.... ist es am Montag, dem 19.01.09 gegen 21 Uhr, zu einem ungewöhnlichen Vorfall auf dem Stuttgarter Flughafen in Leinfelden-Echterdingen gekommen. Der Tower meldete demnach ein „unverbundenes Radarziel“ mit einer Geschwindigkeit von rund 50 Knoten (ca. 92,6 Km/h). Es folgte ein Polizeihubschraubereinsatz, der aber erfolglos beendet wurde.
UFO-Sichtungen auf Radar sind in der UFO-Forschung zunächst einmal bekannt. Unter gewissen Wetterbedingungen kann es vorkommen, dass sich so genannte Radarengel bilden, die dem Lotsen ein Objekt auf dem Schirm lediglich vorgaukeln, es aber als Festkörper gar nicht existiert. Es sind so genannte ionisierte Lufttaschen, die unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen immer wieder auf den Radarschirmen auftauchen können.
Ebenso normal ist es, dass bei Meldungen „unverbundener Radarziele“ ein Hubschrauber oder Flugzeug in die Luft geschickt wird. Es könnte sich ja auch um ein Flugzeug handeln, welches nicht mehr funkt und auch nicht mehr kommunizieren kann bzw. natürlich auch um den Versuch eines terroristischen Anschlags. Deshalb ist bereits in den Regeln der Flugaufsicht der Einsatz eines Hubschraubers oder Flugzeugs fest definiert, sobald jeglicher Kontaktversuch mit dem auf Radar gesichteten Objekts fehl lief. Laut Tower-Chef Helmut Montag wurde kein Transpondersignal, wie bei Nachtflügen sonst üblich, eingesetzt.
Dass es sich bei dem Vorfall am Stuttgarter Flughafen aber um einen Radarengel gehandelt hat, kann nach den folgenden Berichten allerdings nahezu ausgeschlossen werden. Dagegen spricht u.a. der Bericht des Flugsicherungssprechers Axel Raab: "Beim Anflug auf den Flughafen meldete ein Pilot mehrere Lichter über sich, schätzte die Höhe auf ca. 2000 Meter." Gegen 21.42 Uhr verschwand das Objekt plötzlich spurlos von den Radarschirmen: "Wir mussten von einem Absturz ausgehen, Polizei schwärmte aus", so der Tower Chef Helmut Montag. Rund eine Viertel Stunde später, gegen 22 Uhr, tauchte es auf einmal in der Nähe von Dinkelsbühl in Bayern wieder auf, ganz in der Nähe eines US-Truppenübungsplatzes.
Radarengel sind niemals über solch einen Zeitraum sichtbar. Gegen den langsamen Flug spricht ebenso ein herkömmliches Flugzeug. Und wie Werner Walter von der CENAP im Artikel anmerkt, seien auch Ultraleicht- oder Motorensegler nicht in der Lage solch eine Distanz zu überbrücken.
Sobald sich Neues ergibt, werde ich an dieser Stelle darüber informieren