Copyright-Debatte und die Piraten Diskussion 

  • Ersteller Ersteller Carmen
  • Erstellt am Erstellt am
C

Carmen

Die derzeitige Kritik an der Haltung der Piraten löst eine Copyright-Debatte aus.
Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, argumentiert wie viele andere auch:

Die Freiheit im Internet ist wichtig, aber die Piratenpartei geht zu weit. Wer etwa Musiktauschbörsen im Netz generell legalisieren will, begeht einen großen Fehler. Die Politik muss die Grundlagen erhalten, dass Künstler von ihrer Arbeit leben können - es geht um einen fairen Ausgleich der Interessen...

Für mich ist es der billige Versuch Lobbyisten - Interessen bewahrt zu sehen.

Ich meine das die Künstler und Urheber jeglicher Art selbst entscheiden ob und wo und warum sie etwas von ihren Werken veröffentlichen. Es zwingt sie niemand dies auf CD anzubieten oder gleich im Internet zur Verbreitung zu stellen.
Jede Unternehmung versucht seine Kreationen zu schützen. Das ist die ureigenste Aufgabe von Herstellern. Können sie es nicht dann müssen sie damit leben.

Audi stellt niemanden Autos zur Verfügung, in dem sie ihre frisch produzierten "Artikel" unverschlossen am Straßenrand abstellen und die Zündschlüssel neben dem Auto zur Verfügung stellen in dem sie diese in einer unverschlossenen Klappbox deponieren mit dem Hinweis nur dann den Deckel zu öffnen wenn man 50 000 € an Audi überwiesen hat.
Die machen das anders zugänglich.

Künstler verdienen ihr Geld nicht mehr mit dem Verkauf sondern durch andere Aktivitäten. Viele können auch heute noch vom Verkauf so gut leben wie wir es niemals tun werden... Es funktioniert also auch so.

Aber sich als Garagenband zu muckieren das im Internet ihr Werk angehört wird... zu diesem Zweck stellten sie es wohl auch dort aus... weil sie glauben das jeder der es runter geladen hat dies immer und überall bezahlen würde... ist surrealistisch
Ich glaube das jeder der etwas kaufen will dafür auch bereit ist zu bezahlen. Voraussetzung ist das Angebot das ja auch annehmbar sein sollte.

Angebot und Nachfrage waren immer der Schlüssel zum Erfolg.

Leider werden Urheberrechte sehr intensiv von Abzockern verfolgt.
Rechte werden gekauft um damit Abzocke zu betreiben.

Bilder die zur Förderung des Verkaufs eines bestimmten Produktes dienen sollten werden aber zum Grund einer "Abmahnung" ... keiner Verurteilung... im Werte von hunderten € wenn der legale Kauf von... zum Beispiel Tubberware ...irgendwann dazu führt das der rechtmäßige Besitzer(Käufer der Tubberware) sein Produkt zum Verkauf anbietet und dabei das Bild verwendet das der Hersteller dafür verwendet hat um ihn zu ködern...

Das ist in meinen Augen einfach nur eine Massenkriminalisierung.

Auf Tonband und mit Kassetten wurde immer schon kopiert was das Zeug hält diese Möglichkeiten wurden nicht von den Kopierern geschaffen sonder von Unternehmungen die deswegen ein Gerät verkaufen konnten weil sie diese Möglichkeiten geschaffen hatten.
Sich aber als Künstler oder Urheber die Augen zu reiben weil tatsächlich das jedem zugängliche benutzt wird, weil es einfach ein Daumenklick schwer ist... ist doch kindlicher Natur...

Die größte Werbeplattform ist das Internet!

Kostproben können nirgends zugänglicher verteilt werden...

Zum Unternehmer gehört eben mehr als nur schaffen man muss es auch so schützen können das man Kunden gewinnt und nicht arm klagt.

Wer so impotent ist sollte es sich nochmal überlegen ob er etwas im Internet ablegt oder gleich per Postsendung an jeden Haushalt vor die Tür schicken will... man kann das machen aber man muss es nicht.

Wie steht Ihr dazu?

Das Urheberrecht ist eine Farce!
Die Chinesen lachen über die großen Unternehmen deren Produkte sie kopieren und trotzdem bekommen sie Nachschub....
 
Ich denke schon, dass jeder, der etwas erarbeitet hat. die Früchte dieser Arbeit auch ernten können muss.
Entsprechend ist es grundsätzlich erstmal nicht ok,
wenn ich Filme oder Musik für lau einsacke.
Andrerseits bin ich sicher, dass die Rechnungen über die jährlichen Verluste durch Raubkopien daneben sind.
Vor Jahren hab ich mit der Bandmaschine vor dem Radio gesessen und Musiktitel mitgeschnitten, für's eigene Hören und zum Tausch mit den Kumpels. Heute läuft das gleiche wesentlich komfortabler und in besserer Qualität, aber das Ziel ist immer noch das gleiche: Selbst hören.
Wenn die Möglichkeit für dl's nicht bestünde würde ich mit Sicherheit keine CDs kaufen oder häufiger in's Kino gehen (ok - vielleicht schon mal :D ), aber der tatsächliche Verlust für Musik- und Filmindustrie ist eher marginal.
Ich denke, so ist das bei vielen anderen auch.

Ein 2. Gesichtspunkt sind die von Carmen angesprochenen Möglichkeiten des www für das Bekanntmachen von Musik und Künstlern. Die Werbe- und Verbreitungsmöglichkeiten werden gerne genutzt - aber dann würde man gerne sagen "Besen, Besen, seis gewesen ....".
Leider ist da aber nur das Gesamtpaket zu haben :D
 
Audi stellt niemanden Autos zur Verfügung, in dem sie ihre frisch produzierten "Artikel" unverschlossen am Straßenrand abstellen und die Zündschlüssel neben dem Auto zur Verfügung stellen in dem sie diese in einer unverschlossenen Klappbox deponieren mit dem Hinweis nur dann den Deckel zu öffnen wenn man 50 000 € an Audi überwiesen hat.
Die machen das anders zugänglich.

das ist die krux, welche die labels gerne zu nutzen versuchen:

wenn ich den audi nehme, dann haben die ein auto weniger, was sie nicht verkaufen können. wenn ich ein lied kopiere? können sie es noch verkaufen? ist es noch in ihrem "besitz"/eigentum?

bin ich ein "raubkopierer"? ja! kaufe ich, was mir gefällt? ja! kaufe ich, was mir nicht gefällt? mit sicherheit nicht. insofern die berechtigte frage: warum sollte ich dieses risiko auf mich nehmen? natürlich wäre es "denen" lieber, dass ich erst kaufe und dann merke, das es dreck ist. ist sowas zeitgemäß? ist sowas fair? man investiert geld in ein produkt, was sich eventuell nicht vertreiben lässt. sowas nennt man unternehmerischeres risiko. wieso soll ich das über einen umweg tragen? willkommen im 21. jahrhundert.

"die" betreiben profitmaximierung und nörgeln auf hohem niveau. lasse ich mich durch propaganda verarschen? eventuell. man kann es ja mal versuchen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Letzten Endes entgeht (von den Labels selbst natürlich abgesehen) nur einigen Top-Sellern etwas aus dem grossen Internet-Topf, die Kleinen können von dem Zuwachs an Popularität eigentlich nur profitieren.

Für jeden CD-Rohling muss man Abgaben zahlen, obwohl er überwiegend für Backupzwecke benutzt wird oder man seine selbst gemachten Bilder und Filme darauf brennt. Offenbar muss man nur lange genug und laut genug jammern, damit der Gesetzgeber einem irgendwann in den Allerwertesten kriecht und potentielle Konkurrenzprodukte mit Strafzöllen (wenn auch unter anderem Namen) belegt. Protektionismus fast wie im Mittelalter.

Sorry, da ist Waffengleichheit nicht gegeben und mein Bedauern über die entgangenen Gewinne einiger Raubritter (und deren gutsituierten Zöglinge) hält sich arg in Grenzen.

Andererseits mag ich Raubkopierer ebensowenig wie Produktpiraten, welche die Werke anderer stehlen, um sich daran zu bereichern. Natürlich sind professionelle Raubkopierer kriminell.

Ich finde den Versuch, Leute, die sich etwas für den Eigenbedarf herunterladen, mit Wirtschaftskriminellen in einen Topf zu werfen schon recht unverschämt. Und dann gerade in einer Branche, in der die Marktführer in dieser Angelegenheit selbst weder zimperlich waren noch sind.
 
… mag ich Raubkopierer ebensowenig wie …
Eine sehr gerechtfertigte Abneigung, denn

„Raub ist nach deutschem Strafrecht die Wegnahme einer fremden beweglichen Sache mittels Gewalt gegen eine Person oder unter Androhung einer gegenwärtigen Gefahr für Leib und Leben mit der Absicht, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Diese Tat ist in § 249 des deutschen Strafgesetzbuches normiert. Es handelt sich damit um einen Diebstahl unter Anwendung eines qualifizierten Nötigungsmittels, also Personengewalt oder Drohung mit einer Gefahr für Leib/Leben. Anwendung des qualifizierten Nötigungsmittels bedeutet dabei nicht nur das kumulative Vorliegen mit den Diebstahlsmerkmalen, sondern auch deren Verknüpfung mittels Finalzusammenhangs im Vorstellungsbild des Täters.

Der Raub ist durch die Mindeststrafdrohung von einem Jahr Freiheitsstrafe ein Verbrechen.“

Raubkopie ist Diebstahl unter Anwendung eines qualifizierten Nötigungsmittels, also Personengewalt oder Drohung mit einer Gefahr für Leib/Leben.

Ich fordere unnachsichtiges Vorgehen gegen diese Gewalttäter!
 
Zu dem Thema, insbesondere der GEMA als Mitglied dieser Content-Mafia, fällt mir gerade folgender Artikel über die Füße:

Urheberrecht: Schneiden wir den Kuchen neu an — Der Freitag

insbesondere:
Gemas Verteilung

Die von den Nationalsozialisten „in den Jahren 1933/34 verfügte monopolistische Ausschließlichkeit der Wahrnehmung der Musikverwertungsrechte“ (Hans G Helms) ist bis heute erhalten geblieben: Ein bürokratischer Krake (allein 120 Millionen Euro jährlich verschlingt die Gema-Verwaltung), der mit aufwendig konstruierten Abrechnungsverfahren dafür sorgt, dass Großkünstler, die ohnedies bereits hohe Einnahmen erzielen, bevorteilt und kleinere Künstler und Bands benachteiligt werden.


Diejenigen unter euch, die sich also auf die Seite der Contentmafia stellen, muss ich folgerichtig fragen: "Are you a Nazi?"
 
Raubkopie ist Diebstahl unter Anwendung eines qualifizierten Nötigungsmittels, also Personengewalt oder Drohung mit einer Gefahr für Leib/Leben.
Ich fordere unnachsichtiges Vorgehen gegen diese Gewalttäter!

Ein sehr empfehlenswerter Artikel zu diesem Thema findet sich unter dem Titel:
Die Raubkopie – Ein musikindustrielianisches Märchen
(Bite keinesfalls die kleine Beispiel-Bildergeschichte überspringen :D )
 
Vor Jahren hab ich mit der Bandmaschine vor dem Radio gesessen und Musiktitel mitgeschnitten, für's eigene Hören und zum Tausch mit den Kumpels. Heute läuft das gleiche wesentlich komfortabler und in besserer Qualität, aber das Ziel ist immer noch das gleiche: Selbst hören.

Und zu der Zeit wurde garantiert mehr kopiert und Schwarz gehandelt als wie jetzt.
Für ne Original Jimmy Hendrix Platte musste man auf dem DDR Schwarzmarkt schon nen viertel vom Monatslohn hinblättern. Und es gab Radiosendungen die wurden extra so erstellt das man mitschneiden konnte, die Titel wurden voll ausgespielt sogar mit Kunstpause und es gab bis Beitritt der Bundesrepublik Deutschland weder GEZ noch irgendwelche andere Abgaben.

... und die Künstler von damals gibt es immer noch und keiner ist deswegen arm geworden, es sei man hat es mit dem Geldsegen übertrieben.

Für einen Song gibt es pro Minute der im Radio gespielt wird 5 Euro und 36 Cent für den Künstler. Wird also beispielsweise ein Titel von 3 Minuten 23 Sekunden ausgespielt, zahlt die GEMA ungefähr 17 Euro aus. Sicherlich bleibt da erstmal nicht viel übrig für den Künstler, Plattenfirma, Komponist usw. schreien auch nach den Gewinneinahmen, aber weltweit gesehen bleibt für den Künstler der das interpretiert allein nur für den Radioauftritt und die Häufigkeit wie oft gespielt noch ne Menge Holz, es sei der Song ist so grottenschlecht und nicht würdig auf dem Plattenteller zu liegen:würg:

Mit einer Kopie macht man immer Qualitätsabstriche auch wenn 1:1 die Lebensdauer ist eingeschränkter als das Original. Wem das Album gefällt kauft früher oder später sowieso das Original.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Vergleich von früher zu heute Mitschneiden vs. Kopieren hinkt.
Wenn ich überlege, wie viele Kassetten oder Tonbänder jemand bräuchte um seine MP3-"Sammlung" zu überspielen, wird deutlich, dass das Problem heute eine ganz andere Quantität hat.
Dazu kommt noch, dass in diesem Punkt je jünger je doller gilt.
Während "ältere" Konsumenten durchaus das eine oder andere -vor allem bei Gefallen- doch noch kaufen, sieht das bei den Jüngern doch erheblich anders aus.

Ich bin dafür, dass jeder Urheber -sei es Musiker oder Schriftsteller oder Fotograf- durchaus mit seinem Kunstwerk Geld verdienen sollte. Und um die Spreu vom Weizen zu trennen, sollten erfolgreiche Künstler auch wesentlich mehr verdienen können.
Kann man mit der Kunst kein Geld mehr verdienen wird es auch nur noch Hobbykunst geben und das möchte ich zu 95% weder hören noch lesen...

Was überdacht gehört, sind die Vertriebswege und die Rechte, die ich habe, wenn ich etwas Digitales erwerbe. Warum muss ich für ein Buch, was ich im Regal stehen habe, welchen ich gerne auf meinem ebook-reader lesen will, noch mal bezahlen. Warum ist CDs rippen legal, downloaden aber nicht? Warum kostet ein ebook fast so viel wie ein Papierbuch?
 
Der Vergleich von früher zu heute Mitschneiden vs. Kopieren hinkt.
Wenn ich überlege, wie viele Kassetten oder Tonbänder jemand bräuchte um seine MP3-"Sammlung" zu überspielen, wird deutlich, dass das Problem heute eine ganz andere Quantität hat.

Da bin ich ganz anderer Meinung;
das Phänomen lässt sich sehr wohl vergleichen, es muss halt nur
in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage und der technischen Entwicklung
betrachtet werden.
Wenn ich sehe, wie meine Eltern gewohnt haben, welche technischen Geräte sie besessen haben, wieviel sie verdient haben usw., so passt auch das damalige Kopierverhalten in die Zeit.
Seitdem ist das BIP jährlich um ~ 29,7 Mrd. Euro gestiegen, die Technik hat sich rasant weiter entwickelt und das Kopierverhalten hat sich auch entsprechend verändert.
 
Ich würde in diesem Diskussionszusammenhang das Urheberrecht
gerne mit weitgehend unternehmerisch ungewollten Urheberpflichten bzw. dem Verursacherprinzip verknüpfen ;)

Denn einerseits wird dem permanenten Konsum gerade auch über bisheriges Urheberrecht und Patentrecht das Wort geredet,
andererseits gibt es kaum damit verbundene Pflichten bezüglich eines genauso strikt geforderten Verursacherprinzips.

Die fehlende bzw. zumeist eh gefakte Rücknahme nur kurzfristig haltbarer Produkte (z.B. Elektro/Elektronikschrott),
die Zunahme von Obsoleszenz von "Produkten" ist in diesem Zusammenhang auch ein nicht unwichtiger Punkt einer Wegwerfgesellschaft,
die zwar alles ökonomisch "optimiert" und vervielfältigt verwerten will,
und dabei Sinnhaftigkeit/Nachhaltigkeit von Produkten diesen ökonomischen Verwertungsinteressen rigide unterordnet...
Koste es, was es wolle

Von daher stimme ich hier völlig zu
Zweistein schrieb:
...natürlich wäre es "denen" lieber, dass ich erst kaufe und dann merke, das es dreck ist. ist sowas zeitgemäß? ist sowas fair? man investiert geld in ein produkt, was sich eventuell nicht vertreiben lässt. sowas nennt man unternehmerischeres risiko. wieso soll ich das über einen umweg tragen? willkommen im 21. jahrhundert.

"die" betreiben profitmaximierung und nörgeln auf hohem niveau. lasse ich mich durch propaganda verarschen? eventuell. man kann es ja mal versuchen.

Eine Rückbesinnung, wie sie littleprof hier andeutet,
littleprof schrieb:
Wenn ich sehe, wie meine Eltern gewohnt haben, welche technischen Geräte sie besessen haben, wieviel sie verdient haben usw., so passt auch das damalige Kopierverhalten [persönl. Einschub: und Konsumverhalten] in die Zeit.
ist dabei aber unter gar keinen Umständen gewollt,
und wird als Rückschritt, Ökoterrorismus und Schlimmeres postuliert und schlecht sowie "uncool" geredet.

Denn das auch Produzenten geistigen Eigentums durchaus ihren Lebensunterhalt und sogar Gewinne erwirtschaften können,
ohne sich dem Diktat des sofortigen Konsums zu unterwerfen,
zeigen ja vielfältigste Beispiele in Kunst und (IT-)Wirtschaft.

Seien es im Musikbereich z.B. U2, die toten Hosen u.v.a.m.
oder im IT-Sektor Mozilla, Linux und div. andere Free- und Sharewareprodukte etc.pp. ,
die bis in den Freizeit- und Spielebereich reichen,
Gegenbeispiele eines anderen Nutzungs und Tauschverhaltens (z.B Open Source), der trotz alledem wirtschaftlich auch erfolgreich sein kann und ist,
gibt es also zu Hauf.

"Man" will also über Diskriminierung und Kriminalisierung sowie Sicherung alter Privilegien durch Festhalten an überholten Rechtsnormen nur davon ablenken,
ob es sich nun im Bereich Forschung, Pharmazie und deren Generika oder der Biogenetik
oder eben um populärere Bereiche der Unterhaltung handelt

Teile und herrsche eben...
Auch ein Motto,
auf das manche scheinbar ein Copyright zu haben scheinen,
zumindest solange Bildung und Wissen immer noch auch ökonomische Produkte sind :(

so far
muesli

PS
Interessante Initiativen dazu auch in diesem Kontext:
http://www.deutschland-repariert.de/forum/9/thread_1331676011.html
http://www.murks-nein-danke.de/blog/
http://www.murks-nein-danke.de/murksmelden/
Tausch börsen bzw. reale Tauschringe vor Ort

Denn
es muss nicht immer ebay oder amazon oder *tube(s) sein,
die sich übrigens genau diese eigentlich sozialen Prinzipien wirtschaftlich zu eigen gemacht haben :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Anonymous - Was ist ACTA? - #StopACTA [german sync] - YouTube

Ich denke, dass dieser Film (sorry wenn ich ihn nochmals verlinke) die Problematik sehr gut und differenziert aufzeigt. Es besteht sehr wohl ein Unterschied zwischen Diebstahl und Vervielfältigung - einer Sicherungskopie im privaten Bereich (wo das geistige Eigentum erhalten bleibt) und der bewussten und professionellen Fake-Herstellung, wie z.B. bei Schweizer Qualitätsuhren, die irgendwo in Asien produziert wurden und einfach nur Schrott sind. Das Verrückte an dieser ganzen ACTA-Geschichte scheint mir auch, dass durch die Rigorosität der gewünschten Gesetzesänderung, die Musikbranche selber grossen Schaden nehmen würde, denn viele neuen Songs basieren auf alten Songs. Hier würden Inspiration und Kreativität vollends abgetötet. Die ganze ACTA-Geschichte wurzelt in massloser Kontrolle und Gier, gerade von solchen Leuten (US-Filmindustrie), die sich selber einen Dreck um Urheberrechte gekümmert haben. Aber die kleinen Leute wollen sie nun kriminalisieren.

Gruss freefloating
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Audi stellt niemanden Autos zur Verfügung, in dem sie ihre frisch produzierten "Artikel" unverschlossen am Straßenrand abstellen und die Zündschlüssel neben dem Auto zur Verfügung stellen in dem sie diese in einer unverschlossenen Klappbox deponieren mit dem Hinweis nur dann den Deckel zu öffnen wenn man 50 000 € an Audi überwiesen hat.
Die machen das anders zugänglich.

Audi verschenkt seine ganze Produktion an A4 im Internet. Ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich schon gelesen habe, sie haben einen A4 gewonnen. Bei so einer Anzahl bleiben sicher nicht mehr viele Exemplare für den Verkauf übrig.

Warum sollen Musiker dann nicht auch ihre Musik verschenken wenn Audi seine Autos im Internet verschenkt? Übrigens scheint auch Apple einen großen Teil der ipods im Internet zu verschenken.

Das einzige was mich wundert ist, dass ich bisher noch nichts davon bekommen habe. Aber es kann ja nicht mehr lange dauern. Dann komme ich mit dem A4 vorgefahren, den geschenkten ipod auf den Ohren mit der Gratismusk aus den aktuellen Charts drauf. Darauf freu ich mich schon :D


Wenn es allerdings um das URHEBERRECHT an Musiktiteln geht, so ist das heutige Gesetz nicht zeitgemäß.
Die kommerzielle Weitergabe von Musik gegen Geld (Gewinn) schädigt sicher den Künstler, kommt aber meines Wissens fast nicht vor.
Was es gibt, sind private Sicherungskopien, Kopien auf anderen Tonträgern, und der Verleih oder die Weitergabe im Familien-und Freundeskreis. Vor 20 Jahre versuchte die Musikmafia GEMA schon mit dem Aufkleber "Home Recording kills music" (oder hiess es Home taping?) die Aufnahme von Schallplatten zu unterbinden. Zum Glück für alle (die Musikmafia eingeschlossen) war dieser Slogan in Gestalt eines billigen Aufklebers nichts weiter als eine Lachnummer. Wenn die Musikmafia GEMA nicht imstande ist, auf neue Marktsituationen und Vertriebskanäle zu reagieren, dann hat sie nichts weiter verdient....
Im übrigens haben wir uns alle das Recht auf unsere Kopien LEGAL ERKAUFT. Soweit ich weiss, wird auf jeden CD-Brenner, auf jeden Scanner, und auch auf CD-Rohlinge anteilmäßig eine gewisse Abgabe zur Regulierung von nicht erfassten Urheberrechten fällig. Das war irgendwann mal der Grund dafür, dass die Scanner mit einem Schlag deutlich teuerer (und auch langsamer wurden), weil die Abgabe bei Scannern und Kopierern an die Geschwindigkeit gekoppelt war. Wenn ich also beim Kauf von CD Brenner und Rohling schon eine Urheberrechtsabgabe leisten muss, dann habe ich mir das Recht auf eine Kopie des Tonträgers sogar legal erkauft.

Solange Tonträger nicht mit der Absicht auf finanzielle Gewinne an Fremde verkauft werden, ist gegen die Verfielfältigung, Kopie, oder Weitergabe von Musik nichts einzuwenden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Im übrigens haben wir uns alle das Recht auf unsere Kopien LEGAL ERKAUFT. Soweit ich weiss, wird auf jeden CD-Brenner, auf jeden Scanner, und auch auf CD-Rohlinge anteilmäßig eine gewisse Abgabe zur Regulierung von nicht erfassten Urheberrechten fällig.

Trifft für Deutschland aber nicht zu. Soweit ich weiss wird eine Abgabe in Frankreich, Holland und Österreich fällig. Dort sind auch die CD/DVD-Rohlinge auch sehr viel teuerer wie in Deutschland.
 
Klinke mich auch mal mit ein.

Was mich bei zB ebooks tierisch aufregt, ist die Tatsache, dass ich eins, wenn es mir nicht gefällt, werder verkaufen noch verschenken darf (wenn es nach den Firmen geht).

Dazu ist der Preis eines ebooks oft viel zu hoch. Wenn ich das gleiche Buch im gebundenen oder im TB Format bei Ebay kaufe, zahle ich meist erheblich weniger.
Und der Handel mit gebrauchten Büchern ist ja nicht verboten ... seltsam eigentlich, wenn man bedenkt, dass doch die Autoren oder die Verlage hier nun wirklich nichts mehr verdienen.

Genauso verhält es sich doch auch bei CDs und DVDs.

Nicht jeder läd sich einen Film runter oder brennt ihn sich.
Viele kaufen sie auch gebraucht (wenn ich dran denke, wie viele ich schon bei Amazon oder ebay für ein Taschengeld bekommen hab).

Gibt es da vielleicht demnächst irgendwelche Abgaben an die GEMA und Konsorten, die ja dadurch weniger verdienen (die Ärmsten).

Ich bin Co-Administratorin in einem Bastelforum und wir bearbeiten oft Bilder von künstlern.
Erstaunlicherweise stellen diese auch oft genug ihre Bilder für Bastler wie uns zur Verfügung, entweder per Online Genehmigung oder auf Anfrage.
Oder sie verkaufen das Material zu einem kleinen Preis an uns.

Seltsamerweise ist von diesen Künstlern auch noch kein einziger Pleite gegangen.

Aber Musiker haben durch schlechte Verträge eindeutig mehr Geld an diejenigen verloren, die ihre Musik heraus bringen, als durch all die, die sich Lieder runtergeladen haben oder die CDs überspilt bekommen haben.
 
jensfrobisch schrieb:
Die kommerzielle Weitergabe von Musik gegen Geld (Gewinn) schädigt sicher den Künstler, kommt aber meines Wissens fast nicht vor.

Kommt fast nicht vor? Die ganze OCH-Geschichte basiert auf diesem Prinzip. Ist ja nicht so, dass die Uploader aus reiner Nächstenliebe hunderte von Files hochschieben.

littleprof schrieb:
Seitdem ist das BIP jährlich um ~ 29,7 Mrd. Euro gestiegen, die Technik hat sich rasant weiter entwickelt und das Kopierverhalten hat sich auch entsprechend verändert.

Ich halte den Vergleich auch für unpassend. Früher bekam man gegen einen deutlich höheren Zeitaufwand eine qualitativ erheblich schlechtere Kopie einzelner Lieder. Wer einigermaßen komfortabel ein Album haben wollte und/oder gewisse Qualitätsanforderungen daran stellte kam um den Kauf nicht herum. Heutzutage bekommst du bitidentische Kopien in nur durch den Downlink deines Internetanschlusses begrenzter Anzahl mit minimalem Aufwand und(!) oft auch noch bevor du die Scheibe überhaupt regulär erwerben könntest. Bei anderen digitalen Gütern verhält es sich da ähnlich.
Das kann man mMn nicht einfach mit der gesellschaftlichen Weiterentwicklung abtun, das Verhältnis passt da nicht mehr.

jensfrobisch schrieb:
Wenn ich also beim Kauf von CD Brenner und Rohling schon eine Urheberrechtsabgabe leisten muss, dann habe ich mir das Recht auf eine Kopie des Tonträgers sogar legal erkauft.

Eine Kopie einer CD ist auch nur dann nicht erlaubt, wenn du damit einen wirksamen Kopierschutzmechanismus umgehst. Da Audio-CDs aber heutzutage praktisch nie kopiergeschützt sind spricht auch nichts gegen deren Vervielfältigung.

rost schrieb:
Warum ist CDs rippen legal, downloaden aber nicht?

Weil du sie in ersterem Fall bezahlt hast? ;-)


Das Hauptproblem sehe ich nicht in der rechtlichen Lage, sondern viel mehr in der Vertriebspolitik der verschiedenen Medienkonzerne. Der legale Käufer ist letztlich immer der Dumme, der Leecher bekommt die Sachen früher, komfortabler, in besserer Qualität und erheblich billiger.
 
...komfortabler, in besserer Qualität...
Ja, das stimmt.

Zum Beispiel manche Software oder manches Spiel das man sich gekauft hat... wurde erst nutzbar nachdem man eine geknackte Version gefunden hatte.

Das ist irgendwie pervers. Man bezahlt mehrere hundert € um dann entscheiden zu müssen ob man auf dem Schaden sitzen bleibt (€=weg; Nutzen=0 oder PC zu nichts anderem mehr brauchbar usw...).
Hier wird der Dienst am Kunden, den Bedarf des Kunden decken mit Füssen getreten.
Made in Germany wurde ein Erfolgsmodell weil der Käufer vorrechnen konnte das er nur einmal was vernünftiges kauft und deswegen nicht nur finanziellen Gewinn sondern Zuverlässigkeit erworben hat.

Unter dem Urheberrechtsmantel laufen aber größten teils schlimme Geschichten ab.
Der Kunde wird ausspioniert sodass die Trojaner - Hersteller vor Neid zum Heulen anfangen und ganz verzweifelt sind...
Es wird eben wörtlich genommen.
Urheber geschützt = Kunde ohne Rechte
....stimmt nicht ganz er soll am Besten über Abo für diese Entrechtung bezahlen...
Dieser Aufwand muss ja bezahlt sein, gelle...

Kurzum: manchmal muss man zu illegalen Mitteln greifen

Dann ist man kriminell.

Kriminell ist es aber, neuerdings, nicht wenn man etwas verkauft ohne dafür zu leisten... es muss nur in den AGB vermerkt sein... dann ist es ganz legal...:würg:

Ich dumme Kuh ( ich weiß viele applaudieren jetzt) habe tatsächlich ein Windoof bezahlt (ist schon paar Jährchen her)und konnte meine legalen CD's nicht abspielen... dagegen gab es dann aber Mittelchen...

Das "never ending" Urheberrecht muss doch auch mal irgendwo enden, oder?:confused: hmm das widerspricht sich doch...:hy:
 
Zitat Carmen: "Ich dumme Kuh ( ich weiß viele applaudieren jetzt) habe tatsächlich ein Windoof bezahlt (ist schon paar Jährchen her)und konnte meine legalen CD's nicht abspielen... dagegen gab es dann aber Mittelchen..."

Nein, Carmen, das bist du nun wirklich nicht! Man kann dir höchstens anlasten, dass du dich für Microschrott anstatt für Linux entschieden hast. :D Es ist das gleiche Thema wie bei den DVD-Playern. Es ist verrückt, die teueren Modelle sind nicht in der Lage, alle DVD-Formate, geschweige denn Video-CD, Super Video CD und Foto-CDs zu lesen. Die Code-free-Billigmodelle können aber alles lesen. Zumindest ist das in der Schweiz so, es wurde sogar von der Konsumentenschutz-Sendung "Kassensturz" bestätigt. Ergo, man ist gestraft, wenn man sich unwissend und im guten Glauben an die "Qualität" für das teure Modell entscheidet. Auch die ganzen Ländercodes bei den DVDs (vermutlich auch Blueray) sind schlicht und einfach eine Frechheit der Film-Maffia. Man könnte sich ja den Film in den USA früher und günstiger besorgen. Wo bitte spielt hier noch der freie Markt?

Gruss freefloating
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Du hast vollkommen Recht.
Technische Lösungen behindern, verschlechtern die legale Lösung.

Hauptsächlich wird durch immer größere Bestrafungsorgien versucht Geld zu scheffeln.
Da klagt man das die Erlöse durch den Verkauf von Tonträgern so weit zurück gegangen seinen, weil die "pösen" Bürger alle nur saugen und nichts bezahlen wollen... :muesli:
In welchem Markt sind die denn tätig?

Früher mußte ich oft wegen 1 Lied das ich haben wollte ein Paket von Liedern kaufen die ich gar nicht haben wollte! Mich hatte es davor geraust und dennoch "käufelte" ich mir das Album... heute kauf ich mir online genau das Lied das mir genau in dieser Version gefällt... das da Umsätze weniger werden und Gewinne auch.. ist mir klar...
Das ist aber Anbieterproblem!
Früher gab es, ich nenne sie mal so, Füll - Lieder die man für eine halbe Eierschale eingekauft hatte und dann auf der B- Seite zu finden waren oder den Rest eines Albums bildeten.
Heute müsste man ein Album mit lauter Hits herausbringen die nicht mehr Kosten verursacht haben als die halbe Eierschale je Lied...
Hier wird doch ganz stark was verschleiert!

Den schwarzen Peter soll der Kunde als Mal auf der Stirn tragen!

Filesharing ist nicht das Problem!
Die eigene Technologie die sie sich erschaffen haben ist das Problem! man kann heute was man zuvor nicht so konnte...
Jetzt sind wir daran Schuld das die armen Künstler so arm sind... nicht deren Geldgeber...
 
Es ist verrückt, die teueren Modelle sind nicht in der Lage, alle DVD-Formate, geschweige denn Video-CD, Super Video CD und Foto-CDs zu lesen. Die Code-free-Billigmodelle können aber alles lesen.

Moin Leute,

das mit den DVD Player kann ich nicht nach vollziehen. Bei mir ist das genau anders herum wie es eigentlich sein sollte. Wohnort ist in Deutschland ;)

Und das ganze gesabbere über den Copyright geht mir irgendwie langsam auf dem Sack.
Wenn Abgaben fällig sind, hat man wohl auch das Recht Musik, Filme ... auf den Datenträger zu sichern.

Geht doch einer mal nach Polen auf dem Basar (Polenmarkt) direkt hinter der Grenze, da sind die neuesten Movies für rund 10 Euro zu haben, die in Deutschland noch im Kino laufen. Sind zwar meist Bootleg Fassungen aber egal.
Weiterhin ist auf diesen Märkten alles nur gefälscht und kopiert, es wimmelt dort nur vor Duplikaten. Die mehr oder weniger gut gefälschten Marken-Waren werden in Deutschland eingeführt und keiner kräht was von Urheberrecht.

MfG Kanaille
 
Kanaille schrieb:
Die mehr oder weniger gut gefälschten Marken-Waren werden in Deutschland eingeführt und keiner kräht was von Urheberrecht.
Das ist schlicht und einfach falsch. Selbstverständlich wird hier in Deutschlang gegen Markenpiraterie vorgegangen, und gefälschte Produkte werden beschlagnahmt und anschliessend vernichtet.

Natürlich kann der Zoll nicht alle gefälschten Waren erwischen, aber stattdessen einfach zu behaupten, es würde keinen interessieren, geht vollkommen an der Realität vorbei.

Gruss Konradin
 
Selbstverständlich wird hier in Deutschlang gegen Markenpiraterie vorgegangen, und gefälschte Produkte werden beschlagnahmt und anschliessend vernichtet.

So sollte es sein, ist es aber nicht. Das einzige was denen scheinbar interessiert ist wenn man zu viel Zigaretten und Alkohol bei sich hat und zu Silvester hin nach den Totenkopf-Böller. Alles andere juckt die nicht. Es werden ja sogar extra Busfahrten organisiert um auf dem Markt einzukaufen. Denn viele wissen ja nicht das es sich um eine Fälschung handelt.

Gruss Kanallie
 
Zuletzt bearbeitet:
Kanaille schrieb:
Es werden ja sogar extra Busfahrten organisiert um auf dem Markt einzukaufen.
Mich stört bei dieser Aussage irgendwie das Wort 'sogar'. Solange diese Fahrten nicht eindeutig und nachweisbar ausschliesslich strafbewehrten Zwecken dienen haben die ausführenden Organde der Gesetzgebung keinerlei Handhabe, jene zu verbieten. Auch diese eine Seite unserer Demokratie.

Und was das Erwischen angeht, so hat der Zoll weniger Interesse daran, Kaffefahrtteilnehmern und Polenmarktbesuchern Klaeinkram abzuluchsen, sondern gefälschte Produkte paletten- und containerweise aus dem Verkehr zu ziehen.

Gegenfrage: welches Interesse sollte der Zoll daran haben, Markenpiraterie nicht zu verfolgen?

Gruss Konradin
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben Unten