Zeitgeist und Zeitgeist Addendum geschlossen 

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Kenn ich, aber vieles davon ist auch verdreht und teilweise falsch interpretiert. Aber falls davon "nur" 20% wahr sein sollte ist es schon krass.
 
Die letztendlichen Zukunftsvisionen der beiden Filme in allen Ehren, ebenso die Formierung als politische Partei. Mich beschlich gegen Ende der Verdacht "Scientology??". Hat aber wohl doch nix damit zu tun. Auf alle Fälle ist "hysterische Begeisterung", also unkritischer Umgang, mit "dieser Bewegung" völlig unangebracht. Schaun mer mal, was die so machen, stehen ja wohl schon zur kommenden Bundestagswahl in der Liste wählbarer Parteien.

Den grundlegenden, in den beiden Filmen aufgezeigten Gedanken, Ideen und Visionen ists auf jeden Fall zu gönnen, weitere Verbreitung zu gewinnen.

Superinteressant ist m. E. die Einordnung des Christentums in eine Reihe weiterer Religionen und der Vergleich mit diesen zu Anfang des ersten Films. Im Grunde zielt der Film darauf ab, die Zuschauer zu "erwecken aus ihrer Traumwelt" bestehend aus von den Institutionen und Medien gesteuerten und vorgefertigten Alltagsbewertungen der Welt hin zu einer ganz anderen Weltsicht, die das enge Korsett der Religionen und der-Megamaschine-konformen-Weltsichten hinter sich läßt. Deshalb tritt auch schon relativ zu Anfang Krishnamurti auf...

:)

Greetz
 
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Ich versteh das mit dem Geld nicht wirklich :depp:,
kann mir dass mal jem. vernünftig erklären?

Ich glaub so einen Beitrag mit dem Geld, dass Geld nur Schulden sind
hatten wir hier erst irgendwo, kann es aber gerade nicht finden.

Und weiter bin ich in dem Film auch noch nicht gekommen ;)


mfg. Chaosbohne :confused:
 
@rumbero:

Der Verdacht bezüglich Scientology beschlich mich auch. Komisch, oder?


@Chaosbohne:

Soweit ich es verstanden habe, läuft das Ganze folgendermaßen:
Eine Dollarnote an sich ist nichts weiter als ein Stück Papier mit bunten oder grünen Bildchen darauf.
Die Regierung selbst darf kein Geld drucken. Benötigt sie aber welches, so kontaktiert sie die Federal Reserve Bank. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei aber um ein rein privatwirtschaftliches Unternehmen (wie auch bei der Bundesdruckerei in Berlin). Die Fed produziert und vernichtet Geld (Noten) und kontrolliert somit mittels der jeweils im Umlauf befindlichen Geldmenge den Dollarwert.

Wenn die Regierung nun Geld gedruckt haben möchte, dann kostet sie das auch was. Und da es sich hier um offizielle Zahlungsmittel handelt, kostet jede 1-Dollarnote eben auch zumindest den Nennwert von $1.00 und jede 20-Dollarnote $20.00, usw. Da die Regierung das Geld dafür aber nicht hat – sonst müsste sie ja kein Geld drucken lassen –, stellt sie der Fed Schuldscheine aus; es handelt sich als um ein Kreditgeschäft. Und wie bei den meisten Kreditgeschäften auch, so kostet das natürlich Zinsen.

Für jede Dollarnote, die die Fed herstellt, muss die Regierung erst einmal den Dollar zurückzahlen, plus, sagen wir mal, 10 Cents Zinsen. Das heißt, $1.00 kostet $1.10. Aber diese 10 Cents pro Dollar summieren sich bei einem Mrd.-Betrag auch zumindest auf viele Millionen zu zahlender Zinsen. Allerdings muss die Regierung das Geld für die Zinsen ja auch irgendwie aufbringen. Und wenn sie dieses Geld – wie so oft – nicht hat, dann muss sie es drucken lassen. Nun rate mal bei wem und was es sie kosten wird?

Es ist eigentlich ein Schneeballsystem. Du brauchst 100 Euro. Ich sage, dass ich Dir 100 Euro gebe, allerdings für 10 % Zinsen. Das Geld für die Zinsen hast Du nicht. Also sage ich Dir, dass ich Dir auch das Geld für die Zinsen gern leihen werde … für 10 % Zinsen. Dummerweise brauchst Du allerdings jede Woche 100 Euro zum Ausgeben und bekommst kaum etwas rein. Und alles Geld was reinkommt, ist nur Geld, was Du früher schon irgendwann einmal ausgegeben hast. Und dieses Geld ist natürlich auch schon irgendwann für 10 % Zinsen finanziert worden. Und so weiter …

Liebe Grüße,
—CentCom
 
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Aber einfach Frage hab ich noch.
Gehen wir mal davon aus, dass nur 1$ im Umlauf ist, welchen ich besitze.
Diesen will ich nun zurückzahlen, jedoch zuzüglich 10% Zinsen.
Das heißt ich muss 1,10$ zurückzahlen.
Aber woher soll ich die 10 cent nehmen, wenn nur ein einziger $ da ist?

mfg. Chaosbohne
 
Hier wird’s jetzt etwas schwierig, weil Münzen wieder von einer anderen Institution geprägt werden, der United States Mint, die tatsächlich eine Bundesbehörde darstellt. Daher hatte ich mein Beispiel und die Summen etwas größer gewählt, um bei den Scheinen bleiben zu können.

Fakt ist, wenn Du das Geld nicht hast, so musst Du Geld in den Umlauf bringen, um es in den Händen halten zu können und damit Deine Zinsschulden bezahlen zu können. Und das geht nur, wenn neues Geld (durch die Fed) produziert wird, was dann wieder verzinslich verliehen wird. Wenn ich Dein Beispiel etwas größer wähle: Du hast 100 Dollar und es existieren auch nur diese genau $100. Um die Zinsen zu bezahlen, benötigst Du bspw. bei 10 % Zinssatz jetzt noch 10 Dollar. Da Du die aber nicht hast, muss das Geld erst produziert und in Umlauf gebracht werden, damit Du es in den Händen halten kannst.

Also fragst Du die Fed nach $10, die sie Dir gern gibt. Allerdings wieder für 10 % Zinsen. Also benötigst Du einen weiteren Dollar von der Fed. Auch den gibt es nur für 10 % Zinsen.

Um 100 Dollar von der Fed zu bekommen, musst Du letztendlich 110 ($100+$10 Zinsen) zahlen. Für die 10 Dollar Zinsen benötigst Du 11 Dollar (10 Dollar + $1 Zinsen für die 10 % Zinsen auf $10). Jeder einzelne im Umlauf befindliche Dollar kostet also nach diesem Beispiel $1,10. Die Regierung kann also niemals ihre Schulden zurückzahlen, weil sie Geld für die Zinsen bräuchte, das sie nicht hat und sich daher wieder für Zinsen von der Fed beschaffen muss.

Liebe Grüße,
—CentCom
 
Vielen Dank, CentCom für Deine Ausführungen zum Thema Finanzsystem. Auch ich habe es erst jetzt (dank Deiner Erläuterung) richtig begriffen. Im Grunde ist das, was der Film beschreibt, so unglaublich, ja ungeheuerlich, man muß sich dermaßen an den Kopf packen, darauf kommt man gar nicht, daß das überhaupt möglich ist und wie sehr bescheuert die Politiker gewesen sein müssen, die einem solchen System jemals zugestimmt haben!

Von daher ist es in der Tat schwer verständlich - weil es so extrem hirnrissig ist!!
Ich finde es toll, daß die beiden Filme, insbesondere der zweite, diese Thematik aufgreifen und einem (hoffentlich) breiten Publikum präsentieren.

Gruß,
rumbero
 
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Naja, also ich halte absolut gar nichts davon sich von diesen Leuten auf eine absolut einseitige Betrachtungsweise die Welt erklären zu lassen.

Eine seriöse Dokumentation würde von beiden Seiten die Betrachtungsweise heranziehen und diese beiden Ansichten dann miteinander vergleichen und zu einem Ergebnis kommen. So wirken diese "Reportagen" doch wie Frontal21 Niveau, wo VOR Ausgang der Recherche das Ergebnis der Redaktion feststeht.
 
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