Ein Studium in den MINT-Fachrichtungen ist natürlich bei Interesse eine gute Option im Hinblick auf die Beschäftigungssituation. Dort herrscht eher Unterversorgung an qualifizierten Absolventen, entsprechend gut sind die Jobaussichten, auch im Hinblick auf praktische Abschlussarbeiten und dergleichen.
Die Vorurteile gegen Bachelor und Master, die hier auch immer mal wieder mit durchschwingen, sind natürlich zwiespältig zu betrachten. Hochschulen, die "Bologna" verstanden haben, sind durchaus in der Lage, entsprechende Programme anzubieten, die eben nicht zu einem Aussschluss von 97 % führen (wenn ich Martini recht verstanden habe). Insb. an den ehemaligen Fachhochschulen, heute oft Hochschulen, ist die Reform Bachelor/Master mit einer gewaltigen Aufwertung der Abschlüsse verbunden (Ausweitung der Studienzeit um 1 Jahr (Bachelor+Master = 5 Jahre, Dipl (FH) 4 Jahre), FH-Studium seit jeher mit einer deutlich stärkeren Praxisausrichtung und daher mit erheblich weniger Problemen in Bezug auf das Erfordernis der Berufsqualifizierung im Bachelor-Programm, kleine Gruppengrößen, etc.). Daher ist nicht nur die Wahl des Studiengangs, sondern auch des Studienortes und der Studieneinrichtung wichtig und nicht zu vernachlässigen.
Ein Problem sehe ich mit deiner grundsätzlichen Abneigung zu wirtschaftlichen Themen. Gerade aufgrund der Berufsorientierung der Studiengänge ist im Regelfall eine gewisse Grundlagenausbildung wohl unvermeidbar (Grundlagen der BWL oder öhnliches), da wahrscheinlich auch der zukünftige Ingeneur, Informatiker oder "irgenwas mit Medien" innerhalb eines Betriebs arbeiten und somit in eine wirtschaftliche Organisation eingebettet sein wird und gewisse Grundkenntnisse fernab der Fachkenntnisse des Berufs wohl auch erforderlich sein werden. In jedem Fall ist dann anratsam, keinen Interdisziplinären Studiengang zu wählen, da dort die Anteile des jeweiligen Faches geringer sein werden, als offensichtlich von dir erwünscht. Problematisch am Bereich Medien ist die grundsätzliche Richtung des Kreativen; in der Regel sind die Gehälter dort nicht allzu hoch; der Vergleich ist allerdings auch mit Vorsicht zu genießen, da in dem Bereich viele Geisteswissenschaftler tätig sind, die im Allgemeinen zu den Schhlechtverdienern zählen. Mit einer stärkeren Technik-/Informatikausrichtung ist auch dort sicherlich einiges Möglich.
Letztlich kann ich dir aber nur raten, das zu studieren, was dich am meisten interessiert und vllt. sogar "Spaß" macht; hier ist natürlich auch Vorsicht zu walten, ein Fachstudium in Informatik ist etwas ganz anderes als Hobby-Programmieren in der Freizeit.