Weihnachtsgedichte Thema 

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spider123

Hallo
Ich suche ein sehr langes, besinnliches und trotzdem ein bisschen lustiges
weihnachtsgedicht Danke schon mal im voraus!!!
:thx::thx::thx::thx:
 
lustig net, aber schön:
Wann fängt Weihnachten an?
von Rolf Krenzer

Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute mal bei dem Stummen verweilt,
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise laut wird und der Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern du gehst,
so wie du bist, darauf zu,
dann, ja dann
fängt Weihnachten an.
:)
 
Hi!

was hälst du von dem hier:

Der Besuch des Weihnachtsmanns

Der Weihnachtsmann hat zugesagt:
Er will uns heut besuchen
Wir bieten ihm ein Schnäpschen an
Vielleicht auch etwas Kuchen
Auf alle Fälle wollen wir
Mit ihm uns unterhalten
Am besten reden wir dabei
Vom Job des lieben Alten

Ob er Beamtenstatus hat
Bezahlte Überstunden
Ob er als Nachfolger für sich
Azubis schon gefunden
Ob seine Schlittenelche stets
Gesundes Futter haben
Ob er auch gut versichert ist
Mit all den Weihnachtsgaben

Die Themen werden ihn bestimmt
Aus der Reserve locken
So bleibt der Alte sicherlich
Ein ganzes Weilchen hocken
Und während zwei von uns ihm dann
Ganz voller Unschuld lauschen
Geht heimlich einer schnell hinaus
Adressen umzutauschen

Dann kriegt das stark verwöhnte Kind
Der Eltern mit viel Kohle
Nur einen Lolli als Geschenk
Und nicht die Spielkonsole
Und auch die Markenjeans gehen nicht
Ans kleine Gör- wie schade
Statt dessen kriegt es nun zum Trost
´ne Tafel Schokolade

Ja, und so weiter und so fort
Viel mehr muss ich nicht sagen
Die Kinder, denen´s an nichts fehlt
Sie können das ertragen
Und wie viel mehr bedeutet es
All denen, die jetzt kriegen
Wovon sie höchstens mal geträumt
So wie man träumt zu fliegen

Stellt euch bloß vor, wie schön das wär
Wie glücklich viele wären
Adressentausch, viel öfter mal
Und nicht nur beim Bescheren!



Ich hoffe, ich konnte dir helfen
mfg sendy05
 
Pia und das Weihnachtsfest
Die Weihnacht kommt mit großen Schritten
und Winterfrost stapft hinterdrein,
die Menschen aneinanderrücken,
wer will schon gern alleine sein.

Und so sinne ich hinüber
zum leeren, dunklen Gasthausbau,
denn vielleicht kürt ja dort mal wieder
die Ballerina ganz in Grau.

Mein Blick fällt kopfüber durch Scheiben
und gleitet suchend durch den Raum,
und am Paneel seh' ich die Kleine
im Kampfe mit dem Tannenbaum.

Sie murrt, verflucht, der will nicht halten,
der Ständer ist doch viel zu dünn,
bis Pfeiler ihre Kraft entfalten
und langen einmal kräftig hin.

Jetzt steht er da, das grüne Schmuckstück,
der Boden knarrt, es ist geschafft,
aus Balken bröckelt leise Holzkitt,
was soll denn bloß nur dieser Krach.

Die Dielen quietschen, welch ein Wunder,
ein Tresenhahn tropft im Akkord,
die Türgriffe, sie werden munter
und drohen klinkend, wir zieh'n fort.

Erwidernd springt sie einen Salto,
denn Tanzen ist für sie ein Muss,
noch zwei, drei Schritte wohl Flamenco,
kurz einen Kreisel, schnell ist Schluss.

Nun zerrt beidhändig die Pia
Kartons mit Glaskugeln herbei.
Die Wipfelspitze ganz in lila
und Silberglöckchen fehlerfrei.

Dann setzt sie mühsam rote Lichter
und Kunststerne ins Astkleid ein,
der Christschmuck wird jetzt immer dichter,
festlicher Glanz im Kerzenschein.

Ne' Prachtdouglasie, ungelogen,
weil ihre Zweige stehen gut,
aus Zapfensamen selbst gezogen,
wuchs hier in Omas Fingerhut.

Den schenkte damals Onkel Christoff,
der in dem Schieferbergwerk war,
dazu ein Kissen aus Velourstoff
und Tischläufer aus Dackelhaar.

Als sie noch Kind war, Vater Jochen
die Fichten schlug am Wolfental,
die haben harzig, frisch gerochen
nach Fuchsschweiß und nach Büchsenknall.

Und einmal durfte sie dabei sein
auf Mamas Schlitten aus Metall,
der war aus Lampenblech, am Schleifstein
gefertigt vor dem Ziegenstall.

Vom Totenberg mit dem Schulranzen
hinunter zu der Knochenbahn,
mal auf und ab und über Schanzen,
bis frierend man nach Hause kam.

Damals war weißes Flockentreiben,
ja tage-, nein oft wochenlang,
und mit den Klöppelhandarbeiten
saß man dann auf der Ofenbank.

Doch nun schleppt sie wie wild Pakete
mit Kärtchen und mit Schleifen dran,
das sind Geschenke mit Tapete,
so gut verpackt, wie sie es kann.

Auf einem da steht rot Maria,
die wohnt hier bei der Feuerwehr,
das gelbe dort ist für die Lia,
die wohnt im Spind beim Militär.

Dahinter liegt noch eine Tüte
mit einem großen Stempel drauf,
Luftfracht von dem fernen Chile,
von Ed, der Pepperonimaus.

Der ist noch von der fünften Ehe
von Opas Bruder achter Frau
und trotzdem hält die "treue Seele"
Verwandtschaft zu der Mäusegrau.

Hinter der Bar, die längst ging Pleite,
ist straff gespannt ein Messingseil,
das ist ein Rest der Banjosaite
vom Sängerwettstreit dazumal.

Denn 30 Jahre sind vergangen
als hier die letzte Feier war,
Sektkorken durch die Lüfte sprangen,
man Neujahr rief, Prost und Hurra.

Und jenes Seil, das zupft die Minna,
die gerne Amaretto trinkt,
am Heilig Abend so wie immer,
wenn jeder dann ein Lied vorsingt.

Auch hat man schon die Gänsekeule
geklaut auf der Geflügelfarm,
am zweiten Feiertag gibt's Molche
vom Dorftümpel in saurem Rahm.

Und gerne will man weiterschauen,
doch plötzlich schlägt die Kirchturmuhr.
Mit Graupel kommt das Morgengrauen,
wie schnell sich doch die Zeit verlor.

Es folgen Kirchgang, Mahl, Bescherung,
doch eines ist inzwischen klar,
im "Showtempel der Tanzverehrung"
verläuft das Fest ganz wunderbar.
 
das ist lang vielleicht sagt es dir zu


Weihnachtslied einer gestressten Hausfrau

Draußen fällt der Regen nieder,
es weihnachtet so langsam wieder!
Die Kerzen sind noch nicht entzündet,
die Hausfrau man im Keller findet,
wo sie hektisch und gezielt
in diversen Kisten wühlt.
Irgendwo müssen sie doch sein,
sie tat sie letztes Jahr hinein!
Auf der Suche nach den Sternen
muss sie manchen Gruscht entfernen
Als alles liegt an seinem Ort,
der Hausfrau Sinn steht fast auf Mord!
Endlich fällt es ihr doch ein:
Auf dem Dachboden wird das Weihnachtszeug sein!
So wird auch der perfekt sortiert,
obwohl's die Frau dort schrecklich friert!
Schließlich hat die Kiste sie entdeckt,
in der das Sternengoldzeug steckt.
Der Baumschmuck hat sich auch gefunden,
doch der Baumfuß bleibt verschwunden.
Die Lichterkette geht nicht mehr,
da müssen neue Lämpchen her!
Sie schickt zum Baumarkt hin den Mann,
wo er beides kaufen kann.
"Wie gut!" denkt sie, "es ist noch Zeit,
bis zum Fest ist dann alles bereit!"

Lange bleibt der Mann verschwunden,
kommt zurück erst nach vielen Stunden.
Viel Werkzeug hat er mitgebracht,
nun kann er werkeln, dass es kracht!
Baumfuß und Lichter er vergaß,
auf Männer ist doch kein Verlass!
Na, ja, die Frau muss ja eh noch in die Stadt,
wo es viele Geschäfte hat.
Geschenke braucht sie für viele Leute,
und die besorgt sie alle heute.
Die Läden sind alle überfüllt.
Die Weihnachtsfreude überquillt.
Die Glöckchen klingen - oh, wie nett -
mit den Kassen um die Wett'.
Gut gelaunt und mit Gefühl
stürzt die Frau sich ins Gewühl.
Für jeden sucht sie mit viel Liebe
ein Geschenk in dem Geschiebe.
Als zu Haus sie angekommen,
vom Gewühl noch ganz benommen,
sieht sie die Kinder, diese Lieben,
für's Krippenspiel der Kirche üben.
Gerührt bleibt sie ein bisschen steh'n,
um sich dieses anzuseh'n.
"Wie gut!" denkt sie, "es ist noch Zeit!
Bis zum Fest ist dann alles bereit!"
Dann eilt sie schnell an ihren Herd,
weil sie Plätzchen backen wird.
Während sie den Keksteig rührt,
das Baby fröhlich matscht und schmiert.
Denn, was jede Mutter weiß:
Es ist aufs Plätzchenbacken heiß!
Am Ende sieht, oh Schreck, oh Graus,
die Küche wie ein Schlachtfeld aus.
Die Plätzchen mag leider niemand essen,
denn sie hat Gewürz vergessen.
Und so schmeißt die Hausfrau still
die schönen Kekse in den Müll.

Nun fängt sie mit dem Hausputz an,
fegt und wienert, was sie kann!
Denn Weihnachten soll alles fein,
ordentlich und sauber sein.
Die Fenster werden auch geputzt,
denn sie sind doch sehr verschmutzt.
Damit die Sterne festlich leuchten
muss die Scheiben sie befeuchten.
Das Wasser friert sofort zu Eis
- so ein Scheiß!
Die Hände sind ihr fast erfroren,
zudem werden ihr kalt die Ohren!
Doch endlich hat sie es geschafft:
Das ganze Haus glänzt musterhaft.
Ermattet sinkt die Hausfrau nieder,
es zittern ihre müden Glieder.

Doch sie darf jetzt noch nicht ruh'n,
es gibt doch noch so viel zu tun!
Erstmal neue Plätzchen backen,
und dann schnell die Päckchen packen.
Das Weihnachtspapier reicht ihr nie,
so näht kleine Säckchen sie
aus umweltfreundlich reiner Jute -
so ist die Gute!
Beinahe vergisst sie die Kalender
für die drei süßen lieben Kinder!
Sie werden sicher Augen machen,
denn die ganzen schönen Sachen
stellt sie alle selber her,
vom Zwerglein bis zur Feuerwehr!
Zum Gärtner muss sie auch noch laufen
Tannenzweige einzukaufen.
Das ganze Haus wird ausgeschmückt.
Der Gatte wird schon ganz verrückt,
ihn ausgefallene Nadeln zwicken
und rücklings in den Kragen pieken.

Mittels Leiter bringt die Frau dann
die Lichterkette draußen an.
Ihr Mann bekäm das doch nicht so schön hin,
Männern fehlt dafür der Sinn!
Während sie noch denkt darüber nach,
gibt es plötzlich einen Krach!
Die Leiter rutscht, es plumpst die Frau
auf ihr Hinterteil genau!
Wütend rappelt sie sich auf,
fängt noch mal an mit viel Geschnauf!
Endlich ist die Kette dekoriert,
die Hausfrau wieder einmal friert!

Der Weihnachtsmarkt hat angefangen
und mit Gatten und den Rangen
sie abends gerne rüberbummelt.
Die halbe Stadt sich auch dort tummelt.
Die Kinder haben keine Freude:
Im Fernsehen läuft 'n Trickfilm heute!
Schnell treibt sie's zurück an den heimischen Herd,
wo bald darauf die Glotze röhrt.
Das Chaos wächst, die Zeit saust schneller.
Die Frau rennt wieder in den Keller.
Zu prüfen was sie für das Fest
vom Kaufmann sich noch bringen lässt.
Wein und Käse schreibt sie nieder,
Sekt brauchen sie auch schon wieder,
eine Gans und anderes auch
für einen gut gefüllten Bauch.
Da fällt es ihr zum Glück noch ein:
Kamillentee muss auch noch sein!

Zwischendurch übt sie noch viel
mit den Großen für das Krippenspiel.
Hirten sollen sie sein, die Zwei.
Da müssen noch Umhänge herbei!
Damit sie schöne Hirten sind,
näht sie einen für jedes Kind.
Am nächsten Morgen probiert sie dann
die Umhänge den Kindern an.
Beide sind gar hoch erfreut,
aber gleich das Baby schreit,
weil es keinen Umhang hat!
Die Mutter weiß sich keinen Rat,
und so näht sie auf der Stelle
noch so eine Hirtenpelle!

Die Gören haben unterdessen
alle Plätzchen aufgefressen.
So wirft die Frau den Herd noch mal an,
damit auch keiner verhungern kann.
Nachdem die Küche schon verschmiert,
wird auch noch Stollen fabriziert.
Im Esszimmer haben die Rangen
unterdessen zu basteln angefangen.
Jedes schenkt ihr einen Stern,
das Mutterherz lacht, so hat sie es gern.
Am Polsterstuhl der Kleber klebt,
Engelshaar um die Lampe schwebt.
Leise rieselt der künstliche Schnee,
auf dem Tischtuch steht ein Apfelsaftsee.
Zum Aufräumen ist natürlich keiner bereit,
das macht die Hausfrau, denn die hat ja Zeit!

Am Sonntag fährt sie mit dem Manne
in den Wald zu holen eine Tanne.
Es regnet und eiskalte Winde wehen,
eigentlich können sie kaum etwas sehen.
Wie immer fällt die Entscheidung nicht leicht.
Endlich findet der Mann, dass es reicht.
"Wir nehmen jetzt einfach diesen hier!
Ich will heim zu meinem Bier!"
Gesagt - getan, er wird im Auto verstaut,
die Hausfrau sich dabei den Mantel versaut.
Leise schimpfend kommen sie dann
samt Tannenbaum zu Hause an,
wo man ihn mit viel Verdruss
in den Keller schaffen muss.
Dabei er, wie sich's gehört,
schon mal einen Großteil der Nadeln verliert.
Noch mal putzt die Hausfrau das Heim,
es soll doch alles schön weihnachtlich sein!

Abends möchte sie eigentlich nur pennen,
wenn am Adventskranz die Lichter brennen.
Doch sollte sie mit den Kindern noch singen
und ihnen ein Gedicht beibringen.
Die Gören haben dazu nicht viel Lust,
das Gedichtelernen bringt ihnen nur Frust.
Glücklicherweise fängt sodann
der Adventskranz zu brennen an.
Schnell ist gelöscht das kleine Feuer,
der Schaden ist zum Glück nicht teuer.
Die Weihnachtsdecke hat nen schwarzen Fleck,
der geht leider nicht durch Waschen weg!
In Windeseile stickt die treue
Frau der Familie eine neue,
damit das liebe Baby dann
sie gleich wieder bekleckern kann.

Dann kommt der große Tag heran,
festlich gekleidet sind Kinder und Mann.
Die Hirtenumhänge frisch gebügelt,
das Temperament ist kaum gezügelt.
So brechen sie zur Kirche auf.
Die Hausfrau bleibt allein zurücke,
auf dass den Tannenbaum sie schmücke.
Mit Geschiebe und Geschleppe
kriegt den Baum sie hoch die Treppe.
Das Weihnachtsgeflügel im Ofen schon brät,
als die Hausfrau langsam in Panik gerät.
Den Baumfuß hat sie zwar gefunden,
aber nun ist der Schmuck verschwunden!
Hektisch sucht sie in allen Schränken,
kann schon beinahe nicht mehr denken.
Da fällt es ihr zum Glück wieder ein:
Das Zeug muss noch auf dem Dachboden sein!

Sie galloppiert hinauf die Treppen,
um die Kiste hinunterzuschleppen.
Engel, bunte Kugeln aus Glas,
Nüsse aus Gold, für jeden was!
Festlich wird der Baum geschmückt,
und dann in die richtige Ecke gerückt.
Bewundernd will sie auf's Sofa sinken,
und vielleicht noch ein Likörchen trinken.
Doch überall hat der Baum Nadeln verteilt,
die Hausfrau nach Besen und Kehrblech eilt,
denn Weihnachten muss alles fein
sauber und in Ordnung sein!

Da ertönt aus der Küche ein Knall!
Der Backofen, der war einmal!
Die Gans ist einfach explodiert!
Der Ofen raucht, die Wänd' sind verschmiert!
Hinter der Frau eine Kugel zerschellt!
Sie fährt herum: Der Christbaum fällt!
Und er landet ganz genau
auf unserer armen Weihnachtsfrau!
Lametta ihren Kittel schmückt,
die Frisur ist ganz zerdrückt.
Da sitzt sie nun inmitten der Trümmer,
verqualmt sind Küche und das Zimmer.
Langsam ist ihr alles egal,
doch da erwacht sie auf einmal!
Sie liegt auf dem Sofa, es war alles ein Traum!
Sie lacht und denkt: "Das passiert mir doch kaum!
Selbst schuld, wenn man vor der Heiligen Nacht,
frau sich so fürchterlich viel Arbeit macht!
Das muss wahrhaftig doch nicht sein!"
Dabei fällt ihr aber ein:
Die Fenster sehen schrecklich aus,
und sie muss noch putzen das Haus.
Außerdem sollte sie vielleicht
nachsehen, ob der Weihnachtsschmuck reicht...

Copyright: Ursel Fendler

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ich hätt da gleich noch eins

Die Weihnachtsmaus
von James Krüss

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.



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Die heil'gen
Drei Könige

Die heil'gen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
"Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?"

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgen einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern blieb steh'n über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die heil'gen Drei Könige sangen.
​
 
The Weihnachts-Poem

When the last Kalender-sheets
flattern through the Winter-streets
and Decemberwind is blowing,
then is everybody knowing
that it is not allzuweit:
she does come, the Weihnachtszeit.
All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihrem Stübel
run to Kaufhof,Aldi, Mess
make Konsum and business.
Kaufen this and jenes Dings
and the churchturmglocke rings!
Manche holen sich a Tännchen.
When this brennt, they cry: 'Attention!'
Rufen for the Feuerwehr:
'Please come quick and rescue here!'
Goes the Tännchen up in Rauch
they are standing on the Schlauch.
In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufting, bakes,
hit is now her Yoghurtkeks.
And the Opa says as tester:
'We are killed bis zu Sylvester.
' Then he fills the last Glas Wein,
yes, this is the Christmastime.
Day by day does so vergang,
and the holy night does come.
You can think,you can remember,
this is immer in December.
Then the childrenlein are coming
candle-wachs is abwärts running
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angles look so fine
Weil,this is the Weihnachtstime.
Baby-eyes are big and rund,
the family feels kerngesund,
when unterm Baum is hocking -
really nothing can them shocking.
They are happy,are so fine,
this happens in Christmastime.
The animals all in the house,
the Hund, the Katz, the bird,the mouse,
are turning round the Weihnachtstree
weil they find Kittekat and Schappi
in the Geschenkkarton von Pappi.
The family begins to sing
and wieder does a Glöckchen ring.
Zum Song vom grünen Tannenbaum
die Tränen rennen down and down -
bis the mother plötzlich flennt:
'Die Gans im Ofen ist verbrennt!'
because her nose is very fine
wie jedes Jahr zur Christmastime.

Gruß Gordon
 
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