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Sierb: Allmählich fange ich an, an deinem Verstand zu zweifeln. Wer bist du eigentlich, daß du mir den Mund verbieten willst und mir auf Aussagen hin, welche eigentlich gar keine sind,
Populismus unterjubeln willst?
Ist meine Kernnaussage aus diesem Thread
'Als Diskussionsgrundlage hier im Politikforum ist es mir einfach zu dürftig.' etwa populistisch? Ich wollte lediglich aufzeigen, daß ich es nicht ok finde, wenn man von anderen detaillierte Aussagen erwartet, aber andererseits die Mühe scheut, sich auch nur grundsätzlich zu informieren. Ich vermisste eine auch nur annähernd präzise Fragestellung und mokierte mich darüber. Gut möglich, daß dir meine Art mich darüber zu mokieren widerstrebt, mein lieber
Sierb, aber populistisch ist sie ganz bestimmt nicht. Wenn man sich einmal die Mühe macht, die Regeln für das Politikforum etwas eingehender zu studieren, dann wird dem einen oder anderen auffallen, daß zumindest hier schon etwas mehr Substanz erwartet wird.
Inhaltlich habe ich mich über die CDU in diesem Thread ausgesprochen wenig geäußert. Außer einen Link an späterer Stelle über den Werdegang 'unserer' Frau Kanzlerin. Ich schrieb, daß ihr Standpunkt (CDU) sei, die Wahl gewinnen zu wollen. Dies ist offensichtlich der Fall, wenngleich es natürlich auch für andere Parteien gilt. Wäre die Fragestellung gewesen 'worin unterscheidet sich die CDU von den anderen Parteien' oder 'was speziell will die CDU', so wäre meine Antwort sicherlich einen andere gewesen.
Die pauschale Frage nach der Sicherheit, die in dieser Form übrigens eine Unterstellung ist (beschäftigen sich wirklich ALLE Parteien damit?) lässt sich so, wie sie gestellt wurde, kaum anders kurz beantworten.
DU meinst also allen Ernstes, die CDU stehe für
nachhaltiges Wachstum? Wirschaftswachstum, indem man den Banken Milliarden in den Arsch schiebt?
Nein, ich gehe jetzt nicht auf deine Punkte im Einzelnen ein, das schiebe ich gleich noch hinterher. Sonst wir es mir einfach zu lang. Schließlich habe ich auch noch anderes zu tun. Ein Frühstück im Garten hat auch seinen Reiz.
Übrigens ist es eine
glatte Lüge, daß alle Parteien außer den Linken für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan sind. Du bist also der Meinung, die Piratenpartei z.B. ist für den Einsatz der Bundeswehr? Dann zeige mir bitte einmal, wo sich das nachlesen lässt. Ich halte diese Aussage eher für eine reine Erfindung von dir.
Um gegen menschenverachtende Zustände zu sein muß man nicht automatisch für einen Einsatz der Bundeswehr sein, schon gar nicht auf die Art und Weise, wie er augenblicklich stattfindet. Aber die Bundeswehr scheint ohnehin das neue Zauberwort zu sein. Erst Einsätze in Afghanistan, dann Einsätze im Innerern. Na, wie hätten wir es gern?
Nein,
Sierb, das, was du hier von dir gibts ist kein Popuslismus, es ist eine gezielte Taktik, andere Meinungen schon im Vorfeld ausbooten zu wollen. Die Populismus-Keule anzuwenden, wenn eigentlich noch gar nichts gesagt wurde, ist allerdings pure Dummheit. Versuchen kann man es ja mal, aber dumm, wenn man sich dabei erwischen lässt, weil man gar zu ungeschickt vorgeht.
Schlimm, wenn man fremde Meinungen meiden muß wie der Teufel das Weihwasser. Könnte man den Argumenten gegebenenfalls nicht gewachsen sein, muß sich aber dennoch starr ein Weltbild klammern, in welchem die Farbe vorgebliche Freunde wichtiger ist als das, was real geschieht.
Andere hingegen gibt es, die diskutieren, um Argumente auszutauschen. Ich persönlich muß zugeben, daß ich durch Diskussionen im Laufe der Jahre so einiges gelernt habe. Leider geht dies nur, wenn man auch einmal einsieht, wo etwas hapert, und nicht pauschal mit irgendwelchen Keulen um sich schlägt. Das wiederum halte ich für reinen Populismus. Mit Streitkultur hat dies allerdings nichts zu tun.
Gruß Konradin
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Sierb schrieb:
Die CDU steht für
1. Nachhaltiges Wachstum
2. Familien mehr unterstützen. Vor allem die mit mehren Kindern
3. Verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, Klimaschutz durch umweltfreundliche Energien und
4. Chancen und Lohngleichheit für Frauen
5. Migration begrenzen und Integration stärken.
6. Sicherheit in Deutschland.
7. Arbeitsplätze schaffen.
1 - Wirtschaftswachstum, indem man den Banken Milliarden in den Arsch schiebt?
Wachstum des Verantwortungsgefühls z.B. für Banker, damit sie andere nicht nur an ihren Verlusten partizipieren lassen?
Wachstum der Lebensarbeitszeit, in dem das Rentenalter immer mehr ansteigt?
Wachstum der monatlichen Arbeitszeit, indem man immer mehr schuften muß, um sich durch Billiglohnjobs über Wasser halten zu können?
Nachhaltiges Wachstum der Datenmenge, die über jeden einzelnen Bürger vorrätig gehalten wird?
Wachstum der Einsatzmöglichkeiten der Polizei und der Bundeswehr auch im Inneren, so wie es uns schon einmal vorexerziert wurde? Der Name 'Gustav Noske' dürfe dem einen oder anderen bekannt vorkommen, auch wenn dieser sicher nicht in der CDU war. Aber man lernt ja aus der Geschichte. Oder man lässt es bleiben.
2 - ein tolles Schlagwort. Familie (und gegebenenfalls Schäferhunde) zieht sowieso immer. Aus diesem Thema halte ich mich besser heraus.
3 - Ist es verantwortungsvoll, weiterhin Atommüll zu produzieren, von dem man bis heute noch nicht annähernd sicher weiß, wie man ihn dauerhaft lagern kann? Ist dies umweltfreundlicher Klimaschutz? Nein, bloß weil man sich nette Schlagworte (vielleich doch Populismus?) auf die Fahne schreibt, deswegen wird weder etwas verantwortbar noch umweltfreundlich noch das Klima schützend.
4 - vor allem für Kanzlerinnen. Sorry für meinen Zynismus. Ist es nicht auch so, daß man diese Fragestellung von zwei Seiten aus betrachten kann? Senken wir die Chancen und Löhne soweit ab, daß sie für alle gleich niedrig sind. So ergibt es einen Sinn.
Rein sprachlich ist diese Fragestellung eigentlich schon entlarvend genug. Lohngleichheit für Frauen (untereinander) ist etwas anderes als Lohngleichheit für Männer und Frauen. Aber die Zeiten für schieren Sexismus sind ohnehin längst vorbei (außer vielleicht in einigen wenigen Köpfen, die es noch nicht bemerkt haben). Der ist nur noch für den Wahlkampf brauchbar. Es klingt immer gut, wenn man ein Herz für Frauen hat. Es geht um arm und reich, das Geschlecht ist mittlerweile egal.
5 - Ein wichtiger Wahlkampfpunkt, um den rechten Rand des eigenen Spektrums abzuschöpfen. Seit jeher war die Migratinspolitik genannte Fremdenfeindlichkeit rechter Gruppierungen zentraler Bestandteil deren Politik. Integration in eine 'Leitkultur' als plumper Unterwerfungsakt bis hin zum Verleugnen der eigenen Identität ist keine Integration. Da muß man schon etwas mehr abwägen. Genauso, wie die 'Wiedervereinigung' im Grunde genommen keine Vereinigung war.
6 - Der Kurs von Herrn Schäuble und Frau von der Leyen ist doch mehr als deutlich. Widerstand wird im Keim erstickt, das nennt man Sicherheit. Sicherheit für die CDU, diese Art Politik weiter betreiben zu können.
Die Sicherheit des 'kleinen Mannes', seinen Arbeitsplatz zu behalten, ist damit wohl nicht gemeint. Ebensowenig die Sicherheit, daß das Geld auch Morgen noch reichen wird.
7 - Indem sie das Lohnniveau so weit im Keller lässt, daß manche noch zusätzliche staatliche Hilfe benötigen, weil es vorne und hinten nicht reicht? Es geht nicht nur um die Anzahl der Arbeitsplätze, sondern auch um deren Qualität.
Rein rechnerisch könnte man durchaus einen guten Job durch zwei Billigjobs ersetzen und schon ist es ein Job mehr. Ebenso kann man problemlos Arbeitslose in Maßnahmen stecken, die als Arbeitsplatz gezählt werden. Dies wird in einem nicht unwesentlichen Umfang bereits gemacht. Es gibt einige statistische Tricks, mit welchen man Arbeitsplätze numerisch schaffen kann, ohne daß es sie wirklich gibt.
Letztendlich interessiert da aber nicht. Wenn ich rückhaltlos für Arbeitsplätze bin, dann bin ich am besten gleich für den Krieg. Der schafft nämlich mit Sicherheit weitaus mehr Arbeitsplätze als jede andere Maßnahme. Es geht aber nicht um den Götzen Arbeitsplatz, sondern um reale Arbeitsbedingungen. Was nützt mir ein Job, wenn ich meinen Lebensunterhalt letztendlich nicht davon bestreiten kann?