Wikileaks - was haltet ihr davon? geschlossen 

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voodoo44

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Und gleich der zweite Thread von mir hinterher ... Rundumschlag heute, sozusagen ;)

Meine Frage an euch: Wie steht ihr zu Wikileaks? Findet ihr es gut? Traut ihr Wikileaks zu 100%? Gibt es negative, oder nur positive Seite? Oder doch nur negative und keine positiven?

Meine Meinung: Wikileaks selbst ist mir ziemlich egal - jedoch die Leute, die "darauf schwören" sind mir sehr suspekt. Einerseits ist man ALLEM, was irgendwas mit Politik oder Kapitalismus zu tun hat, sehr kritisch gegenüber - aber einer Plattform, die streng geheime Militärtagebücher und ähnliches veröffentlicht wird als der Messias angesehen und keineswegs kritisch betrachtet?
Wer hat die Echtheit der Dokumente dort bestätigt? Wer hat bestätigt, dass Wikileaks kein Teil der Geheimdienste aus China, Russland oder sonstwo sind?
Was haltet ihr von der Aufforderung auf der Wikileaks-Seite, dass man wohl kräftig an Wikileaks spenden sollte?
Sind das nicht alles irgendwo Indizien, dass da was nicht ganz koscher sein KÖNNTE? Aus welchem Grunde hat man die Namen der afghanischen Informanten in den Dokumenten drin gelassen? Um den "bösen Taliban" zu helfen? Oder einfach nur, um den USA zu schaden?
Woher hat Wikileaks diese Dokumente? Wie kommt man an soetwas heran? Ist es schlussendlich alles nur ein riesiger blöff der USA oder von anderen Geheimdiensten?
 
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Traut ihr Wikileaks zu 100%?

Wer dem Internet heutzutage noch zu 100% traut ist eh selber schuld ;)

Wer hat die Echtheit der Dokumente dort bestätigt? Wer hat bestätigt, dass Wikileaks kein Teil der Geheimdienste aus China, Russland oder sonstwo sind?

Niemand. Offiziell heißt es zumindest: "Wikileaks wurde von chinesischen Dissidenten, Mathematikern und Technologen junger Unternehmen, aus den USA, Taiwan, Europa, Australien und Südafrika gegründet." .. "Gleichzeitig ermöglicht Wikileaks 'geleakte' Dokumente einer viel genaueren Untersuchung zu unterziehen als jegliche Medienorganisation oder Nachrichtendienste es könnten: die exakte Untersuchung durch eine weltweite Gemeinschaft von informierten Wiki-Redakteuren."

Wer diese "informierten Wiki-Redakteure" nun sind weiß wohl keiner so wirklich, wahrscheinlich aber Leute die "Politik und Kapitalismus", wie du es nennst, genauso kritisch gegenüberstehen wie du ;)

Woher hat Wikileaks diese Dokumente? Wie kommt man an soetwas heran?

Wie kommen Scene-Groups an Computerspiele noch bevor sie herausgebracht werden? - du verstehst?

Irgendjemanden gibt es immer, der seine Position bzw. Macht "ausnützt" (im positiven wie auch negativen Sinne), sei es für Geld oder Ruhm, Sinn für Gerechtigkeit, Rache, etc.

Die Story die mich persönlich von WikiLeaks überzeugt hat, war das US-Militärvideo eines Apache-Kampfhubschraubers welches einen Luftangriff zeigt, bei dem auch 2 Journalisten getötet wurden.
Ich habe das Video ca. 1 Woche bevor es in den Medien kam durch Zufall - eben auf Wikileaks - gesehen. Wie man heute auch weiß, ist es von einem Soldaten hochgeladen worden.

Natürlich hast du Recht, wie alles im Leben sollte man auch das kritisch betrachten, jedoch finde ich, es gibt nur positive Seiten - wenn man von den allgemeinen negativen Seiten des Internets absieht.

mfg w0nk
 
zu wikileaks fällt mir vor allem dies ein:

Wikileaks und Afghanistan - Pressefreiheit oder Kampagne? | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg


durchaus punkte, über die man sich gedanken machen sollte! gerade, wenn man mal etwas über das, was in dem bericht so gesagt wird, nachdenkt: wikileaks sagt ja selber, dass niemand durch diese geleakten dokumente gefährdet würde. doof nur, dass in den dokumenten u.a. auch namen von afghanischen informanten der us-armeen stehen - für die taliban ist das natürlich genau das, was sie brauchen: die namen der verräter, die in den augen der taliban sterben müssen! und damit werden durch dieses leaken der dokumente doch tatsächlich menschenleben in gefahr gebracht. und was sagt wikileaks dazu? richtig, nichts.

also aus meiner sicht ist das einfach nur grob fahrlässig! denen geht es doch ausschliesslich um profit und image, menschenleben sind denen dabei - wie man ganz offensichtlich sehen kann - relativ egal. hauptsache, das image stimmt und man hat mal wieder ne "bombe", die man der presse präsentieren kann und womit man ganz nebenbei noch ein wenig "prominenz" erreichen kann!

wenn es nach mir ginge: wikileaks sollte, bevor es irgendwelche dokumente der breiten öffentlichkeit zugänglich macht, zumindest vorher namen, bilder et c. von personen, welche eben nicht als "öffentliche person" gelten, entfernen bzw. soweit unkenntlich machen, dass diese personen eben nicht mehr identifiziert werden können!
 
Die Story die mich persönlich von WikiLeaks überzeugt hat, war das US-Militärvideo eines Apache-Kampfhubschraubers welches einen Luftangriff zeigt, bei dem auch 2 Journalisten getötet wurden.
Gibt es dazu denn Beweise, dass dieses Video gänzlich ungeschnitten ist? Und dass es auch nicht irgendwie aus dem Kontext gerissen wurde?
Ich bin dem gegenüber immer sehr kritisch. Davon mal abgesehen sollte man auch dran denken, dass da unten Krieg herrscht - und im Eifer des Gefechts (es geht immerhin auch um die Leben der Soldaten) schnell aus einem Schirm o.ä. plötzlich aus der Ferne ein Gewehr werden kann.

Ansonsten stimme ich da grob mit locutus überein - und danke für diesen wirklich interessanten Artikel, kannte ich nicht!
Mal schauen, ob sich sonst noch jemand einklinkt ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Diskussion kenne ich. Und ein einzelner Angriff mit einem Hubschrauber stellt denke ich eher nicht die gesamte Konfliktsituation, bzw. die gesamte Kriegshandlung dar. Oder liege ich da falsch?
 
voodoo44 schrieb:
Wer hat bestätigt, dass Wikileaks kein Teil der Geheimdienste aus China, Russland oder sonstwo sind?
Wer hat eigentlich bestätigt, daß das FSB nicht auch längst von den Chinesen (oder meinetwegen auch den Marsmenschen) unterwandert ist und auf wessen Gehaltsliste stehst möglicherweise du selbst?

Ich finde es grundsätzlich gut, wenn auch Informationen zur Kenntnis gelangen können, welche außerhalb des täglichen Standard-Nachrichten-Breis stehen. Natürlich gibt es auch Leute, welche sich einzig und allein der 'Informations'-Quelle 'BILD' bedienen, da muß man natürlich nichts hinterfragen.

Eigenartig nur, daß man von Informationen aus Quellen wie WikiLeaks einerseits 100%ige Authentizität abverlangt, ihnen aber andererseits nicht traut. Wäre man doch nur den anderen Nachrichtenquellen gegenüber genauso kritisch. Aber weil es im Fernsehen war, deswegen wird es wohl schon stimmen...

Mir persönlich sind solche Quellen wie WikiLeaks lieb und teuer, zeigen sie doch Aspekte auf, die andere gern unter den Tisch kehren. Natürlich bete ich deren Botschaft nicht nach, aber es bereichert ungemein und über je mehr (auch unterschiedliche) Informationen ich verfüge, desto fundierter kann ich mir aus dem Gesamtangebot aller Informationen ein Bild machen.

P.S. Wenn einer Informationen mit aller Gewalt vertuscht, ein anderer sie aber aufdeckt, wer ist dann grundsätzlich glaubwürdiger? Etwa derjenige, der bewusst Informationen unterdrückt?
 
Eigenartig nur, daß man von Informationen aus Quellen wie WikiLeaks einerseits 100%ige Authentizität abverlangt, ihnen aber andererseits nicht traut.
Natürlich verlangt man 100% Authenzität - aus welchem Grund auch nicht? Wenn man den Anspruch von Wikileaks vertritt, sollte man auch alles zu 100% belegen können und keinen Unsinn verbreiten.
Was hat das nun mit trauen und nicht trauen zu tun?

Wäre man doch nur den anderen Nachrichtenquellen gegenüber genauso kritisch. Aber weil es im Fernsehen war, deswegen wird es wohl schon stimmen...
Komischerweise habe ich bisher genau die gegenteilige Erfahrung gemacht: Viele der Internetuser brauchen keine Beweise für das, was von Wikileaks kommt. Sobald aber etwas im TV kommt, ist es grundsätzlich lug und trug.
Aber so ist es heutzutage: Passt einem etwas nicht in den Kram, so ist es grundsätzlich erstmal "manipuliert". Stimmt das alles mit der eigenen Meinung überein, so wird es grundsätzlich erstmal geglaubt und auch mit eigenen Argumenten untermauert.
Bestes Beispiel sind hier diverse Studien für und gegen "Killerspiele". Man lese sich die Kommentare auf diversen Newsseiten nur mal durch. In meinen Augen sollte man grundsätzlich jeder Studie, Veröffentlichung usw. erst einmal kritisch gegenüberstehen und nicht alles sofort verteufeln oder als bare Münze hinnehmen.

Mir persönlich sind solche Quellen wie WikiLeaks lieb und teuer, zeigen sie doch Aspekte auf, die andere gern unter den Tisch kehren.
Die aber dennoch leider (noch) nicht zu 100% nachweislich korrekt sein müssen. Aktuell wirkt Wikileaks einfach nicht so vertrauenswürdig, wie es man sich gern nach außen gibt.

Natürlich bete ich deren Botschaft nicht nach, aber es bereichert ungemein und über je mehr (auch unterschiedliche) Informationen ich verfüge, desto fundierter kann ich mir aus dem Gesamtangebot aller Informationen ein Bild machen.
So sollte es eigentlich auch laufen. Nur nehmen viele der "intelligenteren" Internetuser eben genau diese Dinge, die ihnen selbst sehr gut passen, als die "ultimative Wahrheit" her.

Wenn einer Informationen mit aller Gewalt vertuscht, ein anderer sie aber aufdeckt, wer ist dann grundsätzlich glaubwürdiger? Etwa derjenige, der bewusst Informationen unterdrückt?
Oder derjenige, der mit aller Macht versucht diese Informationen aufzudecken, gleichzeitig aber (bewusst oder unbewusst) einige wichtige Punkte nicht "aufdeckt", sondern nur die Dinge, die gerade in das eigene "Propagandabild" passen.
Die Kaltschnäuzigkeit im Umgang mit Menschenleben von afghanischen Informanten (beispielsweise) lasse ich mal außen vor. Dann lieber vertuschen von Informationen als soetwas.
 
Tja, fangen wir doch mit Altgewohntem von meiner Seite an ;)
voodoo44 schrieb:
Traut ihr Wikileaks zu 100%?
Da sich derzeit selbst Dein Vater höchstens zu 99,9% sicher sein, das Du sein Nachkömmling bist, zeigt sich schon daran, wie es auch ansonsten mit 100%igen Sicherheiten bestellt scheint. :D
Der Anschein trügt eben allzu oft.

Und noch 'nen kleiner Einschub, der hier mal sein muss:
Deine hierzu angebotenen alternativen Antworten zeigen mir zudem auch nur eines "überdeutlich"!
Die Einhaltung und Verständlichkeit der deutschen Grammatik und Syntax im Hinblick auf logische Alternativen tendiert bei Dir auch nicht gerade gegen 100% :muesli:

Kurzum:
Vertrauen ist gut...Kontrolle aber immer besser.
Und 100%ige Sicherheit gibt es wohl kaum mal.

voodoo44 schrieb:
Wikileaks selbst ist mir ziemlich egal
- jedoch die Leute, die "darauf schwören" sind mir sehr suspekt.
Zum Einen schade, wenn Dir ungefilterte Informationen am Allerwertesten vorbeigehen,
andererseits doch gut zu hören, dass Dir all zu fanatische "Gläubige" auch suspekt sind :D

Allerdings relativierst Du diesen teilweisen guten Eindruck dann doch gleich wieder durch abstruse (scheinbare) Indizienketten, die nun wirklich jede Plausibilität vermissen lassen und eher an Verschwörungstheorien erinnern.

"Geheim"dienste müssten doch mit dem berühmten Beutel gepudert sein, wenn sie über derart lange Zeit so viel offensichtlich später als "wahr" verifiziertes dergestalt an die Öffentlichkeit bringen würden.
[Da gibt es doch subtilere und auch wesentlich effektivere Methoden, auch mal Whres zur Durchsetzung eigener Ziele einzustreuen ^^.]

Ein Spendenaufruf per se ist so auch nichts Verdächtiges,
zeigt er doch nur, dass (zumindest scheinbar) keine staatlichen oder privaten Investoren bereit stehen, um eine derartige Organisation wie Wikileaks am Laufen zu halten.

Dergestalt könnte man sonst ja fast jede auf Spendenbereitschaft angewiesene Organisation erst einmal pauschal unter Generalverdacht stellen...;)
Seien es nun diverse Parteien (*g*) oder eben Organisationen wie Greenpeace, die Unesco (*bg*), das Rote Kreuz oder die Caritas/Welthungerhilfe etc.pp.

Nein, nach langjährigen, bewährten "Aktionen" ist solch ein Spendenaufruf für mich hier eher ein Indiz für überparteiliches, unabhängiges Handeln, welches (kaum) einem Sponsor verpflichtet ist ;)

Allein deshalb sind allerdings die Informationen auf Wikileaks nicht die allein selig machende Wahrheit.

Allerdings ist mir in den vergangenen Jahren noch gar kein Fall von Des- oder Fehlinformation durch Wikileaks vorgekommen...
Und ich arbeite im Recherchewesen...

@ locotus ;)
Die Kontraste-Site hierzu als Bewertungsreferenz, zudem noch mit Aussagen einer FDP-Parteisoldatin "dekoriert hervor zu heben, halte ich allerdings für fast schon unverfroren...(wenn vllt. hier auch unbewussßt geschehen)
Wenn wir nämlich grundsätzlich hier schon von Authentizität "schreiben" ... :D
Denn wie (fachlich) qualifiziert sich hier z.B. diese "Freie" Demokratin äußert, lässt sich u.a. auch schnell hier aus ihrer Vita nachrecherchieren ;) -> Einzelnachweise -> 2
Elke Hoff ? Wikipedia
Noch spitzere Kommentare verkneife ich mir hier wohl besser dazu :rolleyes:

Übrigens...
Wenn man hier überhaupt von Fahrlässigkeit sprechen sollte,
dann vor allem bzgl. der weitgehenden Inkompetenz, Unwissenheit und verbalen (Dauer-)Blubberei diverser deutscher Politiker,
die sich u.a. schon seit 2004 nicht von vielen gut informierten Experten raten lassen wollte...
Z.B. bzgl. solcher militärischer "Hilfseinsätze" und deren Erfolgsaussichten.
Apropos, auch hier im Pol-Forum finden sich zuhauf alte Aussagen dazu von mir.
Und ja, einige davon waren auch mit internen Infos gegen über den falschen Leuten von der "Presse" viel schneller (als Wikileaks) bei der Hand (siehe z.B. "Aufklärerphantoms) .
Ob das wohl auch alles V-Leutchen des BND waren :D

Ach ja,
und noch etwas mir wichtiges dazu :depp:
voodoo44 schrieb:
Die Kaltschnäuzigkeit im Umgang mit Menschenleben von afghanischen Informanten (beispielsweise) lasse ich mal außen vor. Dann lieber vertuschen von Informationen als soetwas.
Interessanter gedanklicher Ansatz.
Gegenfrage: Hast Du die veröffentlichten Artikel selbst alle gelesen oder plauderst Du hier über's "Hörensagen".
Das es sich bei den veröffntlichten Namen weitgehend um Pseudonyme bzw. Decknamen handelte, spielt bei solchen "Einwürfen" wohl gar keine Rolle, wie? :ööm:

Ansonsten...
immer schön "kritisch" bleiben.
Allerdings...
Wer nun rein garnischt
- natürlich erst nach reiflicher Überlegung, bestenfalls guter Bildung und eigenen Gedankengängen und Recherchen -
für glaubwürdig hält,
kommt auch zu keinen wie auch immer gearteten Rückschlüssen und blockiert sich letztlich nur selbst.

greetz :)
muesli
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Einen schade, wenn Dir ungefilterte Informationen am Allerwertesten vorbeigehen
Nun, dann verbitte ich mir in Zukunft etwas über meine "Logik" zu schreiben. Was genau hat nun "Wikileaks selbst" mit den "Informationen", die Wikileaks anbietet zu tun? Das gleichzusetzen ist ... etwas abstrus.

Allerdings relativierst Du diesen teilweisen guten Eindruck dann doch gleich wieder durch abstruse (scheinbare) Indizienketten, die nun wirklich jede Plausibilität vermissen lassen und eher an Verschwörungstheorien erinnern.
Ich stelle hier keine "Indizienketten" auf, es ist lediglich eine wild zusammengewürfelte Kette von Aussagen, provokanten Hypothesen und ähnlichem. Ich denke, es lässt sich dem Text entnehmen, dass vieles überspitzt, provokant und mit viel Fantasie dargestellt wurde. Ich denke, dass dir die stilistischen Mittel der Übertreibung und zielgerichteten Provokation, gemischt mit ein paar rhetorischen Fragen als gebildeter Mensch durchaus geläufig sind.

Ein Spendenaufruf per se ist so auch nichts Verdächtiges, zeigt er doch nur, dass (zumindest scheinbar) keine staatlichen oder privaten Investoren bereit stehen, um eine derartige Organisation wie Wikileaks am Laufen zu halten.
Er ist im Hinblick auf die Hintergründe der "Informanten" nicht verdächtig ...

Dergestalt könnte man sonst ja fast jede auf Spendenbereitschaft angewiesene Organisation erst einmal pauschal unter Generalverdacht stellen...;)
... wenn man es mit der "Logik" im Kontext so hat wie du, dann ja ...

Nein, nach langjährigen, bewährten "Aktionen" ist solch ein Spendenaufruf für mich hier eher ein Indiz für überparteiliches, unabhängiges Handeln, welches (kaum) einem Sponsor verpflichtet ist ;)
... oder doch eher für die Gier nach Geld, Macht, Ruhm? Wer weiß das schon? Ich? Du? Der "Macher" von Wikileaks selbst? So etwas als Indiz für eine unabhängige und ehrliche Arbeit herzunehmen - ich weiß es nicht. Das entbehrt doch jeder vernünftigen und in Bildung gewachsenen Logik.

Allerdings ist mir in den vergangenen Jahren noch gar kein Fall von Des- oder Fehlinformation durch Wikileaks vorgekommen...
Und ich arbeite im Recherchewesen...
Nun, ich möchte nicht sagen, dass du deine Arbeit grundsätzlich schlecht machst - aber scheinbar gab es schon die eine oder andere Fehlinformation durch Wikileaks, wenn man dem Internet Glauben schenken darf. Vielleicht solltest du dich einfach ein wenig mehr konzentrieren? ;)

Interessanter gedanklicher Ansatz.
Gegenfrage: Hast Du die veröffentlichten Artikel selbst alle gelesen oder plauderst Du hier über's "Hörensagen".
Das es sich bei den veröffntlichten Namen weitgehend um Pseudonyme bzw. Decknamen handelte, spielt bei solchen "Einwürfen" wohl gar keine Rolle, wie?
Du schreibst es selbst: Weitgehend ... das impliziert, dass nicht jeder in den Dokumenten unter "Pseudonymen" oder "Decknamen" geschrieben steht? Liege ich damit richtig oder falsch? Ein explizites Ja oder Nein wäre hier jetzt richtig - aber das kann man ja logisch aus der Frage schon schlussfolgern.
 
Zum Einen schade, wenn Dir ungefilterte Informationen am Allerwertesten vorbeigehen,
andererseits doch gut zu hören, dass Dir all zu fanatische "Gläubige" auch suspekt sind :D

wenn ich mir da einen einwand erlauben darf: wie kommst du auf die Idee, dass wikileaks wirklich ungefilterte informationen zur verfügung stellt? wer sagt denn, dass besagte seite von ihren betreibern bewusst so eingesetzt wird, dass (fast) nur berichte, welche eben die ziele der betreiber vorran treiben, auf der webseite auftauchen, während ein bericht, welcher den betreibern vlt. nicht so in den kram passen würde, wie z.b. ein bericht, welcher eben aufzeigt, dass ohne den derzeitigen freiheitskampf im nahen osten dort viele menschen weit stärker gefährdet wären als sie es jetzt sind, einfach "unter den teppich gekehrt" wird, also gar nicht erst auf der webseite auftaucht?
woher nimmst du das wissen, dass diese Seite wirklich frei ist? auf mich wirkt das, was die seite so verbreitet, viel zu einseitig.

und noch etwas: manche dokumente auf wikileaks sind gar nicht soo unverändert. in manchen dokumenten wurden informationen bewußt ausgeschwärzt! also erzähl mir nicht, dass wikileaks ungefilterte informationen zur verfügung stellen würde!

@ locutus ;)
Die Kontraste-Site hierzu als Bewertungsreferenz, zudem noch mit Aussagen einer FDP-Parteisoldatin "dekoriert hervor zu heben, halte ich allerdings für fast schon unverfroren...(wenn vllt. hier auch unbewussßt geschehen)
Wenn wir nämlich grundsätzlich hier schon von Authentizität "schreiben" ... :D
Denn wie (fachlich) qualifiziert sich hier z.B. diese "Freie" Demokratin äußert, lässt sich u.a. auch schnell hier aus ihrer Vita nachrecherchieren ;) -> Einzelnachweise -> 2
Elke Hoff ? Wikipedia
Noch spitzere Kommentare verkneife ich mir hier wohl besser dazu :rolleyes:

mir ging es in dem zusammenhang hauptsächlich darum, dass dieser beitrag durchaus zur diskussion beitragen kann. ob jetzt eine fdp-politikerin dadrin zitiert wurde oder nicht war in dem zusammenhang erst mal nebensache, viel interessanter fand ich die informationen bezüglich dem auftreten von wikileaks in der öffentlichkeit und auch die aussage, dass eben personen in gefahr gebracht wurden.

an dieser stelle sei wohl erwähnt, dass es in der Fernsehlandschaft sowohl politmagazine gibt, welche pro-verteidigung sind, als auch solche, welche verteidigung und internationale hilfestellungen verachten gibt und beide lager dies natürlich auch in ihrer berichterstattung zeigen. (ähnlich wie im fall kachelmann: lager schuldig, lager unschuldig)
dass dir, muesli, der beitrag von kontraste nicht gefällt - bzw. du generell negativ über kontraste denkst - bedeutet vor allen dingen eines: dir liegt der standpunkt dieses magazines nicht.
ich sehe mir mit einiger regelmäßigkeit so gut wie alle politmagazine auf ard und zdf an und zusätzlich auch noch x3 (ist aber irgendwie auch mal lustiger gewesen) und zapp (gerade zapp ist sehr interessant, wo es doch die medienlandschaft einmal aus einem ganz anderen blickwinkel zeigt!). es gibt bei diesen magazinen einige, bei welchen ich die Berichte sehe und nur denke "das stimmt so nicht. das ist einfach nur verdreht!" und das sind u.a. magazine, welche eben eher negativ über den humanitären hilfseinsatz der Bundeswehr berichten. hinzu kommt noch, dass gerade die magazine, welche negativ über deutsche beteiligungen bei hilfseinsätzen im ausland berichten, mir mit eben diesen Berichten oftmals negativ aufstoßen, weil sie eben die realität oft überzogen darstellen. und ich denke mal einfach, dass es dir, muesli, eben ähnlich bei dem ein od. anderen bericht von kontraste ging. der passte einfach nicht in dein weltbild, also wird das magazin verteufelt. wenn ich dir jetzt aus sicheren quellen beweise vorlegen würde, dass ohne die humanitären hilfen in afghanistan die hölle los wäre und die afghanen (nicht die hunde) dort noch viel mehr leid ertragen würden - irgendetwas sagt mir, du würdest die authentizität dieser quellen und des materials anzweifeln und behaupten, dass das alles nur schwachfug wäre, da es eben nicht in dein weltbild passt. das ist zwar menschlich, allerdings sollte doch wohl eigentlich das weltbild flexibel sein und nicht fundamentalistisch! ;)

ich glaube ich schweife irgendwo vom weg ab.

auf jeden fall solltest du den bericht nicht als schlecht abtuen, nur weil er von "kontraste" und eben nicht von "frontal21" (waren die anti-verteidigung?) stammt.
wenn du die informationen in dem bericht anzweifelst, dann überprüfe sie. und ich spreche dabei ausschliesslich von dem verhalten von wikileaks sowie den enthaltenen informationen der veröffentlichten daten! (den teil, den die fdp-tusse da drin labert kannst du ja auslassen, fdp-mitglieder sind auch mir suspekt, keine angst! auch wenn mein deutsch-lehrer auch mal deutschlehrer vom westerwelle war. :dumm: )

Gegenfrage: Hast Du die veröffentlichten Artikel selbst alle gelesen oder plauderst Du hier über's "Hörensagen".
Das es sich bei den veröffntlichten Namen weitgehend um Pseudonyme bzw. Decknamen handelte, spielt bei solchen "Einwürfen" wohl gar keine Rolle, wie? :ööm:

wenn du dir den beitrag in angesehen hättest: dort wurden eben auszüge aus genau diesen dokumenten gezeigt. ich habe danach zwar auch mal versucht, einblick in überhaupt irgendeine von diesen tollen akten zu bekommen, nur zu der zeit war der server von wikileaks permanent überlastet (noch ein beweis dass es denen nur um popularität ging! :P)

und ich halte es weiterhin für gar nicht mal so abwegig, dass das us-militär in ihren GEHEIM-Akten (betonung liegt auf geheim!!) eben keine pseudonyme verwendet! wieso auch? was sollte ich den namen einer kontaktperson verschleiern, wenn dieser in einer geheimen akte liegt, wo eigentlich kein feind einsicht haben sollte?
aber du kannst mir gerne gegenbeweise liefern, dass die namen wirklich geschleiert wurden. auf mich wirkten die informationen, die ich so zusammenfinden konnte, jedenfalls nicht so, als wenn dort die namen von unterstützern zu derem schutze verändert wurden!


p.s.: wann wurde eigentlich das letzte mal über den kosovo berichtet? soweit ich mich erinnern kann haben wir auch immer noch truppen im kosovo! juckt aber keine sau mehr!
 
So weit ich das gelesen habe, wurde bei Coleteral Murder z.B. der bei Wikileaks vorliegende Bericht nach dem beschuss durch den Helikopter einfach nicht veröffentlicht. Zufälliger weise wurden dort auch Waffen bei den Toten gefunden. Zufall, dass dieser Bericht (und damit die WAHRHEIT) nicht veröffentlicht wurde?

Was ist eigentlich mit diesen Menschen, denen die Nasen & Ohren abgeschnitten wurden, oder den Angriffen auf die Schulen mit Gas? Wurde da etwas dazu veröffentlicht? Soweit ich weiß, steht das auch in den Kriegstagebüchern und Berichten der Army. Solche Ereignisse werden sicher nicht nicht dokumentiert.
 
Ist es wirklich so merkwürdig,dass jede Institution nur solche Informationen preisgibt,welche dem eigenen Anspruch gerecht werden?
DIE (einzig wahre) Wahrheit gibt es nicht.Verabschiede dich von dem Gedanken.
Du suchst eine Quelle,welche dir DIE Wahrheit zu Füssen legt,ohne dass du dir eigene Gedanken über Zusammenhänge machen musst?
Dieses Propagandablatt existiert bereits.Stellt dich komischerweise aber auch nicht zufrieden.
Was also willst du noch?Du hast doch die Wahl,welche Informationen du nutzen möchtest,um dir deine Meinung zu bilden.

Gruß,jarvis.
 
Öhm ... das war aber eben weit am Thema vorbei, jarvis. Du solltest es dringend unterlassen, in einer Diskussion deinem Gegenüber irgendwelche Sachen zu unterstellen.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen ... !
 
Hm :D
muss wohl doch noch etwas deutlicher werden.

@ topic
Ja, ich begrüße jede Form zusätzlicher Berichterstattung,
sei sie nun von Dissidenten, den Taliban oder anderen Interessensgruppen lanciert.
Solange diese Leute deutlich "Flagge" zeigen,
also ihre Absichten und auch Quellen nicht unnötig verschleiern,
ist mir ein Mehr an Information wesentlich lieber
als die Verdummung der staatlich kontrollierten Zensur.

@ Voodoo44 und jarvis ;)
Hier muss ich jarvis mal ausdrücklich das Wort reden :)
Was erwartest Du, voodoo44, denn eigentlich von Informationenquellen?
(um die Frage von jarvis mal anders gestellt zu wiederholen)
Die objektive, vielseitig beleuchtete und ausgewogene Darstellung aller Positionen?
Und inwieweit geht jarvis Statement am Threadthema vorbei :ööm:

@ locutus :)
Missverständlich, aber nichtsdesto ;)
Nein, ich verdamme oder blende die "Kontraste nicht aus.
Sie gehören bei mir auch zum Standard meines Medienkonsums.
Allerdings erwarte ich bei speziell mit diesem Artikel befassten Autoren zumindest eine klarere Darstellung der interviewten Gesprächsteinehmer, wenn nicht sogar etwas mehr Hintergrund :D
Klartext:
Eine beruflich recht umtriebige Frau Hoff (FDP),
die diverse "Jobs" im Parteiumfeld "betreute",
nebenbei im Nebenerwerb Rüstungslobbyistin ist,
es aber z.B. nicht für nötig erachtete, diesen Job inklusive diverser damit verbundenen "Nebeneinkünfte" zumindest dem Bundestag darzulegen,
hier die Rolle des Anwalts der entrechteten Afghanen zuzuschreiben,
empfinde ich eben halt etwas mehr als dreist.
Von daher bewerte ich rein diesen Artikel auch nur als das, was er so für mich ist.
Angelehnt an den Kontrastetitel: Eben eine reine Gegenkampagne,
nur schlecht gemacht, sofern man etwas tiefer zu graben gewillt ist, gelle

Ansonsten wiederhole ich mich gerne ;)
Ich hinterfrage auch durchgängig erstmal etc.pp.

Aber weder verleitet mich dies zum Schwarz/Weiß-Denken,
noch befürworte ich in solchen Zusammenhängen auch noch etwaige, "gut gemeinte" Zensur.

greetz
muesli
 
Ja, ich begrüße jede Form zusätzlicher Berichterstattung,
sei sie nun von Dissidenten, den Taliban oder anderen Interessensgruppen lanciert.
Solange diese Leute deutlich "Flagge" zeigen,
also ihre Absichten und auch Quellen nicht unnötig verschleiern,
ist mir ein Mehr an Information wesentlich lieber
als die Verdummung der staatlich kontrollierten Zensur.
Nun ... "deutlich Flagge zeigen" ist so eine Sache - welches Blatt macht das denn eigentlich? Wikileaks? Dass ich nicht lache ;) Und nur um die geht es hier im Thread ...
Schade nur, dass du nicht weiter auf meinen Beitrag eingegangen bist - speziell die Punkte, an denen ich Fragen an dich hatte.

Was erwartest Du, voodoo44, denn eigentlich von Informationenquellen?
(um die Frage von jarvis mal anders gestellt zu wiederholen)
Die objektive, vielseitig beleuchtete und ausgewogene Darstellung aller Positionen?
So sollte es sein ... zumindest hat man mir das mal beigebracht, dass ich das in meinen Arbeiten und Texten genauso machen soll - objektiv und vielseitig beleuchtet darstellen.

Du hast doch die Wahl,welche Informationen du nutzen möchtest,um dir deine Meinung zu bilden.
Also schüttele ich mir jetzt auch zusammenhangslose Informationen aus dem Ärmel, veröffentliche Dinge so wie ich es möchte und beeinflusse so einfach mal die Massen, indem ich wichtige Darstellungen (welche positiv für eine bestimmte Seite wären) weglasse, um mein gewünschtes Negativimage aufbauen zu können? Gratulation ... willkommen in der Welt von "manipulierten Medien"!
 
Ok, nochmals ;)

Mir ist kein Fall bekannt,
wo Wikileaks BEWUSST des- oder fehl informiert hat!
Fehler passieren auch dort,
daraus aber den Rückschluss zu ziehen,
dies sei in voller Absicht oder wider besseres Wissen geschehen,
sollte dann aber (auch im Internet *g*) eigentlich gut begründet werden.
Andererseits kenne ich genügend Beispiele,
wo genau dies, nämlich Desinformation, zudem vielfach verifiziert, sowohl von Journaillen wie von Regierungsseiten sehr zweckgerichtet geschehen ist.

Außer der Absicht, breitere Schichten über bisher nicht Veröffentlichtes aufzuklären, sehe ich auch keine (wie auch immer verschwörerischen) Intentionen oder Eigeninteressen, Macht oder gar auch finanzielles Gewinnstreben bei Wikileaks, was Du hier aber auch schon so sehr "hypothetisch" in den Raum gestellt hast.

Unterstellen, wie Du ja selbst schon schriebst, kann man allerdings vieles.
Allerdings verwehrst Du Dich doch (eigentlich?) selbst dagegen, oder...?
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Denn...
Wo befleißigst Du Dich denn selbst hier in diesem thread diesen "Deinen" indirekt so benannten Ansprüchen? ;)
muesli #9 schrieb:
Die objektive, vielseitig beleuchtete und ausgewogene Darstellung aller Positionen?
voodoo44 als Antwort darauf schrieb:
So sollte es sein ... zumindest hat man mir das mal beigebracht, dass ich das in meinen Arbeiten und Texten genauso machen soll - objektiv und vielseitig beleuchtet darstellen.
Hm, wie Du selbst schon ausführtest:
voodoo44 #10 schrieb:
Ich stelle hier keine "Indizienketten" auf, es ist lediglich eine wild zusammengewürfelte Kette von Aussagen, provokanten Hypothesen und ähnlichem. Ich denke, es lässt sich dem Text entnehmen, dass vieles überspitzt, provokant und mit viel Fantasie dargestellt wurde. Ich denke, dass dir die stilistischen Mittel der Übertreibung und zielgerichteten Provokation, gemischt mit ein paar rhetorischen Fragen als gebildeter Mensch durchaus geläufig sind.
Hm, wo steckt denn DA aber dann die eingeforderte Objektivität und die allen Seiten gerecht werdende Vielseitigkeit :ööm: ;)

Fragen an mich habe ich von Dir übrigens so auch noch nicht wahr genommen...
Lediglich eher Detailkritiken meiner Aussagen,
die ich aber durchaus hier auch nicht bereit bin, explizit en detail zu widerlegen.
Denn Fehler finden sich halt überall mal,
also auch in der journalistischen Arbeit - eben also auch bei Wikileaks ;).
Bestenfalls werden diese aber (auch bei Wikileaks) kommentiert und korrigiert
Perfektionismus unterstelle und erwarte ich auch bei Wikileaks bestimmt nicht immer.
aber zuerst einmal gute Absichten ;)

Man kann dazu allerdings auch ganz anderer Meinung sein,
sollte dies dann (bestenfalls) aber auch gut begründen können,
da man sich ansonsten zumindest den Vorwurf der (haltlosen) Unterstellung und/oder Verleumdung vorwerfen lassen muss.
Denn un vorher genommenes Hinterfragen sieht in meinen Augen anders aus.

Versuch's bitte mit Deinen Fragen an mich also noch einmal
Bestenfalls mit "Anrede" und diesem Zeichen unterlegt -> ?,
damit auch ich sie als solche klar "erkennen" kann.

greetz
muesli

PS
Hiermal ein Artikel, den ich zum Thema eher präferieren würde ;)
Wikileaks: Genial gefährlich | Digital | ZEIT ONLINE
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist an der Zeit, mich wieder in das Geschehen einzuklinken. Auch mir fällt auf, daß hier Ansprüche eingefordert werden, welchen man selbst nicht einmal ansatzweise gerechtzuwerden versucht.
voodoo44 schrieb:
Natürlich verlangt man 100% Authenzität - aus welchem Grund auch nicht?
Weil ich nicht von einer Unfehlbarkeit der Menschen ausgehe. Zumal es keineswegs schadet, mitunter etwas skeptisch zu sein, denn keineswegs alles, was vorgibt, die reine Wahrheit zu sein, entspricht ihr. Eher ist das Gegenteil der Fall.

Von Nachrichten erwarte ich nicht, daß sie objektiv informieren und alle relevanten Aspekte aufzeigen - das können sie auch garnicht. Könnten sie dies und wäre dem so, dann genügte eine einzige Nachrichtenquelle auf dieser Welt - und schon wäre man objektiv informiert. Wenn ich mir ein möglichst objektivers Bild machen will, dann muß ich schon selbst unterschiedliche Informationen zusammentragen und diese letztendlich auch bewerten. Einen bequemen 'Königsweg' des bloßen Eintrichterns von 'wahren und wahrhaften' Informationen gibt es nicht.

Natürlich erwarte ich andererseits auch eine gewisse Sorgfalt und dies nicht nur bei der Recherche. Wenn jemand fundiertere Ergebnisse liefert als ein anderer, dann beschäftigt man sich wohl nachhaltiger damit, als wenn nur billige Propaganda macht. Aber was ich wie bewerte, das entscheide ich ganz allein. Ich bin nämlich allergisch gegen Menschen, die mir (warum auch immer) vorschreiben wollen, aus was ich welche Schlüsse zu ziehen habe und aus was nicht. Sie können mir gern Material zu Verfügung stellen und wenn die Qualität des Materials es zulässt, dann beeinflusst diese das Ergebnis durchaus.

Übrigens bin ich keineswegs der Meinung, das WikiLeaks Unsinn verbreitet. Schon der Blick auf die täglichen Nachrichtenschwemme zeigt mir, wieviel überflüssiger Unsinn dort verbreitet wird, um die Sendezeit oder die Spalten zu füllen oder noch schlimmer, um ein Thema zu emotionalisieren, anstatt sachlich darüber zu informieren.

voodoo44 schrieb:
Aktuell wirkt Wikileaks einfach nicht so vertrauenswürdig, wie es man sich gern nach außen gibt.
Stimmt. Aber auf jeden anderen trifft dies ebensosehr zu. Schließlich handelt es sich nicht überspitzt ausgedrückt um 'das Wort Gottes', sondern lediglich um ein kleines Spektrum möglicher Informationen.

Eins befremdet mich bei diese Diskussion aber nachhaltig. Du scheinst WikiLeaks mit einem gehörigen Maß Vorschuß-Misstrauen zu begegnen, im Gegensatz zu anderen Quellen, welche hinsichichtlich Objektivität leider bisher mehr enttäuschten als diese. Ich hielte es für angebrachter, auch den althergebrachten Quellen gegenüber etwas skeptischer zu sein. Wie gesagt, meine Meinung, entscheiden musst du das schon für dich selbst.

Der Gipfel ist es aber wohl, über die Glaubwürdigkeit von WikiLeaks ausgerechnet einen Link aufzuführen, dessen Glaubwürdigkeit (gerade im direkten Vergleich mit WikiLeaks) gelinde gesagt unter dem Teppich ist.

Einen schönen Sonntag, Gruß Konradin
 
Weil ich nicht von einer Unfehlbarkeit der Menschen ausgehe. Zumal es keineswegs schadet, mitunter etwas skeptisch zu sein, denn keineswegs alles, was vorgibt, die reine Wahrheit zu sein, entspricht ihr. Eher ist das Gegenteil der Fall.
Gerade solche Dinge (wie eben beispielsweise dieses "Hubschrauberkriegsvideo") sollten aber wesentlich umfangreicher dargestellt werden - eben gerade deshalb, weil in den Berichten danach festgehalten wurde, dass Waffen bei den Opfern gefunden wurden. Diese Berichte wurden aber von Wikileaks (scheinbar) absichtlich zurückgehalten. In meinen Augen leidet unter so etwas definitiv die Glaubwürdigkeit einer Informationsstelle.
Macht Wikileaks auf dich den Eindruck, die reine Wahrheit zu veröffentlichen? Denn deiner Aussage nach (sollte sie so auf dich wirken) sollten sie wohl doch keine Seite sein, die die "Wahrheit" veröffentlicht.

Von Nachrichten erwarte ich nicht, daß sie objektiv informieren und alle relevanten Aspekte aufzeigen - das können sie auch garnicht.
Es geht nicht um ALLE relevanten Aspekte - es geht um aus verschiedenen Winkeln betrachtete Aspekte. Würde jetzt jeder "subjektive" News veröffentlichen, hätte man keine vernünftige Basis für ein eigenes Denken mehr, da Fakten verdreht (eventuell in falschem Zusammenhang dargestellt) einfach ein komplett anderes Bild darstellen als einfach nur "nüchterne", objektiv dargestellte Fakten. Welcher Seite sollte man dann mehr glauben? Der mit den meisten Beweisen? Der mit den besten Beweisen? Gar keiner? Oder doch der mit den meisten und besten Gegenthesen zu den anderen beiden Seiten?

Eins befremdet mich bei diese Diskussion aber nachhaltig. Du scheinst WikiLeaks mit einem gehörigen Maß Vorschuß-Misstrauen zu begegnen, im Gegensatz zu anderen Quellen, welche hinsichichtlich Objektivität leider bisher mehr enttäuschten als diese. Ich hielte es für angebrachter, auch den althergebrachten Quellen gegenüber etwas skeptischer zu sein. Wie gesagt, meine Meinung, entscheiden musst du das schon für dich selbst.
Und von welchen Quellen reden wir hier exakt? Welches sind meine Quellen, die ich hier in diesem Thread genannt habe?

Der Gipfel ist es aber wohl, über die Glaubwürdigkeit von WikiLeaks ausgerechnet einen Link aufzuführen, dessen Glaubwürdigkeit (gerade im direkten Vergleich mit WikiLeaks) gelinde gesagt unter dem Teppich ist.
Wo habe ich hier denn (unwissentlich) einen Link aufgeführt?

Mir ist kein Fall bekannt,
wo Wikileaks BEWUSST des- oder fehl informiert hat!
Und woran erkennst du, ob diese Informationen bewusst oder unbewusst verbreitet wurden? Aus welchem Grund steckst du jetzt zurück (vom "Wikileaks verbreitet keine Fehlinformationen" zu "Wikileaks verbreitet bewusst keine Fehlinformationen")?
Was sagst du zu den fehlenden Informationen zum Hubschraubervideo?

Hm, wo steckt denn DA aber dann die eingeforderte Objektivität und die allen Seiten gerecht werdende Vielseitigkeit
Ich habe es versucht MEHRFACH zu erklären: ich bin keine Newsseite! Ich veröffentliche keine News oder irgendwelche Dokumente. Was genau spricht dafür, dass Wikileaks denn nun ein "wahrer Whistleblower" ist? Und nicht von den USA gesteuert wird? Ist es dein ernst, dass du denkst, dass diese Webseite noch existieren würde, wenn sie von den USA nicht toleriert würde? Oder dass dieser Mensch noch existieren würde, wenn die USA ihn wirklich aufhalten wollen würden?
 
Du solltest es dringend unterlassen, in einer Diskussion deinem Gegenüber irgendwelche Sachen zu unterstellen.
Hallo voodoo44,
die einzige "Unterstellung" welche sich in meinem Beitrag finden lässt ist die,dass du dich scheinbar nicht mit angesprochener Lektüre zufrieden gibst.Oder sollte ich mich mit dieser Vermutung geirrt haben?

Du hast doch die Wahl,welche Informationen du nutzen möchtest,um dir deine Meinung zu bilden.
Gruß,jarvis.
Also schüttele ich mir jetzt auch zusammenhangslose Informationen aus dem Ärmel, veröffentliche Dinge so wie ich es möchte und beeinflusse so einfach mal die Massen, indem ich wichtige Darstellungen (welche positiv für eine bestimmte Seite wären) weglasse, um mein gewünschtes Negativimage aufbauen zu können? Gratulation ... willkommen in der Welt von "manipulierten Medien"!
:D Glückwunsch.Mein letzter Satz bezog sich zwar nicht auf dieses Wustblatt,aber genau dieses gibt es bereits und es funktioniert genauso wie du es hier beschrieben hast.Sei auch du willkommen in dieser für dich scheinbar neuen Welt..
Meine Meinung: Wikileaks selbst ist mir ziemlich egal
Warum dann diese Diskussion hier?
 
jarvis schrieb:
:D Glückwunsch.Mein letzter Satz bezog sich zwar nicht auf dieses Wustblatt,aber genau dieses gibt es bereits und es funktioniert genauso wie du es hier beschrieben hast.Sei auch du willkommen in dieser für dich scheinbar neuen Welt..
Blöde Frage: Von welchem Wurstblatt habe ich geschrieben?
 
Hmm.....
Ich persönlich bin mir nicht einmal sicher ob es soetwas wie wikileaks überhaupt geben SOLLTE!!!!!
Denn "Wissen ist Macht, zuviel Wissen ist Ohnmacht" oder so ähnlich. . .
Stell Dir vor vom BND oder sonst einer Organisation würden Leute ihre Dokumente , Aufträge, etc. auf Wikileaks laden und diese liesen eben jene "leaken", gäbe es dort nicht [je nach Dokument] mehr Probleme als vorher?

- Histerie [Je nach Dokument, z.B. wenn du wüsstest das es mehr Sprengsätze z.B. am Kölner HBF gab als je bekannt wurden? Das es 'soooo' kurz vor einer Detonation war? Oder das man Hinweise hat das dann und dann was passieren könnte [leere Drohung oder nicht], es gäbe einfach viel viel viel mehr Panik, viele würden sich um einiges unsicherer fühlen als nötig [denn die bisherigen wurden erfolgreich verhindert o.ä.]

- Mitarbeiter GEFÄHRDUNG! [In den Dokumenten können einige Namen in Verbindung mit Aktionen genannt werden, welche Lebensbedrohliche Auswirkungen haben können falls diese jemals an die Öffentlichkeit gelangen!!! Für sie UND ihre Familie!!!]

(- Falschen Eindruck) [Je nach Situation könnte nur das böse geschildert worden sein, was für ach schlimme menschen sie waren etc. [genauso gut könnte es aber auch anders rum sein] weil sie die und die Person aus dem Verkehr gezogen haben. Das dieser z.B. i-was vor hatte [oder eben nicht vorhatte] wird nicht erwähnt]

Deswegen ist der einzige Eindruck den bisher Wikileaks bei mir hinterlassen hat ANGST.

Desweiteren macht es vielen ehrlich hart arbeitenden Menschen das Leben um EINIGES schwerer, wenn z.B. moment Entscheidungen gefällt werden mussten. Diese sind NIE fehlerfrei, können jetzt aber schön auseinander genommen werden....

Auch wenn es so klingt als ob ich all jene Verteidigen würden die für das Schuld sind das geleakt wird, bin ich auf keiner der beiden Seiten, würde mich im Falle das ich MUSS eher auf die Seite derer stellen welche Wikileaks als GEFÄHRLICH einstufen anstatt derer die es als SEHR GUT einstufen!

MfG Cool-Rider

P.S. Am anfang fand ich die Idee wirklich GUT! Nur ich hatte eher gedacht das dort mehr in Sachen Industrie Spionage , Schwarzgeld, o.ä. rauskommt. Also wirklich das der eigentlichen Bösen. Denn die heutigen Guten sind mir doch Gut genug!
 
Allerliebster voodoo44,

hier also zum vorerst letzten Mal in diesem thread
eine weitere Erläuterung von mir
(die Du gerne auch wieder um interpretieren darfst :D )

Zum Einen wüsste ich gerne, warum ich etwas "zurück nehmen sollte ;)

Ad 1
Ich antworte hier lediglich subjektiv auf die threadfrage, was ich von Wikileaks halte
Ad 2
Ich gebe meine (subjektive) Einschätzung zum besten, warum und wie ich Inhalte dieser site einschätze
Ad 3
Ich versuche auch geduldig, bestimmten threadteilnehmern,
die hier scheinbar Begriffstutzigkeit zu ihrem Hobby machen zu wollen,
durch ergänzende Erklärungen (ja, auch zusätzlich (er)klärende Adjektive) meine Meinung deutlicher näher zu bringen.
Ad 4
Ich verweigere mich allerdings auch einer Argumentationsweise,
die überhaupt nicht auf Wesentliches eingeht, sondern in eher sophistischer Weise versucht jede andere Meinungsäusserung ad adsurdum zu führen, indem sie eigene Positionen nicht bereit ist zu untermauern, aber genau dies von anderen einfordert ;)

Du stellst hier Behauptungen auf, die zwar durchaus Deine Meinung wiederspiegeln, begründest aber nicht :D

Woher z.B. beziehst Du denn Deine zusätzlichen Informationen zum Bagdader Hubschraubervorfall?
Was heißt es konkret, wenn Du behauptest, Du habest Fehler bei Wikileaks im Internet gefunden, ohne hierfür konkrete Beispiele aufzuführen?
Derart könnte ich hier noch länger weiter machen...
But...what for :D

Zweifele meinetwegen alles an, was Dir missbeliebig ist,
aber befrage dann auch nicht Andere nach deren Meinung,
wenn Du schon nicht bereit bist, diese Meinungen für Dich zu akzeptieren ;)

Auf die Frage, oder besser Verschwörungstheorie,
dass Wikileaks nur deshalb noch existieren könne, weil sie von "den USA" toleriert würde und ergo deshalb vmtl. auch vom diesem Staat gesteuert würde, erwartest Du doch nicht wirklich hier eine ernsthafte Antwort von mir, oder? :D

Das wäre doch ein prima Ansatz, einen "gänzlich neuen" thread zu genau dieser "Hypothese" auf zu machen...
Ich bin sicher, auch dort schaffst Du es, ohne eine verifizierte Quelle zu argumentieren.

Was übrigens ganz dem Stil eines gewissen, wohlbekannten Springerorgans entsprechen würde, die Du hier zwar nie dezidiert erwähnst,
deren Methoden Du Dir aber allem Anschein nach schon sehr zu eigen gemacht hast ;)
Weshalb auch andere hier schon - zwar vorschnell - in genau diese Richtung assoziieren

Denn....
Du selbst "relativierst" mir zu gerne und zuviel...tztztz
voodoo44 schrieb:
...zumindest hat man mir das mal beigebracht, dass ich das in meinen Arbeiten und Texten genauso machen soll - objektiv und vielseitig beleuchtet darstellen.
Dann halt Dich endlich auch mal dran :D

muesli
 
Woher z.B. beziehst Du denn Deine zusätzlichen Informationen zum Bagdader Hubschraubervorfall?
Google
Aber man bedenke: Das sind Aussagen des amerikanischen Militärs ... da diese sowieso nur lügen, muss man das doch nicht glauben - oder? Ansonsten kann ich dir gerne einen Link geben, wenn dich das interessiert.
Ich hatte die Webseite eben offen, gerade wieder zugeklickt -.-'

Was heißt es konkret, wenn Du behauptest, Du habest Fehler bei Wikileaks im Internet gefunden, ohne hierfür konkrete Beispiele aufzuführen?
Nun, was hälst du beispielsweise von den unterdrückten Dokumenten, welche wohl belegen sollen, dass doch Waffen bei den "ermordeten, unschuldigen" aufgetaucht sind? Zählt sowas nicht als Fehler? Oder gar Absicht?

aber befrage dann auch nicht Andere nach deren Meinung,
wenn Du schon nicht bereit bist, diese Meinungen für Dich zu akzeptieren ;)
Dir ist der Sinn einer Diskussion entfallen, nehme ich an?

Auf die Frage, oder besser Verschwörungstheorie,
dass Wikileaks nur deshalb noch existieren könne, weil sie von "den USA" toleriert würde und ergo deshalb vmtl. auch vom diesem Staat gesteuert würde, erwartest Du doch nicht wirklich hier eine ernsthafte Antwort von mir, oder? :D
Tu dir keinen Zwang an ... du darfst gern das Gegenteil beweisen ... oder zumindest eine These liefern, die einen Grund aufzeigt, warum es Wikileaks noch gibt :)

P.S. (gerade gefunden):
"Assange wird darauf nur gewartet haben, schließlich hat er ja im Freitag-Interview bemängelt, dass sich in den westlichen Ländern zu wenige Journalisten für die Meinungsfreiheit opfern. Ja, er bemängelte sogar, dass viel zu wenige Journalisten für ihren Beruf in den Tod gehen."
Interessant.... veröffentlicht er doch als "Lebensversicherung" wohl irgendwelche "wichtigen" Dokumente, die allerdings Passwortgeschützt sind - natürlich um sein eigenes Leben zu schützen ...
 
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