Die Romantik lehnte die Wirklichkeit des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jh. in der Tat radikal ab. Sie sah die Gesellschaft geprägt vom Gewinnstreben und vom bloßen Nützlichkeitsdenken des beginnenden industriellen Zeitalters. Den aufblühenden Naturwissenschaften warfen die Romantiker vor, sie würden alles mit dem Verstand erklären, alles auf seine Nützlichkeit, Verwertbarkeit untersuchen und keine Geheimnisse mehr lassen. Der bürgerliche Alltag erschien den Romantikern als grau, ohne Abwechslung, "prosaisch", beherrscht vom eintönigen bürgerlichen Berufsleben.
Gegenüber der so gesehenen Wirklichkeit feierte die Romantik die mythische Welt der Religion, sah daher im Mittelalter die ideale Zeit der Geschichte, sie im Mittelalter die Zeit sahen, die den Anfang der deutschen Nation bedeutet hatte und eine Zeit, in der die christliche Religion und die Kirche eine Einheit schuf, die in ihrer Zeit verloren gegangen schien.