Was wäre euer Albtraum-Job? Thema 

Kellner. Unmöglich, dass ich 2 Teller gleichzeitig trage.^^
 
Ich glaube da gibt es bei weitem schlimmere Berufe. Bestatter, Tatortreiniger, wobei diese Berufe noch "harmlos" sind. Der absolute Alptraum, wäre eine Arbeit in einem Kinderhospiz.
 
..auf einer Kinderkrebsstation zu arbeiten- weder als Arzt noch als Schwester oder Pfleger.
Merkwürdig ...
... gerade an solch einem Arbeitsplatz hätte man doch die Möglichkeit, (kleinen) Menschen zu helfen, Trost zu bieten und ihnen – leider – evtl. den „Abschied für immer“ zu erleichtern.

Ist es wirklich so ein Albtraum, für Mitmenschen aktiv zu sein?
 
Ist es wirklich so ein Albtraum, für Mitmenschen aktiv zu sein?

bestimmt nicht, auch nicht für diejenigen, die eine solche oder ähnliche Antwort gegeben haben.

Tod, Abschied nehmen, loslassen sind für uns nach wie vor Tabuthemen.
Die Konfrontation mit unserer Hilflosigkeit und unserer eigenen Verlustangst bezüglich des Todes von unseren Lieben oder auch unseres eigenen Todes ist vielen in solchen Situationen zu nahe.
Umso mehr, wenn es Kinder betrifft. Die emotionale Belastung ist noch höher.

Tod und Trauer werden "vermieden", heißt, wir haben ganz wenig Erfahrung damit.
Solche Begegnungen verunsichern uns zutiefst.

Es gehört viel Reflektion, innere Stärke, und auch "Abgrenzungsfähigkeit" dazu, dort zu arbeiten.
Erstaunlicherweise kann man dann entdecken, wie bereichernd genau dies sein kann.
Für einen selbst.
Es hilft einem, Dinge zuweilen wieder in Perspektive zu rücken.
 
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Daß es gerade dort eine gehörige Schieflage gibt ist wohl unübersehbar.

Dazu ein kleines Beispiel: mich selbst.

Vor einigen Jahren bin ich in das Cuxland gezogen, um dort eine entsprechenden 3-jährige Ausbildung zu machen (nein, nicht ausschliesslich deswegen), und einen Praktikumsplatz hatte ich schon aufgetan. Soweit war zunächst alles ok.

Aber dann begann man mir Steine in den Weg zu legen, welche dazu führten, daß sich das Ganze zerschlug. Offenbar konnte man auf einen Umsteiger wie mich verzichten, welcher viele nützliche Qualifikationen aus anderen, aber auch verwandten Bereichen mitbringen konnte und bereit war, quasi für einen Hungerlohn das zu machen, was eigentlich kaum ein Mensch machen will.

Ich hätte mich sicher in die Richtung Sterbebegleitung und ähnliches spezialisiert, da ich keinerlei Probleme damit habe und andererseits weiß, wie wichtig gerade diese Arbeit für die Betroffenen ist. Ich muß nicht einmal penibel Arbeit und Freizeit trennen, da es mir nichts ausmacht, die Gedanken an Tod und Leid mit ins Private zu nehmen, da ich als ehemaliger Junkie, der inzwischen seine gesamte damjalige Clique um Jahrzehnte überlebt hat, bestens gelernt habe, damit umzugehen.

Ich weiß, wie schwer es für andere mitunter ist, mit solchen Dingen umzugehen und genau deswegen war ich bereit, mich dort zu engagieren. Aber offenbar hat man meine Hilfe nicht nötig (die Betroffenen selbstverständlich schon). Und genau deswegen ist dieser Bereich für mich tabu.

Wenn man meine qulifizierte Hilfe nicht haben will, dann bekommt man sie auch nicht unqualifiziert.

Mein Albtraum wäre es, in genau diesem Bereich arbeiten zu müssen. Aber keinesfalls wegen der Arbeit selbst, sondern wergen deren Überbau. Ich möchte nicht für Leute arbeiten (ich meine hiermit nicht die Zielgruppe, sondern die Arbeitgeber und deren Umfeld), welche ich abgrundtief verachte.
 
Merkwürdig ...
... gerade an solch einem Arbeitsplatz hätte man doch die Möglichkeit, (kleinen) Menschen zu helfen, Trost zu bieten und ihnen – leider – evtl. den „Abschied für immer“ zu erleichtern.
Ist es wirklich so ein Albtraum, für Mitmenschen aktiv zu sein?
Du muss so was dann aber auch emotional durchstehen können. Nicht jeder kann Kindern beim langsamem sterben zusehen. Es kann auch nicht jeder in einem Schlachthof arbeiten, wobei der Vergleich natürlich hinkt. Aber in beiden Fällen, kann so eine Arbeit schnell zum Alptraum werden.
 
@Konradin

Umsteiger haben es schwerer als Andere. Das ist sehr bedauerlich, denn scheinbar "geeignetere" Grundqualifikationen sind beileibe nicht automatisch ein Beweis für die tatsächliche Eignung, und gerade "Umsteiger" bringen oft gute Motivation und auch viel Verständnis mit.
Das merke ich auch bei uns in den Fortbildungen immer wieder.

Du wärest bestimmt sehr gut gewesen.

@Henry
Alptraum-Job denk ich ist auch immer wieder da, wo es meine Fähigkeiten eben übersteigt, bzw. ich mich überfordert fühle (und ggf. auch unter-fordert, dauerhaft), und zwar gerade so um dieses außer-Reichweite.
(Egal in welchem Bereich)
 
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Ärztin - und auch Kinderärztin.
Allein die Vorstellung Patienten kennen zu lernen, denen man nicht mehr helfen kan, kleinen wie großen,.. nein, da würde ich dran kaputt gehen :(
 
Streifendienst Polizist
Amazone, Hermes Co. Sklave
Lehrer
Physisch extremes in Lauter Lagerhalle, Müllmann, Rettungsdienst ect.
 
Für mich wäre auch der Job als Altenpfleger do gar nicht, aber ich habe hohen Respekt vor den Leuten, die diesen Job ausüben.
 
Das sind doch alles nur Unannehmlichkeiten, was ihr da schreibt. Ok, sterbende Kinder, das ist schlimm. Aber es geht noch schlimmer, wie ich hier mal lesen musste.

[...] Ich musste beruflich mehrere Kipos anschauen um festzustellen welche Tatbestände erfüllt sind... Ich wünsche es niemanden. Ich habe den Fehler gemacht und habe mich auf die Gesichter und nicht die Handlungen konzentriert. Wenn sie nicht unter Drogen standen, dann war ihr Gesichtsausdruck stumpf und tod. Diese Gesichter hatte ich noch lange in meinen Träumen...

Wenn man so etwas gesehen hat, empfindet man nur noch Wut gegen die Menschen, die Kinder durch solche Handlungen zerstören. [...]

Also das würde ich nicht mal unter Androhung von Gewalt tun.
 
[...]das muss leider einer sichten. wie soll man den besitzer sonst bestrafen? auf verdacht?
Dieses Konstrukt ist erste Klasse, aber trotzdem:

Wenn man den Anforderungen seines Berufes nicht gewachsen ist, sollte man überdenken (!),

ob man den richtigen Beruf gewählt hat, und
ob es nicht – auch für die mittelbar Betroffenen – besser ist/wäre, den Beruf zu wechseln (es gibt immer noch das Fließband bei BMW).
 
Postbote - bei jeden Wetter durch die Gegend hetzten und dann nur 3m fahren wieder anhalten, die ganzen schweren Paket rumschleppen :mad:
 
Altenpfleger, ich selbst bin einer, total unzufrieden aber das hat mehr was mit der Leitung zutun scheiß Zeiten und mehr
 
Bei mir wäre der Horrorjob auch im Callcenter, ich finde es auch so schlimm mit einem Anrufbeantworter zu reden!
 
Versicherungsmakler wäre für mich der Horror. Mit den Ängsten der Leute arbeiten und sie am Ende doch verarschen wenn´s darum geht Leistungen zu erbringen. :würg:
 
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