Ganz klar OpenOffice.org, bzw. StarOffice
Bei MS Office sind die Umgewöhnungsschritte von Version zu Version so groß, daß man genausogut stattdessen zu OpenOffice.org wechseln kann.
Zu der Unverschämtheit, OpenOffice.org-Dokumente zu versenden:
Könnte ich gewesen sein. Ich finde es eine Frechheit, wenn Firmen irgendwelche Anleitungen oder Infos mit einer selbstgefälligen Selbstverständlichkeit als DOC anbieten, daß es nur so eine Pracht ist.
Deshalb verschicke ich mit derselben Arroganz OpenOffice.org-Dokumente, wobei ich mich dabei wenigstens noch an einen empfohlenen, im Behördenumfeld sogar vorgeschriebenen, Standard (OASIS) halte, während man beim DOC dann raten darf, ob das eher Word 1987, Word 2200, Word 2003, Word 2007 oder Word 1933 war.
Das von OOo verwendete Format
ist ein Industriestandard, der auch von vielen anderen Programmen verwendet wird, z.B. auch AbiWord oder KOffice (Beide Linux) oder Apples TexEdit unter MacOS/X.
Siehe dazu auch
hier
MS Office DOC ist es hingegen nicht.
Zu dem, was die Möglichkeiten angeht:
Ich nutze StarOffice (Aus dem ja OOo hervorgegangen ist) seit mindestens Version 5.1., bzw. schon vorher StarWriter ab 1.0 (Das lief übrigens unter CP/M und nicht wie hier manche behaupten, unter Linsuxx).
Dazwischen lag eine Phase WordPerfect.
Der Grund war, daß StarOffice eben Dinge kann, die MS Office nicht hinkriegte und teilweise noch immer nicht hinkriegt.
Das fängt beim Assistenten für Briefe im M$ Office an, der nicht in der Lage war oder gar ist, das Anschriftenfeld so zu plazieren, daß es nach DIN im Fenster des Fensterumschlages landet.
Wenn ich mir angucke, was für eine Rotze einem auch heute noch von Firmen in den Briefkasten gedrückt wird, kann es so viel besser nicht geworden sein.
Bei StarOffice nutze ich eine Vorlage, da sitzen die Markierungen für das Falten in einen DIN-Umschlag auf den µm genau, alles steht genau dort, wo es nach DIN auch hingehört, es sieht halt einfach alles aus wie aus einem Guss.
Und das merken auch die Empfänger, z.B. von Bewerbungen.
Ergo: Ich habe keine
Zeit, die ich mit Spielen wie MS Office verplempern könnte.
Daher habe ich mir auch OpenOffice.org auf'n Stick gekloppt und bei der Arbeit genutzt.
Die diversen Reports, die zu schreiben waren, habe ich direkt per PDF verschickt. Aber bei dem, was im Firmenumfeld normalerweise so hausintern in Word reingerotzt wird, fällt es nicht auf, ob das DOC von OOo exportiert oder direkt von Word erzeugt wurde.
Probleme mit dem Austausch gibt es erst dann, wenn komplexe Dokumente, wie Diplomarbeiten mit Formeln und unzähligen Fußnoten, konvertiert werden müssen.
Diesem Ärger werden wir für die Zukunft am besten los, indem die, die es sich leisten könnten, einfach nur OpenDocument-Formate, also Industriestandard, verwenden und bei einem DOC einfach zurückschreiben, daß sich die Scheiße nicht öffnen läßt.
Das führt dazu, daß immer mehr die
Verursacher der Misere, nämlich die Nutzer proprietären Softwaremülls, die Suppe auslöffen dürfen und durch den Druck zumindest Unterstützung für offene Dateiformate in MS Office implementiert wird, wenn nicht gar immer mehr wechseln.
Und genau das passiert:
netbib weblog » ULBD setzt auf Open Office «
New South Wales setzt auf OpenOffice.org
Deutscher Bundestag setzt auf OpenOffice
Viele weitere Referenzkunden, darunter z.B.
Polizeiamt für Technik und Beschaffung Niedersachsen
11.000 Plätze (verteilt auf die polizeilichen Dienststellen und Einrichtungen des Landes Niedersachsen).
findet man hier:
de: Referenzkunden
Ein weiterer Vorteil von OOo ist übrigens, daß es auf allen wichtigen Systemen verfügbar ist:
- Windows
- MacOS/X
- Linux
- Solaris
OOo zu nutzen bedeutet insofern auch ein Stück Freiheit. Nämlich die Freiheit, z.B. auf Mac OS/X oder Linux wechseln zu können, ohne dann Ärger mit seinen Dokumenten zu haben, oder MS Office für den Mac noch Mal kaufen zu müssen.