hey leute,
habe seit
11 jahren eine LPG-Gasanlage im auto. (Astra G, 1.6l Benzin, 75 PS, 162000 km gefahren)
Meine erfahrungen fasse ich mal wie folgt zusammen:
Pro Gasanlage:
- Günstiger Spritpreis keine Frage (momentan sogar nur 50 cent). Vor 9 Jahren hat der Liter 17 Pfennig gekostet

(- Mehr Tank (sehr gut für lange urlaubsreisen mit dem PKW)
- Mittlerweile auch sehr dichtes Tankstellennetz
- Kraftstofffilter muss man sehr selten wechseln, da die Verbrennung im Motor sehr sauber geschiet.
Contra Gasanlage:
- Stärkerer Verschleiß vieler Teile: Zündkerzern, Zylinderkopf-(dichtung), alles am Motor im prinzip, da die Verbrennungen bei höheren Drehzahlen (z.B. autobahn) sehr viel heißer ablaufen.
- Ganz ganz selten: leichten Gasgeruch im pkw
- Platzeinbußen im PKW (je nachdem wo die bombe plaziert ist)
- Höherer Verbrauch: Mit Benzin verbrauche ich ca. 7l/100km. Mit Gas ziemlich genau 10l/100km.
- Leichte Leistungseinbuße (ca. 5-10%) - Wenn man mal zur Werkstatt muss, dann machen die Leute dort für jeden Fehler die Gasanlage verantwortlich.
Rechnet man das mal nach, dann ist der ganze spaß garnicht mehr soo günstig.
Alles in allem kann ich sagen, dass sich so ein ding nur bei autos lohnt, die mehr als 20.000 km im jahr fahren.
Meinen nächsten Wagen werde ich nicht umrüsten, obwohl ich über 20k km/jahr fahre; einfach aus den o.g. gründen.
Tipp: Um den Verschleiß einigermaßen in Grenzen zu halten, gilt als Faustformel: Max. bis 2000 Umdrehungen unter dem BEGINN des roten Bereichs fahren. Das ist bei meinem Wagen bei 4500 U und das sind 140 km/h.
Noch eine Info: Bei der AU wird einmal mit Benzin UND einmal mit Gas ermittelt, und immer der höhere Wert bemessen. LPG hatte bei mir auch immer einen größeren CO2 ausstoß.
Seit 2008 wird die Gasanlage beim TÜV mit nem Gasmesser abgelaufen, um undichte Stellen zu finden. Nach 10 Jahren muss der Tank zum TÜV. Kostet knapp 70 Euro; dafür hat man wieder für die nächsten 10 Jahre keinen Ärger