Hallo zusammen - soweit vorhanden

Stiller Tag im Museum - stille Stunden? Kennen manche vielleicht vom Einkaufen: Einige Supermärkte dimmen zeitweise ihr Licht und schalten die Lautsprecher aus, damit sich auch Menschen dort wohl fühlen, die besonders sensibel auf Umweltreize reagieren. Im LVR-Museum in Bonn ist aus dieser Idee ein stiller Tag geworden. Es wird keine lauten Schulklassen oder großen Gruppen geben, das Licht ist gedimmt, es gibt einen Rückzugsraum. Die Führungen an diesem Tag sind besonders ruhig und zeigen nur ausgewählte Werke. Das Konzept hat das LVR-Museum zusammen mit Psychologen aus der Region entwickelt. Der Wunsch des Teams: Das Beispiel soll Schule machen - andere Museen sollen ebenfalls stille Tage anbieten.
Wäre vielleicht auch mal was für den Supermarkt
1/3 Samstags-Cappu
Ansonsten:
=> Digitale Gewalt: Neues Gesetz nach Fall Fernandes soll kommen • Auslöser ist der Fall der Schauspielerin Collien Fernandes. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex‑Mann, den Schauspieler Christian Ulmen. Unter anderem geht es um die Erstellung und Verbreitung von gefälschten pornografischen Inhalten. Ulmen soll ihr das nach einer Recherche des Magazins "Spiegel" gestanden haben, noch zu Zeiten, als die beiden zusammen waren. Auch auf Instagram nennt Fernandes seinen Namen. Der Anwalt von Ulmen teilte mit, die "Spiegel"-Berichterstattung sei aus mehreren Gründen rechtswidrig.
Fernandes macht sich schon seit Jahren für einen besseren Schutz von Frauen vor digitaler Gewalt stark. Deutschland sei ein "Täterparadies", sagte sie in einem Interview für die "Tagesthemen", es gebe gesetzliche Schutzlücken. Das soll sich offenbar ändern. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will nächste Woche einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen, der solche Lücken schließen oder zumindest verringern soll.
Hubig sagte der ARD, pornografische Deepfakes sollen künftig unter Strafe gestellt werden. Das Herstellen und das Verbreiten von solchen Bildern ohne das Einverständnis der jeweiligen Person sei bislang nach dem Strafgesetzbuch (StGB) nicht strafbar.
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang ermunterte in der "Aktuellen Stunde" im WDR Männer, ihre Stimme zu erheben - denn der Kampf dafür, dass Frauen sicher leben könnten, sei auch ihr Kampf. Wie sich Betroffene von digitaler Gewalt wehren können, könnt ihr
hier nachlesen
=> Klassenchats: Bundesschülerkonferenz gegen WhatsApp-Verbot: Nach den WDR-Recherchen zu Problemen mit Klassenchats hat sich die Bundesschülerkonferenz klar gegen die Idee eines Verbots von Messengerdiensten wie WhatsApp für Jüngere ausgesprochen. "Das wäre nur Symptombehandlung", sagte deren Generalsekretärin Amy Kirchhoff dem WDR. Bundesbildungsministerin Karin Prien hatte zuvor gesagt, dass man im Zuge der Debatte über ein Social-Media-Verbot auch über eine "Messengerdienst-Regulierung" sprechen müsse. Was Schüler- und Lehrervertreter davon halten, dazu lest ihr
hier mehr
=> Delegation aus Kiew startet zu politischem Austausch in die USA: Eine ukrainische Delegation reist heute in die USA. Dort will sie neue Gespräche mit Russland vorbereiten. Ein Thema werden US-Sicherheitsgarantien und ein Wiederaufbauplan für die Ukraine sein. In den Treffen geht es um die Sicherheit der Ukraine, um Hilfe der USA und um Pläne für den Wiederaufbau des Landes. Außerdem will die Ukraine weitere Raketen für das Patriot‑Luftabwehrsystem kaufen. Russische Vertreter sind nicht dabei. Wann es wieder direkte Gespräche zwischen der Ukraine und Russland geben könnte, ist weiterhin unklar.
Quelle
Spruch des Tages:
Auch heute wieder ein ganzer Sack voll Gedenk- und Aktionstage;
Tag gegen Rassismus
Am 21. März 1960 demonstrierten rund 20.000 Menschen im südafrikanischen Sharpeville in der damaligen Provinz Transvaal nahe Johannesburg friedlich gegen die diskriminierenden Passgesetze (die Folgen des Native Urban Areas Act und andere Gesetze) des damaligen Apartheid-Regimes. Die Polizei erschoss bei den Protesten 69 Demonstrierende, mindestens 180 wurden verletzt. Dieses Blutbad ging als Massaker von Sharpeville in die Geschichte ein. Sechs Jahre später rief die Generalversammlung der Vereinten Nationen in einer Resolution den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung aus. Rassistische Diskriminierung und Apartheid, so heißt es in der Resolution, seien eine Verleugnung der Menschenrechte und fundamentaler Freiheiten und Gerechtigkeit sowie ein Vergehen an der Menschenwürde.
1979 wurde dieser Gedenktag durch die Einladung der Vereinten Nationen an ihre Mitgliedsstaaten ergänzt, eine alljährliche Aktionswoche der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus zu organisieren.
Seit 1995 gibt es in Deutschland erste Veranstaltungen zum UN-Tag gegen Rassismus. Während sie in den ersten Jahren kaum beachtet wurden hat ihre Zahl laufend zugenommen. Das Motto lautet in diesem Jahr „100% Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“.
Welt-Down-Syndrom-Tag
Der Tag wirbt für die Integration von Menschen mit Down-Syndrom in allen Lebensbereichen. Das Datum ist immer der 21. März, weil bei den Betroffenen das Chromosom 21 3-fach vorhanden ist. Menschen mit Down-Syndrom haben in jeder Zelle ein Chromosom 21 mehr als andere Menschen, daher auch die Bezeichnung Trisomie 21. Die Folge sind körperliche Auffälligkeiten und eine verlangsamte motorische, geistige und sprachliche Entwicklung. Die Ausprägungen sind aber sehr unterschiedlich.
Benannt ist das Down-Syndrom nach seinem Entdecker, dem englischen Arzt John Langdon Down (1828-1896). Er beschrieb 1866 ausführlich Menschen mit den "klassischen Merkmalen" dieses Syndroms und erkannte sie als abgrenzbares Syndrom. Damit unterschied er diese von anderen Menschen mit geistiger Behinderung.
Langdon Down nannte in seiner Publikation zehn wichtige Merkmale, inzwischen sind bedeutend mehr morphologische und funktionelle Besonderheiten beschrieben worden. Das Aussehen der Kinder ist betroffen: Größe, Gewicht, Auffälligkeiten im Bereich der Kopfform, der Augen und der Ohren. Auch treten organische Schäden wie Herzfehler oder Magen- und Darmstörungen häufiger auf. Menschen mit Down-Syndrom sehen und hören zudem häufig schlecht.
Tag des Waldes
Dieser Aktionstag wurde Ende der 1970er Jahre durch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) eingeführt. Wälder sind komplexe Ökosysteme. Mit optimaler Ressourcenausnutzung sind sie das produktivste Landökosystem. Nach den Ozeanen sind sie die wichtigste Einflussgröße des globalen Klimas. Sie stellen gegenüber anderen Nutzungsformen global die einzig wirksame Kohlendioxidsenke dar und sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten. Leider ist es um unseren Wald zunehmend schlecht bestellt. Dürren, Stürme, Schädlinge und der Klimawandel setzen ihm gewaltig zu. Gerade mal jeder fünfte Baum in Deutschland ist noch komplett gesund. Den Wald zu retten, ist eine Jahrhundertaufgabe, die immer noch unterschätzt wird.
Auch im Kleinen kann jeder einzelne etwas für den Wald tun - achtsam sein. Denn unsere Wälder bieten uns so viel, umso wichtiger ist es, pfleglich mit ihnen umzugehen. Schon ein Papiertaschentuch, achtlos weggeworfen, braucht fünf Jahre, um zu verrotten. Eine Zigarettenkippe gar zehn Jahre, ganz abgesehen davon, dass die Glut in trockenen Wälder brandgefährlich ist. Nicht jedem ist bewusst, wie sehr Müll das sensible Ökosystem Wald belastet.
Tag der Alleinerziehenden
20 Prozent der Eltern in Deutschland sind alleinerziehend – Tendenz steigend. In Zahlen ausgedrückt sind demnach 1.500.000 Frauen (91%) und 157.000 Männer alleinerziehend. Dabei haben sich nur 4% aller Alleinerziehenden bewusst für eine Ein-Elternschaft entschieden. Die neuesten Studien belegen im übrigen, dass Kinder in Patchworkfamilien genauso glücklich sind, als Kinder in anderen Familien. (Quelle)
Allerdings gibt es auch Untersuchungen, die belegen: Alleinerziehende erhalten häufiger die Diagnose Depression (Quelle). Daher empfehle ich für Betroffene das Studium dieser Seite, auf der neben "Das Wichtigste, was ich gelernt habe – 100 Antworten von Alleinerziehenden." und "Was du als Alleinerziehende ab sofort tust, um erfolgreich mit Vorurteilen umzugehen" noch weitere wertvolle Tipps zur Erhaltung der individuellen Zufriedenheit zu finden sind.
Welttag der Poesie
Er soll in einem Zeitalter, in dem neue Informationstechnologien dominieren, an den "Stellenwert der Poesie, an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern". Weiterhin soll ein interkultureller Austausch gefördert werden. An diesem Tag finden Lesungen, Ausstellungen und Rezitationen lyrischer Werke in den Medien statt.
Zum Tag ein wenig Schüttel-Poesie:
Warum trinken Warzenschweine
immer nur vom schwarzen Weine?
Weil sie, wenn sie weißen hätten,
würden anders heißen, wetten?
Welttag der Hauswirtschaft
Waschen, wischen, Müll rausbringen - dass die kleinen und großen Handgriffe im Haushalt die Lebensqualität heben, daran erinnert der Welttag der Hauswirtschaft. Ins Leben gerufen hat ihn 1982 der Internationale Verband für Hauswirtschaft (IVHW), seitdem wird er jedes Jahr am 21. März begangen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto "Individuen, Familien und Gemeinschaften stärken - durch Hauswirtschaft". Außerdem erinnert der Verband an das erste Internationale Jahr der Familie, das die Vereinten Nationen vor 20 Jahren ausriefen. Themen in den vergangenen Jahren waren nachhaltiger Konsum, Wasser und Hauswirtschaft im digitalen Zeitalter.
Keine guten Nachrichten zum
Welttag der Gletscher an diesem Samstag:
Das „ewige Eis“ schmilzt Forschern zufolge in Rekordgeschwindigkeit. Deutschland wird demnach voraussichtlich im Laufe der 2030er Jahre keine Gletscher mehr haben.
Den veröffentlichten neuen Daten zufolge haben die vier letzten deutschen Gletscher innerhalb von nur zwei Jahren mehr als ein Viertel ihrer Fläche verloren. Beim Blaueisgletscher und beim Watzmanngletscher in den Berchtesgadener Bergen waren es zwischen 2023 und 2025 sogar jeweils rund 45 Prozent. Das ergaben Messungen des Geografen Wilfried Hagg von der Hochschule München und des Glaziologen Christoph Mayer von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW).
Eine Million Kubikmeter Eis schmolzen insgesamt ab. Auch bei der Dicke des Eises zeigt sich: Der Gletscherschwund hat sich rapide beschleunigt. Die Eisdicke nahm im Schnitt um 1,6 Meter pro Jahr ab – und damit deutlich stärker als im Zeitraum 2018 bis 2023. Als Hauptursache gilt der Klimawandel mit in den vergangenen Jahren außergewöhnlich hohen Temperaturen, die auch in den Alpen deutlich über dem langjährigen Mittel lagen.
Internationaler Tag des Puppenspiels,
ein sinnvoller Aktionstag, denn die weltumspannende Kunst [wikipedia] des Figurentheaters verschwindet langsam aber sicher hinter den Unterhaltungskaskaden des allbeherrschenden TVs.
Puppen- oder wie die von Künstlern gepflegte Form heisst, Figurentheater, knüpft an die Tradition der Märchen oder auch der Märchenerzähler an. Nicht nur Unterhaltung sind die Motive dieser Volkskünste, auch das verbreiten wichtiger Überlieferungen und und berührender Bilder wurde gepflegt. Inzwischen kann die Kunst des Erstellens der Figuren und ihre Handhabung bereits an einigen Hochschulen erlernt werden, aber auch als Kunsthandwerk wird die Tradition noch an wenigen Stellen gepflegt. In der Kinderunterhaltung werden zunehmend auch didaktische Inhalte verabeitet, da die Kleinen besonders stark auf die Lebendigkeit der Figuren ansprechen (Kasperletheater).
Ansonsten am
21. März:
2024 - Die Entscheidung des DFB, die
Fußball-Nationalmannschaften künftig vom US-Giganten Nike ausrüsten zu lassen, stößt auf harsche Kritik. Es fehle an Patriotismus, wenn die typischen drei Streifen des deutschen Dauerpartners Adidas nicht mehr auf Trikots und Schuhen zu sehen seien, lautet der Vorwurf.
2022 - Die
EU bekommt eine neue militärische Eingreiftruppe, die spätestens 2025 einsatzbereit sein soll. Die bis zu 5000 Soldaten starke Truppe ist Teil eines sicherheitspolitischen Konzepts, das die Außen- und Verteidigungsminister der 27 Mitgliedstaaten in Brüssel beschließen.
2018 - Unter Auflagen erlaubt die EU-Kommission dem deutschen
Bayer-Konzern die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto. Der Deal kostet Bayer etwa 51 Milliarden Euro.
2016 - Der Internationale Strafgerichtshof spricht den
Vize-Präsidenten des Kongo, Jean-Pierre Bemba, wegen schlimmster Kriegsverbrechen schuldig. Im Juni 2016 wird er zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt.
2014 - Die
türkische Regierung lässt Twitter blockieren. Am 3. April wird Twitter nach einem Urteil des türkischen Verfassungsgerichts wieder freigeschaltet.
2009 - Die zentralasiatischen Länder Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan bilden die
erste atomwaffenfreie Zone der nördlichen Hemisphäre.
2006 - Jack Dorsey sendet die
erste Nachricht über Twitter.
2005 -
Lenny Kravitz hat mit seiner Show am Strand von Copacabana in Brasilien trotz Regens 150 000 Menschen begeistert. Das Konzert war ein Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 440. Geburtstag der Stadt Rio de Janeiro.
2004 -
Franz Müntefering (*1940) wird in Berlin zum neuen Vorsitzenden der SPD gewählt. Er ist Nachfolger von Gerhard Schröder (*1944).
Quellenangaben