Moderator McKilroy schrieb: "Wir" fahren voll auf Canon Schiene...
Das wage ich zu bezweifeln. "Du" vielleicht, "wir" noch lange nicht.
golo schrieb: "Wenn Du nicht ... im ewigen Canon-Nikon-Glaubenskrieg bereits Partei ergriffen hast..."
Den gibt es genauso, wie Mercedes vs. BMW... dann nimm doch Audi...
Bildstabilisatoren:
Optische Stabilisierung, egal ob im Objektiv oder durch Sensorbewegung, funktioniert perfekt nur für relativ weit entfernte Objekte, Objekte, die unempfindlich gegen Parallaxenfehler sind. Es eignet sich nicht für bewegte sondern nur für fixe Objekte wie Gebäude. Selbst bei Blumen klappt es nur, solange kein Wind weht...
Sensorbewegung (Bildstabilisatoren im Kameragehäuse) funktioniert zudem nur perfekt in der Bildmitte, an den Rändern entsteht durch perspektivische Verzerrung unvermeidlich Unschärfe. Ausserdem sehe ich nicht im Sucher, ob ich das Motiv mit dem Stabi "erwischt" habe (z.B. Schiffstour, Seegang, Robben auf Sandbank). Bei wichtigen Motiven kann die Enttäuschung hinterher groß sein.
Ist der Stabi im Objektiv, kann ich es genau anvisieren und mit dem Stabilisator "festhalten", ich sehe also im Sucher, was ich tue.
Am Ende des Weges ist... das Stativ - und die Wahl lichtstarker Objektive.
Canon: Mit Ausnahme der 1er Profiklasse sind die Gehäuse eher billig (Plastiklook and feel) und anfällig für eindringende Feuchtigkeit. Ich habs oft genug erlebt bei meinen Freunden von der Tageszeitung. Die Bildqualität ist auf einem Level mit Nikon, Sony...
Nikon: Besser verarbeitet als Canon, aber nicht besser in der Bildqualität. Man kann aber auch mal bei schlechtem Wetter oder Regen fotografieren, ohne gleich einen Totalabsturz zu erleiden. Ergonomie: Geschmacksache.
Sony: Hat Konika/Minolta übernommen und entwickelt mit der Alpha Serie eine an Nikon angelehnte DSLR-Reihe. Hoffentlich scheitern sie nicht wie so oft an ihrer Konzerngröße. Jedenfalls entwickeln sie gerade einen 24x36 mm 24 Mpix Chip...
Olympus: Mehrfach im DSLR Segment gescheitert. Setzen jetzt auf das 4/3 Format. Keinere Chips bedeuten höheres Rauschen. Das ist das große Problem der Oly´s. Die Bildqualität.
Andere Hersteller: Zu klein, um zukünftig wirklich mithalten zu können. Pentax? Hmm... K10D oder K100D sind eher Exoten... wer´s mag. Einen Vorteil haben sie nicht. Eher den Nachteil, dass sie irgendwann mal weg sind vom Markt. Was nutzen dir dann die teuren Objektive, wenn der Hersteller keine Bodys mehr baut?
Fuji ist eine Ausnahme, sie bauen ihren eigenen Sensor, den Super CCD in Nikon Gehäuse ein. Der Sensor ist klasse, die Bildqualität Top, die Gehäuse sind jedoch meist nicht die aktuellsten aus dem Hause Nikon (wie bei der S3Pro - bei der S5Pro ist das Gehäuse von der Nikon D200). Jedenfalls muss man zum Vergleich gegen eine Fuji DSLR immer die Profiklasse von Nikon/Canon bemühen, alles andere kann da nicht mithalten. Bei Nikon war erst die D3/D300 in der Lage, Fuji zu schlagen. Das alte Topmodell D2X hat es jedenfalls nicht geschafft.
Fazit:
Die Frage, "welche Kamera soll ich mir kaufen" ist nicht mit Vorschlägen von anderen Leute, die eine DSLR haben, zu beantworten. Der Thread-Eröffner muss mehr über sich und sein Anwendungsgebiet erzählen.
- Was will ich fotografieren (Tiere, Architektur, Fashion, Portrait, Akt, Hochzeiten, Sport, Natur...)
- Wo will ich fotografieren (Indoor, im Stadtpark, auf dem Mt. Everest, beim Segeltörn...)
Danach richtet sich, welche Objektive ich brauche, einen sicheren Autofocus (z.B. Sport, bei Fußball, Formel 1), bewegte oder nicht bewegte Motive (wegen des Wackeldackel Systems, dass dann evtl. gar nicht gebraucht wird), Fashion, Akt, Hochzeiten (großer Dynamikumfang und gute Hauttöne erforderlich)... und somit ergibt sich die DSLR, die ihre Stärken da hat, wo ich sie brauche.