Unabhängiger Dualboot, evtl. mit externem Bootmanager geschlossen 

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FeliX_22

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Hallo!

Ich möchte auf einem Laptop 2 voneinander unabhängige Windows-Systeme installieren und bin mir bei der Vorgehensweise nicht so ganz sicher.

Ist:
  1. 100 MB System-reserviert mit den Boot-Dateien
  2. 100 GB (C:) Windows 7 x64 Professional
  3. 200 GB (D:) Daten

Soll:
  1. 100 MB System-reserviert mit den Boot-Dateien
  2. 100 GB (C:) Windows 7 x64 Professional (Windows 7a)
  3. 100 GB (C:) Windows 7 x64 Professional (Windows 7b)
  4. 100 GB (D:) Daten

Ich werde erst ein Backup der ganzen Festplatte erstellen, denn das installierte System darf auf keinen Fall beschädigt werden. Dann möchte ich als Dual-Boot nochmal Windows 7 x64 Professional installieren. Nennen wir die beiden Systeme Windows 7a und Windows 7b.

Zuerst sorge ich mit einem Partitionierungsprogramm dafür, dass ich 4 Partitionen habe, dadurch müsste ich verhindern, dass Windows 7b eine neue 100 MB große Boot-Partition anlegt (falls er das überhaupt tun würde). Soweit ich weiß, tut er das nur beim Installieren auf einer unformatierten Partition. Also installiere ich es in die neue 100 GB-Partition.

Jetzt wurde der Bootmanager insoweit verändert, dass ich beim Booten beide Systeme auswählen kann. Damit allein wäre aber dieser Thread sinnlos.

Denn ich möchte, dass ich irgendwann die Windows 7b-Partition formatieren kann, ohne dass Windows 7a darunter leidet. Dazu müsste es genügen, mit der Setup-DVD die Computerreparaturoptionen zu starten und dann mit Systemstartreparatur die Boot-Einträge automatisch wiederherstellen zu lassen. Ich habe so was schon mal gemacht, ich weiß, dass das funktioniert, aber ich brauche Gewissheit, dass das immer funktionieren wird. Vielleicht mach ich mir auch einfach nur zu viele Gedanken. Wobei ich glaube einmal erlebt zu haben, wie die Boot-Dateien auf C: wiederhergestellt wurden anstatt auf System-reserviert.

Richtig elegant wäre es ja, wenn ich so was wie GRUB einsetzen könnte, aber ohne Linux. Erste Erfahrungen mit GRUB habe ich schon Mal gehabt.

Und natürlich sollen sich die Systempartitionen gegenseitig nicht sehen, das mache ich dann in den Datenträgerverwaltungen. Schon vor der Installation von Windows 7b gäbe es ja die Möglichkeit System-reserviert und die Windows 7a-Partition auf versteckt zu setzen. Oder ist das sogar ein Muss, wenn ich will, dass Windows 7b den Buchstaben C: zugewiesen bekommt?

Ich bin dabei in einer VM einiges auszuprobieren. Darf man eigentlich die Lizenz 2 Mal für dasselbe Gerät verwenden?

Ideen, Anregungen?

Gruß

FeliX_22
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
.....
... Ich werde erst ein Backup der ganzen Festplatte erstellen, denn das installierte System darf auf keinen Fall beschädigt werden. Dann möchte ich als Dual-Boot nochmal Windows 7 x64 Professional installieren. Nennen wir die beiden Systeme Windows 7a und Windows 7b.

Zuerst sorge ich mit einem Partitionierungsprogramm dafür, dass ich 4 Partitionen habe, dadurch müsste ich verhindern, dass Windows 7b eine neue 100 MB große Boot-Partition anlegt (falls er das überhaupt tun würde). Soweit ich weiß, tut er das nur beim Installieren auf einer unformatierten Partition. Also installiere ich es in die neue 100 GB-Partition.

Jetzt wurde der Bootmanager insoweit verändert, dass ich beim Booten beide Systeme auswählen kann. Damit allein wäre aber dieser Thread sinnlos.

Mit einem ordentlichen Partitionierungsprogramm wie EaseUS (freie HOME-Version Free Download Magic Partition Manager freeware: EaseUS Partition Manager, Disk & Partition Copy and Partition Recovery Software.) kannst Du alle diese Aufgaben auf einmal lösen.

Nehmen wir an, Du HAST ein funktionierendes Windows, das du klonen willst, verkleinerst Du damit einfach dessen Partition und erstellst eine exakte (automatisch versteckte) Kopie. Beim Booten hast Du dann X Sekunden (einstellbar) die Wahl, ob Du Windows A oder Windows B starten willst. Beide Windows-Versionen sehen sich gegenseitig nicht, können aber auf die gleichen logischen Laufwerke in einer erweiterten Partition zugreifen.

Analog geht es, wenn Du mit einem leeren Notebook anfängst. Du erstellst eine Primärpartition (für Windows), lässt gleich viel unbenutzten Festplattenplatz, dann eine erweiterte Partition mit einem oder mehreren logischen Laufwerken. Du installierst Windows am besten gleich mit allen notwendigen Programmen(, die auch auf der logischen Partition liegen können, aber nicht müssen). Dann legst Du einen Klon dieses Windows in den bisher nicht benutzten Platz.

Wenn Du das erstinstallierte Windows vor dem Klonen "aktivierst", ist natürlich auch der Klon aktiviert.

.......Ich bin dabei in einer VM einiges auszuprobieren. Darf man eigentlich die Lizenz 2 Mal für dasselbe Gerät verwenden?

Laut Microsoft nicht. Aber siehe letzten Satz des vorherigen Teils.
Bei Fragen =>> Fragen!

Gruß
EG
 
Hi!

Danke erst mal für deine Antwort.

Ich kenne und nutze von EaseUS das Partitionierungs- und das Backup-Programm. Wenn ich damit die Windows-Partition klone, was passiert mit der Volumeseriennummer? Du weißt schon, die 8 stellige Hex-Zahl. Ich erinnere mich da dunkel an irgendwelche Konflikte. Und wie kann ich dann vom 2. Windows booten?

Leider erklärst du nicht viel, du sagst nur, dass ich alles ganz einfach machen kann, aber gehst sogar weniger ins Detail als ich in meinem Startpost :( Meinst du etwa, dass EaseUS Partition Master alles mit den Bootoptionen selbst einstellt?

Im übrigen sollte es egal sein, ob meine Datenpartition auf einer Primärpartition oder in einer logischen Partition in einer Erweiterten Partition liegt. Erweiterte Partitionen brauche ich nur, wenn mir 4 Primärpartitionen nicht ausreichen. So war das jedenfalls noch vor 15 Jahren.

Auf ein Neues bitte!

Ok, das mit der Lizenz ist für mich soweit geklärt.

Gruß

FeliX_22
 
FeliX_22 schrieb:
Hi!
Leider erklärst du nicht viel, du sagst nur, dass ich alles ganz einfach machen kann, aber gehst sogar weniger ins Detail als ich in meinem Startpost :( Meinst du etwa, dass EaseUS Partition Master alles mit den Bootoptionen selbst einstellt?

Vielleicht war meine Antwort zu kurz, aber: Genau das meine ich. Es ist nichts zu erklären. Du brauchst das Programm nur zu starten, Deine Wünsche vorzugeben, auf "Apply" zu klicken und zu beten, dass während der Operation der Strom nicht ausfällt.
Das Programm ist - anders als die Linux-Partitionsmanager, die ich kenne - absolut selbsterklärend. Es hat eine graphische Oberfläche. Darauf kannst Du Größen von Partitionen ohne Datenverlust mit einem Schieberegler einstellen. Genau so legst Du neue Partitionen an, verschiebst sie, wandelst sie ebenfalls ohne Datenverlust von FAT (exFAT/FAT32) in ext4/NTFS und was auch immer um. Mögliche Bootoptionen werden angezeigt. Nicht-mögliche nicht. JEDE physikalisch mögliche Operation ist mit der Maus ausführbar.
EaseUS ändert auch nichts an Deiner Festplatte, bis Du den "Apply"-Befehl gibst.

Wenn ich damit die Windows-Partition klone, was passiert mit der Volumeseriennummer? Du weißt schon, die 8 stellige Hex-Zahl. Ich erinnere mich da dunkel an irgendwelche Konflikte.

Die geklonte Partition erhält die selbe Seriennummer wie das Original. Deshalb bleibt eine Aktivierung auch erhalten. Die Schwierigkeiten von vor 15 Jahren gibt es deshalb nicht.

Und wie kann ich dann vom 2. Windows booten?

Hatte ich schon geschrieben: Beim Starten des Rechners bekommst Du X Sekunden lang eine Auswahlmöglichkeit, welches Windows Du starten willst. Oder in Deiner Terminologie: Es wird (automatisch ohne Dein Zutun) ein Bootmanager installiert.

Im übrigen sollte es egal sein, ob meine Datenpartition auf einer Primärpartition oder in einer logischen Partition in einer Erweiterten Partition liegt. Erweiterte Partitionen brauche ich nur, wenn mir 4 Primärpartitionen nicht ausreichen. So war das jedenfalls noch vor 15 Jahren.

Jein.
Mit der Anzahl der möglichen Primärpartitionen hast Du im Prinzip Recht. (Wobei eine Erweiterte Partion, auf der Du über 20 (Anzahl der ANSI-Buchstaben) logische Laufwerke erstellen kannst, als Primärpartition gezählt wird) Damit bleiben für die Nutzung "nur" drei Primärpartitionen.
ABER: Da die Primärpartitionen voreinander versteckt sind (es sei denn, sie liegen auf anderen physikalischen Festplatten), ist es wichtig, dass Daten und Programme, auf die Du von BEIDEN Windows-Versionen zugreifen willst, nicht auf einer dritten Primärpartion, sondern auf einer logischen Partition liegen.
Klar?
Wenn Du zum ersten Mal damit arbeitest, kannst Du mir per PN Deine Telefonnummer schicken, dann kann ich Dich fernmündlich am Händchen führen.

P.S.: In Deinem Ursprungspost hast Du von einer 100-MB-Partition für System-/Boot-Dateien geschrieben. Sie sind absolut überflüssig, genauer gesagt sogar kontraproduktiv. Denn erst damit erzeugst Du denkbare Schwierigkeiten mit Volume-Serials, gegenseitigem Beeinflussen von Partitionen usw. Rat aus langjähriger Erfahrung: Lass diese Partition weg! Sie macht nur Schwierigkeiten.
(Wenn Du sie aus nostalgischen Gründen haben willst, kannst Du sie mit EaseUS natürlich auch anlegen/beibehalten. )
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das hat leider nicht funktioniert. Ich habe in einer VM Windows 7 installiert, dann mit EaseUS Partition Master Professional 9.0.0 (gabs mal for free) ein bootbares Image des Programms erstellt und in die VM eingebunden. Damit dann die Windows-Partition verkleinert und geklont (Copy Partition), dahinter noch ne erweiterte Partition mit einer logischen Partition für meine Daten erstellt. Dann das System neu gestartet, aber kein Windows- oder EaseUS-Bootmenü zu sehen. Windows bootet, aber in den Systemeigenschaften ist beim Systemstart nur das eine Betriebssystem zu sehen. Deshalb wundere ich mich ja, dass du schreibst, dass EaseUS alles alleine einstellt. Das Programm EaseUS Disk Copy: Free Disk Copy, Partition Copy Software würde wohl auch nichts anderes tun.

Die Seriennummer war auch eine andere, als die geklonte und versteckt wurde nichts automatisch, das müsste ich dann selber machen. Sprechen wir hier überhaupt über das selbe Partitionierungsprogramm? :confused:

Danke für dein Angebot, aber du brauchst mich weder am Händchen zu führen, noch brauchst mir zu erklären, wie man ein Programm mit der Maus bedient. Sollte eigentlich klar sein, dass wir hier auf gleicher Augenhöhe reden ;)

Was die System-reserviert-Partition zum Booten angeht, so finde ich sie wichtig. Wenn mal Windows nicht startet, kann man damit die Computerreparaturoptionen starten. Na gut, es gibt da immer noch die Setup-DVD oder Windows DaRT. Jedenfalls geht es hier nicht um nostalgische Gründe.

Hast du ne Idee, warum ich so ein Ergebnis bekomme? Kann es womöglich an der System-reserviert-Partition liegen? Selbst wenn mein Misserfolg an eben dieser Partition liegt, dann müsste ich sie erst mal löschen, und dann vermutlich mit der Setup-DVD wieder geradebiegen, so dass von der Windows-Partition gebootet wird. Würde ich zwar nur ungern tun, aber wenn das die Lösung ist, dann muss es sein. Ich mache ein paar Tests in der VM, wenn ich wieder Zeit habe, also vermutlich am Wochenende wieder.

Gruß

FeliX_22

Tee, Earl Grey, heiß! :D

EDIT:
Ich habe gerade diese Seite entdeckt: Free GPT Disk Copy Wizard to copy GPT disk under Windows XP/2003/Vista/2008/Windows 7 for data protection. Hier ist von einem Wizard die Rede. Ich hatte eben den Verdacht, dass ich alle Änderungen an den Partitionen im "vollwertigen" Programm durchführen muss und nicht mit der Boot-CD. Aber ein kurzer Test mit meinem laufenden System hier hat keine neuen Optionen bzgl. der Bootoptionen gezeigt. Und mit Wizard ist auch nur gemeint, dass man schrittweise auf Weiter> klicken muss.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Da ich nie mit einer VM gearbeitet habe, sondern immer mit "richtiger" Hardware, könnte ich mir vorstellen, dass das Programm sich da schlicht anders verhält (was eigentlich nicht sein dürfte).
Was passiert, wenn Du die Partition, die Du NICHT booten willst, versteckst?
Ich habe die freie Version 9.1.0 Home des EaseUS-Partition Master, habe die Prozedur aber auch mit Vorgängerversionen vielfach durchgezogen.
 
Neue VM, neues Glück:

Ich hatte den Verdacht, dass EaseUS die Optionen mit dem Booten nur dann anbietet, wenn man eine aktive Partition klont. In meinem Fall ist ja nicht die Windows-Partition als Bootpartition markiert, sondern die 100 MB große Boot-Partition. Also habe ich in einer neuen VM erst mal ein neues Partitionslayout erstellt:

1. Primär, NTFS, 20 GB
2. wie 1.
3. Erweitert, NTFS, restlicher Platz

Windows in die erste Partition installiert, meine Vermutung aus dem Startpost hat sich bestätigt: Es wird keine 100 MB Partition angelegt, die Windows-Partition bekommt das Flag 'Active'. Danach habe ich die 2. Partition wieder gelöscht, damit ich die 1. dorthin klonen kann. Aber EaseUS schert sich nicht um das boot flag. Wie ich gerade lese, soll das nur für DOS und Windows wichtig sein.

Am Wochenende werde ich erste Tests am Ziel-Laptop durchführen.

Gruß

FeliX_22

EDIT: (20.02.2012 um 21:09 Uhr)
Letztes Wochenende hatte ich kaum Zeit. Habe nur Windows 7b installiert und als nächstes folgt ein Backup der ganzen Festplatte, dann lösche ich die neue Partition und schaue inwieweit sich Windows 7a noch booten lässt. Wie gut, dass ich mir neulich eine DaRT-CD erstellt habe. Am kommenden Wochenende werde ich kaum Zeit haben und am Wochenende drauf werde ich mit Windows 8 beschäftigt sein, mal schauen wo ich das reinquetsche.

Ich habe in den beiden Datenträgerverwaltungen der jeweils anderen Windows-Partition keinen Laufwerksbuchstaben zugewiesen. Ich habe nicht daran gedacht, die Partitionen zu verstecken. Wüsste auch nicht wie das gehen soll. Ich kann ja nicht ständig zwischen dem Booten ins andere System mit den Partitionen spielen. Das einzige was ich gemacht habe, ist EasyBCD auf Windows 7b zu installieren und Name, Reihenfolge und Zeit einzustellen. Ich denke hier liegt der Knackpunkt. Wenn ich bei meinem nächsten Test Windows 7b lösche, werde ich zuvor in EasyBCD das Menü so ändern, dass Windows 7a gebootet wird .... Was wiederum hieße, dass ich gar nichts ändern muss, außer den Windows 7b-Eintrag zu löschen. Dies würde bedeuten, dass der BCD immer noch in der 100 MB großen System-reserviert-Partition liegt. Ich könnte jetzt noch weiter philosophieren, aber Punkt.

EDIT:
Eigentlich ist es doch völlig egal, ob mein Bootmanager von der 2. Windows-Installation oder von Linux (GRUB) kommt. Es geht doch letztendlich nur darum, dass ich irgendwann wieder zum ursprünglichen Zustand zurückkehren kann. Gegeben ist also das Partitionslayout:

  • 100 MB System-reserviert mit den Boot-Dateien
  • 100 GB (C:) Windows 7 x64 Professional
  • 200 GB (D:) Daten

mit defektem BCD (Bootmanager), weil ja die Windows 7b-Partition gelöscht ist.

So, jetzt ist die Frage, wie repariert man das? Ich glaube die Lösung ist ziemlich einfach. In einer VM habe ich mal probiert durch einfaches Klicken ein Windows 7 zu reparieren, bei dem die System-reserviert Partition gelöscht wurde. Hat mit den Computerreparaturoptionen nicht funktioniert. Es gibt aber Befehle wie fixmbr, fixbcd und fixboot. Die muss ich mir mal ansehen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Oh, dieser Thread noch!

Ich machs kurz:
  • In die zweite Windows-Partition booten, wo EasyBCD installiert ist.
  • Im Programm den Booteintrag des zweiten Windows löschen.
  • Von der Windows Setup-DVD booten
  • Die Partition des zweiten Windows löschen. Formatieren nicht notwendig.
  • Windows in die leere Partition installieren. Es wird keine neue System-reserviert-Partition installiert, sondern die erste Partition am Anfang der Festplatte genutzt (Flags: System, Aktiv).
  • EasyBCD installieren und das Bootmenü wieder anpassen (Namen, Standard, Reihenfolge und Zeit ).

Gruß

FeliX_22
 
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