Gentechnik Monsato Diskussion 

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Refagott

Hallo
Kennt einer Monsato? Das ist eine Firma die Genveränderte Pflanzen vertreibt. Was ist denn eure Meinung dazu?
Ich halte es für sehr bedenklich. Es besteht doch dabei die Gefahr, das man sich damit in Abhängigkeiten begibt. Wenn zum Beispiel sich die Pflanzen nicht mehr selber züchten lassen. Dann ist man doch darauf angewiesen, das Saatgut von einem bestimmten Hersteller zu bekommen. Die Gefahren für die Umwelt, Fauna,Flora, mal ganz außer acht gelassen.
Also, ich bin absolut dagegen. Was meint Ihr?

Lieben Gruß Ralf
 
Ich bin nicht dagegen. Was ist falsch daran? Immerhin können wir so unseren Getreidehaushalt z.B. selbst decken und müssen nicht 60% im Ausland einkaufen.
Es gibt übrigens mehrere Hersteller, die solche Pflanzen verkaufen. Also nix mit Abhängig. Das ist freie Marktwirtschaft.
Und welche Gefahren für die Natur meinst du?
 
@ Serb

"Was ist falsch daran?" Wenn dich die Antwort wirklich interessiert, dann schaue folgende Dokus:
- Monsanto - Mit Gift und Genen
- Arme Sau - Das Geschäft mit dem Erbgut


Man muss sich einmal verdeutlichen welche Macht dieses eine Unternehmen alleine besitzt. Monsanto alleine hat die Kontrolle über den Welthunger. Es gibt noch eine dritte Monsanto Doku von Arte, die sich mit Monsantos Machtmissbrauch in armen Ländern beschäftigt und die ich leider nicht mehr finde. Vielleicht kennt sie hier jemand und schickt mir den Link.
 
Hallo

Also ich bin dagegen,
verwendet Nestle nicht auch dieses "Genveränderte Zeugs"?
Für mich ist das Dreck und bewusst würde ich das Zeugs nicht anrühren.


MfG Apfel
 
Was ist falsch daran? Hallo aufwachen! Monsato möchte damit die Kunden an Saatgut binden, ein Bauer der Monsato jedes Jahr sähen will wird gezwungen, sich das Saatgut auch jedes Jahr zu kaufen.

Auch ist sehr umstritten, welche Auswirkungen solche Pflanzen auf den Rest der Natur haben. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, dass die Pflanzen für den Verzehr bei Tier oder Mensch nicht unbedenklich sind.

Ich finde es zwar auf der einen Seite gut, dass man versucht Pflanzen gegenüber Schädligen resistent zu machen, so dass man weniger oder keine Pestizide mehr benötigt, auf der anderen Seite halte ich von Monopolisten nicht viel, die Landwirte versuchen zu Geiseln.
 
Was ist falsch daran? Hallo aufwachen! Monsato möchte damit die Kunden an Saatgut binden, ein Bauer der Monsato jedes Jahr sähen will wird gezwungen, sich das Saatgut auch jedes Jahr zu kaufen.

wie es jeder andere Industriezweig auch machen muss? Also Rohstoffe immer wieder neu kaufen? Und jetzt überleg dir mal, was jede Firma im Bereich Erzeugung versucht. Richtig, den Kunden an ihr Produkt zu binden.
Das ist einfach nix anderes wie überall sonst auch. So funktioniert Marktwirtschaft.
Es gibt ja auch keinen Zwang das Zeug zu kaufen. Wenn es aber wirtschaftlicher ist, ist es für den Bauern ja trotzdem besser. Auch wenn er das zeug jedes Jahr kaufen muss.
Und wenn du auf den fehlenden Wettbewerb ansprichst, dann warte einfach noch 2 Jahre. Das macht die Marktwirtschaft von alleine.
 
ich versteh den ganzen Rummel von wegen "oh, die arme Natur" auch nicht wirklich. Wenn man nun eine neue Art mit anderen Eigenschaften hervorbringt, dann wird die Natur sich irgendwann daran gewöhnen (mal ganz davon abgesehen, das das laut der Evolutionstheorie sowieso schon immer so läuft).

Ansonsten kann ich sierb nur zustimmen ;)
 
Jojo die Natur gewöhnt sich dann auch irgendwann an das viele CO², nur dass dann der Mensch nicht mehr den Planeten besiedeln wird ;)

Dass die Firma Monsato nicht umsonst Knebelvertäge macht, wird auch vollkommen unter den Tisch fallen gelassen. Deine tolle Marktwirtschaft kannst du auch vergessen, wohin uns das bisher geführt hat sieht man ja ;) Wer meint die Märkte regulieren sich schon selbst, der hat sich die vielen armen Menschen noch nicht angeschaut und war im Gegenzug noch nicht im Luxusviertel von unseren Finanzhaien unterwegs.

Wer Monsato die Macht über das Saatgut gibt, wird irgendwann so abhängig davon sein, dass es kein zurück mehr gibt. Im schlimmsten Falle wird das Angebot von normalem Saatgut verschwinden, so dass es keine Genfreien Züchtungen mehr gibt.
 
Jahrhunderte alte Kulturböden werden zerstört.
In Kanada wurden Farmer von Monsato verklagt wegen illegalen Anbau, weil der Wind Bollen(und damit geschützte Gene) auf angrenzende Felder verteilte.
Biolandbau unmöglich in ganzen Regionen.
Große Missernten in den Folgejahren.
 
Sorry Leute, die Firma heißt MONSANTO, wurde doch schon geschrieben! Wenn man sich schon über so eine Firma unterhält, dann richtig. ;)

@ knappsieg: du meintest wohl Pollen? Oder Samen?


Ich halte Monsanto für eine geldgierige, gefährliche Krake, die traditionelles Saatgut, z.B. auch Kartoffeln, vom Markt nimmt und ihre eigenen, neuen und teuren Kreationen quasi zur Pflicht macht. Zum einen ist überhaupt nicht raus, dass genveränderte Nahrungsmittel keinen Einfluss haben, wie die es propagieren und zum anderen können sich ärmere Staaten oder deren Agrarproduzenten die Lizenzkosten kaum noch leisten. Eigentlich müsste man hier zum offenen und direkten Widerstand gegen Monsanto aufrufen!
 
@:Faehnrich

Ich bin ganz deiner Meinung.
----------------------------
Zum einen der Part mit dem Geld....

und zum anderen was ich ja noch viel wichtiger finde:

Wieso wollt ihr auf Bio Produkte verzichten und lieber den Chemie Mist essen?
Und auf Bio Produnkte wird man, dann verzichten müssen, da sich das Zeug über Pollen und Bienen usw., auf allen Feldern verbreiten wird.

MfG Apfel
 
Deine tolle Marktwirtschaft kannst du auch vergessen, wohin uns das bisher geführt hat sieht man ja ;) Wer meint die Märkte regulieren sich schon selbst, der hat sich die vielen armen Menschen noch nicht angeschaut und war im Gegenzug noch nicht im Luxusviertel von unseren Finanzhaien unterwegs.

Angebot und Nachfrage. Der Markt regelt den Preis... willst du mir da widersprechen? Wer sonst wenn nicht der Markt?
Bzw. schlag eine Alternative vor...

Und WENN Monsanto nun alleine das Zeug verkauft, dann stell es selbst her, verkauf es billiger und werd ein reicher Mann...
So funktioniert das übrigens wie schon gesagt, überall in der Wirtschaft. Von der sozialen Ungleichheit hab ich auch nicht gesprochen. Obwohl ich da auch anderer Meinung bin.
 
Sierb schrieb:
.. dann stell es selbst her, verkauf es billiger und werd ein reicher Mann...
So funktioniert das übrigens wie schon gesagt, überall in der Wirtschaft. ..

Sorry, das ist nur Geschwätz!

Zum einen kann heute fast niemand mehr ohne Kapital oder Investoren, an die man sich bindet, richtigen Erfolg haben und zum anderen kann eben nur ein Konzern wie Monsanto mit mittel- und langfristiger Planung und viel Geld so etwas verwirklichen. Und wo, bitte, steht geschrieben, dass der Weg des ungezügelten Raubkapitalismus der einzig wahre Weg wäre?
 
Hi
An Sierb
Angebot und Nachfrage. Der Markt regelt den Preis... willst du mir da widersprechen? Wer sonst wenn nicht der Markt?
Bzw. schlag eine Alternative vor...
Alternativ wäre >Freigeld, bzw. ein Finanzsystem ohne Zinsen.

Und WENN Monsanto nun alleine das Zeug verkauft, dann stell es selbst her, verkauf es billiger und werd ein reicher Mann...
Mmh, netter Vorschlag aaaaaabbeeeer da gibt es Patentrechte drauf. Das geht nicht so einfach, mal eben das herstellen.
Lg Ralf
 
Wenn ich mein Angebotsmonopol in Gefahr sehe,
dann lass ich meine Verfahren ganz einfach patentieren.

Der Monopolist hat nen gewissen monopolistischen Spielraum, innerhalb dessen er den Preis festlegen kann, wo er will.

Setzt er den Preis allerdings zu hoch an (was er als einziger Anbieter ja machen könnte), bricht die Nachfrage ein und die Kunden weichen z.B. wieder auf "normales" Saatgut aus.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Setzt er den Preis allerdings zu hoch an (was er als einziger Anbieter ja machen könnte), bricht die Nachfrage ein und die Kunden weichen z.B. wieder auf "normales" Saatgut aus.

schau dir mal die Doku an:Monsanto - Mit Gift und Genen

Dort wird erwähnt, dass bei z.B. Mais sich der genetisch manipulierte Mais mit den normalen Sorten kreuzt...teilweise gehen die Pflanzen kaputt oder werden unbrauchbar, da sie nicht mehr genügend Ertrag bringen. Wenn dann schon alles normale Saatgut gentechnisch verseucht ist, gibt es kein normales Saatgut mehr.
Bei einem Monopol können andere Anbieter auch leicht aus dem Geschäft getrieben werden und das ist bei Monsanto sicherlich der Fall, wenn man alleine die Unternehmensaufkäufe betrachtet. Hat man erst einmal diese Marktmacht, senkt man die Preise unter ein Niveau, sodass es sich für keinen lohnt, zu konkurrieren. Dann ist man der alleinige Marktführer und kann quasi machen was man will. Auf einen anderen Anbieter ausweichen geht dann nicht mehr, weil es gar keinen mehr gibt...

Ich bin echt geschockt von der Doku und der ganzen Sache :eek:

mfg Solitary Man
 
@Solitary Man:

Hallo

Das stimmt, ich habe mich mal vor den Osterferien mit meinem Lehrer darüber unterhalten.
Also das sind so ziemlich seine Fachgebiete und Lieblingsthemen.
Aber es geht sich ja nicht nur darum,
dass sie die anderen Bauern/Firmen etc., pleite gehen, ihren Job verlieren bzw. durch das Monopol quasi ausgeschlossen werden, weil sie so gut wie keine Chance gegen solche Giganten haben.

Ich finde es auch mehr als bedenklich, sich sein Leben lang von Genfood zuernähren, was später mal so sein könnte, wenn es nur noch Genfood gibt.
Vorallem auch kleine Kinder. Es gab mal von Grennpeace einen Bericht, da wurde im Supermarkt Paprikas angeboten (ganz normale, aber die mit diesen Pestiziden behandelt wurden (auf dem Acker)).
Wenn man diese nicht vor dem Verzehr gewaschen hätte und ein Kind diese gegessen hätte, wäre ein Kind in Lebensgefahr gewesen. Wenn schon bei solchen Sachen, die unserem Kopf als harmlos verankert sind, Gefahren auftreten, was passiert dann, wenn ich Mengen an Genfood verzehren

Ich meine: Warum sollen wir uns von dieser Chemie ernähren, obwohl schon Generationen von Menschen, gut mit unserem normalen Essen, welches wir von der Natur bekommen, gelaufen sind.
Vielleicht, weil in Afrika immer noch Menschen sterben?
Dann sage ich guckt nicht soviel RTL und Prosieben etc.. Dass die Menschen in Afrika arm sind und sterben, liegt nich daran, dass wir zu wenig Essen produzieren bzw. produzieren könnten.
Mit dem Essen, welches wir produzieren könnten, könnten wir nach westlichem Standard unsere Erdbevölkerung mindestens 2, 3 Mal ernähren.

An Afrika verdienen andere Menschen
(die natürlich nicht in Afrika leben bzw. aus Afrika sind),
Geld, Geld ohne Ende.
Das es in solchen Ländern nicht aufwärts geht liegt an all jene,
dessen Brieftasche droht leichter zu werden.

MfG Apfel


~~~Bitte keine Vollzitate, mfg Linda~~~
 
Zuletzt bearbeitet:
Also generel finde ich muss man das mal ein wenig differenzierter sehen.

1. Verdrängt Monsanto keine kleinen Bauern, sie bieten nur Werkzeuge zur Profit maximierung, so wie ein Taktor von John Deere.

2. Gibt es KEINEN trifftigen Grund anzunehmen das eine genveränderte Paprika sofort zur Lebensgefahr für kleine Kinder wird. Es sei den man hätte der Paprika EXPLIZIT die Möglichkeit gegeben ein Gift zu exprimieren welches Säugetiere schädigt.

3. Is Greenpeace natürlich sicher DIE Informationsquelle im bezug auf realistische Szenarien in diesem Gebiet.

4.Hält das Europäische Gericht Monsanto gerade davon ab das durchzuziehen was daoben in der Schweine-Reportage erzählt wird und das auch zurecht, ich finde solche Unternehmenspolitik auch sehr bedenklich, aber das heißt nicht das die Idee die die Firma anfangs verfolgte grundsätzlich falsch ist.

5. Natürlich braucht man Investoren für den Aufbau einer neuen Firma, aber warscheinlich wären auch nur die wenigstens hier im Board kognitiv in der Lage selbst mit perfekter Ausrüstung soetwas wie Monsanto zu leisten.

6. Das sic der Gen-Mais sich fremdkreuzt, finde ich natürlich auch nicht ideal und ich finde es auch eine ziemliche Schweinerei das Monsanto dann die benachbarten Bauern verklagt.

7. Denke ich das solche "Auswüchse" vorallem dadurch zustande kommen da dieser gesamte Biotechnologie-Sektor recht neu ist und es dadurch einfach noch sehr schwer ist die Rechtmässigkeit bestimmter Sachverhalte richtig einzuschätzen und ich bin der Meinung das sich das in den nächsten Jahren immer weiter zu einem "Normalen" Industrie-Sektor verwandeln wird.

8. Übertreibt nicht was die "Macht" von Monsanto etc. betrifft, sicherlich haben sie wie Bayer,Schering,Merck,Johnson&Johnson,Unilever,Kraft-Foods oder Procter&Gamble ihre Lobby und sicherlich auch ihren Dreck am stecken, aber so.....

9. Kann man auch vom Gen-Mais wieder zu normalem Mais zurückkehren.


Mfg Mehlsack
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
2. Gibt es KEINEN trifftigen Grund anzunehmen das eine genveränderte Paprika sofort zur Lebensgefahr für kleine Kinder wird. Es sei den man hätte der Paprika EXPLIZIT die Möglichkeit gegeben ein Gift zu exprimieren welches Säugetiere schädigt.
Die Möglichkeit, dass genveränderte Pflanzen "nicht funktionieren" besteht aber. Und solange man nicht 100% sicher ist sollte man im Labor testen. Bei der Gesundheit sollte es keine kompromisse geben
5. Natürlich braucht man Investoren für den Aufbau einer neuen Firma, aber warscheinlich wären auch nur die wenigstens hier im Board kognitiv in der Lage selbst mit perfekter Ausrüstung soetwas wie Monsanto zu leisten.
Sicher auch nicht die skrupellosigkeit gegenüber den Menschen bzw der Umwelt
7. Denke ich das solche "Auswüchse" vorallem dadurch zustande kommen da dieser gesamte Biotechnologie-Sektor recht neu ist und es dadurch einfach noch sehr schwer ist die Rechtmässigkeit bestimmter Sachverhalte richtig einzuschätzen und ich bin der Meinung das sich das in den nächsten Jahren immer weiter zu einem "Normalen" Industrie-Sektor verwandeln wird.
Hoffentlich nicht...
8. Übertreibt nicht was die "Macht" von Monsanto etc. betrifft, sicherlich haben sie wie Bayer,Schering,Merck,Johnson&Johnson,Unilever,Kraft-Foods oder Procter&Gamble ihre Lobby und sicherlich auch ihren Dreck am stecken, aber so.....
Betrachtet man die schweinereien die sie damit anstellen haben sie eindeutig zu viel Macht
9. Kann man auch vom Gen-Mais wieder zu normalem Mais zurückkehren.
Noch...
 
mmh, das Leute immer so latent aggressiv die Posts zerstückeln müssen, man kann auch schreiben Zu 1:
o.ä.

Na egal, was solls.

Ja, aber die die nicht richtig funktionieren werden doch zerstört bevor sie als Saatgut auf den Makrt kommen. Und nun bitte nicht mit " ja aber es gibt doch Mutationen", ja klar gibts die, aber die gibts bei "Bio"-Pflanzen auch.
Bei der Gesundheit sollte man keine Kompromisse eingehen?
Aber Alkohol trinken sie alle, fressen irgendwelche scheiß und die "Gesunden" futtern dann schön Bio-Produkte(die ja definitiv alle super gesund sind.....die meisten kennen warscheinlich nichtmal Demeter und ähnliches) und weil man ja "besonders gesund" ist, futtert man dann noch Bio-Brausetabletten aus XYZ-Kraut und substituiert Vitamine oder sowas, meistens wissen ja zum Glück alle was in einer Brausetablette drin ist...


Stimmt für dich ist das keine Industrie, was soll es den sonst sein? Teufelszeug oder was?
Statt hier einfach so rumzuwhinen wäre es ja mal interessant zu wissen war hier deine "Anti" Position begründet.

Wer macht den in deinen Augen nicht solche "Sauereien" und nenne bitte explizite Tatbestände die du Sauereien nennst, z.b. Lügen, Betrügen oder was du halt möchtest.


Letztes Jahr wurden doch in Spitzbergen die große Pflanze-Arche erstellt, da kommt man dann an den "ursprünglichen" Mais, oh, verdammt, den Mais den unsere Bauern auf den Feldern haben ist ja auch kein Stück mehr ursprünglich....selbst ohne Monsanto.

Sollte er so massiv gefährlich sein, der Gen-Mais, dann wird die Natur ihn schnell wieder ausknocken.
 
Also ich finde Monsanto schlecht, denn, wir haben das mal im Unterricht diskutiert, sie verkaufen ihr genverändertes Saatgut an Bauern in ärmeren Gebieten für weniger Geld als das konventionelle Saatgut. Allerdings ist die Folge von der Verwendung des genveränderten Saatguts, dass man keine Samen mehr für die Ernte im nächsten Jahr hat. Dadurch sind die Bauern gezwungen weiterhin das Monsanto-Saatgut zu kaufen und die Geldmaschine wird in gang gesetzt
 
Gibt es KEINEN trifftigen Grund anzunehmen das eine genveränderte Paprika sofort zur Lebensgefahr für kleine Kinder wird. Es sei den man hätte der Paprika EXPLIZIT die Möglichkeit gegeben ein Gift zu exprimieren welches Säugetiere schädigt.

Nun, niemand spricht davon, dass genveränderte Lebensmittel zur sofortigen Lebensgefahr werden, aber was ist mit Langzeitschäden? Was passiert im Organismus, wenn dieser 20 Jahre, oder mehr, mit genveränderten Lebensmitteln versorgt wird? Genmais zB produziert ein Gift, welches Schädlinge tötet. Was passiert, wenn Vögel, Feldhamster, oder Ratten, dieses Genzeug über Jahre, oder gar Jahrzehnte auf den Feldern fressen? Unter Umständen ergeben sich Veränderungen in der Erbanlage, vielleicht so drastisch, dass diese Tiere sich nicht mehr Fortpflanzen können und aussterben. Erbgut der Genpflanzen kann sich mit Nichtgenpflanzen mischen und völlig unkontrolliert Fortpflanzen. Das gesamte Ökosystem ist in Gefahr. Wenn es diese Pflanzen hätte geben sollen, hätte die Natur sie auch hervorgebracht.
 
Die Natur fragt nicht danach, was es 'geben muss'. Meist führt dies zu einem äußerst komplexen, aber stabilen Gefüge. Wenn eine Mutation nicht langfristig erfolgreich ist, dann verschwindet sie auch wieder.

Wenn der Mensch sich in dieses komplexe Gefüge hineindrängt, dann führt dies meist zur Katastrophe. Monokulturen verdrängen alles andere und Arten sterben aus. Aber was kann man anderes erwarten, wenn nicht verantwortungsvolles Handeln im Vordergrund steht, sondern stattdessen rücksichtslose Geschäftemacherei?

Gruß Konradin
 
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