@El-que
Das Problem liegt darin, dass wir Menschen "Gewohnheitstiere" sind und uns oftmals vor Veränderungen fürchten. Wir wissen, dass alles Lebende "bestrebt" ist zu sterben und der unabdingbare ungewisse Zustand bereitet einem Angst. Das Ganze dient der Artenaufrechterhaltung, dem Selbstschutz und der Antriebskraft unseres Daseins.
Ich persönlich glaube an kein "danach", da ich mir den offensichtlich körperlosen Zustand nicht ganz vorstellen kann und möchte. Wenn es wirklich eine Seele geben sollte, wo halten sich diese auf. Was noch viel wichtiger dabei ist, ist der Ursprung dabei. Was war eher da - die Seele oder die Hülle (Huhn oder Ei - Phänomen). Ich glaube eher an ein zufälliges Phänomen - einem biologischer "Unfall", der ein Biotop erschaffen hat indem wir durch evolutionäre Anpassung langfristig überleben können.
Energie geht nach dem Energieerhaltungssatz gemäß unserer irdischen Gesetze nicht verloren, dass stimmt soweit. Jedoch ist Energie auch an Materie gebunden. Nun bleibt die Frage, ob eine Seele materieller Natur ist? Dafür, dass es so wenig bzw. keine Beweise für deren Existenz gibt spricht natürlich mehr dafür, dass es sich hierbei um immaterielle Geschöpfe handeln muss, die mit unseren Dimensionen unvereinbar sind.
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, welche Zweck eine solche materielose "Erscheinung" haben sollte. Viel interessanter ist die Frage was vor dem Leben war. Wenn es etwas danach geben sollte, so muss doch im Umkehrschluss theoretisch auch davor etwas gewesen sein. Es gibt ja Menschen, die behaupten wiedergeboren zu sein. Biologisch ist dies aber nicht möglich, da kein Neugeborenes derartige mystische Fähigkeiten besitzt, sich an etwas zu erinnern, was vor seiner biologischen Zeitrechnung statt gefunden hat.
Die Menschen, die behaupten in einer Anderswelt gewesen zu sein, haben ja in der Regel helles weißes Licht gesehn. Nun frage ich mich als rational denkender Mensch, ob damit nicht das gleißende Licht des OP-Saals gemeint sein könnte. Ein desolater Zustand, der dem Körper die letzten Kräfte abverlangt und dabei chemische Reaktionen auslöst - ein Gedankenkino das seinesgleichen Sucht. In unserer Traumphase können wir ja auch nicht genau unterscheiden was fiktiv und was real ist. Warum sollte diese während einer lebenskritischen Phase nicht genauso sein?