Autobahnmaut Steuern & Abgaben 

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Manchmal geht es aber auch garnicht um das direkte Ergebnis. Bei dem ganzen Spektakel um die Startbahn West z.B. hatte kaum jemand die Illusion, man könne den Bau der Startbahn tatsächlich verhindern. Aber die ganzen Aktionen haben den Menschen Selbstbewusstsein gegeben und sie haben dabei gelernt, miteinander unzugehen, auch mit Menschen, mit denen sie vorher kaum hätten umgehen können. Selbst die Grünen wären ohne Widerstand nie das geworden, was sie heute sind.

Insofern bin ich durchaus der Meinung, daß organisierte Gegenwehr etwas bewirkt, wenn auch nicht unbedingt direkt.

Gruss Konradin
 
Zitat Konradin: "Aber die ganzen Aktionen haben den Menschen Selbstbewusstsein gegeben und sie haben dabei gelernt..."

Das soche Auseinandersetzungen zu einem Lernprozess führen, möchte ich nicht bestreiten. Der eine fühlt sich in seinem Tun bestätigt und bekommt möglicherweise mehr Selbstbewußtsein - der andere fühlt sich ohnmächtig und resigniert (weil es eben nicht zu einer Veränderng kam). Der eine ist prozeßorientiert, der andere ergebnisorientiert. Welche Sichtweise eingenommen wird, ist wie so oft, eine Frage des Blickwinkels.

Gruß
AnakinSky
 
Daß eine gravierende Veränderung dabei vor sich geht ist jedenfalls keine Frage des Blickwinkels. Eine Frage des Blickwinkels ist allerdings, ob diese Veränderung einem gefällt.

Einer der Schlüsselbegriffe für Veränderungen in unserer Gesellschaft ist die Bildung. Dazu gehört unter anderem auch das Erwerben sozialer Kompetenz. Was nicht mehr fremd ist, daß ist auch nicht mehr irreal bedrohlich. Und Menschen, welche zunehmend kritischer werden, sind das Potential für zukünftige gesellschaftliche Veränderungen.

Für die gesellschaftlichen Veränderungen, welche z.B. die Achtundsechziger bewirkt haben, ist es völlig irrelevant, ob der Blickwinkel prozeß- oder ergebnisorientiert ist, die sind nun einmal präsent. Auch wenn es manche Zeitgenossen nur ungern wahrhaben möchten. Nicht nur die Ergebnisse sind präsent, sondern auch die Wege dorthin (Prozesse), welche das Bewusstsein des erweiterten Verhaltensspektrums weiter getragen haben. Mitunter ist eben der Weg das Ziel.

Gruss Konradin
 
...Es hat leider System, Dinge mit Mitteln zu finanzieren, die in keinerlei Zusammenhang stehen. Z.B. Rauchen für die Rente :)

Es ist ja nun einmal so, das die anstehenden Ausgaben gegenfinanziert werden müssen. Unter der Prämisse, das man uns die Wahrheit vorenthält, bzw. erst, wenn diese unvermeidbar ist in Salamitaktik serviert, ist davon auszugehen, das wir mit der PKW-Maut erneut getäuscht werden. ...
Indem ich die Maut abnicke, beuge ich mich lediglich der traurigen Realität...

Nun kann man es nachlesen... die Maut kommt obendrauf und nicht als Gegenrechnung zu irgendetwas.
Es ist doch klar, das man die Maut nicht aus "Gerechtigkeitsgründen" abverlangt sondern als etwas das einfach nur mehr kostet.

Der Ausgleich durch weniger Kfz-Steuern ist nun laut dem Automobilclub ADAC allerdings vom Tisch!

Kurzum: Kommt die Pkw Maut, wird es keine niedrigeren Kfz-Steuern geben, denn laut Bundesverkehrsminister Ramsauer ist die Idee laut geltendem EU-Recht gar nicht zulässig. Ramsauer und EU zufolge dürfen die Mehrkosten durch eine Maut nicht durch die Kfz-Steuer kompensiert werden, womit der Autofahrer letzten Endes - und einmal mehr - die Zeche zahlen wird.

ADAC-Präsident Peter Meyer findet klare Worte: „Endlich wird den deutschen Autofahrern mal klar gesagt, dass sie doch die Zeche bezahlen müssen, wenn in Deutschland eine Pkw-Maut eingeführt wird.“ Außerdem geht der ADAC noch weiter und erwartet trotz Steuer-Mehreinnahmen keine Zusatzausgaben für das deutsche Straßennetz.

Derzeit nehmen Bund und Länder durch Kfz-Steuer, Mineralölsteuer und andere „Nutzerabgaben“ pro Jahr 53 Milliarden Euro ein, lediglich 17 Milliarden fließen tatsächlich in Reparatur und Ausbau der Straßen.
Maut: Kein Ausgleich durch Kfz-Steuer - im-auto.de

Ferner ist es Tatsache das der "Ausländer" schon viel und schon immer für unsere Straßen bezahlt.
Nur 5,2 % des PKW Verkehres beträgt der Anteil unserer Gäste aus dem Ausland. Durch das Tanken in Deutschland, berappen diese ca. 195 % der auf sie anfallenden Infrastrukturkosten !...
Ein 40 Tonner belastet die Straßen wie 160000 ! PKW's dafür wird aber schon eine Eintrittskarte als Mautgebühr abverlangt.
Quelle: ADAC
 
Nur 5,2 % des PKW Verkehres beträgt der Anteil unserer Gäste aus dem Ausland. Durch das Tanken in Deutschland, berappen diese ca. 195 % der auf sie anfallenden Infrastrukturkosten !...

Hast Du eine Quelle dazu, wie sie auf diese Zahlen kommen?
 
Hey Carmen, durch Zufall hab ich das heute beim Sport auf dem Fahrrad auch gelesen. Wie ich schon vermutet habe: 1.Salamitaktik, 2. Zweckentfremdung der Mittel. Allerdings sollte man die Quelle (Springer-Presse!) auch bedenken.

@twinky: soweit ich mich erinnere, gab es zu dem Artikel keine Quellenangabe.

Gruß
AnakinSky
 
:)
Als Quelle wird in der ADAC Motorwelt Nr.:9 genannt: DIW / ADAC

Aber es ist doch eigentlich Wurst wie Brot..., weil der Zweck die Mittel heiligt, in der Politik...
Zweck: mehr Geld
Mittel: Maut
Quelle: Carmen
so das hat man jetzt auch Schwarz auf Weiß :hy:

Aber, denkt doch mal auch an die Folgen!

Angenommen die Maut kommt auch für die PKW's, dann kommt zum Landstraßenverkehr nochmal zusätzlich was dazu.
Die LKW's machen es ja vor, denn da gibt es ja auch viele die eine Autobahn meiden.
Das wiederum bedeutet das die Städte mit Fernverkehr, wie in alten Zeiten, vollgestopft werden.
Die Lärmbelastung der Anwohner steigt, weswegen sie Umfahrungen und haste nicht gesehen verlangen werden und schon hat man wieder mehr Kosten für Instandhaltung und Neubau von Straßen und Regelanlagen.
Die Anzahl der totgefahrenen Menschen wird ansteigen , die Kosten für die Genesung von Verletzten steigt.
Auf der Autobahn gibt es bedeutend weniger Fußgänger pro Auto... viel weniger Traktoren und Fahrräder usw...
Es sind also keine Nettoeinnahmen die eine Maut bringt, denn es entstehen Kosten die nur schwer oder ungewollt mit der Maut in Verbindung gebracht werden können.
Autobahnen haben eine andere Stabilität als Landstraßen, jede zusätzliche Belastung führt zu deutlichen Abnutzungserscheinungen.

So ist meine Meinung dazu...

Wir Autofahrer sind doch die goldenen Melkkühe der Nation...
 
Instandhaltungskosten der gebrochenen und aufgerissenen Asphaltdecke, Bau und Ausbau von Umgehungsstraßen, Lärmbelästigung der Anwohner, Feinstaubbelastung (mit Bußgeldern der Städte und Kommunene bei Grenzwertüberschrietungen), .. - da könntest Du recht mit haben ;).
Aber wenn es um die Unfallgefährdung geht, könnte man doch die vereinsamten Autobahnen für die Fahrräder und Fußgänger freigeben :D

Gruß
AnakinSky

PS: Hier der Link zu einem Beitrag, der mir ganz gut gefallen hat

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1553307/
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bin absolut für eine Maut, bitte aber ein einfaches System, sowas wie das österreichische pickerl. Nicht wieder so ein Wahnsinn wie bei der LKW Maut, mit der wir uns zum Narren gemacht haben
 
Hallo miteinander,

ich bin gegen die Autobahnmaut für PKW.
Es geht doch nur darum, dass wieder mehr von unserem Geld in die Staatskasse kommt.
Es ist naiv zu denken, dass wir weniger KFZ-Steuern bezahlen werden. Erste Stimmen sagen, dass die Maut über die Steuererklärung verrechnet wird.
Die KFZ-Steuer wird ebenso wenig wie die Mineralölsteuer für die Erhaltung und den Ausbau von Straßen genutzt. Sonst hätten wir Straßen so breit und gut wie Landebahnen auf den Flughäfen (ausser Berliner Flughafen BER).
Die Tabaksteuer geht auch nicht ins Gesundheitssystem.
Das Loch, das mit der Maut gestopft werden soll ist auch schon bekannt. 10 % mehr für die Bundestagsabgeordneten. Ach noch nebenbei, die Verwaltung der Maut frßt schon 50 % der Einnahmen aus. Ganz toll.
Wer die Maut haben will, soll sie auch bezahlen.

TIMI
 
STEUERN gehen grundsätzlich nicht in zweckgebundene Aufgaben, dies machen lediglich ABGABEN. Wenn man die Maut zweckgebunden verwenden will, dann muss man sie also als Abgabe erheben und nicht als Steuer.

Ich fürchte aber, letzten Endes ist das Zweckgebundene ohnehin nur ein Vorwand, um den Leuten eine weitere Abzocke schmackhaft zu machen.
 
Ja, her damit!! und zwar für alle Autofahrer, auch Ausländische! Dafür aber weg mit der KFZ-Steuer1

LG

Burghard
 
Genau, quälen wir uns wieder aus Kostengründen durch verstopfte Land- und Bundesstrassen.
 
Wartet ab...die Maut wird kommen. :panik:
Klar der Minister sagt das die Deutschen Autofahrer entlastet werden.
Das machen Sie dann auch über einen dem EU Recht entsprechenden
Weg. Aber wenn dann (wie geplant) die EU Richter sagen "Diese einseitige
Entlastung der Deutschen von der Maut, widerspricht den EU-Gesetzen" und die
Entlastung gestrichen wird :würg:, dann tritt der Minister der die Maut verbockt
hat vors Mikro und sagt:" Leider untersagt uns die EU die Entlastung unserer Bürger
aber die Maut können wir wegen dem möglichem Gesichtsverlust auch nicht zurücknehmen." :D
Zack ist eine Mehreinnahme generiert, die Maut eingeführt und der schwarze
Peter den EU-Richtern unter gejubelt.:devil:
 
maut auf deutschen autobahnen.
die ausländer blechen, die deutschen nicht.
ist das gerecht???
 
Du glaubst doch wohl nicht wirklich, das die deutschen Fahrzeugbesitzer ungeschoren davon kommen? Und dieser ganze Blödsinn "wir verrechnen das alles mit der KFZ Steuer", wird nur ein paar Monate halten. Danach wird die KFZ Steuer mal wieder an die neuen Schadstoffklassen angepasst und alle zahlen mehr als zuvor. Der Staat will nun mal das Geld der Bürger, egal wie und koste es was es wolle.

Und zum Thema, ist das gerecht. Deutsche Autofahrer zahlen doch auch in vielen Ländern eine Maut.
Was jetzt nicht heißen soll ich wäre für eine Maut. Nein das bin ich nicht. Ich bin ein strikter Gegner der Maut. Ganz besonders im Hinblick auf immensen Kosten und den riesigen bürokratischen und personellen Aufwand, der da wieder betrieben wird.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ja, es gibt in vielen ländern eine maut, aber dort zahlen auch die einheimischen!
wenn schon maut, dann für alle eu-länder. und nicht, jeder macht irgendwie sein ding.
 
natürlich zahlen auch einheimische die maut. gleichzeitig soll eine reduzierung der kfzsteuer einhergehen. wenn "ausländer" in deutschland eine kfzsteuer zu entrichten hätten, würde ihnen das ebenfalls zu gute kommen.

proforma angeblich ein null-summen spiel. aber mal abwarten, was am schluss bei rum kommt.
 
Wo siehst du die neuen Arbeitsplätze? Da werden doch eh nur wieder alte Bundesbeamte verklappt .......... also das selbe Spiel wie bei der LKW Maut.
 
Aufgrund des zu erwartenden Kostenmehraufwandes und dem meines Erachtens zu wenigen Gewinnes der daraus gereriert wird, bin ich dagegen !:mad:
 
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