Frauen in Führungspositionen

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  • Frauen in Führungspositionen

    Hi,

    mich interessieren eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema "Frauen in Führungspositionen".
    Ich gehöre zu den Frauen, die gern als "Karrieretussen" bezeichnet werden. Seltsamerweise gibt es diesen doch eher negativen Titel für Männer in gehobener Position nicht. Bei ihnen spricht man eher von erfolgsorientierten, zielstrebigen, erfolgreichen Bossen bzw. Managern. Ihr Ansehen ist auch eher positiv, denn schließlich bringen sie eine Menge Geld nach Hause.
    Eine Frau in gehobener Position kann sich dann eher Dinge wie "eh nur hochgeschlafen (auch mal ein nettes Posting hier)", karriere-geil, "hat den Posten eh nur, weil sie gut aussieht" etc. anhören. Selten werden ihre Leistungen, im Vergleich zu den männlichen Kollegen, gewürdigt.
    Auch ins Privatleben übertragen sich so negative Attribute. Männer können selten damit umgehen, wenn Frau mehr verdient, viel Zeit auf der Arbeit verbringt und die klassiche Rollenverteilung plötzlich nicht mehr so funktioniert. Und das, wo wir alle doch soooooo emanzipiert sind!
    Bei geschäftlichen Gesprächsterminen steht Frau oft allein zwischen einer Horde Männer- was ganz angenehm sein könnte. Wären da nicht subtil wieder diese ganzen Vorurteile. Frauen werden oft nicht ernst genommen und müssen in Führungspositionen immer öfter und stärker Kämpfen als Männer-allein um in eine solche Postion zu gelangen.
    Wie ist eure Meinung, Erfahrung?
  • Hier ein Auszug zu diesem Thema, wo es mal von einer anderen Seite durchleuchtet wird, ich denke das ist auch eine Art mobbing:



    Eine offene Konfliktregulierung ist die beste Mobbingprävention. Frauen steht hierbei manchmal ihr "Harmoniebedürfnis" im Weg. Aus Angst, sich offen auseinander zu setzen und einen Streit zu riskieren, wird der Konflikt eher "hintenherum", beispielsweise durch Klatsch und Gerüchte, "reguliert". Zudem findet sich bei Frauen auch die Neigung, sich für Konflikte persönlich verantwortlich zu fühlen und mit Schuldgefühlen zu reagieren. Um einen Streit zu vermeiden, werden vorschnell übergroße Zugeständnisse gemacht. Solche "faulen Kompromisse" bereinigen die Situation jedoch nicht dauerhaft, sondern vergiften die Atmosphäre. Zudem zeigen (zu) viele Frauen auch am Arbeitsplatz eine bestimmte "Mona-Lisa-Mentalität" (UTE EHRHARDT): Sie verstehen "alles", sind überaus hilfsbereit und "gefallen" sich in der "lächelnden (Körper-)Sprache der Unterwerfung".

    Derartige Verhaltensorientierungen führen irgendwann - zumal sie ja in den meisten Fällen nicht entsprechend honoriert werden - zu Frustrationen und Unzufriedenheit und sorgen für Spannungen am Arbeitsplatz. Andererseits sind karrierebewusste Frauen mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein nicht vor Mobbingangriffen gefeit. Frauenbeauftragte sollten Frauen ermuntern, ihre Konflikt- und Selbstbehauptungskompetenz in Sozialtrainings zu stärken und zu verbessern.

    Ich denke das hängt viel mit der eigentlichen Position und Persönlichen Einstellung der Frau zu tun. Alle sind verschieden und handeln auch verschieden.Ausserdem sollte man (Frau) bedenken das Frauen Kinder bekommen und Männer nicht.
    //edit
    Ich persönlich denke es spielt keine Rolle wer das Geld nach Hause bringt, Hauptsache es ist genug zum leben da.

    greez
    slate


    Quelle
  • @darling
    Ich finde das Thema richtig gut!
    Sicherlich ist das ganze immer Situations- und Personenbedingt. Ich kann nur von mir ausgehen und kurz das Klima schildern. Ich kenne sehr viele Frauen in Führungsposition. Und wirklich fast ALLE haben keine Probleme mit den Männlichen Arbeitskollegen. Sie werden akzeptiert, sind beliebt und machen ihre Aufgabe super.

    Sicherlich gibt es auch die von Dir beschriebenen Extremfälle. Kurzes Beispiel: Beruf Bauleiterin
    Wenn eine Frau auf dem Bau (98% aller Arbeiter nur männlich) den Chef macht, kann es zu solchen Vorwürfen und dummes Geschwätz kommen. Ganz klar ... es fühlen sich viele Männer in ihrem Beruf verdrängt. Was bitte schön macht eine Frau auf dem Bau? Das paßt nicht mehr in ihr bekanntes Bild. Und da kommen wir zum eigendlichen Problem bei diesem Thema. In vielen Köpfen ist noch das alte Schema verankert. "Die Frau gehört an den Herd und die Kinder werden von IHR groß gezogen". Und die Männer sind die großen Helden, die das Geld nach Hause bringen ... and so on and so on ... Klar, daß dann manche Männer in einem Konflikt stehen und versuchen sich so zu behaupten. Aber wie gesagt ... ich habe solche Beispiele noch nicht kennen gelernt.

    Mobbing, Lästerei und schlechte Erfahrungen am Arbeitsplatz gibt es überall. Es gibt kaum ein 100% gutes Arbeitsklima. Die Frauen, die in einer Männderdomäne arbeiten und sich dieser Herausforderung stellen, sollten sich nicht unterdrücken lassen. Wenn man seinen Unmut die Zweifel und die Ängste zeigt, wird es nur noch schlimmer!
  • man sieht es ja eine frau wie angela merkel die jahre lang auf diese position hin gearbeitet hat stellt ein abselute konkurenz da. solch ein frau muss man ein fach akzertiern
  • Mr. Slate: Ausserdem sollte man (Frau) bedenken das Frauen Kinder bekommen und Männer nicht.


    Aha, und deshalb gehören Frauen dann nicht in Führungspositionen?? :depp:

    Insgesamt verstehe ich den Themenbezug nicht. Anders herum könnte ich nun meinen, dir fällt mein Thema Frauen in Führungspositionen gleich das Thema Mobbing (Klatsch, Tratsch etc.) ein :confused: .

    Bis dahin
  • Nettes Thema, also ich denke das es schonmal etwas damit zu tuhen hat das die meisten Chef's doch Männer sind. Ich denke das die lieber einen Mann (der mal hart anpacken kann) in eine führungsposition setzen als eine Frau die oftmals ohnehin schon viel zu tuhen hat (Haushalt und Co.)

    Ausserdem ist es wahrscheinlich das die Männer sich nicht unterdrücken lassen wollen (GANZGROSS!! "NICHT UNTERDRÜCKEN") da es an ihrem EGO nagen würde. Der einzigste Grund ist wohl einfach das die meisten nicht wissen das die Frauen die arbeit in vielen Bereichen genauso oder besser ausüben können wie Männer. Es gibt zwar Berufe wo es Körperbedingt (da Männer oftmals besser und stärker gebaut sind) nicht machbar ist für eine Frau sich hochzuarbeiten aber in vielen Bereichen denke ich kann die Frau genau das gleiche wie der Mann. Aber wie gesagt der Mann muss die Führung haben, das wird sich auch nicht im 21. Jahrhundert ändern da es einfach in unseren Genen ist aus der Steinzeit! Tja pech gehabt liebe Frauen, nun können nur gute Argumente dem Chef gegenüber helfen :)
  • darling schrieb:

    Aha, und deshalb gehören Frauen dann nicht in Führungspositionen?? :depp:

    Insgesamt verstehe ich den Themenbezug nicht. Anders herum könnte ich nun meinen, dir fällt mein Thema Frauen in Führungspositionen gleich das Thema Mobbing (Klatsch, Tratsch etc.) ein :confused: .

    Bis dahin


    Wer hat das denn behauptet?

    greez
    slate
  • Auch wenn die Threaderstellerin eine Denkpause einlegen muss, aus welchen Grund auch immer, möchte ich mich mal hier äussern.

    Ich habe schon in einigen Betrieben gearbeitet, und musste feststellen daß es wirklich wenige Frauen in Führungspositionen gibt.
    Ich denke nicht daß das daran liegt daß sie es nicht könnten - die wenigen die ich erlebt habe machten das recht gut - oder daß sie keine Chance bekommen. Sicher ist es leider oft noch so daß Männer dabei bevorzugt werden.
    Ich denke aber daß gerade die Kinder der Knackpunkt sind.
    Viele Frauen sind eben nicht bereit die Familie/Kinder hintenan zu stellen, und entscheiden sich dann eben eher zugunsten der Kinder.
    Auch denke ich, daß das häufig noch der Grund ist lieber Männer zu nehmen, da die Gefahr, daß sie wegen Kinder ausfallen, geringer ist.
    Es ist nun mal eben so, daß Frauen z.T. schon während der Schwangerschaft ausfallen, spätestens beim Mutterschutz. Und wenn sie sich dann noch entschliessen den Erziehungsurlaub zu nehmen sind sie solange aus dem Betrieb, daß da ein grosses Defizit zu Kollegen ist. Das heisst ihre Chance Karriere zu machen sinkt drastisch.

    Einige wenige schaffen das ja recht gut unter einen Hut zu bringen. Allerdings denke ich daß dann die Kinder auf der Strecke bleiben wenn sich nicht der Mann vermehrt um sie kümmert. Und dazu sind ja leider die wenigsten bereit.

    Ich persönlich würde mir schon mehr Frauen in Führungspositionen wünschen, da ich wie gesagt nur positive Erfahrungen gemacht habe. Die Chancen werden allerdings immer etwas geringer sein, auch wenn sich ein Umdenken in der Gesellschaft breit macht.
    Ich denke daß es auch weiterhin so sein wird, daß nur wenige Frauen der Karriere wegen auf Kinder verzichten wollen, falls sie denn einen Kinderwunsch haben.
    Klar es besteht die Möglichkeit nach Erreichen einer Position erst an Familienplanung zu denken

    mfg
    Werner
    [SIZE=2]
    Seit ich denken kann hasse ich nichts mehr, als wenn jemand meint er sei Gott und somit unfehlbar.
    Aber auch die werden, wenn sie ins Gras beissen von den Würmern gefressen [/SIZE]
  • Mr. Slate: Ausserdem sollte man (Frau) bedenken das Frauen Kinder bekommen und Männer nicht.

    darling schrieb:

    Insgesamt verstehe ich den Themenbezug nicht. Anders herum könnte ich nun meinen, dir fällt mein Thema Frauen in Führungspositionen gleich das Thema Mobbing (Klatsch, Tratsch etc.) ein :confused:


    Vielmehr würde ich sagen, dass Frauen eben von "Natur" aus die Gabe haben sensationelles zu schaffen... "Denn was ist schon eine Oper im Vergleich zu der Geburt eines Kindes."

    Männer müssen eben diese "Gabe" kompensieren ;)

    Generell ist es mir persönlich aber egal ob Mann oder Frau, hauptsache er/sie ist gut. Wobei ich auch sagen würde, dass es Frauen "leichter" haben, wenn sie es denn erstmal geschafft haben!

    Zur Emanzipation: Wir schwanken vom einen Extrem in das nächste... Ich bevorzuge allerdings die goldene Mitte in solchen Sachen...