@ Rafael:
Na ja, Danzig in einem D/A/CH-Städtespiel zu nennen, heißt ja noch nicht gleich, dass wir Danzig annektieren wollen. Die Zeiten, in denen die Danzig-Frage ein heißes Eisen war, sind ja zum Glück schon lange vorbei, und diejenigen, die die Oder-Neiße-Linie nicht anerkennen wollen, sind ja zum Glück nur noch eine kleine Minderheit.
Zugegeben, die Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten kann und muss sogar als Unrecht angesehen werden, aber erstens ist das ja nicht einfach so passiert, sondern nach einem mörderischen Eroberungs- und Vernichtungskrieg Nazideutschlands erfolgt, und zweitens können die heutigen Polen nichts dafür, sowenig wie auch die heutigen Deutschen Schuld am Krieg und der Shoah sind. Aber noch nicht einmal die damaligen Polen konnten etwas dafür, sie waren selbst Vertriebene, hat sich doch die Sowjetunion die polnischen Ostgebiete einverleibt und die dort lebenden Polen in die entvölkerten ehemaligen deutschen Ostgebiete zwangsumgesiedelt.
Aber die Grenzen werden doch sowieso immer unbedeutender, sind wir doch jetzt alle EU-Bürger. Jedem Deutschen steht es frei, nach Polen zu gehen, dort ein Haus zu bauen, zu leben und zu arbeiten, genauso wie auch die Polen nach Deutschland kommen dürfen. Da haben wir doch ganz andere Probleme: Finanzkrise, Niedriglöhne, Integration von Migranten, Asylpolitik, Einschränkung der Freiheitsrechte zugunsten der „Sicherheit“ und, ja, auch außen- und weltpolitische Themen wie Klimawandel, Hunger, Menschenrechte in China und vielen weiteren Staaten, Bürgerkrieg in Syrien, der von dir angesprochene Palästina-Konflikt etc.
Aber rein aus formalen Gründen kann Danzig natürlich nicht als richtig gelten, da es ja schon lange zu Polen gehört und Gdańsk heißt.
Und auf Bad Harzburg erwidere ich:
=> Obergiesing-Fasangarten
(der 17. Stadtbezirk der bayerischen Landeshauptstadt München)