(Achtung, Achtung jetzt kommt's polemisch)
Weil wir die gute alte Demokratie haben... ohne das eine SED - Linke das sagen hat...
Es ist doch sooo einfach:
deutsch=böse=Schuld=Demokratie weil sie nicht link ist ;)

sozialistisch= Paradies= fehlerfrei= Russland=China=DDR

Ich finde es echt übel das angeblich gebildete und "soziale" Menschen solch eine Kindergartenwertung in der Schuldzuweisung als Grundlage haben.

Ich will wirklich niemandem zu nahe treten, aber sooo ist die Realität nun mal nicht.

Hier ist es wichtig über das Kind das in den Brunnen gefallen ist zu kritisieren anstatt ihm die Hand zu reichen und nachher zu schauen welche Lehren man gewinnen kann.
Hierbei ist es klar das wir hinter der Tastatur keine helfende Hand reichen werden und können...
Aber so zu tun wie wenn man der Weisheit letzter Schluss wäre ist einfach ... das kannst Du Dir ja denken...

"mueslis statement" war eigentlich ein Armutszeugnis für die Menschlichkeit und für das Mitgefühl... und es hat mich nicht aufgebracht ...
 
@ Carmen: Bleib mal am Boden ;)

muesli schrieb:
... die schlicht auf Fakten und auf die Entwicklung bis hin zur jetzigen Status Quo einer schrecklichen Realität hingewiesen haben, ...

Wenn hier jemand faktische kulturelle Hintergründe listet und als eigenes Statement dazu fügt, dass die Zivilisten die Verlierer sein werden (Prognose), frage ich mich ernsthaft, wo du darin ein Armutszeugnis für Menschlichkeit & Menschenverachtung siehst. Natürlich sind die Zivilisten die Verlierer! Wer denn sonst? Deren Lebensraum wird zerstört, deren Infrastruktur, deren Väter/Söhne/Brüder sterben, deren Mütter/Töchter/Schwestern werden als "Kollateralschaden" verbucht und die Strippenzieher sitzen im Trockenen.
 
Carmen, eigentlich führt uns das doch nur zu der spannenden Erkenntnis, das es eben nicht so leicht ist, die Welt in gut und böse einzuteilen, wie schon vormals in Libyen.

Auf der einen Seite sitzt ein Diktator, der sein Volk mehr oder weniger unterdrückt (allerdings ging es den syrischen Bürgern im Vergleich zum Rest der Region nie sonderlich schlecht, es sei denn, man hatte das "Pech", zu einer verfolgten Minderheit wie z.B. Al Quaida zu gehören) und bisher völlig hemmungslos von der westlichen Gemeinschaft unterstütz wurde - auch mit Artilleriewaffen. Und man wusste GENAU, auf wen die im Falle des Aufstandes gerichtet werden.

Auf der anderen Seite haben wir einen bunten Mix aus Leuten, die bisher unterdrückt wurden oder sich zumindest ein bisschen unterdrückt gefühlt haben. Und lustigerweise sind das NICHT alles aufrechte Demokraten. Da springen die verschiedensten Radikalen rum, mit jeder Menge Waffen in der Hand, und bald mit noch mehr Waffen, wenn sie nämlich die von Assad in die Finger bekommen.
Das du politisch eher kurzsichtig bist, hast du schon im Libyen-Thread eindrucksvoll bewiesen (na, schon vergessen wie die dortige Revolution endete? Deutsche Firmen klären sich die Ölschätze ab, radikale Islamisten ziehen mordend durchs Land und die allgemeine gesundheitliche Versorgung hat sich extrem verschlechtert - ein voller Erfolg also, yippieh!), das im Falle einer sofortigen Aufgabe Assads die Chancen nicht schlecht stehen, das Al Quaida oder eine ähnlich wahnsinnige Gruppierung an Tonnenweise Waffen und Giftgas (hahaha, rate von wem die Industrie stammt, mit der das Gas produziert wurde... Tipp, die haben ca 13 Jahre lang beste Erfahrung mit Giftgas gemacht und ihre Probleme damit beinahe endgelöst. Soviel zum Thema moralische Verantwortung demokratischer Staaten) herankommen?
Komm schon, so naiv kannst doch nicht einmal du sein!
 
???
!!!
???

Hatte Assad vielleicht noch ein schwere Kindheit, sodass er mit dieser Ausrede Menschen metzeln lässt?

All die Schuldzuweisungen die ihr an andere als Assad richtet, legitimieren doch so etwas nicht... selbst wenn es von A-Z so wäre wie ihr meint.

Das ist doch der springende Punkt!

Menschen sterben.

Dagegen muss man aktiv werden.

@ Henry
du schreibst hier doch auch nur um über mich schreiben zu können, genauso wie muesli... mir soll's Recht sein...

Also weswegen ist jetzt Assad das Opfer?
Hab ich immer noch nicht verstehen können... hat der Rest der Welt Hypnose3000 - Strahlen auf ihn gerichtet und ihn so programmiert?

Nein, nein Assad ist schuldig und zwar allein.. wenn er ein guter Mensch wäre hätte er den Krempel hingeschmissen und seinen Thron für den freigemacht der da kommt.
Aber in der Realität war es so das ER unbedingt "Kalif" bleiben wollte und dafür sterben jetzt die "paar 10 000 Leutchen"...
Machtgier wird zum Mordmotiv und hier gibt es Leute die das auch noch "verstehen"... "weil er ja nichts dafür kann" :tata:
 
Na, na
auf eine schwere Kindheit können vmtl. so Einige zurück blicken.
Der Rückschluss, dies führe zwangsläufig zu diktatorischen Verhalten ist allerdings wohl kaum allgemeingültig bzw. logisch zu untermauern,
auch wenn es natürlich (auch hier) Ausnahmen gibt ;)

Wenn man allerdings, so wie hier,
lediglich dem unreflektierten Dualismus (sprich Feindbildern) frönt,
kommt - auch geschichtlich gesehen - rein gar nichts Gutes dabei heraus.

In der Politik, wie auch im Leben, ist selten etwas lediglich schwarz oder weiß ;)

Was hierauf bezogen heißen soll,
neben Assad gab es massig wissende Mitläufer (auch im Ausland),
die jetzt,
- auch deutsche "Aufstände" (der früheren wie auch der letzten Geschichte) zeigen dies ja deutlich -
zum "Fluchtverhalten" bzw. "Erklärungsversuchen" sogenannter Wendehälse oder "Nichtswissern" führt.

Dafür dann noch meta-ethische Moralpredigten vom Stapel zu lassen,
ist genau so verlogen und scheinheilig,
wie im Nach herein zu behaupten, man sei doch immer schon die Speerspitze des Widerstands (gegen Unrecht) gewesen :D

Wie schon gesagt:
Was haben hier gewisse Pappenheimer real getan,
um Konstruktives (Gutes/Weisses) zu bewirken ;)

Und noch Abschließendes dazu :
Ich poste hier oftmals nur,
um Fakten zu ergänzen, Wissen zu erweitern
und damit vor allem auch einseitige (beschränkte) Sichtweisen zu verhindern.

Dies ist keineswegs vorrangig auf Personen,
sondern auf Inhalte gemünzt.

Denn:
Inhalte sind nicht ausfallend bzw. (lern)resistent.
Menschen aber manchmal schon :D

Schon Goethe *bg* wusste:
"Ein 'Franzose' ist von Kopf bis auf die Füße eben ein Mensch wie ein 'Deutscher', das andere sind politische Konsiderationen [Abwägungen/Betrachtungen/Rücksichtnahmen], die vortrefflich sind und die niemand ungestraft einreißen soll." .... ;)

Vllt. sollte hier jemand auch mal den "Faust" dazu von ihm lesen...
Auch Shakespeare's Macbeth oder Bertolt Brechts Dreigroschenoper könnte dazu weiterhelfen....
wenn man sich schon nicht stattdessen konkret bzgl. der Verteidigung der Menschenrechte auf diesem Globus engagieren möchte. ;)
(Und nein, ich kann beruhigen, das ist nicht zwangsläufig: links, sozialistisch oder iih,bäh)

Bei dieser Passage :
Carmen schrieb:
Hier ist es wichtig über das Kind das in den Brunnen gefallen ist zu kritisieren anstatt ihm die Hand zu reichen und nachher zu schauen welche Lehren man gewinnen kann.
Hierbei ist es klar das wir hinter der Tastatur keine helfende Hand reichen werden und können...
Aber so zu tun wie wenn man der Weisheit letzter Schluss wäre ist einfach ... das kannst Du Dir ja denken..
scheint mir allerdings wiederum, dass jemand beim Tippen (erneut) darüber nicht wirklich nachgedacht hat. :rolleyes:
Und ja, auch damit möchte hier jemandem(n) - wohlgemerkt in der virtuellen Distanz - durchaus zu "nahe treten" :D

so far

PS.
Sorry, ich vergaß zu erwähnen
der Oberlehrermodus war ON,
zusätzlich versetzt mit einem guten Schuss Sarkasmus und Ironie :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Carmen schrieb:
Wenn Menschenrechte nicht nur Lippenbekenntnisse sein sollen sondern ernst gemeint sind, dann muss man dafür einstehen.
Aber sicher.

Nur ist es unsinnig, mit der Menschenrechtskeule um sich zu schlagen, wenn der eine Verbrecher sich regt, aber konsequent die (möglichen) Greueltaten anderer beteiligter Verbrecher auszublenden.

Entweder geht es darum, den Menschenrechten Geltung zu verleihen (was gerade im Ausland keineswegs immer einfach ist), oder aber es geht lediglich darum, eine Seite ideologisch aufzuwerten, indem man die Menschenrechte dazu mißbraucht, einseitige Schuldzuweisungen von sich zu geben.

Geschichte ist nun einmal keineswegs linear und mitunter recht komplex. Und ein Weltbild, welches höchstens dazu geeeignet ist, die Welt in GUT und BÖSE einzuteilen, führt über kurz oder lang zu einem kalten Krieg (wenn er denn 'kalt' bleibt').

Wenn man tatsächlich daran interessiert ist, unsere Welt für uns lebenswert zu erhalten (sofern sie dies noch ist), dann reicht es nicht aus, einen einzelnen Diktator zum Teufel zu jagen. Was ist z.B. mit Milliardären, welche uns aus Profitsucht allmählich die Nahrungsgrundlage nehmen (und denen der Profit eines einzigen Lachses mehr bedeutet als ein Menschenleben)? Denn es sind keineswegs nur einzelne Diktatoren, welche der Menschheit allmählich das Wasser abgraben.

Aber es ist natürlich deutlich einfacher, einen einzelnen Schuldigen 'auszudeuten' (auch wenn es in diesem Fall sicher den Richtigen trifft).
 
Nein, nein Assad ist schuldig und zwar allein.. wenn er ein guter Mensch wäre hätte er den Krempel hingeschmissen und seinen Thron für den freigemacht der da kommt.
Aber in der Realität war es so das ER unbedingt "Kalif" bleiben wollte und dafür sterben jetzt die "paar 10 000 Leutchen"...
Machtgier wird zum Mordmotiv und hier gibt es Leute die das auch noch "verstehen"... "weil er ja nichts dafür kann"

Carmen, hier sind halt ein paar Leute, die so gegen unser System und die westliche Welt incl. den USA eingestellt sind, dass die immer Schuld sein müssen. Da kann ein Diktator mit seinem Volk machen, was er will. Wenn von außen eingegriffen wird oder wenn sich die westlichen Demokratien nur aus Seiten der Aufständischen stellt, dann wird das negativ beurteilt.

Das grenzt schon an Realitätsverlust.


Und Carmen, du hast auch damit Recht, wenn du sagst, dass das "kleine" Volk nicht automatisch der Verlierer ist. Auch wenn der Weg dahin weh tun kann, wenn das Volk anschließend mehr Freiheit, mehr Rechte und überhaupt einmal Demokratie bekommt, dann ist das Volk der Sieger. Der Weg dahin kann steinig sein und ist in den meisten Fällen steinig (wie man es ja jetzt da unten sieht). Aber wenn die Menschen sich nicht wehren, dann ändert sich auch nichts.


Einige hier sehen das nicht ein. Aber die (und wir) können uns halt darauf ausruhen, was Generationen vor uns (zuletzt 1989 bis 1990) erkämpft haben.
 
Carmen, hier sind halt ein paar Leute, die so gegen unser System und die westliche Welt incl. den USA eingestellt sind, dass die immer Schuld sein müssen. Da kann ein Diktator mit seinem Volk machen, was er will. Wenn von außen eingegriffen wird oder wenn sich die westlichen Demokratien nur aus Seiten der Aufständischen stellt, dann wird das negativ beurteilt.

Das grenzt schon an Realitätsverlust.
Einseitige Schuldzuweisungen hingegen grenzen nicht an Realitätsverlust, sondern sind Symptom eines bereits bestehenden Realitätsverlustes.

Von populistischem Aktionismus einmal völlig abgesehen.
 
Sodele,
da mir vor allem ein beflissener Claqueur hier zuerst die Schmach des Doppelpostings erspart hat ;),
kann man hier ja vielleicht auch mal wieder auf (weitere) spezielle Informationen der aktuellen Syrien-"Politik"
der verschiedensten Interessengruppen in Bezug auf "Hintergründe" näher eingehen
(siehe dazu auch #10 Teil 1)

Denn, jep, sogar die Tagesthemen vom 7.8.201
Das Erste Mediathek [ARD] - tagesthemen - Video zur Sendung Tagesthemen - Dienstag, 07.08.2012
äußern sich inzwischen offiziell u.a. zu diesen Themen:
- Iranisch-Syrische Regierungsgespräche (ca.ab Min: 06:20)
- Situation, finanzielle Auslandsbeteiligung und Vorgehensweise der syrischen "Rebellen" (ca.ab Min: 07:00)
- aber vor allem auch zu ausländisch finanzierten Vorgesprächen syrischer Dissidenten (ca. ab Min: 09:20 bis ca. 13:00)
zur zukünftigen Planung der weiteren Vorgehensweise nach einem (erwarteten) Sturz des Assad-Regimes.

Man vergesse dabei aber auch nicht den Bericht
über (weltweit anstehende) Getreidespekulationen (auch auf Grund schwerster Ernteeinbrüche in den USA)
unter dubiosesten Beweggründen (z.B."Bio"-Energie) ca. ab Min: 19:12)

Teil 2 (geo-politische, geo-strategische & ökonomische Hintergründe) Syrien
Die Gesprächskreise syrischer Dissidenten, u.a. auch in der "Stiftung Wissenschaft & Poltik" (SWP, Berlin-Charlottenburg)
werden sowohl von diversen westlichen Regierung (State Department, Auswärtiges Amt etc.pp.), einigen arabischen Potentaten,
"mit"finanziert und teils "wissenschaftlich" auch in "inhaltlicher" Hinsicht begleitet und geführt
Inwieweit nachrichtendienstliche Kreise (BND,CIA usw.) auch involviert sind, überlasse ich hier mal der Fantasie der Mitlesenden ;)
"Handlungsanweisungen" mit dem viel sagenden Planungsnamen "The Day after" lassen so deutlich globale Interessen a la "Kalter Krieg" erkennen,
und zeigen durch Mitfinanziers aber auch über deutlich auf globale, ökonomische Interessen hin. (Somalia, Sudan, Irak & Afghanistan lassen schön grüßen)
Schwierig also für "noch" mit beteiligte, "demokratisch" ausgerichtete Dissidenten,
die hierbei den Spagat von ausländischen, geo-politischen wie auch geo-strategischen Interessen
und der konkreten Verbesserung der realen Situation des syrischen Volkes finden müssen.

Auffallend ist dabei auch, dass die zwar nicht öffentlich gemachte,
aber indirekte Kooperation mit dem neuerdings in Istanbul beheimateten "Koordinationsbüro der freien syrischen Armee"
(offen finanziert durch westlich orientierte, arabische Ölstaaten) besteht.

Nun will ich hier bestimmt nicht nur einseitig auf "westlich" orientierte Interessenlagen eingehen,
ohne zumindest darauf hinzuweisen,
das sowohl Russland, als hauptsächlicher Rüstungslieferant mit konkreten Stationierungsinteressen im Mittelmeer,
aber auch als Lieferant industrieller Produkte seit Jahrzehnten in Syrien sehr stark involviert war
und den Verlust von Einfluss und militärischen Basen befürchtet.
Auch China kann kaum daran gelegen sein, dass die westliche Kontrolle von Infrastruktur (geo-politisch wie -strategisch) in Nahost sukzessiv sich vom indischen Meer über die gesamte arabische Halbinsel bis zum Mittelmeer erstreckt.
Die "mögliche" Unterbrechung und Kontrolle der "chinesischen Perlenkette" mit Stützpunkten vom ostasiatischen Festland über Indonesien/Indien/Pakistan bis hin zum afrikanischen Kontinent ist eine potentielle Gefahr für chinesischen Einfluss und ökonomische wie wirtschaftliche Interessen an mineralischen wie landwirtschaftlichen Ressourcen dort in Afrika.

Wenn man an Afghanistan zurück erinnert (ich habe dazu hier gepostet), stünden dort, neben mineralischen Ressourcen sowohl geo-politische (gegenüber Russland und dem Iran wie China) auch ökonomische Interessen (z.B. Pipelines vom kaspischen Meer zum indischen Ozean) als "Neben"gründe an.

Um aber auf Syrien zurück zu kommen ;)
Bislang war Syrien (mit Russland affinen Interessen) der Hinderungsgrund,
eine Pipeline von den Ölförderstaaten am persischen Golf zum Mittelmeer zu verlegen.
Damit würde zum Einen einer iranischen Bedrohung in der "Straße von Hormus" begegnet,
zum Anderen die Risiken im Golf von Aden (Jemen), der somalischen Piraten
und zusätzlich die Kosten des Kanals von Suez umgangen,
also der Weg und die Risiken auf dem Weg ins "europäische Zentrum" verringert,
auch, weil derzeit im Mittelmeer fast alle Kontrollen militärischer wie ziviler Art in Händen von westlich orientierten Ländern liegen.
Denn die Straße von Gibraltar ist fest in militärischer Hand von Spanien und Großbritannien (also der NATO)
mit (lediglich) einem neutralen, schwachen, arabischen Anrainer namens Marokko!

Von daher sind die Interessen "westlicher" Länder an Syrien vorrangig nicht humanitärer Natur,
auch wenn dies oft vollmundig (z.B. in UN-Kreisen) behauptet wird.

Einfacher ist es ja allemal, mittelfristig die syrische Bevölkerung dem Risiko eines (mitfinanzierten Stellvertreter-) Bürgerkrieges auszusetzen,
um danach, wie auch im Irak (und in Afghanistan erhofft) die eigenen geo-politischen Interessen leichter durchsetzen zu können.

Eine globale, nachhaltige, humanitär ausgerichtete Interessenpolitik ist den "westlichen"Staaten aller höchstens als zweitrangiges Ziel "vor zu werfen".

so far

PS
Insofern will ich die - für mich so zumindest komplett naive, eher oberflächliche, wenn nicht sogar menschenverachtende - Bewertung eines hiesigen Posters
bzgl. des Afghanistan-Krieges auch gar nicht zu umfassend erläutern.
Nur
Besser geht es der afghanischen Bevölkerung im Zuge des so bisher geführten Krieges mitnichten.
Leider werden sich deshalb die Taliban, als zumindest permanente Guerilla, dort etabliert halten.
Es hätte vielleicht anders kommen können, in Form eines konsequenten Vorgehens nach dem (alten) Mottos "winning hearts & minds".
Aber die Verhältnisse [dort], sie sind nicht so :(
 
Zuletzt bearbeitet:
McKilroy schrieb:
Auch wenn der Weg dahin weh tun kann, wenn das Volk anschließend mehr Freiheit, mehr Rechte und überhaupt einmal Demokratie bekommt, dann ist das Volk der Sieger. Der Weg dahin kann steinig sein und ist in den meisten Fällen steinig (wie man es ja jetzt da unten sieht).
Und du bist jetzt wirklich der Meinung, das die syrische Bevölkerung einer glücklichen Zukunft entgegensieht, wenn die "Rebellen" die Macht übernehmen? Das es dann Freiheit, Rechte und Demokratie "regnen" wird, also so wie im Irak, in Afghanistan, in Ägypten, Libyen ..... wo den Menschen jetzt die gebratenen Tauben in den Mund fliegen?
 
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