Ich denke, Glücklichsein ist oft etwas spontanes, was gerne plötzlich und unerwartet eintritt, z.B. in dem Moment, in dem mir etwas gelingt, woran ich längere Zeit getüfftelt habe, der Austausch eines Lächelns beim Vorbeigehen an einer völlig unbekannten Person, ein Glas Wein beim Rückblick auf einen schönen Tag.
Für mich gibt es für's Glücklichsein keinen Plan, kein Rezept. Ich könnte aus der Vergangeheit viele Beispiele von Situationen aufzählen, in denen ich Momente des Glücklichseins empfunden habe, aber ich könnte nicht sagen, was es grundsätzlich dafür braucht.
Vielleicht ist das ja ein Aspekt dieses Gefühls - es ist eben nicht planbar und willkürlich herbei zu führen. Gerade die Unberechenbarkeit macht es vielleicht besonders wertvoll.
Zur Zeit kann ich grundsätzlich feststellen, wenn mein jüngster Enkel (2 Jahre) kommt, seine kleine Hand in meine legt und sagt "Tomm, Opa" (das k kriegt er noch nicht hin), dann ist das so ein Moment. Gleichzeitig ist mir klar, dass das sich in 1-2 Jahren ändern kann/wird.