Konradin
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Was bitte sind 'richtige' Deutsche, freefloating?
Sofern die Abstammung dafür ein ausschlaggebendes Kriterium sein sollte müsste man erst einmal den Begriff 'Deutschland' definieren, und zwar nicht nur hier und jetzt, sondern auch in der Vergangenheit (in Abhängig von der Länge der geforderten Ahnenreihe).
Bis zurück zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 ist die Definition als Nationalstaat noch einigermassen klar (je nach Interessenlage bevorzugte man entweder eine 'kleindeutsche' oder eine 'grossdeutsche' Sicht der Dinge). Davor aber werden die Definitionen immer nebulöser.
Das Deutsche Kaiserreich wiederum entstand aus dem Deutschen Bund (später Norddeutscher Bund) und ethnisch gesehen gemeindete es dazu etliche 'Nicht-Deutsche' mit ein.
Fangen wir doch einmal bei dem 'deutschen Volk' an (seit wann gibt es dieses überhaupt?). Wie schon zuvor erwähnt, das 'Volk des Deutschen Bundes' bestand überwiegend aus Preussen, sowie den Bewohnern etlicher Kleinstaaten.
Gehen wir noch etwas zurück, doch da wird es schon schwieriger. Ein möglicher Vorgänger Deutschlands war das bis 1806 bestehende 'Heilige Römische Reich Deutscher Nation'. Dabei handelte sich allerdings um keinen Nationalstaat, sondern ein wechselhaftes Gebilde, welches sich in erster Linie über Macht- und Herrschaftsinteressen definierte.
Wenn man dem 'Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation' den Status eines Staates zubilligt, dann den Status eines Staates ohne Volk, denn ein einheitliches Volk für dieses - durchaus wechselhafte Staatsgebiet - gab es nicht. Entstanden ist dieses wiederum aus dem 'Ostfränkischen Reich'.
Frage: Sind 'wir' etwa keine Deutschen, sondern 'Ostfranken'?
Eine andere Betrachtungsweise ist der Weg zurück über Preussen, welches den Reichsfarben des Deutschen Reiches immer hin das Schwarz und das Weiss vererbte. Das Herzogtum Preussen entstand übrigens beinahe nahtlos aus dem 'Deutschen Orden' mit der 'Hauptstadt' Marienburg. Auch dies ein 'Staat' völlig ohne Volk.
Wer sind die Deutschen denn wirklich?
Sofern die Abstammung dafür ein ausschlaggebendes Kriterium sein sollte müsste man erst einmal den Begriff 'Deutschland' definieren, und zwar nicht nur hier und jetzt, sondern auch in der Vergangenheit (in Abhängig von der Länge der geforderten Ahnenreihe).
Bis zurück zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 ist die Definition als Nationalstaat noch einigermassen klar (je nach Interessenlage bevorzugte man entweder eine 'kleindeutsche' oder eine 'grossdeutsche' Sicht der Dinge). Davor aber werden die Definitionen immer nebulöser.
Das Deutsche Kaiserreich wiederum entstand aus dem Deutschen Bund (später Norddeutscher Bund) und ethnisch gesehen gemeindete es dazu etliche 'Nicht-Deutsche' mit ein.
Fangen wir doch einmal bei dem 'deutschen Volk' an (seit wann gibt es dieses überhaupt?). Wie schon zuvor erwähnt, das 'Volk des Deutschen Bundes' bestand überwiegend aus Preussen, sowie den Bewohnern etlicher Kleinstaaten.
Gehen wir noch etwas zurück, doch da wird es schon schwieriger. Ein möglicher Vorgänger Deutschlands war das bis 1806 bestehende 'Heilige Römische Reich Deutscher Nation'. Dabei handelte sich allerdings um keinen Nationalstaat, sondern ein wechselhaftes Gebilde, welches sich in erster Linie über Macht- und Herrschaftsinteressen definierte.
Wenn man dem 'Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation' den Status eines Staates zubilligt, dann den Status eines Staates ohne Volk, denn ein einheitliches Volk für dieses - durchaus wechselhafte Staatsgebiet - gab es nicht. Entstanden ist dieses wiederum aus dem 'Ostfränkischen Reich'.
Frage: Sind 'wir' etwa keine Deutschen, sondern 'Ostfranken'?
Eine andere Betrachtungsweise ist der Weg zurück über Preussen, welches den Reichsfarben des Deutschen Reiches immer hin das Schwarz und das Weiss vererbte. Das Herzogtum Preussen entstand übrigens beinahe nahtlos aus dem 'Deutschen Orden' mit der 'Hauptstadt' Marienburg. Auch dies ein 'Staat' völlig ohne Volk.
Wer sind die Deutschen denn wirklich?
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