Brauchen wir die Bundeswehr? geschlossen 

Brauchen wir heute noch eine Bundeswehr?

  • Deutschland braucht eine kleine Freiwilligenarmee

    Stimmen: 14 26,9%
  • Es war ein Fehler die Wehrpflicht abzuschaffen

    Stimmen: 25 48,1%
  • Deutschland braucht überhaupt keine Armee in Europa

    Stimmen: 4 7,7%
  • Wir können die UN Einsätze nicht allein anderen überlassen

    Stimmen: 5 9,6%
  • Deutschland sollte die BW abschaffen und sich aus Auslandseinsätzen raushalten

    Stimmen: 4 7,7%

  • Umfrageteilnehmer
    52
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@ littleprof:

Wenn man den Spinnern der Rechtsaußenfraktion, die, mittels der Scheinnachfolge des Deutschen Reichs, im Internet ihren Unsinn verbreiten, unreflektiert Tür und Tor öffnet, dann kann man getrost davon ausgehen, dass Derjenige eine ähnliche Gesinnung hat.

Die Unterstützer der These des Fortbestands des Deutschen Reichs sind - wohl kaum zufällig - vielfach verlinkt in rechten Foren. Da muss ich nicht mehr groß darüber nachdenken, welchen Gedanken der Postersteller (Engelskrieger) nachhängt!
 
da hast du mir einiges voraus, glückwunsch! ich hab bisher weder engelskriegers argumentationen häufiger verfolgt noch kann ich links so flott und eindeutig in eine politische ecke stellen.
 
@ littleprof

Mit diesem Thema des absichtlichen Missbrauchs durch rechte Kreise einer pseudo-illegalen Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches durch die Bundesrepublik und die Vernetzung mit rechten Foren habe ich mich schon länger beschäftigt.

Beiträge von Engelskrieger habe ich quer gelesen. Jedem seine Meinung, auch ihm - aber derart unreflektiert etwas zum Besten geben, hat er vielleicht öfter (Stichwort: 'Hell Angels').

Im Übrigen habe ich nicht ihn, sondern höchstens die Spinner der Rechtsaußen mit gewissen Ausdrücken bedacht - doch dazu stehe ich. Wer heute noch rechtsradikalen bzw. Neonazigedanken nachhängt, dem ist nicht zu helfen und meinen Respekt als Diskussionspartner haben solche Menschen nicht.

Sollte Engelskrieger vielleicht tatsächlich kein Rechter sein und aus der Geschichte gelernt haben, dass man so einen gedanklichen Müll nicht kritiklos übernimmt, dann hätte das Ganze wenigstens ein positives Ende!
 
Zuletzt bearbeitet:
Konradin schrieb:
Und dazu brauchen wir eine bewaffnete Truppe?[...]

Verstehe nicht warum du unter dem Begriff "Bundeswehr" gleich an "Waffen" denkst, wenns danach geht könnten wir die Polizei auch gleich abschaffen, denn irgendwie sind sie nach deiner Sichtweise auch "Kanonenfutter" ;)


Pueblo
 
pueblo schrieb:
Verstehe nicht warum du unter dem Begriff "Bundeswehr" gleich an "Waffen" denkst,

Nun, weil die Primärausstattung der Bundeswehr eben Waffen beinhaltet. Ohne Waffen wäre es keine Armee und die hauptsächlichen Einsatzziele beinhalten den möglichen Einsatz von Waffen (fast) aller Art.

Das ist - leider - ganz normal, sowie ich keine Möglichkeit sehe, auf eine Bundeswehr gänzlich zu verzichten.
 
@pueblo
Nun, ganz volkstümlich (und damit – hoffentlich – für jeden verständlich): Die Polizei soll in erster Linie die Einhaltung innerstaatliche Regeln überwachen, diese gegebenenfalls auch durchsetzen; das Militär soll in erster Linie Auftragstötungen und –zerstörungen* (mit allen bekannten Begleiterscheinungen) durchführen.

Weitere Info (unter anderem):
Polizei
Militär

_________________
* Für die Bundeswehrmacht gilt als Aktionsfeld – vorerst – nur das Ausland
 
Wer hier der Ansicht ist, dass deutsche Reich wäre untergegangen - mit der BRD als Rechtsnachfolger, der soll bitte auch belegen wann, wie, wo und durch wen das deutsche Reich untergegangen ist. Platte Behauptungen sind keine Argumentationsgrundlage.
 
Zitat: "wann, wie, wo und durch wen"

- seit den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts
- Gewohnheitsrecht und offzielle Anerkennung
- durch andere Staaten

Platte Links sind jedoch ebensowenig eine Grundlage; wobei diese Frage schlichtweg an der Realität vorbei geht. Du könntest bestimmt auch eine Linksammlung zusammenstellen, die belegen, das die Erde eine Scheibe ist. Aber wird es dadurch real?
 
jensfrobisch schrieb:
Platte Behauptungen sind keine Argumentationsgrundlage.


Fragt sich nur, wer hier platt argumentiert!

Denkt nur irgendjemand nur ernsthaft daran, dass das heutige Deutschland kein 'legaler' Staat wäre? Was für ein Unsinn, niemand käme auf die Idee, den jetzigen Staat abzuschaffen, um das Deutsche Reich wieder aufleben zu lassen? Wacht auf, ihr ewig Gestrigen!
 
Ein bisschen Realismus und alles wird gut.
Schaut euch doch mal um. Haben wir Türen oder Vorhänge vor dem Hauseingang?
Die Welt ist nicht gut...

In unserer Zeit muss man sich schützen.

Wer seine Tür aushängt und sich beklagt das sein Plasma und andere Sachen fehlen, bekommt was zu hören?

Deutschland braucht die Bundeswehr so wie jedes andere Land auch irgendeinen Schutz benötigt.
Die einzige Alternative ist eine europäische Armee die aus Wehrpflichtigen und Berufssoldaten aller Mitglieder besteht. Das ist aber mit der Souveränität der Staaten etwas schwierig...noch...

Bei Katastrophen und Gefahrenabwehr ist der THW und / oder die Bundeswehr im Einsatz.
Wenn Deutschland nicht in der Lage ist sich selbst zu helfen ist es abhängig. Wer abhängig ist wird es zu spüren bekommen und eine "saubere" Rechnung gestellt bekommen.... Die Musik spielt nicht nach dem Tänzer sondern umgekehrt.
 
Zitat Carmen: "Die Welt ist nicht gut... In unserer Zeit muss man sich schützen."

Das Haus hat sich vergrößert und heißt nun Europa. Der Vorhang, bzw. die Tür ist FrontEX - reicht Dir diese zweifelhafte Organisation zur Wohlstandssicherng nicht aus?

Und abhänig sind wir alle doch schon lange.

Gruß
AnakinSky
 
Stell Dir vor Du hättest die Macht für 80 Mio. Menschen zu entscheiden.
Jede! Jede Entscheidung die Du fällen würdest, würde auf Missfallen und Ablehnung treffen. Da Du aber über 80 Mio. Menschen entschieden hättest, trägst Du die Verantwortung dafür.

Wenn Du also per Erlass die Bundeswehr abschaffen würdest, wann wäre der Zeitpunkt X dafür?
Was wären Deine Sicherungssysteme, welche der Rest der Welt akzeptieren würde und davon abhalten würde sich einen Vorteil zu verschaffen?
Der Polizei Panzer und Luftabwehr in die Hand geben? :D Keine Waffen?

Wenn der Angriff gegen Deutschland nicht in Deutschland stattfinden würde?

Wenn ein 2. G.W. Bush, in seiner Selbstherrlichkeit, zu Dir sagen würde:

Und? Was soll mich davon abhalten?
Ihre Armee die nicht das Papier wert ist auf dem sie nicht geschrieben steht?

Wie stellst Du Dir das vor?
Deutschland macht keine Militäreinsätze außerhalb Deutschlands?
Kein Problem!
Das Parlament muss nur so entscheiden, deswegen braucht man die Bundeswehr nicht abschaffen...

Deutschland soll Verteidigungsunfähig sein?

Unverantwortlich!

So weit ist die Zivilisation dieses Planeten noch nicht.

Für mich stellt sich nicht die Frage etwas notwendiges, selbstverständliches abzuschaffen. Es stellt sich durchaus die berechtigte Frage ob ein deutscher Soldat mit einer Waffe in der Hand auf fremden Boden wandeln darf. Rechtlich, anscheinend schon...
Moralisch, schuldtechnisch eigentlich ein Unding.
Ein deutschstämmiger Soldat kann Mitglied einer europäischen Armee sein, das wäre besser...
Wie siehst Du das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Da triffst Du den Nagel auf den Kopf Carmen.

Wenn man die Hintergründe der Entstehung näher durchleuchtet wird mir schlecht!

Zitat: "Franz Josef Strauss" und die Hintermänner die dazu beigetragen haben und
sich politisch und finanziell daran bereichert haben, und andere mit dem Leben dafür
bezahlt haben. Über solche Gegebenheiten machen sich nur die wenigsten einen Kopf.
 
fredy.hexy schrieb:
Nun, weil die Primärausstattung der Bundeswehr eben Waffen beinhaltet.[...]

Richtig aber wer hat in letzter Zeit von der Waffe eher Gebrauch gemacht, die Polizei oder die Bundeswehr ?


Pueblo
 
:bing:
fredy.hexy schrieb:
Fragt sich nur, wer hier platt argumentiert!

Denkt nur irgendjemand nur ernsthaft daran, dass das heutige Deutschland kein 'legaler' Staat wäre? Was für ein Unsinn, niemand käme auf die Idee, den jetzigen Staat abzuschaffen, um das Deutsche Reich wieder aufleben zu lassen? Wacht auf, ihr ewig Gestrigen!

Auch nach sorgfältiger Prüfung deines Beitrags kann ich keinen Hinweis entnehmen, wo deiner akademisch-staatswissenschaftlichen Meinung nach das deutsche Reich untergegangen sein kann. Mit deinen Auslassungen kannst du sicher bei deinen Gesinnungsfreunden punkten, aber für eine Argumentation reicht das was du bringst bei weitem nicht - Herr Staatswissenschaftler :)

joungster schrieb:
@pueblo
Nun, ganz volkstümlich (und damit – hoffentlich – für jeden verständlich): Die Polizei soll in erster Linie die Einhaltung innerstaatliche Regeln überwachen, diese gegebenenfalls auch durchsetzen; das Militär soll in erster Linie Auftragstötungen und –zerstörungen* (mit allen bekannten Begleiterscheinungen) durchführen.

Weitere Info (unter anderem):
Polizei
Militär

Diese Einlassung ist auch falsch. Die Bundeswehr hat keinen Auftrag in Afghanistan deine sogenannten "Auftragstötungen" durchzuführen. Du solltest dich besser informieren bevor du solchen Unsinn postest. Bei Patrouillenfahrten hat die Bundeswehr in der Regel nur das Recht, Waffen zur Selbstverteidigung einzusetzen. Wenn feindliche Streitkräfte angetroffen werden, muss die Patrouille vor einer Bekämpfung erst die Genehmigung des Hauptquartiers einholen. Was du unterstellst - weil du Stimmung machen willst - ist, dass BW-Soldaten willkürlich auf Afghanen schiessen würden. Aber das ist nachweislich nicht der Fall. Vor einem Feuerbefehl wird erst das Gebiet per Flugzeug oder Drohne erkundet; erst wenn fest steht dass wirklich feindliche Kräfte angetroffen wurden gibt es einen Schiessbefehl. Dem gingen dann aber meist schon die Explosion von ein paar Sprengfallen gegen unsere Dingos vorraus.
Die BW befindet sich in Afghanistan de facto im Kriegseinsatz, wie auch einige unserer Politiker bereits in den Medien eingeräumt haben. Dabei hält sich die Bundeswehr an das geltendene Kriegsrecht; sofern Zuwiderhandlungen der Fall sein sollten - was meines Wissens in 10 Jahren nicht einmal der Fall war - wäre eine starfrechtliche Verfolgung durfch den Haag der Fall. Ich denke wir können alle stolz sein, auf die schwierige und gute Arbeit, die unsere Kameraden im Osten leisten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
jensfrobisch schrieb:
Du meinst also du als Staatsrechtler kannst die Problematik der Rechtsnachfolge des deutschen Reiches beurteilen?[…]
jensfrobisch schrieb:
[...]Als Staatsrechtler müsste dir das ja leicht fallen, wenn du dir in deinem Urteil so sicher bist.
jensfrobisch schrieb:
Auch nach sorgfältiger Prüfung deines Beitrags kann ich keinen Hinweis entnehmen, wo deiner akademisch-staatswissenschaftlichen Meinung nach[…]
jensfrobisch schrieb:
[…]aber für eine Argumentation reicht das was du bringst bei weitem nicht - Herr Staatswissenschaftler[…]
Keiner der hier Diskutierenden behauptete von sich, dieses Gebiet studiert zu haben; verfügst Du bezüglich der Teilnehmer dieses Forums über Insiderwissen?

Um bei Dir eine Meinung vertreten zu dürfen, muss man also Staatsrecht studiert haben: Greifst Du da nicht ein bisschen hoch?
Eine Überheblichkeit, die (euch?) Faschisten offensichtlich inhärent ist.

jensfrobisch schrieb:
[…]Diese Einlassung ist auch falsch. Die Bundeswehr hat keinen Auftrag in Afghanistan deine sogenannten "Auftragstötungen" durchzuführen.[…]
Seltsam, Du Möchtegernsoldat: Wie kommst Du auf Afghanistan?
Aber, um dies richtig zu stellen: Die deutsche Soldateska ist nicht in meinem Auftrag dort.

jensfrobisch schrieb:
[…] dass BW-Soldaten willkürlich auf Afghanen schiessen würden. Aber das ist nachweislich nicht der Fall.[…]
Bitte Beweise …
... sollten „BW-Soldaten“ etwa unwillkürlich – im Sinne von Konditionierung – auf Afghanen schießen?
 
Zitat jensfrobisch: "Ich denke wir können alle stolz sein, auf die schwierige und gute Arbeit, die unsere Kameraden im Osten leisten."

Wir sind nicht stolz - Du vllt.
Was macht die Arbeit gut?
Es sind nicht meine Kameraden - sind es Deine?


Zitat Carmen: "Für mich stellt sich nicht die Frage etwas notwendiges, selbstverständliches abzuschaffen. Es stellt sich durchaus die berechtigte Frage ob ein deutscher Soldat mit einer Waffe in der Hand auf fremden Boden wandeln darf. Rechtlich, anscheinend schon...
Moralisch, schuldtechnisch eigentlich ein Unding.
Ein deutschstämmiger Soldat kann Mitglied einer europäischen Armee sein, das wäre besser...
Wie siehst Du das?"


Ein guter Beitrag, Carmen. Wenn es überhaupt eine Armee geben muß, sollte es in dieser Form geschehen.

Gruß
AnakinSky
 
jensfrobisch schrieb:
Mit deinen Auslassungen kannst du sicher bei deinen Gesinnungsfreunden punkten, aber für eine Argumentation reicht das was du bringst bei weitem nicht - Herr Staatswissenschaftler :)

Wenn schon, dann FRAU Staatswissenschaftlerin - oder kannst du gar nicht lesen? :D

Sorry, jensfrobisch, aber dein Wortgeblubber sind nur hohle Seifenblasen, die an der Luft der Realität zerplatzen, wie die Scheinargumente der Ewiggestrigen und Rechtsaußenpupser.

Schreib ruhig noch hundert Mal, dass die Bundesrepublik kein Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches wäre, es ändert nichts an dem Bestand dieser aktuellen Republik, ihrer Gesetzeskraft und ihrem legalen Handeln. Was du und die altvorderen Reichsvertreter so wünschen, kann sinnlos Bücher und Webseiten füllen, aber hat null-komma-null reale Bedeutung oder Auswirkung. Punkt.



jensfrobisch schrieb:
Die BW befindet sich in Afghanistan de facto im Kriegseinsatz, ...

Und weshalb? Hast du dich das irgendwann mal gefragt? Weder haben uns die Afghanen je den Krieg erklärt, noch haben sie uns je kriegsmäßig bedroht.

Die USA, die einst die Muhjaheddin genährt haben, die sich dann z.T. zu Taliban entwickelten, verfolgen ihre ganz eigenen Interessen am Hindukusch. Mit Humanität hat das nichts zu tun. Sonst müssten die USA in vielen Ländern Krieg gegen Diktatoren und kriegerische Clans führen.

Man darf zwar niemals vergessen, dass die Taliban für eine menschenverachtende, mittelalterliche Gesellschaftsform stehen und Frauen wie Halbwilde ungebildet zu Hause bleiben müssen, aber es wäre viel mehr die Aufgabe gemäßigter islamischer Staaten, hier Einfluß zu nehmen. Unsere Soldaten haben dort jedenfalls gar nichts verloren.


pueblo schrieb:
wer hat in letzter Zeit von der Waffe eher Gebrauch gemacht, die Polizei oder die Bundeswehr ?

Na, beantworte dir die Frage doch selbst! Die Bundeswehr im Kriegseinsatz in Afghanistan.
Die Polizei dagegen in unserem Land dagegen macht nur vereinzelt und sporadisch Gebrauch von ihren Waffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die hitzige Debatte hier beschäftigt sich zunehmend mit der Frage, ob unsere Bundeswehr richtig aufgestellt ist (die richtigen Aufträge bekommt). Da stellt sich mir die Frage, ob nicht statt nach einer zeitgemäßen Bundeswehr nicht besser nach einer zeitgemäßen Politik gefragt werden sollte. Die Bundeswehr gibt sich ihre Aufträge nicht selbst.

Übrigens: meines Wissens war es rückblickend noch nie erheblich, ob ein real existenter Staat legaler Rechtsnachfolger von irgendwas war. Der Stärkere hatte immer "Recht". Auch das "Deutsche Reich" ist wie andere politische Gebilde nicht zuletzt auch durch Umsturz/Krieg/Heirat :) zustande gekommen. Man muss nur weit genug zurück schauen.
 
joungster schrieb:
@pueblo
Nun, ganz volkstümlich (und damit – hoffentlich – für jeden verständlich): Die Polizei soll in erster Linie die Einhaltung innerstaatliche Regeln überwachen, diese gegebenenfalls auch durchsetzen; das Militär soll in erster Linie Auftragstötungen und –zerstörungen* (mit allen bekannten Begleiterscheinungen) durchführen.

Was verbreitest du denn da schon wieder für Unfug? Solltest du wirklich einmal Soldat gewesen sein, musst du ganz schön viele Drogen genommen haben um solche Sachen zu posten.

"Das Militär" gibt es a) sowieso mal nicht und b) beziehen wir uns (laut Überschrift) spezifisch auf die Bundeswehr (das -macht ist übrigens nicht dabei, auch wenn du allerlei Sachen unterstellen willst).

Laut Weißbuch 2006 hat die Bundeswehr folgende Aufgaben:

- multinationale Zusammenarbeit und Integration
- die nationale Sicherheit und Verteidigung zu gewährleisten (das bedeuted ausdrücklich auch, die innere Sicherheit zu gewährleisten falls das der Polizei und/oder anderen Organen nicht (mehr) möglich ist)
- Verteidigung der Verbündeten/Allierten
- außenpolitische Handlungsfähigkeit sicherzustellen
- im europäischen/globalen Rahmen Stabilität zu sichern


Zu deinem zweiten Post (wie immer beleidigend):

Die logische Schlussfolgerung bei deinen wilden Anschuldigungen von "Auftragstötungen" ist, dass du dich auf Afghanistan beziehst, da ebendort Kampfhandlungen mit ggf. Verwundeten/Toten statt finden, bei den anderen Gebieten in denen die BW im Einsatz ist eher nicht so (vor allem nicht auf deutschem Gebiet).

Und zum Glück macht die Bundeswehr auch nicht was du sagst, weil dann hätten die Maya höchstwahrscheinlich Recht mit der "Prophezeiung"..

Außerdem: Wie kommst du auf die Idee, jemand sollte Beweise dafür liefern, was du in den Raum stellst? Die Bundeswehr tötet definitiv nicht aus Lust und Laune Menschen in Afghanistan, genausowenig wie der Rest der ISAF-Truppe. Die meisten Menschen(Soldaten) dort wären froh wenn sie keine Gefechte hätten, niemand verletzt würde und es Frieden wäre. Aber sie haben einen Beruf, einen Auftrag, und den führen sie aus. Solltest du mit ihrem Auftrag unzufrieden sein, beschwere dich bei den Politikern oder nütze Rechtsmittel.

Falls du anderweitige Behaupten aufstellen willst, so musst _du_ Beweise liefern. Schließlich gibt es (bist auf wenige Ausnahmen) funktionierende Rechtssysteme und Überwachungsorgane in Europa/Deutschland, und selbst die Bild hat noch keinen "Deutsche Nazis in Afghanistan massakrieren 10000 Frauen und Kinder" Artikel gebracht.
 
Hallo Leute.

Wir sollten vielleicht etwas ruhiger werden. Und vor Allem, das Thema nicht aus den Augen verlieren.

Nach meinen Kriterien kann ich folgende „Tatsachen“ feststellen:
1. Die Bundeswehr ist nicht abgeschafft worden. Sie ist nur zu einer Berufsarmee umgebaut. Früher hießen diese Leute Söldner.
2. Deutschland spielt im globalen Spiel des Waffenhandels eine wichtige Rolle. Jetzt testet das Land seine Waffen selbst.
3. In den letzten 100 Jahren hat kein Land Deutschland angegriffen, wenn Deutschland nicht selber damit angefangen hat.
4. Deutschland beteiligt sich AKTIV an allen Kriegen, die die USA durch die Hilfe der Stützpunkte in Deutschland führen (genauso Griechenland durch die NATO-Stützpunkte).
5. Die Zeit der Grabenkriege ist passe. Heute sind Information und Aufklärung sehr wichtig. Das betreibt Deutschland im Ausland.
6. (Allgemeinaussage) Wenn ich mich aus einem Kriegsgebiet fernhalte, werde ich auch nicht angegriffen und brauche nicht mich verteidigen.

In diesem Land nehmen wir als selbstverständlich an, dass man in der Welt Deutschland vertraut, dass man davon ausgeht, dieses Land stelle keine Gefahr für andere Länder dar.
Warum eigentlich? Worauf stützt sich diese Annahme? Müsste man eigentlich nicht, aus der Geschichte dieses Landes lernend, zittern bei dem Gedanken, dass dieses Land wieder über ein schlagkräftiges Militär verfügt? Müsste man nicht schleunigst diesem Land genau dies verbieten?
Warum tut man das nicht? Warum geht man davon aus, dass das Land keinen angreifen wird?
Und wenn die anderen, trotz der Geschichte dieses Landes, keine Angst vor diesem Land haben, wie kommen manche dazu, Angst vor Abgriffen auf Deutschland zu haben und nach Sicherheit rufen?
Ich sehe darin keine Logik.
Nicht die Sicherheit des Landes ist der Existenzgrund der Bundeswehr.

Ich möchte für einen Moment alle anderen Gründe für die Kriege die Deutschland und die anderen westlichen Länder führen außer Acht lassen und nur einen anführen:
Krieg und Waffen sind eines der lukrativsten Geschäfte. Millionen Menschen leben direkt oder indirekt von der Waffenherstellung und dem Krieg und seiner Logistik. Die Umsätze erreichen angsterregende Höhen: 2008 ca. 400 Milliarden US-Dollar. Wohlgemerkt, nur die Waffen ohne die Kriegslogistik. Laut Wiki hat Deutschland von 2001 bis 2011 den Umsatz an Waffenexporten verdreifacht (von 0,8 auf 3,1 Milliarden). Ratet mal wer der größte Abnehmer ist: Das pleite Griechenland. Eine bessere Komödie könnte kein griechischer Dichter schreiben.
Und wir reden über die Verteidigung des Landes.
Wir sollten froh sein, dass keine Pflicht mehr besteht und nur Berufssoldaten eingesetzt werden. Leute also, denen es bewusst ist, in was für ein Spiel sie sich einlassen. Söldner halt.
Ob diese Tatsache allerdings für unsere Gegner vom Vorteil ist, mag ich zu bezweifeln.
 
Tatsachen? Eher persönliche Wertung.

Waffen werden getestet bevor sie verkauft sind.

Ich gehe davon aus das Du so konsequent warst und eine Partei gewählt hast die sich zum Thema Bundeswehr anders verhalten hätte / sich anders positioniert hatte... Ich stelle immer wieder fest das Bürger das "Eine" wollen und in der Praxis das "Andere" wählen.
Die sollten lieber still sein... denn sie haben die Demokratie nicht begriffen und werden der Verantwortung gegenüber Millionen Menschen nicht gerecht. Die Linke z. B. ist gegen Kriegseinsätze. Ein guter Kompromiss den man wählen konnte zu den versprochenen 10 - 50 € mehr im Jahr.... aber das war es wohl vielen deutschen Wählern wert gewesen... Bomben für die Ausländer 20 € für sich...
Man hätte auch eine andere Partei wählen können... hat man aber nicht...

Man kann es drehen und wenden wie man will, wir wollten das wohl... mehrheitlich... :confused:

Die Weichen sind jetzt gestellt und der Zug ist abgefahren... Renn! Lola! Renn!
 
Carmen schrieb:
Die Weichen sind jetzt gestellt und der Zug ist abgefahren... Renn! Lola! Renn!

Welch seltsame Un-Logik.

Waffen produzieren für den Export, um damit Milliarden zu verdienen und Millionen von Menschen damit zu bedrohen oder zu knechten, ist ganz sicher keine gute Lösung. Selbst wenn ich die Bundeswehr an und für sich als notwendig erachte. Deutsche Waffen bzw. Waffentechnologien finden sich allzu oft in Kriegs- und Krisengebieten, wo sie nichts zu suchen haben.


Die Bundeswehr sollte von der Politik keinesfalls missbraucht werden, wie wir es jetzt schon haben.
 
Ja, das ist die weltfremde Logik.

Autos fahren. Messer, Scheeren schneiden und Waffen machen Bumm!

Ob Auto, Messer, Scheere, Zahnstocher oder Waffe.... getötet hat damit der "Bediener".

Sobald diese verkauft sind, sind es Dinge deutscher Herkunft und Machart aber gehören nicht mehr den Deutschen sondern dem Käufer.

Waffen haben nichts in der Besenkammer zu suchen, das wäre zu gefährlich... weil sie keine Kindersicherung haben und für den Gebrauch in Kriegen konzipiert wurden.... sie sollen zerstören... das ist der Sinn und sie sollen so gewaltig sein das sie abschrecken...

Die Bundeswehr wird nicht missbraucht, sie wird beauftragt. "Die Bundeswehr" kann nicht sagen: Nö, will ich nicht! Hab heute keinen Bock!

Du solltest Deine Sichtweisen ein wenig ordnen und die Dinge so wahrnehmen und behandeln wie sie sind.

Deine "Auffassung" über die herrschenden Zustände die ein Fehlbild verursachen.
Die Bundeswehr macht nichts und kostet nur Geld... wenn der "Staat" es so will... sie kann abschrecken je grimmiger sie wahrgenommen wird... wenn sie erst mal Kuscheltiercharakter hat ... dann sollte man sie besser auflösen.

Die dürfen nicht mit Fakewaffen spielen, die brauchen die richtigen "Dinger".
Dazu ist es super wenn wir die selber produzieren und nicht aus Taiwan mit "fernbedienbaren Ausschaltsystem" ( das kann auch ein bewusster Materialfehler leisten) geliefert bekommen...

Die deutsche Rüstungsindustrie ist reglementiert und wenn es da Defizite geben sollte dann liegt das an der Regierung! Mit der musst Du Dich befassen!

Waffen die töten können...ts ts ts :panik: ... wie überraschend... als ob es einen Unterschied macht ob Waffen deutscher oder anderer Herkunft abgefeuert werden...:confused:
 
joungster schrieb:
@pueblo
Nun, ganz volkstümlich (und damit – hoffentlich – für jeden verständlich): Die Polizei soll in erster Linie die Einhaltung innerstaatliche Regeln überwachen, diese gegebenenfalls auch durchsetzen; das Militär soll in erster Linie Auftragstötungen und –zerstörungen* (mit allen bekannten Begleiterscheinungen) durchführen. [...]
Darauf:
Toxido schrieb:
Was verbreitest du denn da schon wieder für Unfug? Solltest du wirklich einmal Soldat gewesen sein, musst du ganz schön viele Drogen genommen haben um solche Sachen zu posten. […]
Nun – um gleich zu Beginn zwei Sachen richtig zu stellen: Ich war Soldat (diese Zeit gehörte, neben einiger Jahre meiner Kindheit, zur schrecklichsten Zeit meines Lebens); und: Ich nehme keine Drogen (Du scheinst auf diesem Gebiet Fachmann zu sein).

Toxido schrieb:
[…]Laut Weißbuch 2006 hat die Bundeswehr folgende Aufgaben:[…]
Das von Dir erwähnte „Weißbuch 2006“ ist eine Propagandaschrift der BRD-Regierung und wie jede andere Werbung/Propaganda mit sehr viel Skepsis zu betrachten:

„Das Weißbuch 2006 war schon im Entwurf vor allem kritisiert worden, da die Formulierung der Aufgaben der Bundeswehr im Rahmen von Auslandseinsätzen erneut ausgeweitet und als verfassungswidrig weit auslegbar angesehen wurde. Diese Ausweitung entsprach allerdings einer Rechtfertigung militärischer Einsätze, […] indem dort ausgeführt wurde, dass die „Energieabhängigkeit Europas in besonderem Maße Anlass zur Besorgnis gebe“ und der Einsatz von Instrumenten „bis hin zum militärischen Einsatz als letztem Mittel“ der Konfliktprävention und der Krisenbewältigung notwendig sein könne.“
Weißbuch (Bundeswehr) Der letzte Satz - man muss allerdings darüber nachdenken - ist der entscheidende (Zweck von Militäreinsätzen).

Toxido schrieb:
[…]Zu deinem zweiten Post (wie immer beleidigend):
Die logische Schlussfolgerung bei deinen wilden Anschuldigungen von "Auftragstötungen" ist, dass du dich auf Afghanistan beziehst, […]
Ich bedauere es außerordentlich, wenn ich Dich durch meine „wilden Anschuldigungen“ gekränkt habe. Allerdings übersahst Du, dass mein Bezug auf Afghanistan eine Erwiderung auf den Beitrag #90 von „Kamerad jensfrobisch“ war. Er (und nicht ich) bezog sich auf Afghanistan:
jensfrobisch schrieb:
[...]Was du unterstellst - weil du Stimmung machen willst - ist, dass BW-Soldaten willkürlich auf Afghanen schiessen würden. Aber das ist nachweislich nicht der Fall.[...]
Dieses „nachweislich“ hätte ich gerne bewiesen gehabt. Ganz davon abgesehen, dass der Vorwurf, ich hätte unterstellt, dass die Soldaten der Bundeswehrmacht „willkürlich auf Afghanen schiessen würden“ – selbstverständlich – unwahr ist (wiewohl ich nicht ausschließe, dass es sich so verhalten könnte).

Toxido schrieb:
[...]Und zum Glück macht die Bundeswehr auch nicht was du sagst, weil dann hätten die Maya höchstwahrscheinlich Recht mit der "Prophezeiung"..[...]
Hier kann ich Dir nicht folgen: Es gibt/gab Verbindungen zwischen Bundeswehrmacht und Maya (Du meinst doch das indigene Volk in Mittelamerika)?

Toxido schrieb:
[...]Die Bundeswehr tötet definitiv nicht aus Lust und Laune Menschen in Afghanistan, genausowenig wie der Rest der ISAF-Truppe. Die meisten Menschen(Soldaten) dort wären froh wenn sie keine Gefechte hätten, niemand verletzt würde und es Frieden wäre. Aber sie haben einen Beruf, einen Auftrag, und den führen sie aus. [...]
Schön, dass Du mir letztlich doch Recht gibst:

Die Soldaten der Bundeswehrmacht töten und zerstören im Auftrag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben Unten