Ich saz ûf eime steine und dahte bein mit beine.
dar ûf satzt ich den ellenbogen, ich hete in mîne hand gesmogen
daz kinne und ein mîn wange. dô dâhte ich mir vil ange,
wie man zer werlte solte leben.
Wem DAS jetzt holländisch vorkommt, der irrt.
Es ist ein Auszug aus dem Gedicht "Unter der linden" (um 1200);
ein politisches Lied Walthers von der Vogelweide.
Ich will damit zeigen, "dasssich" unsere Sprache (weiter)entwickelt.
Wenige können heute noch die Anfang des 20.ten Jahrhunderts
weit verbreitete Sütterlin Schrift lesen...
In vielen Science-Fiction Filmen werden Schriftzüge (an Raumschiffen
und Gegenständen) verwendet die eine große Ähnlichkeit einer Mischung
aus Sanskrit, arabischer Schrift und Kanji Schriftzeichen haben...
Ich denke es wird noch sehr spannend werden, was im Zeitalter der
Globalisierung auf uns zukommt.
Wer eine "Hörprobe" davon möchte kann mal in den 30 Jahre alten
CyberPunk-Film von Riddley Scott (Blade-Runner) reinhören. City-Speak...
Durch die internationale Vernetzung von Kulturen und Gedankengut
ist es möglich, dass die germanische Linguistik auf Artikulation
trivialer Paraphrasen reduziert wird.
(kleine Hommage an den Beitrag von Konradin)
Fazit: Keine Aufregung - Komplexe Systeme neigen IMMER zur Auflösung
(Thermodynamische Grundregeln) Also ist der scheinbare "Verfall"
unserer Sprachen nichts anderes als eine Form der Entwicklung oder
des Fortschritts...
UND den kann man bekanntlich nicht aufhalten.
Alatah