Mc Kilroy & NeHe schrieb:
Den Atommüll, der da ist, den können wir nicht wegdemonstrieren. Wäre es da nicht sinnvoller, mal zu klären, wie dieser sicher über die Jahrhunderte gelagert werden soll? (Zitat Mc Kilroy)
Welche Alternativen gibt es denn für Castor-Proteste, die effizient sind ausser die, über steigende Kosten, die zudem noch äusserst medienträchtig sind und damit auch die "unbeteiligte" Masse erreichen? (Zitat NeHe)
-
Wie wäre es denn mal mit der Auflistung und Verteilung der Kosten des Atomstroms,
auch um Mythen, z.B. der billigen Produktion derselben mal zu relativieren?
- Wie wäre es, die Mär des Verlustes von Arbeitskräften bzgl. der Atomkraft zu entkräften,
indem man klar stellt, dass faktisch alle dort Beschäftigten in anderen Energie- bzw. Forschungssparten gebraucht werden?
Wie wäre es, wenn auf Risiken hingewiesen, aber auch auf bereits bestehende Lösungskonzepte bzgl. der "relativ" sicherer Lagerung von Atommüll eine Rückbesinnung durchgeführt würde.
Und wie wäre es, wenn man, z.B. hier

- über eine Sammlung von Informationen und dazu gehörenden Links nachdenken würde,
anstatt über Halbwahrheiten, Auslassungen und Fehlinformationen Glaubenskriege einander entgegen zu stellen?
Fakt ist,
dass das erste AKW in Bayern gebaut und in Betrieb genommen wurde!
Die ersten Forschungsreaktoren wurden in Karlsruhe/Mannheim, also BW,
und in Jülich, also NRW in Betrieb genommen.
Das Verursacherprinzip schreibt eigentlich bei der Entsorgung vor,
dass diese Bundesländer vorrangig für Lagerungsmöglichkeiten hätten sorgen müssen.
Verwunderlich ist in diesem Zusammenhang nicht,
dass das Verursacherprinzip auch nie, wie des Öfteren vorgeschlagen,
in das GG mit aufgenommen wurde.
Fakt - hierzu allerdings zwar mehr als spärlich vorhanden - ist auch,
dass die Entscheidung über die Endlagerung von Atommüll lediglich
- in sicher verschlossenen Akten der Atomwirtschaft
- sowie in den Köpfen der damals maßgeblich politisch Beteiligten,
nämlich dem damaligen Kanzler Schmidt, dem gleichzeitigen Oppositionsführer und ihm nachfolgenden Kanzler Kohl sowie dem damalig regierenden, niedersächsischen Ministerpräsidenten Albrecht zu finden wären.
Der Vater unserer jetzigen Bundesministerin für Arbeit Fr. von der Leyen, Hr. Albrecht liegt mit Demens schwer erkrankt in Pflege.
Sowohl Kanzler Schmidt wie auch Kanzler Kohl erwidern auf dezidierte Nachfragen zum Thema Endlagerung unisono mit eher dubios erscheinenden Gedächtnislücken, die zumindest bei Ex-Kanzler Schmidt die berechtigte Frage aufwerfen, wieso sein Gedächtnis ansonsten doch sehr genau deutsche Geschichte zu erinnern vermag.
Die
Geschichte der schnell verworfenen und nie bis ins Letzte parlamentarisch untersuchten
Verabschiedung von einer Ergebnis offenen, alternativen Suche nach Standorten für eine Lagerung ist schon 'bemerkenswert' genug.
Seltsam mutet auch an, dass die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) als untergeordnete Behörde des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
eine erst unter Fachleuten allgemein empfohlene, alternative Beurteilung und Untersuchung verschiedenster in Deutschland existierender geologischer Formationen empfahl und dann weitgehend unbegründet aufgab.
Relativ undurchsichtig und nicht nach bekannter Aktenlage nachvollziehbar, wurden empfohlene Regionen plötzlich gänzlich ausgeschlossen und auch auf Grund von Gutachten empfohlene prioritäre Standorte verworfen, um durch Gorleben (im Schnellschuss) ersetzt zu werden.
Gegengutachten aber auch alternative Empfehlungen wurden ignoriert und durch vielfach angezweifelte Gutachten "ersetzt".
Dem Anschein, hiermit lediglich politische (und wohl vor allem wirtschafts-lobbyistische) Entscheidungen (Schein) zu begründen, wurde seit Ende den siebziger Jahren nie umfassend wiederlegt.
Auch die erst 1995 wieder aufgelegte Begründung eines einzelnen Standorts, der 2007 erneut scheinbar wissenschaftlich begründet, aber ohne Alternativen konkret zu erwähnen, "scheinbar" neutral "neu" untersucht wurde,
räumt diesbezügliche Bedenken in Fachkreisen wie auch der interessierten Bevölkerung nicht aus.
Und dies bei der Tatsache, dass Deutschland im Gegensatz zu anderen Atomkraftländern über mindestens drei geologische Formationen verfügt, die auf Grund internationaler Untersuchungen ALLE, und zumindest gleichberechtigt, zur weiteren, gleichberechtigten wissenschaftlichen Untersuchung "auffordern".
Die Schweiz setzt übrigens nach Jahren der intensiven Forschung auf Ton,
Finnland und andere skandinavische Länder auf kristalline Gesteinsformationen wie Granit, während lediglich Deutschland meinte und immer noch trotzig meint,
Salz wäre das einzige Mittel zur Lagerung.
Und dies bei einem nachweislich durch die letzte Eiszeit beschädigten Deckgebirges und der unter sowie innerhalb der Salzstöcke nachgewiesenen Funde von explosiven Gasgemischen.
Der damals und bis jetzt auch untersuchte Salzstock, der "damals" am besten geeignet schien, liegt übrigens noch näher an Hannover in der Nähe von Nienburg, wurde aber nie weitergehend untersucht.
Andere teils sogar noch eher in Frage kommende Formationen in Unterbayern und in der Bodenseeregion wurden noch nicht einmal namentlich benannt.
Einerseits, weil deren Flächen gleich ganze Regionen umfassten und kaum mit Ortsnamen in Verbindung gebracht werden konnten, andererseits weil schwäbische und bayrische Politiker gleich >
St.Florian lässt auch hier schön grüssen.
man fragt sich nur, weshalb dann auf wenige "Chaoten" eingedroschen wird,
wenn diese Politikeraussagen aus Bayern "endlich" mal "wörtlich" nehmen
Während z.B. die Schweiz (mal wieder, ich weiss es ja *g*), es sich erlaubt,
und dies vor allem zur Transparenz und Glaubwürdigkeit unter ihrer 'betroffenen' Bevölkerung, gleich drei Standorte gleichberechtigt und Ergebnis offen zu untersuchen, um dann auf Grund vergleichbarer Untersuchungen und Fakten nach besten Wissen entscheiden zu können,
wurde dies in Deutschland - und dies immerhin gut dokumentierbar und nur zu offensichtlich nachvollziehbar - ziemlich zu Anfang gleich schon ausgeschlossen und nach wie vor behindert.
Wenn man die immer wieder bis zur Erbrechen angeführten (bisherigen) Kosten der Untersuchungen und des Ausbaues von Gorleben von ca. 1,5 Milliarden - und von der Atomwirtschaft tatsächlich mal fast alleine bezahlt - zu den sonstigen Kosten und Gewinnen der 4 Energiekonzerne in Relation setzt, mutet das Ganze eh wie ein schlechter Witz an.
Aus Steuergeldern bisher der Atomwirtschaft zugeflossenen "Mittel" von ca. 150-200 Milliarden Subventionen zu Forschungszwecken und Ausbau der Meiler (je nach Zurechnung),
kommen weitere ca. 150-300 Milliarden an steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten.
Dem gegenüber stehen mehrere Hunderte von Milliarden an reinen Gewinnen!
Das relativiert übrigens auch den Kilowattpreis für Atomstrom allein schon um mindestens 4,3 Cent zusätzlich! Von wegen billiger Atomstrom!
Die bisherigen Kosten für die Endlagerung wurden und werden weiterhin zudem zu großen Teilen rein vom Steuerzahler in späteren Folgezeiten mitfinanziert
und sind dazu so noch gar nicht eingerechnet!
Man denke hierbei auch nur mal an die gerade jetzt schon anfallenden ca. 2-4 Milliarden Folgekosten für die Asse und Morsleben, die jetzt auch rein vom Steuerzahler bezahlt werden müssen!
Diese beiden Endlager für mittelschwache Atomabfälle sollten aber nach Aussage der damaligen Umweltministerin Fr. Merkel im Jahr 1998 nach ihrem und ihrer Experten Kenntnisstand "völlig sicher" und durch kontrolliert sein!
Dumm nur, dass sich dies nach etwas mehr als 10 Jahre SPÄTER schon als lediglich frommer Wunsch herausstellte.
Mehr als 'verantwortungsbewusst' auch,
dass urplötzlich Fr. Merkel jetzt diese Verantwortung rein bei ihren Experten sieht,
die sie vorgeblich "falsch" beraten hätten.
Dutzende von damaligen Gegengutachten und auch die Stellungnahmen von namhaften Experten des Bergbau#s hätten zumindest jeden wirklich Verantwortungsbewusstsein schon damals 'tiefer bohren' lassen und zumindest die Verantwortlichkeiten in der Folgezeit zumindest finanziell besser "verteilt".
Wen wundert es ob dieser und vieler noch ungenannter Ungereimtheiten eigentlich,
dass auch im Zuge einer breiteren Veröffentlichung von Informationen durch das Net inzwischen nicht nur interessierte "Umweltschützer", sondern jeder, der noch eine Mouse bedienen kann, darüber ins Grübeln kommt oder auch mal zu Wutausbrüchen neigt?
muesli
Links dazu, leider noch unvollständig

-2.11
Greenpeace: Gas im geplanten Endlager Gorleben - Greenpeace, Presseerklärungen zum Thema Atomkraft
Gasfunde in Gorleben
=> Greenpeace: Gas im geplanten Endlager Gorleben / Neue Aktenfunde: Gaslecks bei Schachtvorbohrungen wurden verschleiert url]
[url=http
/www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1309544/]Deutschlandfunk - Umwelt und Verbraucher - Gasvorkommen in Gorleben
- 2.-3.11.
Gasvorkommen in Gorleben: Vorsicht, leicht entflammbar! - taz.de
03.11.2010: Gasalarm in Gorleben (Tageszeitung junge Welt)
Klimaretter.info - Gorleben: Wie Gas in der Mikrowelle
-15.9.
Umstrittenes Atommüll-Lager: Forscher warnt vor explosivem Erdgas in Gorleben - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
Gorleben | Gas unter Salzstock bedroht Endlagerprojekt | Politik-Nachrichten | news.de
Endlager Alternativen zu Gorleben gefordert,Kontraste 01.10.09,ARD
YouTube - Kein sicheres Atommüll-Endlager Alternativen zu Gorleben gefordert,Kontraste 01.10.09,ARD
BGR Endlagerstandorte
BGR Karte der untersuchungswürdigen Steinsalz- und Tonsteinformationen in Deutschland.
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Ge...Ber__Wirtsgest__karte__g,property=default.jpg
Atommüll: Wie die Regierung Kohl die Gorleben-Gutachter unter Druck setzte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
Plan B - Die alternativen Endlagerstandorte in Niedersachsen - Hit-Radio Antenne Niedersachsen
Mögliche Endlagerstandorte (1976) - Google Maps
PS.
Für Leute, die alles gern nachrechnen...
Selbst die bisher aufgelaufenen Kosten für Polizeieinsätze sowie durch Proteste und andere Widerlichkeiten angefallenen Summen bewegen sich landes- wie bundesweit unter der auch von Fr. Merkel mit "verursachten" Summe der "Umlagerungen" und Versorgemaßnahmen gegen Verstrahlungen des Grundwassers nahe der Asse bzw. Morslebens.
Warum werden diese Summen nicht einmal in veranwortliche RELATION gesetzt?
